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Marc Friedrich über Mega-Crash und Gold, Silber, Platin, Whisky, Bitcoin

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Steht der größte Crash aller Zeiten bevor? Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht im folgenden Interview über den Zeitpunkt im Jahr 2023. Das Geldsystem werde uns um die Ohren fliegen. Auch politisch und gesellschaftlich werde es Probleme geben. Schuld sei die weltweite Politik der Notenbanken (abgeschaffte Zinsen) und die globale Verschuldung.

Marc Friedrich rät zu Sachwerten

Die 2020er-Jahre werden laut Marc Friedrich das Jahrzehnt der Sachwerte werden. Anleger würden in historischer Betrachtung bei jedem großen Crash immer beträchtlich an Vermögen verlieren. Es sei denn man habe vorher sein Vermögen in Sicherheit gebracht und diversifiziert. Daher rät Friedrich dazu Teile seines Geldes zu investieren in Sachwerte wie Whisky, Gold, Silber, Platin und Bitcoin. Bei den Edelmetallen nennt er einen interessanten Grund, warum Geschäftsbanken hier bald stärker investieren könnten. Notenbanken würden schon jetzt jede Menge Gold zukaufen.

Sissi Hajtmanek und Manuel Koch sprechen im folgenden aktuellen Video mit Marc Friedrich. Alles negativ, alles „Weltuntergang“, mag man bei solch düsteren Aussagen fast fragen wollen? Friedrich betont, dass er stets ein positiver Mensch sei, und dass es nach solchen Zusammenbrüchen auch immer weiter gehe. Man müsse als Anleger vor solchen Abstürzen halt sein Vermögen in Sicherheit bringen. Anmerkung: Die Thesen von Marc Friedrich und Matthias Weik sind aus ihren Büchern einem breiten Publikum gut bekannt. Ob der große Crash im Jahr 2023 wirklich kommt? Da müssten wir natürlich auch raten.

Ist-Zustand

Grundsätzlich kann man sagen, das viele angesprochenen Aussagen zum Ist-Zustand inhaltlich richtig sind. Denn die Schulden (vor allem in den USA) liegen höher als auf dem Höhepunkt kurz vor der Finanzkrise 2008. Die Notenbanken haben die Zinsen abgeschafft, was zu immer größeren Verwerfungen führt. Zum Beispiel zukünftige Rentner dürften fast schon in Ohnmacht fallen bei tatsächlich ausgezahlten privaten Rentenversicherungen und Sparplänen. Denn zehn oder zwanzig Jahre Lang Nullzinsen abzüglich Inflation fressen enorm am angesparten Kapital, wo viel stärker als man es jetzt erahnen möchte. Aber ob im Jahr 2023 der große Knall kommt, die große Bereinigung? Schauen Sie bitte das folgende Video-Interview mit Marc Friedrich.

Marc Friedrich
Marc Friedrich

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    18. Oktober 2019 18:49 at 18:49

    Für eine beschauliche, zuversichtliche und erholsame Weihnachtszeit mit der Familie würde ich folgende Bücher unter den Weihnachtsbaum legen: „Der CRASH ist da“ von Florian Homm, „Weltsystem CRASH“ von Max Otte und „Der größte CRASH aller Zeiten“ von Marc Friedrich.
    Auch heuer gilt wieder der Spruch: Die positive Kraft des negativen Denkens.

    • Avatar

      leftutti

      18. Oktober 2019 20:56 at 20:56

      @Columbo, ergänzend vielleicht noch „Der Zauberer von Oz“ von Maria Draghi, „Der Lügenbaron von Münchhausen“ von Donald John Trump, „Mein Kampf“ von R. T. Erdoğan oder „Don Quijote“ von Wallstreet Online.

      • Avatar

        md

        20. Oktober 2019 03:26 at 03:26

        leftutti leftutti du kannst es nicht lassen mich zu provizieren. nun gut dann kriegst du eine retourkutsche in sachen glaubwürdigkeit und demokratie. beides wörter die es bei grünen nicht gibt.
        leftutti, erwache endlich und komm wieder zum gesunden teil der gesellschaft, lös dich von den fängen der denunzianten und falschen gutmenschen.

