Die Zinssenkung der US-Notenbank Fed elektrisiert die Krypto-Szene. Durch die Umlegung des geldpolitischen Hebels kurbelt die Fed die globale Liquidität spürbar an. Für Bitcoin könnte das der Turbo sein: Bravos Research erwartet, dass die größte Kryptowährung in diesem Umfeld Kursregionen von 150.000 US-Dollar und mehr erreichen kann – und schürt damit Spekulationen über eine neue Rally.
In ihrem neuen Video „Dieser fehlerfreie Makroindikator fordert einen Bitcoin-Wert von 150.000 US-Dollar“ blicken die Analysten von Bravos Research Crypto auf die Korrelation von steigender Geldmenge und Liquiditäts-Assets wie Kryptowährungen und Aktien.
Zinssenkungen als Bitcoin-Boost
Vor rund eineinhalb Wochen senkte die Fed den Leitzins erstmals seit Dezember 2024 um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 4,00 bis 4,25 Prozent und setzte damit ein geldpolitisches Signal mit weltweiten Folgen. Mit einer Bilanzsumme von mehr als sieben Billionen Dollar bestimmt die Federal Reserve entscheidend die globale Dollarversorgung. Historisch gesehen führt eine Lockerung der Geldpolitik zu sinkenden Kreditkosten und steigender Liquidität, da mehr Kapital in Umlauf gerät. Diese Entwicklung könnte sich erneut als Kurstreiber für risikoreiche Anlagen wie Aktien und Kryptowährungen erweisen. Vor allem Bitcoin korreliert stark mit der weltweiten Geldmenge und dürfte somit von der zusätzlichen Liquidität profitieren, sollte die Fed die Zinsen weiter senken. Der Markt rechnet aktuell damit, dass dies noch zweimal in diesem Jahr geschehen soll.
Tatsächlich begann die US-Geldmenge M2 nach dem Zinsstopp im Sommer 2023 wieder zu wachsen. Seither haben Zentralbanken weltweit in nur acht Monaten 88 Zinssenkungen vorgenommen – ein Tempo, das zuletzt während der Pandemie zu beobachten war. Nach Einschätzung von Bravos Research verstärkt die Entscheidung der Fed diesen Trend und schafft ein „kräftiges Liquiditätsfeuer“, das risikoreiche Anlagen beflügelt. Die Analysten sehen in dieser global koordinierten Lockerung den Kern ihrer aktuellen Handelsstrategie. Der folgende BTC-Chart von TradingView zeigt das Kursziel von 150.000 USD.

Kursziel von mindestens 150.000 $
Gleichwohl warnen Ökonomen vor historischen Parallelen. Seit den 1950er Jahren leitete die Fed Zinssenkungszyklen meist in einer schwächelnden Konjunktur ein. Doch diesmal präsentiert sich der US-Arbeitsmarkt trotz Abkühlung stabiler als in früheren Rezessionen. Zwar sinkt der Beschäftigungsaufbau, doch das Verhältnis von offenen Stellen zu Arbeitslosen bleibt mit etwa eins robust. Auch der Optimismus kleiner Unternehmen – ein Frühindikator für die Konjunktur – signalisiert eher Wachstum als Einbruch. Zudem bleibt das US-Wachstum stark: Letzte Woche zeigten die BIP-Daten für das zweite Quartal einen Wert von 3,8 Prozent.
Für die Finanzmärkte ergibt sich daraus ein entscheidender Unterschied. Senkt die Fed Zinsen außerhalb einer Rezession, steigen Aktien im Folgejahr im Durchschnitt um 15 Prozent. Da Bitcoin eng mit der Entwicklung des US-Aktienmarkts und der globalen Liquidität verknüpft ist, könnte sich dieser Effekt direkt auf den Kryptomarkt übertragen. Bravos Research verweist auf eine 83-prozentige „Richtungsausrichtung“, also die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin der Richtung der weltweiten Geldmengenentwicklung folgt – ein höherer Wert als beim S&P 500, Gold oder US-Staatsanleihen.
Die Analysten von Bravos Research Crypto prognostizieren, dass der Bitcoin-Kurs bis Ende 2025 auf 150.000 bis 170.000 US-Dollar steigen könnte. Zwar sind solche Kursziele keine Garantie, doch die Kombination aus expansiver Geldpolitik und intaktem Arbeitsmarkt gilt als stützendes Fundament. Nach der laufenden Konsolidierungsphase könnte der Bitcoin demnach wieder in die Offensive gehen und eine weitere Aufwärtsbewegung folgen lassen.
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Wenn ich beim Thema Börse dem Wort „Analyse“ begegne, drängt sich bei mir geradezu zwanghaft der Begriff „Glaskugel“ auf.
Es ist nicht relevant, ob der BTC Ende 2025 bei 150.000 oder 100.000 steht. Relevant ist, dass er in 5 Jahren bei 500.000 steht. Es ist alles so einfach wenn man es mal verstanden hat…
Wir hodeln seit 7 Jahren und haben’s nicht bereut…Gewinnmitnahmen sind ein unnötiges Risiko. Liquidiert wird nur, wenn man wirklich dringend Geld braucht.