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Märkte

Mal was ganz anderes: Sojabohnen!

Markus Fugmann

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am

Diesmal blicken wir zurück auf die Preisentwicklung von Sojabohnen seit Mitte 2014 und die für den Status 11.07.2014 (http://finanzmarktwelt.de/rohstoffe-mais-und-sojabohnen-3448/) getroffenen Aussagen.

Im Beitrag zum Status am 11.07.2014 wurde der bestehende Abwärtstrend seit dem Peak vom 04.09.2012 thematisiert, auf die Projektionen der globalen Angebots- und Nachfragesituation hingewiesen und eine Reihe belastender Faktoren, die für einen weiteren Kursrückgang sprechen, aufgeführt.

Zum Status am 11.07.2014 wurde ausgeführt:


„Was ist denkbar? Zusätzlich zu der in der Publikation des ICG (links unten) für Sojabohnen in der Projektion ausgeglichenen Angebots- und Nachfragesituation bescherten die Lagerbestände dem Markt die Aussicht auf ein Ansteigen des Stock to Use Ratios über den in der ICG Studie genannten Wert von 12,4 % hinaus. Dies schickte die Kontrakte über alle Laufzeiten hinweg in eine sehr steile Talfahrt und lies den aktuellen Kontrakt in die Unterstützungszone von 1050 bis 1100 eintauchen, das Kontrakt-Tief stammt mit 1050,75 vom 18.11.2010. Der aktuelle Rückgang war der längste seit 41 Jahren!
Bei einem Niveau von 1100 $ wird der Anbau sowohl in den USA als auch in Brasilien defizitär. Inwieweit dies kurz- bis mittelfristig zu einem Ende der Abwärtsbewegung führen kann, wird sich in den nächsten Wochen zeigen müssen. Auf Jahressicht dürfte eine Umorientierung bei den Farmern hin zu anderen Pflanzen einen Abbau von Überkapazitäten und ein eine Erholung an der Preisfront nach sich gezogen haben.
Ebenso wie der technische Fortschritt bei Mais in Bezug auf die Ethanol-Produktion (wie im vorherigen Beitrag erläutert), kann auch für die Biodieselproduktion auf Sojabohnenbasis eine Konkurrenz entstehen, wie z.B. durch Pflanzen aus Asien (http://www.biotech-now.org/environmental-industrial/2014/06/biodiesel-production-from-sugarcane# bzw. http://netnebraska.org/article/news/918215/miscanthus-growing-energy-crop). Dann waren die Hochs bei Mais und Sojabohnen in 2012 historische Hochs (inflationsbereinigt natürlich)..“

Was ist seitdem geschehen?

Die fundamental kursbelastenden Faktoren wirkten bis Anfang Oktober weiter und führten zu einem Kontrakttief von 904 (13,97 % unterhalb des alten Kontrakttiefs von 1050,75 vom 18.11.2010) am 01.10.2014, bevor in Einklang mit dem üblicherweise in den ersten Oktobertagen auftretenden saisonalen Tief parallel zur Kurserholung bei Mais auch eine solche bei Sojabohnen einsetzte, wobei als Erklärungen für die zum Teil recht irrationalen Ausschläge im Vorfeld von Verfallstagen gerne auf Niederschlagsprognosen für die brasilianischen Anbaugebiete und Ernteprognosen für Brasilien zurückgegriffen wurde.

Zwischenzeitlich haben sich die Wettbewerbsfaktoren durch zu erwartenden Rekordernten in Brasilien (http://apps.fas.usda.gov/psdonline/circulars/production.pdf ) im Zusammenspiel mit einem bislang kaum korrigierten Anstieg des US-Dollar gegenüber dem brasilianischen Real nicht unbedingt verbessert. Sofern sich die Währungsvorteile der brasilianischen Farmer nicht weiter verschärfen, sollte die Marke von 900 $ verteidigt werden können – nach oben sollte sich ein Überwinden des Hochs des November 2014 Kontraktes von Mai 2014 unterhalb von 1300 $ erst mal als schwierige Hürde darstellen, sofern sich das Anbauverhalten der Farmer nicht grundlegend verändern sollte.

Dollar-Real

Sojabohnen

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Finanznews

Aktienmärkte: Schwächste Woche seit Corona-Crash! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte absolvieren die schwächste Woche seit dem Corona-Crash im März. Die zweite Corona-Welle ist ein zuvor nicht eingepreister game changer!

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte absolvieren die schwächste Woche seit dem Corona-Crash im März. Und das ist wohl kein Zufall, denn die zweite Corona-Welle mit den damit verbundenen Lockdowns sind ein vorher so nicht eingepreister game changer für den wirtschaftlichen Ausblick. Diesmal aber ist der Abverkauf der Aktienmärkte in dieser Woche vor allem durch die großen Tech-Werte getrieben: am Montag SAP in Deutschland, heute die Schwergewichte Apple und Amazon jeweils gut 5% im Minus nach Vorlage der Quartalsergebnisse. Selbst gute Zahlen wie bei Amazon werden abverkauft – was „riecht“ der Markt? Ist das nur die Unsicherheit or der US-Wahl – oder kommt da etwas größeres auf uns zu?