        rt erdogan ist ein staatsmann der sein land und die darin lebenden menschen ( türken, kurden usw ) vor terroristen schützen will. und mit seinem plan (sicherheitszonenepuffer 32 km ) welche mittlerweile die ganze welt akzeptiert ( amerika, russland uvm ) schützt er im endeffekt auch europa insbesondere uns (brd) vor einer zweiten oder dritten welle an zuwanderung.
        aber ihr grünen und linken veräppelt wieder die gesellschaft. kein wort das wir gegen terroristen kämpfen, nein immer schön lügen, daß erdogan die kurden vernichten würde :)))) erdogan’s frau ist selber kurdin. :))
        und irgendwann in 50-60 jahren stehen in euren geschichtsbüchern wie wir türken im jahr 2019 frauen und kinder in ställe gebracht und verbrannt haben. genozid an kurden wird dann an der tagesordnung sein. ja ja eure art zu denken ist alles schon durchsichtig.

        siehst du nicht wie die grüne brut im begriff ist die gesellschaftsordnung komplett zu zerstören.

        ob helmut kohl, der bischof aus limburg und viele mehr die mit medialer macht als mensch zerstört, an ihrer ehre verletzt und gejagt wurden.

        die doopelmoral,
        erdogan durfte mann als ziegen…..r usw beschimpfen, zuerst hat die merkel mit anstand reagiert und gesagt das dies falsch war, aber dank grünen, verbunden wieder mit medialer macht, wurde merkel in die ecke getrieben und es war erlaubt einen anderen staatsmann so schlimm zu beschimpfen.

        vor 2-3 wochen las ich das die künast als schla…e beschimpft wurde ( was ich als guterzogener mensch selbstverständlich auch nicht richtig finde ). die künast hat geklagt und zuerstmal mal im berliner landgericht verloren. aber in 2.instanz gewonnen.

        der richter im berliner landgericht tut mir jetzt schon leid. in 1-2 jahren ist er seinen dienst los, daß ist 100% sicher, da sind die linken grünen bestimmt schone etwas am planen.

        leftutti verstehst du das. mit dieser doppelmoral hat man ne gesunde gesellschaft zerstört. politiker oder anhänger von eigenen reihen passierte nichts egal ob mit drogen erwischt, pädophil oder kriminelle, es wurde alles unter den teppich gekehrt und gut ist.

        ich ziehe den hut vor sigmar gabriel, der hat im fernsehen die türkische aktion realistisch beurteilt. der gabriel ist ein sehr guter politiker, aber auch den ( meine vermutung ) haben die linke spd hälfte abrasiert ( natürlich wieder mit der macht der journalisten und medien ). was interessiert mich wer und wo sein vater und opa waren und gedient haben. aber wie gesagt sowas kommt erst ans tageslicht wenn bestimmte kreise jemanden weg haben wollen.

        sigmar gabriel muss dringend an die spd spitze.

        leftutti, sei ehrlich bitte, ist in dem was ich geschrieben habe irgendetwas falsch.

        vg

        • Avatar

          leftutti

          21. Oktober 2019 12:00 at 12:00

          @md, ich habe keine Ahnung, was du meinst?! Ich habe dich provoziert? Bist du etwa nur ein Alias und der Nickname vom echten und einzig wahren Gutmenschen und Terrorfighter R.T.E.? Oder identifizierst du dich derart mit dem Diktator und Menschenrechtsverletzer, dass du ihn quasi wie eine Gottheit verehrst und dich persönlich betroffen fühlst?

          So hirnlos, unvernünftig und fanatisch schätze ich dich allerdings nicht ein. Wen interessiert es denn tatsächlich tiefgreifend und nachhaltig emotional, ob und wie jemand einen Politiker oder eine ganze Partei beschimpft? Man kann sich natürlich mal etwas wegen der Umgangsformen, des Werteverlustes oder des bedenklichen Bildungs- und Erziehungsstandes solcher „Kritiker“ mokieren. Aber am Ende geht es nur um Politik, also um Herrschaft, Machtausübung und -erhalt, um persönliche Vorteilnahme. Kein Politiker kümmert sich um deine oder meine Probleme, Wünsche und Anliegen (außer vier Wochen lang vor irgendwelchen Wahlen). Egal, ob grün, blau oder schwarz, wer zu lange an der Macht ist, offenbart mehr und mehr sein korruptes Gesicht und den ganzen Filz, in der er sich nach spätestens einer Legislaturperiode verstricken lassen hat.

