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Aktien

Marc Friedrich über Mega-Crash und Gold, Silber, Platin, Whisky, Bitcoin

Redaktion

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Steht der größte Crash aller Zeiten bevor? Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht im folgenden Interview über den Zeitpunkt im Jahr 2023. Das Geldsystem werde uns um die Ohren fliegen. Auch politisch und gesellschaftlich werde es Probleme geben. Schuld sei die weltweite Politik der Notenbanken (abgeschaffte Zinsen) und die globale Verschuldung.

Marc Friedrich rät zu Sachwerten

Die 2020er-Jahre werden laut Marc Friedrich das Jahrzehnt der Sachwerte werden. Anleger würden in historischer Betrachtung bei jedem großen Crash immer beträchtlich an Vermögen verlieren. Es sei denn man habe vorher sein Vermögen in Sicherheit gebracht und diversifiziert. Daher rät Friedrich dazu Teile seines Geldes zu investieren in Sachwerte wie Whisky, Gold, Silber, Platin und Bitcoin. Bei den Edelmetallen nennt er einen interessanten Grund, warum Geschäftsbanken hier bald stärker investieren könnten. Notenbanken würden schon jetzt jede Menge Gold zukaufen.

Sissi Hajtmanek und Manuel Koch sprechen im folgenden aktuellen Video mit Marc Friedrich. Alles negativ, alles „Weltuntergang“, mag man bei solch düsteren Aussagen fast fragen wollen? Friedrich betont, dass er stets ein positiver Mensch sei, und dass es nach solchen Zusammenbrüchen auch immer weiter gehe. Man müsse als Anleger vor solchen Abstürzen halt sein Vermögen in Sicherheit bringen. Anmerkung: Die Thesen von Marc Friedrich und Matthias Weik sind aus ihren Büchern einem breiten Publikum gut bekannt. Ob der große Crash im Jahr 2023 wirklich kommt? Da müssten wir natürlich auch raten.

Ist-Zustand

Grundsätzlich kann man sagen, das viele angesprochenen Aussagen zum Ist-Zustand inhaltlich richtig sind. Denn die Schulden (vor allem in den USA) liegen höher als auf dem Höhepunkt kurz vor der Finanzkrise 2008. Die Notenbanken haben die Zinsen abgeschafft, was zu immer größeren Verwerfungen führt. Zum Beispiel zukünftige Rentner dürften fast schon in Ohnmacht fallen bei tatsächlich ausgezahlten privaten Rentenversicherungen und Sparplänen. Denn zehn oder zwanzig Jahre Lang Nullzinsen abzüglich Inflation fressen enorm am angesparten Kapital, wo viel stärker als man es jetzt erahnen möchte. Aber ob im Jahr 2023 der große Knall kommt, die große Bereinigung? Schauen Sie bitte das folgende Video-Interview mit Marc Friedrich.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Marc Friedrich
Marc Friedrich

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    18. Oktober 2019 18:49 at 18:49

    Für eine beschauliche, zuversichtliche und erholsame Weihnachtszeit mit der Familie würde ich folgende Bücher unter den Weihnachtsbaum legen: „Der CRASH ist da“ von Florian Homm, „Weltsystem CRASH“ von Max Otte und „Der größte CRASH aller Zeiten“ von Marc Friedrich.
    Auch heuer gilt wieder der Spruch: Die positive Kraft des negativen Denkens.

    • Avatar

      leftutti

      18. Oktober 2019 20:56 at 20:56

      @Columbo, ergänzend vielleicht noch „Der Zauberer von Oz“ von Maria Draghi, „Der Lügenbaron von Münchhausen“ von Donald John Trump, „Mein Kampf“ von R. T. Erdoğan oder „Don Quijote“ von Wallstreet Online.