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Gold/Silber

Goldpreis mit Bewegung? Mögliche Kausalkette beginnt bei der EZB

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Eine Kausalkette ist eine Reihe von Ursachen und Wirkungen, wobei die Wirkung wieder zu einer neuen Ursache wird. In diesem Fall fängt diese Kette wohl bei der EZB an. Sie hat gestern angekündigt (hier die wichtigsten Punkte der PK), dass man im Dezember vermutlich auf die verschlechterte Corona-Lage in Europa reagieren und weitere Maßnahmen ergreifen könnte. Was das mit dem Goldpreis zu tun haben könnte? Nun, dann mal los mit der Kausalkette.

Anstehende EZB-Maßnahmen weisen auf steigenden oder fallenden Goldpreis hin?

Wenn die EZB ihre Geldpolitik weiter lockert, schwächt das den Euro. Da der Euro global das größte Gegengewicht gegen den US-Dollar ist, könnte der US-Dollar vermutlich aufwerten, sichtbar im Dollar-Index, einem Währungskorbs gegenüber anderen Hauptwährungen, wo der Euro das Haupt-Gegengewicht zum Dollar darstellt. Ein stärkerer US-Dollar sollte wiederum den Goldpreis schwächen. Denn alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, tendiert oft schwächer, wenn der US-Dollar aufwertet.

Aber halt, die Sache mit so einer klar nachvollziehbaren Kausalkette (EZB-Zinsen-Euro-Dollar-Gold) kann auch schnell wieder unklar werden. Denn wo der US-Dollar im Dezember womöglich vor einer weiteren Aufwertung steht, und der Goldpreis damit einem Abwärtsdruck ausgesetzt ist – da findet sich auch ein gutes Argument für einen steigenden Goldpreis. Denn wenn die EZB ihre Zinssätze weiter absenkt, würde dies das zinslose Gold gegenüber Anleihen mit Negativrenditen noch attraktiver machen. Denn der Einlagenzins der EZB ist ja bereits mit -0,50 Prozent im Negativbereich – und das zinslose Gold ist nunmal immer exakt bei 0,00 Prozent.

Expertenkommentare über EZB

Und wie aktuelle Expertenkommentare zeigen, könnten die Zinsen der EZB im Dezember in der Tat weiter sinken. So sagen die Analysten der Commerzbank in einem aktuellen Kommentar, dass man erwarte, dass das PEPP-Anleihekaufprogramm der EZB bis Ende 2021 verlängert und um 600 Milliarden Euro erhöht werde, im kommenden Jahr neue Langfristtender (TLTROs) auflegt und den Einlagensatz nochmals um 10 Basispunkte auf -0,6% gesenkt werde. Hiervon solle Gold in seiner Eigenschaft als wertstabile Anlage profitieren, so die Commerzbank. Man gehe daher nicht davon aus, dass der Goldpreis weiter stark nachgeben wird. Allerdings dürfte er in den kommenden Wochen Gegenwind von der Währungsseite erhalten, da man nach den Ankündigungen von EZB-Präsidentin Lagarde nun bis Jahresende keine EUR-Aufwertung mehr, sondern eine EUR-Abwertung (und damit einen festeren US-Dollar) unterstellen, so die Commerzbank. DIW-Chef Marcel Fratzscher hat in seinem aktuellsten Kommentar zu den gestrigen EZB-Aussagen erwähnt, dass er eine Ausweitung um der Anleihekäufe der EZB um 500 Milliarden Euro und eine Verlängerung bis Ende 2021 erwarte.

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.881 Dollar. Nach dem gestrigen Tief bei 1.860 Dollar konnte sich der Markt wieder etwas stabilisieren, weil der US-Dollar seit gestern minimal schwächelt. Aber von einer stärkeren Dollar-Abwertung kann noch keine Rede sein. Die Lage rund um das Edelmetall bleibt unklar. Im Zuge der stark fallenden Aktienkurse und des deutlich steigenden US-Dollar war der Goldpreis diese Woche von 1.910 Dollar auf das Tief von 1.860 Dollar gefallen – jetzt hat sich die Lage vorerst beruhigt. Weitere Abwärtsschübe am Aktienmarkt könnten (so meine bescheidene Meinung) zusätzlich zu einem stärkeren US-Dollar erneut Druck auf Gold ausüben.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen

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Indizes

Rüdiger Born über die aktuelle Lage im Dax

Rüdiger Born

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Der Dax scheint sich seit gestern etwas stabilisiert zu haben. Ist heute noch kurzfristiges Trading möglich? Im folgenden Video werfe ich einen Blick auf die aktuelle Lage.

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