Allgemein

Aktuell Märkte mit Iran Risk On-Party – Pakistan-Premier warnt – Straße von Hormus wieder geblockt

Waffenruhe im Iran-Krieg. Straße von Hormus bald offen? Die Märkte jubeln. Aber aktuell gibt es zum Deal alarmierende Bruchstellen.

Straße von Hormus
Foto: Jacques Descloitres, MODIS Land Rapid Response Team, NASA/GSFC - Cropped from: http://visibleearth.nasa.gov/view_rec.php?id=2363 Gemeinfrei https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stra%C3%9Fe_von_Hormuz.jpg?uselang=de#Lizenz

Vor wenigen Augenblicken kam die Meldung: Die Straße von Hormus ist jetzt doch wieder geblockt! Aber hier erstmal der allgemeine Blick auf den heutigen Handelstag: Die Märkte feiern eine große Risk On-Party. Öl fällt, die Aktienmärkte steigen kräftig. Denn die heute früh verkündete Waffenruhe und die bevorstehende Öffnung der Straße von Hormus sorgen für Optimismus. Aber dies ist ein Tanz auf dem Vulkan. Pakistan spielte offenkundig eine wichtige Rolle bei der Vermittlung der Waffenruhe zwischen Iran und USA. Donald Trump erwähnte heute früh den pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif gleich zu Beginn seiner Mitteilung. Daher scheint Pakistan wirklich ein bedeutender Vermittler zu sein. Deswegen ist es in diesem Augenblick wichtig zu sehen, was von dortiger Stelle verkündet wird.

Um 16:19 Uhr schrieb Shehbaz Sharif auf X (übersetzt): Aus einigen Gebieten der Konfliktzone werden Verstöße gegen den Waffenstillstand gemeldet, die den Geist des Friedensprozesses untergraben. Ich fordere alle Parteien nachdrücklich und aufrichtig auf, Zurückhaltung zu üben und den vereinbarten Waffenstillstand zwei Wochen lang einzuhalten, damit die Diplomatie eine führende Rolle bei der friedlichen Beilegung des Konflikts übernehmen kann.

Zwischen Iran und seinen Anrainerstaaten kracht es derzeit weiter. Eine essenziell wichtige Pipeline in Saudi-Arabien wurde heute Nachmittag angegriffen. Und offenbar greift Israel weiterhin die Hisbollah im Libanon an. Man ist offenkundig der Meinung, dass Angriffe im Libanon nicht Teil der Waffenruhe zwischen Iran und USA sind. Teheran aber betrachtet seine Außenposten offenbar als integralen Bestandteil seines Machtapparats. Auch Frieden bei Iran´s Verbündeten – sonst gibt es doch weiterhin Probleme mit der Straße von Hormus. So ist wohl die Leitlinie der Mullahs. Und was sehen wir aktuell? Vor wenigen Minuten gab es von der iranischen Agentur FARS die Information, die Durchfahrt für Tanker durch die Straße von Hormus sei gestoppt worden.

Der Sprecher des iranischen Nationalen Sicherheitskomitees, Razaei, erklärte, der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus müsse als Reaktion auf die israelischen Angriffe auf den Libanon „sofort gestoppt werden“. „Entweder ein Waffenstillstand an allen Fronten oder gar kein Waffenstillstand“, sagte Razaei. Netanjahus Büro teilte heute früh mit, dass der Waffenstillstand den Libanon nicht einschließe.



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

1 Kommentar

  1. Ich finde das spannend. Die Amerikaner behaupten der Libanon wäre nicht teil der Abmachung, die Zionisten sagen das gleiche. Blöd nur das der Iran immer schon gesagt hat, wenn Frieden dann für alle, was Gaza, Libanon und den Jemen einschließt. Warum sollten sie auch etwas anderes verlangen?

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung


Meist gelesen 7 Tage