      • Avatar

        md

        20. Oktober 2019 03:26 at 03:26

        leftutti leftutti du kannst es nicht lassen mich zu provizieren. nun gut dann kriegst du eine retourkutsche in sachen glaubwürdigkeit und demokratie. beides wörter die es bei grünen nicht gibt.
        leftutti, erwache endlich und komm wieder zum gesunden teil der gesellschaft, lös dich von den fängen der denunzianten und falschen gutmenschen.

        rt erdogan ist ein staatsmann der sein land und die darin lebenden menschen ( türken, kurden usw ) vor terroristen schützen will. und mit seinem plan (sicherheitszonenepuffer 32 km ) welche mittlerweile die ganze welt akzeptiert ( amerika, russland uvm ) schützt er im endeffekt auch europa insbesondere uns (brd) vor einer zweiten oder dritten welle an zuwanderung.
        aber ihr grünen und linken veräppelt wieder die gesellschaft. kein wort das wir gegen terroristen kämpfen, nein immer schön lügen, daß erdogan die kurden vernichten würde :)))) erdogan’s frau ist selber kurdin. :))
        und irgendwann in 50-60 jahren stehen in euren geschichtsbüchern wie wir türken im jahr 2019 frauen und kinder in ställe gebracht und verbrannt haben. genozid an kurden wird dann an der tagesordnung sein. ja ja eure art zu denken ist alles schon durchsichtig.

        siehst du nicht wie die grüne brut im begriff ist die gesellschaftsordnung komplett zu zerstören.

        ob helmut kohl, der bischof aus limburg und viele mehr die mit medialer macht als mensch zerstört, an ihrer ehre verletzt und gejagt wurden.

        die doopelmoral,
        erdogan durfte mann als ziegen…..r usw beschimpfen, zuerst hat die merkel mit anstand reagiert und gesagt das dies falsch war, aber dank grünen, verbunden wieder mit medialer macht, wurde merkel in die ecke getrieben und es war erlaubt einen anderen staatsmann so schlimm zu beschimpfen.

        vor 2-3 wochen las ich das die künast als schla…e beschimpft wurde ( was ich als guterzogener mensch selbstverständlich auch nicht richtig finde ). die künast hat geklagt und zuerstmal mal im berliner landgericht verloren. aber in 2.instanz gewonnen.

        der richter im berliner landgericht tut mir jetzt schon leid. in 1-2 jahren ist er seinen dienst los, daß ist 100% sicher, da sind die linken grünen bestimmt schone etwas am planen.

        leftutti verstehst du das. mit dieser doppelmoral hat man ne gesunde gesellschaft zerstört. politiker oder anhänger von eigenen reihen passierte nichts egal ob mit drogen erwischt, pädophil oder kriminelle, es wurde alles unter den teppich gekehrt und gut ist.

        ich ziehe den hut vor sigmar gabriel, der hat im fernsehen die türkische aktion realistisch beurteilt. der gabriel ist ein sehr guter politiker, aber auch den ( meine vermutung ) haben die linke spd hälfte abrasiert ( natürlich wieder mit der macht der journalisten und medien ). was interessiert mich wer und wo sein vater und opa waren und gedient haben. aber wie gesagt sowas kommt erst ans tageslicht wenn bestimmte kreise jemanden weg haben wollen.

        sigmar gabriel muss dringend an die spd spitze.

        leftutti, sei ehrlich bitte, ist in dem was ich geschrieben habe irgendetwas falsch.

        vg

        • Avatar

          leftutti

          21. Oktober 2019 12:00 at 12:00

          @md, ich habe keine Ahnung, was du meinst?! Ich habe dich provoziert? Bist du etwa nur ein Alias und der Nickname vom echten und einzig wahren Gutmenschen und Terrorfighter R.T.E.? Oder identifizierst du dich derart mit dem Diktator und Menschenrechtsverletzer, dass du ihn quasi wie eine Gottheit verehrst und dich persönlich betroffen fühlst?