          Am Ende wählt man also immer nur das kleinere Übel, die Partei, welche die aktuell persönlich wichtigen Sachthemen und Einstellungen am ehesten vertritt, nicht mehr und nicht weniger. Und man sollte vor jeder Wahl prüfen, ob diese Übereinstimmung noch vorhanden bzw. ausreichend ist. Ich persönlich habe z.B. je nach Faktenlage schon drei verschiedene Parteien bei Bundestagswahlen gewählt, und bei Regionalwahlen richte ich mich eher nach den kandidierenden Personen, als nach Parteizugehörigkeit. Du kannst mich gerne als Umwelt- und Klimaschützer beschimpfen, es wäre aber schön, wenn du mich nicht immer so pauschal und abwertend in die linke und grüne Schublade stecken würdest. Ich meine, linksgrün versifft ist ja ohnehin jeder, der nicht der AfD oder der sog. Werteunion sein Herzblut schenkt. Was soll das also aussagen?

          Übrigens: Sigmar Gabriel war von 2009 bis 2017 Parteivorsitzender der SPD. Wohin das seine Partei gebracht hat, weißt du ja. Oder sind da auch die kriminellen und drogensüchtigen grünen Pädophilen Schuld daran (natürlich mit medialer Unterstützung)?

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          Michael

          22. Oktober 2019 20:39 at 20:39

          @md, sind Sie sich sicher, dass inzwischen die ganze Welt ( amerika, russland uvm ) die Invasion akzeptiert? Und dass uns Erdogan vor einer zweiten oder dritten Zuwanderungswelle effektiv und verlässlich schützt, wo er uns doch eher droht, die Grenzen zu öffnen?

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            md

            29. Oktober 2019 16:19 at 16:19

            @michael, du kommst zum schachspiel mit Mühlesteinen. beim schach werden bauern, dame, könig, läufer und turm benötigt.
            ich hatte gestern schon mit meinem nachbarn ein disput wegen der gemengenlage. mein nachbar auch links grün ist auch erbost über erdogan und die idee der sicherheitszone/schutzzone und hat hin und her geredet. am schluss hab ich ihn nur gefragt, warum er dagegen ist. da meinte er die syrischen kurden wären indogermanen.
            da hab ich ihm gesagt, warum bezahlt man dem erdogan soviel geld damit er die indogermanen nicht über die grenze der türkei nach europa lässt. warum schickt man nicht busse und flugzeuge und holt die indogermanen in die heimat (brd) zurück.
            und zum anderen, bezahlt man geld für eine schutzzone/sicherheitszone in form von der türkischen grenze, der türkei zu europa. verbietet es aber diese schutzzone an die grenze der betroffenen länder zu verlegen. worin liegt hier die logik.
            vg

    • Avatar

      Carambolage

      19. Oktober 2019 10:41 at 10:41

      Könnte noch um Machtbeben von Dirk Müller und Finanztsunami von Ernst Wolf ergänzt werden.

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    Kriegsveteran

    18. Oktober 2019 21:02 at 21:02

    Generell schätze ich seine Analyse, aber Bitcoin als sichere Anlage? Haben wir eben kürzlich einen Bericht gehabt, der Bitcoin als Vorreiter jeder Korrektur entlarvte.Wenn alles rumpelt denke ich wäre auch Whlsky
    nicht unbedingt das gefragteste Produkt, oder sei es den Kummer desTotalverlustes des Ponzigeldes Bitcoin
    schönzusaufen. Wenn 1% aller Anlagen in Whisky fliessen würden, würde der in einer Krise so unwichtig, dass er höchstens als Brennmaterial taugen würde.
    Warum kommt niemand auf die Idee Land oder Wald zu kaufen um bei einem Kollaps Selbsversorger zu sein,musste ich doch von meinen Eltern hören, dass in den Kriegsjahren Lebensmittel ( Bäcker ,Metzger ,Bauer) bevorteilt waren.

    • Avatar

      Columbo

      19. Oktober 2019 09:32 at 09:32

      In Venezuela bekommst du für eine Silberunze Lebensmittel vom Bauern für ein halbes Jahr. Du brauchst nicht Land oder Wald und schon gar nicht Selbstversorger werden. Edelmetalle reichen.

    • Avatar

      Jura

      19. Oktober 2019 12:09 at 12:09

      Weil du Wald und Wiese im Grunde gar nicht besitzt und der Stadt einen direkten Zugriff drauf hat.

