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Marc Faber: die Welt ist verrückt, einer Bande von Notenbankern so viel Macht zu geben!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Welt sei schlicht „verrückt“, so der allseits bekannte Marc Faber. Verrückt, weil sie ein paar Notenbankern so viel Macht gebe. Sie seien eine Bande von Professoren („a bunch of professors“), deren Geldpolitik katastrophal gescheitert sei. Faber reagierte mit diesen Aussagen auf die überraschende Senkung des Einlagzinses in Japan auf -0,1% (ab einer bestimmten Einlagesumme).

Noch am Dienstag hatte der Chef der Notenbank, Kuroda, in einem Interview gesagt, dass es derzeit keine Pläne gebe, Zinsen zu senken – das alles erinnert übrigens fatal an die Aussagen von SNB-Notenbankern, die kurz vor Aufhebung des Euro-Franken-Mindestkurses von 1,20 nachdrücklich versicherten, dass der Mindestkurs von 1,20 auf keinen Fall aufgehoben werde.

Man sei sich doch einig, dass freie Märkte Sinn machten so Faber – weil die Alternative nur eine ineffektive Planwirtschaft sein könne. Nun aber überlasse man diesen „Professoren“ die Manipulation zentraler Größen wie Inflation, Wechselkurse, Geldmenge etc. Das widerspreche der Grundidee unseres Wirtschaftssystems – daher sie die Welt eben „verrückt“, wenn sie diesen Notenbankern so viel Macht gebe.

Dabei hätten die letzten 20 Jahre schon ausreichend bewiesen, dass diese Art der Geldpolitik gescheitert sei. Nun versuchten die Verursacher des Desasters ihr verlorenes Prestige und Glaubwürdigkeit wieder zu erlangen, indem sie eine Medizin, die nicht wirke, in der Dosis verdoppelten. Solange diese Notenbanker an der Macht seien, werde sich die globale Wirtschaft nicht erholen, sondern weiter abstürzen.

Und überhaupt bezweifle er die Doktrin der Notenbanker, dass Inflation gut sei, Deflation dagegen schlecht. Man habe in der Geschichte gesehen, etwa im 19.Jahrhundert in den USA, dass die USA in diesem Zeitraum meistens in der Deflation gewesen sei, aber die Reallöhne und damit der Lebensstandard vieler Menschen sei dennoch gestiegen.

Der Schritt der japanischen Notenbank werde den Yen weiter entwerten – und daher für die meisten Japaner mehr Armut bedeuten, so Faber. Vermutlich würde der Nikkei weiter steigen, aber damit würden nur bestimmte Gruppen priveligiert, die Mehrheit jedoch benachteiligt.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Boncas

    29. Januar 2016 16:41 at 16:41

    Die Notenbanker lässt man gewähren, weil sie die Politiker vermeintlich entlasten von der Umsetzung struktureller Reformen und den weiteren Schuldenaufbau zur Ruhigstellung der eigenen Wählerklientel zum Nulltarif ermöglichen.

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