          So hirnlos, unvernünftig und fanatisch schätze ich dich allerdings nicht ein. Wen interessiert es denn tatsächlich tiefgreifend und nachhaltig emotional, ob und wie jemand einen Politiker oder eine ganze Partei beschimpft? Man kann sich natürlich mal etwas wegen der Umgangsformen, des Werteverlustes oder des bedenklichen Bildungs- und Erziehungsstandes solcher „Kritiker“ mokieren. Aber am Ende geht es nur um Politik, also um Herrschaft, Machtausübung und -erhalt, um persönliche Vorteilnahme. Kein Politiker kümmert sich um deine oder meine Probleme, Wünsche und Anliegen (außer vier Wochen lang vor irgendwelchen Wahlen). Egal, ob grün, blau oder schwarz, wer zu lange an der Macht ist, offenbart mehr und mehr sein korruptes Gesicht und den ganzen Filz, in der er sich nach spätestens einer Legislaturperiode verstricken lassen hat.

          Am Ende wählt man also immer nur das kleinere Übel, die Partei, welche die aktuell persönlich wichtigen Sachthemen und Einstellungen am ehesten vertritt, nicht mehr und nicht weniger. Und man sollte vor jeder Wahl prüfen, ob diese Übereinstimmung noch vorhanden bzw. ausreichend ist. Ich persönlich habe z.B. je nach Faktenlage schon drei verschiedene Parteien bei Bundestagswahlen gewählt, und bei Regionalwahlen richte ich mich eher nach den kandidierenden Personen, als nach Parteizugehörigkeit. Du kannst mich gerne als Umwelt- und Klimaschützer beschimpfen, es wäre aber schön, wenn du mich nicht immer so pauschal und abwertend in die linke und grüne Schublade stecken würdest. Ich meine, linksgrün versifft ist ja ohnehin jeder, der nicht der AfD oder der sog. Werteunion sein Herzblut schenkt. Was soll das also aussagen?

          Übrigens: Sigmar Gabriel war von 2009 bis 2017 Parteivorsitzender der SPD. Wohin das seine Partei gebracht hat, weißt du ja. Oder sind da auch die kriminellen und drogensüchtigen grünen Pädophilen Schuld daran (natürlich mit medialer Unterstützung)?

        • Avatar

          Michael

          22. Oktober 2019 20:39 at 20:39

          @md, sind Sie sich sicher, dass inzwischen die ganze Welt ( amerika, russland uvm ) die Invasion akzeptiert? Und dass uns Erdogan vor einer zweiten oder dritten Zuwanderungswelle effektiv und verlässlich schützt, wo er uns doch eher droht, die Grenzen zu öffnen?

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            md

            29. Oktober 2019 16:19 at 16:19

            @michael, du kommst zum schachspiel mit Mühlesteinen. beim schach werden bauern, dame, könig, läufer und turm benötigt.
            ich hatte gestern schon mit meinem nachbarn ein disput wegen der gemengenlage. mein nachbar auch links grün ist auch erbost über erdogan und die idee der sicherheitszone/schutzzone und hat hin und her geredet. am schluss hab ich ihn nur gefragt, warum er dagegen ist. da meinte er die syrischen kurden wären indogermanen.
            da hab ich ihm gesagt, warum bezahlt man dem erdogan soviel geld damit er die indogermanen nicht über die grenze der türkei nach europa lässt. warum schickt man nicht busse und flugzeuge und holt die indogermanen in die heimat (brd) zurück.
            und zum anderen, bezahlt man geld für eine schutzzone/sicherheitszone in form von der türkischen grenze, der türkei zu europa. verbietet es aber diese schutzzone an die grenze der betroffenen länder zu verlegen. worin liegt hier die logik.
            vg

    • Avatar

      Carambolage

      19. Oktober 2019 10:41 at 10:41

      Könnte noch um Machtbeben von Dirk Müller und Finanztsunami von Ernst Wolf ergänzt werden.

