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Gold/Silber

Marc Friedrich und Thomas Mayer über Gold und EZB

Redaktion

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Marc Friedrich hat jüngst mit seinem Buch „Der größte Crash aller Zeiten“ (zusammen mit Matthias Weik) kürzlich wieder einmal einen Bestseller gelandet. Die in dem Buch vertretenen Thesen hat Marc Friedrich in vielen großen Medien präsntieren können, so etwa auch im ZDF bei Maybrit Illner. Gleichwohl hat es an der in dem Bestseller vertretenen These eines zwangsläufigen Crashs auch Kritik gegeben.

In einem Gespräch mit Thomas Mayer, dem ehemaligen Chefvolkswirt der Deutschen Bank und derzeit beim Flossbach von Storch Research Institute, diskutiert Friedrich über die Politik der Notenbanken, vor allem die Politik der EZB. Beide konstatieren, dass sich Notenbanke wie EZB in einem Teufelskreis befinden, weil eine Rückkehr aus der Null- oder Negativzinspolitik nicht mehr möglich ist, ohne die Zombie-Unternehmen zu zerstören – mit der Folge dann steigender Arbeitslosigkeit!

Thomas Mayer findet die Prognosen von Marc Friedrich „mutig“ – man werde alles versuchen, um das von Friedrich prognostizierte Szenario zu verhindern. Derzeit bestehe, so Thomas Mayer, ein durch die Notenbanken gedeckten „Fiskal-Put“. Aber ist das bestehende System reformierbar unter diesen Umständen?

Kommt durch die Politik der Notenbanken die Inflation? Und was bedeutet das für Gold und Bitcoin, also alternative Assets? Thomas Mayer jedenfalls geht davon aus, dass die Notenbanken das System länger am Laufen halten können – und ist damit weniger pessimistisch als Friedrich, der bekanntlich den Crash bis zum Jahr 2023 prognostiziert:

 

Marc Friedrich im Gespräch mit Thomas Mayer

 

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    PK

    15. Januar 2020 13:41 at 13:41

    in der Physik beurteilt man die Stabilität eines Zustandes wenn man es nicht besser berechnen kann experimentell einfach dadurch, daß man die Zeitdauer misst über die er existiert.
    Das bedeutet konkret, daß, je länger das „Experiment“ der Notenbanken läuft, es umso wahrscheinlicher wird daß es noch weiter existiert als umgekehrt.
    Ich glaube hier haben sich die klugen Köpfe eben getäuscht. Vielleicht in erster Linie deshalb, weil das Geldsystem durch das Vetrauen wesentlich dümmerer Leute weiter am Leben erhalten wird. Aber wenn man halt wirklich schlau wäre, hätte man das auch antizipieren können.

    • Avatar

      Columbo

      15. Januar 2020 14:15 at 14:15

      @PK

      Erstmals freut es mich, von Ihnen zu hören.
      Ich tu mich schwer, physikalische Gesetze mit den (menschlichen) Entscheidungsfindungen der Notenbanken zu vergleichen.

  2. Avatar

    PK

    15. Januar 2020 16:01 at 16:01

    Hallo Columbo,

    trotzdem muss man einsehen, daß die Argumente, die für einen Crash sprechen, an sich seit Jahren die gleichen sind.
    Sie werden sich erinnern, daß ich schon vor Jahren vor zu viel Schwarzseherei gewarnt habe.
    Vor allem vor der eigenen Prognosefähigkeit einen Crash prognostizieren zu können.
    Vielleicht ist eine Welt ohne Zinsen, wo die weiteren Schulden von den Zentralbanken aufgekauft werden doch stabiler als gedacht ?
    Ich neige inzwischen eher zu dieser Ansicht.
    Neulich habe ich sogar eine interessante Meinung gehört die davon ausgeht, daß das Nullzins Umfeld noch immer nicht korrekt im Aktienmarkt eingepreist ist. Im Immomarkt schon.
    Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, daß die US Märkte vor einer Korrektur stehen, dafür spricht aktuell der geringe Wunsch nach Absicherungen.
    Ich denke die nächste FED Sitzung wird der Trigger.

  3. Avatar

    Fritzthecat

    15. Januar 2020 17:04 at 17:04

    Friedrich und Weik predigen mit immer neuen Büchern ihre Szenarien.
    Was viele nicht wissen: Sie liegen mit ihren Prognosenteilweise völlig daneben.
    Ich nehme die zwei als Kontraindikatoren: Wenn diese “ Spezialisten“ in ein paar jahren plötzlich eine Entschärfung der Lage sehen, verkaufe ich ganz schnell meine Assets.

  4. Avatar

    Anfänger

    15. Januar 2020 18:24 at 18:24

    @ PK, Das Zinsumfeld ist also noch nicht eingepreist, viele Schwarzmaler sagen dass viele US- Unternehmen keine oder fallende Gewinne machen u.andere sogar Verluste.Ist das auch noch nicht eingepreist oder könnte man sagen, die Kursgewinne werden nächstes Jahr statt ca.30% einfach nur noch 20% betragen.Ich bin noch unerfahren, möchte aber schnell reich werden, soll ich mit Tesla oder Apple anfangen ? Was meinen Sie? Das sind doch die Besten.