    • Avatar

      joah

      29. Oktober 2019 11:33 at 11:33

      …und um „Jura“ zu ergänzen: Man noch jede Menge Auflagen aufgebrummt bekommt, sich um den Wald zu kümmern hat (kein Selbstläufer; teures Spezialgerät), die Öffentlichkeit da durchwandern darf (keine Einfriedung) sowie deren Hinterlassenschaften noch zu beseitigen hat und wehe jemandem passiert darin etwas. Und noch vieles andere mehr: Sturmschäden, Brand, Befall, Naturschutz, kontrollierte Aufforstung, …

      Wald ist kein Spekulationsobjekt, sondern eine Daueraufgabe für einen Förster.

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    Mathias König-Sun

    18. Oktober 2019 21:48 at 21:48

    Er argumentiert nachvollziehbar. Trotzdem hat auch er keine Glaskugel und die Notenbanken zaubern vielleicht noch ein Ass aus dem Ärmel das es bisher in den Karten nicht einmal gab. Grundsätzlich sind Sachwerte aktuell aber definitiv etwas, was mich persönlich gut schlafen lässt.

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    joachim

    19. Oktober 2019 07:33 at 07:33

    …spricht der Mann bei 10:18 tatsächlich von D-Mark (und meint Bitcoin?)?

    • Avatar

      joah

      29. Oktober 2019 11:48 at 11:48

      Nein, Zitat: „Edelmetalle, Bitcoin, Whisky, De… äh… Diamanten usw.“

  5. Avatar

    Christoph

    19. Oktober 2019 13:32 at 13:32

    Was nicht erwähnt wird, ist dass der Staat immer am längeren hebel sitzt. Kommt der crash, kommen neue Gesetze. Verbot von goldbesitz etc. Alles schon mal da gewesen! Man kann also alles richtig machen und am Ende doch auch mit leeren Händen da stehen. Man sollte die Kreativität des Staates nicht unterschätzen, wenn es um die generierung von Steuern geht.

    • Avatar

      Silverager

      21. Oktober 2019 05:04 at 05:04

      Darum kauft man Edelmetalle anonym gegen Cash. Bei einem Goldbesitz-Verbot hält man einfach die Füße still. Denn dann entwickelt sich schnell ein Schwarzer Markt, in dem man mit einiger Vorsicht dann aktiv werden kann. Meine Mutter hat mir vom Schwarzmarkt nach dem Krieg einiges erzählt. Es gab auch damals Möglichkeiten …

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    Thomas S.

    20. Oktober 2019 08:31 at 08:31

    Danke für das informative Video. Herr Friedrich bringt viele wichtige Punkte vor. Hoffen wir mal das er falsch liegt.

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    Marko

    12. November 2019 15:07 at 15:07

    Steht der größte Crash aller Zeiten bevor?

    Antort : Nein !

    Steht der Aktiencrash aller Zeiten bevor ?

    Antwort : Nein !

    Steht der der größte Anleihemarkt-Crash aller Zeiten bevor ?

    Antwort : Ja !

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    Wirtschaftsstudent

    12. November 2019 18:27 at 18:27

    @ Marko, sie sind mir schon öfter mit ihren unkonventionellen Ansichten positiv aufgefallen.Unser Professor meint, dass nach einem Anleihencrash u. Bondrenditen über 3% die Aktien sofort auch crashen würden wegen Umschichtungen.Ich glaube, ich sollte eher Ihnen als erfahrener Praktiker vertrauen als dem Theoretiker.Was meinen Sie dazu?

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Northrop Grumman: Bricht jetzt die Unterstützung? – Werbung

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Lieber Börsianer,

niemand weiß, wohin die Aktienkurse steuern werden. Erfolgreiche Trader und Investoren wissen es auch nicht. Sie sind jedoch in der Lage, die Wahrscheinlichkeit für erfolgreiche Transaktionen zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Dabei hilft auch die Charttechnik. Mit ihr können wir Kursbereiche identifizieren, bei denen wir mit größerer Wahrscheinlichkeit entweder eine Trendwende oder eine Trendbeschleunigung sehen können werden. Und wenn Sie in diesen Bereichen in neue Positionen einsteigen, können Sie die neue Position enger absichern, als es bei einem wahllosen Einstieg irgendwo oder irgendwann möglich wäre.

Eine solche Chance bietet sich jetzt beim Rüstungskonzern Northrop Grumman. Der erlebte am gestrigen Tag einen Abverkaufs-Rausch. Die Aktie stürzte 5,4% ab und erreichte eine Unterstützung, die seit Sommer 2019 bereits sieben Mal getestet wurde. Wenn eine Unterstützung sieben Mal erreicht und anschließend trotz Mega-Hausse am Markt keine neuen Hochs erreicht werden, ist das bereits ein schlechtes Zeichen. Nun wird diese Unterstützung ein…..