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    Kriegsveteran

    18. Oktober 2019 21:02 at 21:02

    Generell schätze ich seine Analyse, aber Bitcoin als sichere Anlage? Haben wir eben kürzlich einen Bericht gehabt, der Bitcoin als Vorreiter jeder Korrektur entlarvte.Wenn alles rumpelt denke ich wäre auch Whlsky
    nicht unbedingt das gefragteste Produkt, oder sei es den Kummer desTotalverlustes des Ponzigeldes Bitcoin
    schönzusaufen. Wenn 1% aller Anlagen in Whisky fliessen würden, würde der in einer Krise so unwichtig, dass er höchstens als Brennmaterial taugen würde.
    Warum kommt niemand auf die Idee Land oder Wald zu kaufen um bei einem Kollaps Selbsversorger zu sein,musste ich doch von meinen Eltern hören, dass in den Kriegsjahren Lebensmittel ( Bäcker ,Metzger ,Bauer) bevorteilt waren.

    • Avatar

      Columbo

      19. Oktober 2019 09:32 at 09:32

      In Venezuela bekommst du für eine Silberunze Lebensmittel vom Bauern für ein halbes Jahr. Du brauchst nicht Land oder Wald und schon gar nicht Selbstversorger werden. Edelmetalle reichen.

    • Avatar

      Jura

      19. Oktober 2019 12:09 at 12:09

      Weil du Wald und Wiese im Grunde gar nicht besitzt und der Stadt einen direkten Zugriff drauf hat.

    • Avatar

      joah

      29. Oktober 2019 11:33 at 11:33

      …und um „Jura“ zu ergänzen: Man noch jede Menge Auflagen aufgebrummt bekommt, sich um den Wald zu kümmern hat (kein Selbstläufer; teures Spezialgerät), die Öffentlichkeit da durchwandern darf (keine Einfriedung) sowie deren Hinterlassenschaften noch zu beseitigen hat und wehe jemandem passiert darin etwas. Und noch vieles andere mehr: Sturmschäden, Brand, Befall, Naturschutz, kontrollierte Aufforstung, …

      Wald ist kein Spekulationsobjekt, sondern eine Daueraufgabe für einen Förster.

  3. Avatar

    Mathias König-Sun

    18. Oktober 2019 21:48 at 21:48

    Er argumentiert nachvollziehbar. Trotzdem hat auch er keine Glaskugel und die Notenbanken zaubern vielleicht noch ein Ass aus dem Ärmel das es bisher in den Karten nicht einmal gab. Grundsätzlich sind Sachwerte aktuell aber definitiv etwas, was mich persönlich gut schlafen lässt.

  4. Avatar

    joachim

    19. Oktober 2019 07:33 at 07:33

    …spricht der Mann bei 10:18 tatsächlich von D-Mark (und meint Bitcoin?)?

    • Avatar

      joah

      29. Oktober 2019 11:48 at 11:48

      Nein, Zitat: „Edelmetalle, Bitcoin, Whisky, De… äh… Diamanten usw.“

  5. Avatar

    Christoph

    19. Oktober 2019 13:32 at 13:32

    Was nicht erwähnt wird, ist dass der Staat immer am längeren hebel sitzt. Kommt der crash, kommen neue Gesetze. Verbot von goldbesitz etc. Alles schon mal da gewesen! Man kann also alles richtig machen und am Ende doch auch mit leeren Händen da stehen. Man sollte die Kreativität des Staates nicht unterschätzen, wenn es um die generierung von Steuern geht.

    • Avatar

      Silverager

      21. Oktober 2019 05:04 at 05:04

      Darum kauft man Edelmetalle anonym gegen Cash. Bei einem Goldbesitz-Verbot hält man einfach die Füße still. Denn dann entwickelt sich schnell ein Schwarzer Markt, in dem man mit einiger Vorsicht dann aktiv werden kann. Meine Mutter hat mir vom Schwarzmarkt nach dem Krieg einiges erzählt. Es gab auch damals Möglichkeiten …

  6. Avatar

    Thomas S.

    20. Oktober 2019 08:31 at 08:31

    Danke für das informative Video. Herr Friedrich bringt viele wichtige Punkte vor. Hoffen wir mal das er falsch liegt.

  7. Avatar

    Marko

    12. November 2019 15:07 at 15:07

    Steht der größte Crash aller Zeiten bevor?

    Antort : Nein !

    Steht der Aktiencrash aller Zeiten bevor ?