    • Avatar

      Fritzthecat

      15. Januar 2020 18:54 at 18:54

      @Anfänger
      Du möchtest schnell Reich werden?
      Mit dieser Einstellung, kann ich Dir sagen, wirst Du ziemlich genau das Gegenteil erreichen.
      Aber die Erfahrung sollte jeder einmal durchgemacht haben ;-)

    • Avatar

      Lausi

      15. Januar 2020 19:19 at 19:19

      @Anfänger: Kauf Bitcoin – da wirst du entweder ganz schnell reich oder ganz schnell arm! :-)

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Es sind zwei Nachrichten, die die Aktienmärkte heute steigen lassen: die Aussage von Pelosi, wonach ein Stimulus nach wie vor möglich sei – und die besser als erwartet ausgefallenen Profite der chinesischen Unternehmen (hier gibt es jedoch einige Fragezeichen..). Diese guten Nachrichten zwingen vor allem institutionelle Investoren in den USA, die mit fallenden Kursen zuletzt in großem Maßstab Short-Positionen aufgebaut hatten, zur Eindeckung ihrer Positionen (sie treten also gezwungenermaßen als Käufer auf). Der Dax steigt über +3% und zeigt damit die beste Performance aller großen europäischen Aktienmärkte. Nun warten alle auf die US-Fernsehdebatte zwischen Donald Trump und Joe Biden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch..

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Gold/Silber

Silber: Kommt jetzt die Erholung nach dem 20%-Abverkauf?

Redaktion

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Der Preis für Silber gab zuletzt deutlich nach und erreichte die Marke von 22,50 Dollar. Gibt es jetzt Grund zur Beunruhigung für die Silber-Bullen, nachdem der Preis im Juli fast auf 30 Dollar und damit auf ein 7-Jahreshoch gestiegen war, dann aber um mehr als 20% gefallen ist? Noch jedenfalls befindet sich der Silberpreis im Jahr 2020 hauptsächlich in einem Aufwärtstrend.

Silber hat bei der 22 Dollar-Marke eine starke Unterstützung. David Jones, chief market strategist bei capital.com, hält es für unwahrscheinlich, dass sich die Bewegung auf der Unterseite fortsetzen wird – zumindest nicht im Moment. Im Gegenteil – so David Jones – deute vieles darauf hin, dass der Markt tatsächlich bereit ist, sich weiter nach oben zu bewegen (mehr zu dem kleine Bruder von Gold sehen Sie hier).

Silber: Widerstände und Unterstützungen

Vor diesem Hintergrund liegt der nächste große Widerstand in der Nähe der 25 $-Marke – und zwar nicht nur aus technischen, sondern auch aus psychologischen Gründen. Und selbst wenn es Silber im Oktober 2020 gelingen sollte, über diese Marke zu springen, ist es noch etwas zu früh, um mit Sicherheit sagen zu können, ob diese Gewinne von Dauer wären. Eine zentrale Unterstützung findet sich dagegen bei 21 Dollar.

Denn es gibt eine Menge von Unsicherheits-Faktoren, die den Silberpreis beeinflussen: allen voran die Möglichkeit einer Dollar-Stärkung, die sich bisher praktisch immer als nachteilig für die Rohstoffe insgesamt, aber noch mehr für Silber erwiesen hat. David Jones blickt daher auf den Dollar-Index und analysiert die Lage bei der Weltleitwährung – und blickt dann auf die technische Verfassung bei Silber:

Hat Silber nach dem jüngsten Abverkauf seinen Boden gefunden?

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Gold/Silber

Gold: Korrektur vom Allzeithoch – ist der Boden jetzt gefunden?

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Nahezu mustergültig konnte Gold durch den weiteren Preisabschlag meine letzte Betrachtung in die Realität umsetzen. Das fast punktgenaue Erreichen des 0.62-Retracements bei 1.846 USD, ohne diese Kurslinie zu unterschreiten, ist eine Bestätigung der Wellenzählung, wenn auch diesbezüglich noch nicht aller Tage Abend ist. Wie der Langzeitchart es zeigt, erwarte ich für Gold eine größere Korrektur. Mittelfristig betrachtet, sollte dem Edelmetall noch etwas Raum in Richtung 2.100 USD zur Verfügung stehen. Natürlich werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen, doch einen Crash kann ich auch nicht erkennen.

Ausblick für Gold:

Nach Abschluss des Triangels (a-b-c-d-e) welches sich hier als Welle (b) ausgeformt hat, bildet sich aktuell noch Welle (c) der abc-Korrektur (ZigZag) aus. Mit dem Erreichen des 0.62 Retracements (1.846 USD) konnte eine wichtige wenngleich nicht die idealtypische Ziellinie für Gold angelaufen werden. Innerhalb eines ZigZag nimmt Welle „C“ meistens das Ausmaß und auch den Charakter von Welle „A“ an. In diesem Fall liegt das idealtypische Ziel von (c) auf dem 1.00-Retracement bei 1.771 USD.

Gold nach der Korrektur mit Aufwärtspotential
Auch wenn das Anlaufen an diese Kurslinie nicht zwingend nötig ist, und ich diesen auch nicht erwarte, sollte diese Option als Alternative ins Kalkül gezogen werden. Wie der Chart es zeigt, erwarte ich kurzfristig eine Stabilisierung und damit verbunden eine vorerst leichte Bodenbildung. Ein erstes signifikantes Entwarnungssignal wird indes erst über dem 0.50-Retracement (aktuell 1.910 USD) gebildet. Bis dahin bleibt die erste Variante für Gold die vorherrschende.

Fazit:

Gold versucht, einen Boden für eine mittlere Rally auszubilden. Noch ist es zu früh, um sich, zumindest auf etwas längere Sicht, zu positionieren. Ein kleines Signal folgt über der 0.50-Linie (1.910 USD).

 

Gold mit Potential für eine Erholung

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