Täglich gratis! Lesen Sie diesen Artikel in ganzer Länge, und erhalten Sie auch alle meine folgenden Analysen regelmäßig und in voller Länge automatisch per e-mail. Sie müssen nur beim Klick an dieser Stelle ihre e-Mail Adresse angeben.

Mit Börsianer-Grüßen,
Thomas Kallwaß
Chefanalyst Profit Alarm

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Aktienmärkte: Wie der Kurseinbruch schnell geheilt werden kann

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Die New Yorker Börse als Symbol der Aktienmärkte in den USA

Auf Gier folgt Panik, und auf grenzenlosen Optimismus die Angst vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Warum sich Anleger dennoch keine Sorgen über die Schwäche der Aktienmärkte machen müssen, möchte ich hier ansprechen.

Die Notenpressen funktionieren – nur das ist für die Aktienmärkte relevant

Die Preisbildung bei Aktien folgt wie bei allen Preisen dem Mechanismus von Angebot und Nachfrage. Momentan gibt es aufgrund der starken Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Coronavirus-Epidemie und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen deutlich mehr Angebot an Aktien, als Nachfrage, wie man unschwer an den Kursentwicklungen der Aktienmärkte in den letzten Tagen erkennen kann. Noch handelt es sich nur um eine Korrektur und nicht um eine Baisse. Diese wäre per Definition erst dann eingeläutet, wenn die Preise um mehr als 20 Prozent fallen würden. Ob es dazu kommt, hängt allein von dem Handlungswillen der Notenbanken ab. Diese können unbegrenzt als Nachfrager auch am Aktienmarkt auftreten oder in Form von Zinssenkungen und QE-Programmen Rahmenbedingungen schaffen, die die Investoren dazu veranlassen, ihre Aktienbestände wieder zurückzukaufen und sogar weiter aufzustocken.

Die Entwicklung an den Aktienmärkten kann sich also sehr schnell wieder drehen, da besonders in den USA die Vermögenspreise eine hohe Bedeutung für die Konsumentenstimmung und die Konsumausgaben darstellen (Buchtipp: Dividenden Aktien und ETFs: Geld anlegen und sparen mit intelligenter Dividendenstrategie). Letztere sind für die Wirtschaft der Vereinigten Staaten essenziell. Ökonomen sprechen aus gutem Grund von einer „Asset Driven Economy“ (von Vermögenspreisen angetriebene US-Wirtschaft). Daher rückt der jüngste Kurseinbruch der Aktienmärkte in den USA bereits in den Fokus der Notenbank Fed. Gestern Abend sendete der Vize-Chef der Fed, Richard Harris Clarida, erste Signale in Richtung einer erneuten Lockerung der Geldpolitik, sollte sich das Umfeld weiter eintrüben. Diese Verbalintervention half dem Aktienmarkt aber nur sehr kurz, ebenso wie der Rat des Direktors des Nationalen Wirtschaftsrates der USA, Lawrence Alan Kudlow, an die Zuschauer des Wirtschaftssenders CNBC, jetzt bei Aktien beherzt zuzugreifen. Ähnlich äußerte sich zuvor bereits sein Chef US-Präsident Donald J. Trump via Twitter.

Gleichwohl hat sich die Markterwartung bezüglich der Zinspolitik der Fed schon deutlich geändert: Gingen die Marktteilnehmer bis Ende letzter Woche noch von nur zwei weiteren Zinssenkungen in den USA für dieses Jahr aus, so sind es aktuell bereits drei Zinssenkungen (Buchtipp: Staatsfinanzierung durch Notenbanken!: Theoretische Grundlagen, historische Beispiele und aktuelle Konzeptionen einer großen Steuerungschance). Am 18. März findet das nächste offizielle Meeting des Offenmarktausschusses der Fed in Washington statt. Für diesen Termin lag die Zinssenkungswahrscheinlichkeit bis vor einer Woche bei nur 6,6 Prozent. Aktuell steht dieser Wert bei 32 Prozent, für die Sitzung am 29. April sogar bei 64 Prozent.