    Antwort : Nein !

    Steht der der größte Anleihemarkt-Crash aller Zeiten bevor ?

    Antwort : Ja !

  8. Avatar

    Wirtschaftsstudent

    12. November 2019 18:27 at 18:27

    @ Marko, sie sind mir schon öfter mit ihren unkonventionellen Ansichten positiv aufgefallen.Unser Professor meint, dass nach einem Anleihencrash u. Bondrenditen über 3% die Aktien sofort auch crashen würden wegen Umschichtungen.Ich glaube, ich sollte eher Ihnen als erfahrener Praktiker vertrauen als dem Theoretiker.Was meinen Sie dazu?

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Aktien

Aktien: Die Rally und die Cocktail-Theorie von Peter Lynch

Ibrahim Sonay

Veröffentlicht

am

Klar, Corona ist das Gesprächsthema Nummer-Eins, doch dicht auf den Fersen folgt derzeit schon das Thema Aktien!

Aktien: Woher stammt die Cocktail-Theorie?

Der berühmte Magellan-Fonds Manager Peter Lynch, ein Maestro der Investment-Welt aus den 80er-Jahren, stellte damals die Interessante Cocktail-Theorie auf, um die unterschiedlichen Marktprognosen darzulegen, die er über Jahre entwickelt hatte, während er auf Partys herumstand.

Phase Eins

Gar nicht über Aktien sprechen die Leute in der ersten Phase, eines leichten Marktanstiegs, nachdem sie längere Zeit am Boden lagen, ohne Bewegung und Beachtung. Fragte man Lynch auf der Party, was er denn so beruflich treibe, antwortete er, dass er einen Aktienfonds manage. Daraufhin nickten die Leute freundlich und gingen weiter, um sich mit dem Nächsten auf der Party über Belangloses zu unterhalten. War dies der Fall, so wusste Lynch, dass der Markt vor einer Erholung stand.

Phase Zwei

Nachdem Lynch seinen Beruf nannte, blieben die Partygäste meist etwas länger – aber auch nur so lange, um ihn klar zu machen, wie gefährlich doch Aktien seien. Danach sprachen die Partygäste wieder übere andere Themen. Auch dies beobachtete er und stellte somit fest, dass die Börse in der zweiten Phase steckt, denn die Aktien stiegen bereits, doch es interessierte (noch) niemanden.

Phase Drei

Der Markt war bereits um 30 % gestiegen und Lynch wusste, dass ihn auf der Party eine neugierige Schar von Menschen umringen würde. Viele euphorische Zeitgenossen nahmen ihn beiseite, um herauszufinden, in was sie denn nun investieren sollten und fast jeder sprach von Aktien. Damit war klar, Phase Drei ist erreicht.

Phase Vier

In der vierten Phase umzingelten ihn die Leute erneut, aber diesmal nicht um zu erfragen, worin sie investieren sollten, sondern um ihn Tipps und Ratschläge zu geben, welche Aktien er kaufen solle. Erfuhr er Tage später, dass die Empfehlungen der Partygäste aufgingen, so erkannte Lynch, dass der Markt in Phase Vier steckt: Das Hoch war erreicht – ein Rückschlag der Märkte stand kurz bevor.

Das aktive Zuhören kann sehr wertvoll sein. Halten Sie also ihre Augen und Ohren auf. Auf lange Sicht sollte jeder für sich selber entscheiden, worin er sein Geld investieren möchte – ob er dabei Prinzipien, Ethik oder Trends berücksichtigt. Eines zeigt uns die Vergangenheit der Aktienmärkte jedoch: wenn man Aktien von Qualitäts-Unternehmen findet und das zu einem guten Preis, erzielt man über Jahre Rendite.

Aktien und die Cocktail-Theorie

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Aktien

Aktien: Die 2020-er, wieder das Jahrzehnt der Aktie?

Die Jahre 2010 bis 2020 war ein Jahrzehnt für die Aktien – den Notenbanken sei Dank! Aber wie sieht es für die 2020er-Jahre aus?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Die Jahre 2010 bis 2020 war ein Jahrzehnt für die Aktien – den Notenbanken sei Dank! Aber wie sieht es für die 2020er-Jahre aus?