Die Fed Gouverneure Narayana Kocherlakota, James B. Bullard und Loretta J. Mester haben ebenfalls ihre Bereitschaft zu weiteren geldpolitischen Stimuli signalisiert. Die beiden Herren bringen sogar einen großen Zinsschritt von 50 Basispunkten ins Spiel.
Es ist also nur noch eine Frage der Zeit und vor allem der Kursverfallsamplitude an den Märkten, bevor die Fed erneut eingreift. Dies geschah zuletzt im Dezember 2018, als die Fed eine 180 Grad Wende vollzog, nachdem die Aktienmärkte in den USA von ihrem Höchststand aus genau 21 Prozent an Wert verloren (S&P 500). Das Eingreifen der Notenbank ist sogar zwischen zwei regulären Sitzungen möglich, wie zuletzt bei den Interventionen am US-Repo-Markt und der Ankündigung des „Non-QE“-Programms.

Chinas Aktienmärkte zeigen erste Resistenzen

In China hat die Notenbank (PBoC) bereits mit über 300 Mrd. US-Dollar an Liquiditätsspritzen und mehreren Zinssenkungen verschiedener Schlüsselsätze sowie mit Leerverkaufsverboten regiert und siehe da: Der Aktienmarkt in China, der vom Coronavirus weltweit am stärksten betroffenen Region, stabilisiert sich. Von den jüngsten Kurseinbrüchen in Japan, Europa und den USA kann sich der chinesische Markt in Folge dieser Zentralbankmaßnahmen abkoppeln. Es besteht also kein Grund zur Panik.

Aktienmärkte im Vergleich in Form eines Chartverlaufs

Generell können die Notenbanken, so sie es denn wollen, unendlich viel Nachfrage erzeugen – auch nach Aktien. Dies geschieht bereits in Japan und der Schweiz. Die Bank of Japan hat beispielsweise bereits 8 Prozent des gesamten japanischen Aktienmarktes in ihrer Bilanz absorbiert und sage und schreibe 77,5 Prozent der japanischen ETF aufgekauft. Eine weitere Maßnahme zur Stützung der Aktienmärkte und der Wirtschaft ist das sogenannte „Helikoptergeld“. Dass es sich bei dieser sehr unkonventionellen Maßnahme ebenfalls nicht um eine Theorie handelt, zeigt die jüngste Verlautbarung des Finanzministeriums in Hongkong: Jeder volljährige Einwohner mit dauerhaftem Wohnsitz in der Metropole erhält 10.000 Hongkong-Dollar als Finanzhilfe (ca. 1.180 Euro) – finanziert aus der Notenpresse und ohne Gegenleistung.

Fazit und Ausblick

Es mag absurd klingen, aber rein technisch haben die Aktienmärkte in einem ungedeckten Fiat-Geld-System nicht zwingend etwas mit den Erträgen der Unternehmen oder dem Zustand der Realwirtschaft zu tun. Im Notfall können die Zentralbanken die Geldmenge beliebig ausweiten und an Unternehmen, den Staat und seine Bürger verteilen. Es liegt ergo nur am Willen der Geldpolitiker oder an dem Druck der auf sie ausgeübt wird, um weitere Zinssenkungen oder die Schaffung und Verteilung neuen Geldes, u. a. zum Aufkauf von Wertpapieren, zu veranlassen.

Noch haben die Notenbanken nur in Ansätzen gezeigt, wozu sie fähig sind. Im Zweifel werden sie alle Bedenken bezüglich der Inflation fahren lassen. In China ist die Teuerungsrate bereits signifikanten auf 5,4 Prozent p. a. im Januar 2020 angestiegen (Januar 2019: 1,7 Prozent). Das hat die People´s Bank of China nicht davon abgehalten, ihre Geldpolitik noch laxer zu gestalten. Unser heutiges Wirtschaftssystem stirbt auch im Falle einer globalen Corona-Pandemie mit kollabierender Weltwirtschaft nicht an einer deflationären Entwicklung, sondern wenn, dann an einer Hyperinflation mit zuvor extrem stark steigenden Preisen für Sachwerte. Dies gilt auch für die Preise von Vermögenswerten, die die Notenbanken direkt aufkaufen: Aktien, Anleihen, Gold, ETF etc.

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – „Die Mutigen kaufen wieder“

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Markus Koch meldet sich im folgenden LIVE-Video kurz vor Handelsstart in New York. Er bespricht grundsätzlich von der Börse als Spielkasino. Seine Ausführungen drehen sich vor allem um das große Bild und die psychologische Betrachtung der Börse.

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