Derzeit wird viel spekuliert über die Zukunft nach Corona. Ein Jahrzehnt hat begonnen, in dem die Schulden weltweit auf noch nie gesehene Höhen gestiegen sind. Für einen Dollar Wachstum mussten in den USA bisher bereits sieben Dollar neue Schulden aufgenommen werden, um dieses zu generieren – die Demographiefalle schlägt in vielen Industriestaaten unbarmherzig zu. Deshalb sollte es schwierig werden, das Potenzialwachstum der letzten Jahrzehnte überhaupt zu halten. Man kann sich vieles vorstellen und darüber diskutieren, es gibt aber ein paar fundamentale Gesetzmäßigkeiten in neuzeitlichen Gesellschaften. Auch wenn das durch Geldhäuser ausgerufene Jahrzehnt der Aktien recht interpretationsbedürftig ist.

Aktien: Die Wirtschaft ist der Ast, auf dem wir alle sitzen

Bei allen Dikussionen über das FIAT-Geld, über Schulden und einem Auseinanderdriften der Gesellschaften in der Einkommensverteilung, darf man eines nicht übersehen: Ohne eine funktionierende Wirtschaft, ohne Steuereinnahmen funktioniert kein Gemeinwesen. Die Aufwendungen für einen Staat mit seiner Regierung, seiner Verwaltung, seiner Justiz, seiner Polizei, seinem Militär, seinem Gesundheits- und Bildungssystem, können nicht durch die Druckerpresse der Notenbanken produziert werden, zumindest nicht für lange. Die Kosten müssen durch Steuereinnahmen der Unternehmen und bei den Bürgern erwirtschaftet werden.

Was passiert denn in einem Staat, in dem durch Krieg oder Aufstände Polizei und Militär ausgeschaltet werden? Eine erste Reaktion in einem solchen Land (beispielsweise nach den Umstürzen im Irak oder Lybien) sind stets sofort Plünderungen, aber auch Vergewaltigungen und andere Abscheulichkeiten.

Anleihen können auf null gesetzt und entwertet werden, Schulden durch Währungsreformen vernichtet, aber ein Teil der Wirtschaft bleibt immer erhalten und damit auch der Aktienmarkt und die Aktien.

Denn was stellt der Aktienmarkt dar? Die Beteiligung an Unternehmen, an der Volkswirtschaft, bei allen stets immer wieder zu korrigierenden Entgleisungen. Damit wird auch im Jahrzehnt nach Corona höchstwahrscheinlich der Spruch von Warren Buffett, aus den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts weiter gelten:

“Langfristig werden die Aktienmärkte für gute Nachrichten sorgen. Im 20. Jahrhundert durchlebten die USA zwei Weltkriege und weitere traumatische und teure militärische Konflikte. Eine Depression, mehrere Rezessionen, Börsenpaniken, Ölschocks, Virenpandemie und den Rücktritt eines Präsidenten. Dennoch stieg der Dow Jones von 66 auf 11.497.”

Sondersituation Deutschland

Deutschland wird im Anleihebereich als ein sicherer Hafen angesehen – mit fatalen Folgen für Sparer und Vorsorgesysteme. Denn wie sollen selbst bei leicht steigenden Zinsen Vorsorgeleistungen, Versicherungs- und Pensionsleistungen erwirtschaftet werden? Deutschland sitzt inmitten von Ländern, die sich keine höheren Zinsen leisten können. Der Zinseszinseffekt schafft erst ab einem Zinssatz von drei Prozent in überschau- und erlebbaren Zeiträumen einen Vermögensaufbaueffekt. Aber wie würden die Belastungen für die Staatshaushalte ausfallen, wenn die Renditen für Staatsanleihen in diese Regionen zurückkehren sollten. Die europäische Staatengemeinschaft mit ihrer Zentralbank wird also versuchen über die Zeit aus diesem Dilemma herauszukommen. Die Anleihelaufzeiten auf 30/50 Jahre plus verlängern, wie in Griechenland im Ansatz geschehen.

Die erzielbaren Renditen reichen nicht für das bisherige Vorsorgesystem. Wird man etwa den norwegischen Weg gehen und die Quote an Aktien erhöhen? Das Börsen-Urgestein Gottfried Heller (Partner von André Kostolany) hat auf einem Börsentag schon vor zwei Jahren die Prognose gewagt, dass Versicherer ihre Statuten ändern werden (müssen), um eine auskömmliche Rendite zu erwirtschaften und ihren ständigen Auszahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die langlaufenden Anleihen im Bereich von 10 Jahren und mit ertragreichen Kupons, sind am Auslaufen. Allzu viele 30-jährige hat man sicher nicht in den Portfolios. Also wohin mit den Kundengeldern in Zukunft? In grüne Projekte, Private Equity u.ä.?

Was macht eine Allianz, eine der großen Dividendenzahler (4,8 Prozent aktuell), wenn es nicht einmal mehr am (nicht nutzbaren) Markt für Junk Bonds solche Renditen gibt? Der Zyklus der sinkenden Zinsen seit dem Jahr 1980 ist mit den großen Zinsschritten in den USA im März am Ende angelangt. Bis zuletzt konnte man wegen der Durationseffekte stets Gewinne mit den Anleihen erwirtschaften, so auch noch einmal im Jahr 2020. Aber wenn die Zinsen nicht unter null fallen, gibt es künftig kaum noch etwas – keine Kupons und keine Kursgewinne bei fallenden Zinsen.

Was machen Großfirmen mit ihren Betriebsrenten, Stiftungen mit ihren Anlagegeldern in den nächsten Jahren? Es spricht sehr viel für die Dividendentitel in diesem Jahrzehnt. Mit all ihren Schwankungen und vermutlich sind die jahrelangen Renditen von acht Prozent plus per annum auch bei Weitem nicht mehr realistisch. Aber wo sind die Alternativen?

Fazit

Obwohl ich absolut nichts davon halte, größere Zukunftsprognosen zu stellen – daran verbrennen sich schon ständig ganze Organisationen und Thinktanks die Finger, mit einer Heerschar von Professoren – so bin ich schon davon überzeugt, dass das jetzige Jahrzehnt wieder das Jahrzehnt der Aktien sein wird. Mit großen Schwankungen, Crashs, die Exzesse bereinigen werden, aber auch begründet in der Tatsache, dass man zwar Geldsysteme verändern und vernichten kann, aber nicht die Produktionsanlagen oder die Betriebe in einer Volkswirtschaft, ohne die es kein Überleben gibt, apokalyptische Szenarien einmal ausgenommen.

Es ist aber auch wahrscheinlich, dass es ein wesentlich langsameres Wachstum an den Börsen geben wird, nach Preisexzessen und deren Bereinigung, wie man es in Japan seit 31 Jahren nun schon beobachten kann. Aber selbst wenn Euro oder Kryptowährungen scheitern, wofür hat man nach 250 Staatsbankrotten seit 1800 (sowie 68 internen Pleiten) noch keinen Ersatz gefunden? Für Aktien..

Werden die 2020er-Jahre ein Jahrzehnt für Aktien?

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Aktien

JP Morgan-Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet – Milliarden-Rücklagen für faule Kredite aufgelöst

Claudio Kummerfeld

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Soeben wurden JP Morgan-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 30,16 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 29,2/Erwartungen 28,7). Der Gewinn liegt bei 3,79 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,57/Erwartungen 2,62).

In der Grafik unten sieht man es in der dritten Spalte. JP Morgan hat im letzten Quartal die Risikofürsorge für faule Kredite um 1,9 Milliarden Dollar reduziert, wodurch natürlich der Gewinn erhöht wird. JPM ist der Meinung, dass sich das wirtschaftliche Umfeld (im Sinne der Zahlungsmoral der Kunden) bessert, und vor allem dass Firmenkunden nach wie vor frisches Geld am Kapitalmarkt aufnehmen können. Insgesamt spricht die Bank davon, dass sogar 2,9 Milliarden Dollar an Kreditreserven umgewandelt und in den Gewinn von 12,1 Milliarden Dollar verschoben wurden. Ohne diese Buchung wären es nicht 3,79, sondern nur 3,09 Dollar Gewinn pro Aktie, so die Headline-Aussage der Bank.

Zitat aus dem aktuellen Bericht von JPM:

The provision for credit losses was a net benefit of $1.9 billion, compared to an expense of $1.4 billion in the prior year driven by reserve releases in the current quarter. The Wholesale reserve release was $2.0 billion, reflecting an improvement in the macro-economic scenarios and the continued ability of clients to access liquidity and capital markets. The Consumer reserve release was $0.9 billion, in Home Lending, primarily due to improvements in HPI expectations and portfolio run-off. The prior year included a net reserve release in the Consumer portfolio and a net reserve build in the Wholesale portfolio. Net charge-offs of $1.1 billion were down $444 million from the prior year, driven by Card.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,7 Prozent.

Hier das Headline-Statement von JPM-CEO Jamie Dimon:

Jamie Dimon, Chairman and CEO, commented on the financial results: “JPMorgan Chase reported strong results in the fourth quarter of 2020, concluding a challenging year where we generated record revenue, benefiting from our diversified business model and dedicated employees. While we reported record profits of $12.1 billion, we do not consider the reserve takedown of $2.9 billion to represent core or recurring profits – essentially reserve calculations, while done extremely diligently and carefully, now involve multiple, multi-year hypothetical probability-adjusted scenarios, which may or may not occur and which can be expected to introduce quarterly volatility in our reserves. While positive vaccine and stimulus developments contributed to these reserve releases this quarter, our credit reserves of over $30 billion continue to reflect significant near-term economic uncertainty and will allow us to withstand an economic environment far worse than the current base forecasts by most economists.”

Dimon added: “In Consumer & Community Banking, deposits grew 30% or over $200 billion driven primarily by growth in the Federal Reserve’s balance sheet and the continuation of modest market share gains. Within our consumer lending franchise, auto and retail mortgage originations were both up more than 20%. Consumer spending continued to recover, as reflected in combined debit and credit card spend being up for the full quarter. The Corporate & Investment Bank delivered another impressive quarter with growth in Global Investment Banking fees of 34% and Markets revenue of 20%. With a record quarter, Commercial Banking earned $3.3 billion of investment banking revenue in 2020, surpassing its previous $3 billion long-term target. In Asset & Wealth Management, AUM grew 17% due to higher asset values and net inflows of over $190 billion into long-term and liquidity products over the last twelve months.”

Dimon concluded: “We ended the year with a CET1 ratio of 13.1% (vs. 12.4% at the beginning of the year) and capital above $200 billion, providing us with meaningful capacity to further invest in our business and communities, while returning capital to
our shareholders. This increase in capital was after raising over $2 trillion of credit and capital for our consumer and institutional clients around the world, which includes nonprofits and U.S. government entities, including states, municipalities, hospitals and universities and adding net $12 billion to credit reserves. We also hold $1.4 trillion of cash and marketable securities, which is currently over $450 billion in excess of what is required. We opened branches in new markets, improved our digital capabilities, and made acquisitions that will enhance our product offerings and deepen our engagement with our customers. We also continued to invest in our communities – for example, through our initial commitments to support those most impacted by the pandemic and our longer-term commitment to advance racial equality and promote economic growth. Our earnings power and healthy capital position also provide us the flexibility to pay dividends and return excess capital to shareholders through share repurchases. I want to end by thanking our frontline colleagues and those working from home who quickly adapted to the pandemic and safely helped our clients, customers, communities and governments.”

Grafik zeigt aktuelle JP Morgan-Quartalszahlen

JP Morgan-Quartalszahlen - Jamie Dimon
Jamie Dimon. Foto: Steve Jurvetson Creative Commons Attribution 2.0

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