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Marcel Fratzscher mit erstaunlicher Erklärung, warum Deutsche auf „Crash-Demagogen“ hereinfallen

Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und von daher einer der zumindest auf dem Papier namhaftesten Wirtschaftsforscher in Deutschland. Erst vor Kurzem war er zusammen mit Bestseller-Autor Marc Friedrich zu Gast bei Maybrit Illner. Daran denke man bitte zurück (wichtigste Video-Sequenz hier ansehen), wenn man die folgenden Aussagen liest. Denn man könnte doch glatt auf die Idee kommen, dass Marcel Fratzscher sich beleidigt und in seiner Ehre gekränkt fühlt? Denn wie man im Video sieht, kratzte Marc Friedrich wohl am Image des ach so großen Ökonomen, nachdem der sagte für die Argumente von Friedrich gäbe es keine wissenschaftliche Basis.

An der Rolle des Marcel Fratzscher in der Riege der „großen deutschen Ökonomen“ möchte man aktuell einmal mehr zweifeln. Ganz aktuell hat ihm Spiegel Online in Form eines Gastkommentars die große Bühne bereitgestellt (hier nachlesen). Der Titel seines Gastkommentars lautet „Was an den Argumenten der Crash-Propheten dran ist“. Damit dürften vor allem die Thesen des Marc Friedrich gemeint sein, die wir auch hin und wieder auf FMW ansprechen.

Marcel Fratzscher spricht von „Crash-Propheten“ und auch von „Crash-Demagogen“. Kurz gesagt: Er beschreibt in seinem Kommentar, dass diese Propheten eben falsche Propheten seien, und eine inhaltliche Überprüfung ihrer Thesen würde sie entlarven, um es mal verkürzt und vereinfacht auszudrücken. Viel interessanter als die inhaltliche Besprechung von Pro und Contra ist Fratzschers „Erklärung“, warum denn so viele Deutsche auf diese Demagogen hereinfallen würden (und dann zum Beispiel deren Bücher kaufen). Und man glaube es kaum… Marcel Fratzscher ist der Meinung, dass einer dieser Gründe ist, dass die Politik in Deutschland Zitat „zu wenig Aufklärungsarbeit leiste um den Menschen ihre Ängste zu nehmen“. Kein Witz – deswegen würden die Bürger auf diese „Demagogen“ hereinfallen. Der dumme deutsche Michel ist also zu naiv und zu verängstigt, und Mutti im Kanzleramt hat es versäumt dem verängstigten Kind eine Gute Nacht-Geschichte vorzulesen?

Im Umkehrschluss würde das ja bedeuten: Den Menschen in anderen Ländern wurden von den dortigen Politikern ihre Ängste genommen? Also von Donald Trump, Boris Johnson, Salvini und Putin? Das kann Marcel Fratzscher wohl kaum gemeint haben? Oder existieren solche Ängst bei den normalen Bürgern im Ausland gar nicht, und sind ein rein deutsches Phänomen? Es entsteht der Eindruck, als wolle Marcel Fratzscher Dampf ablassen und vor allem gegen seinen TV-Kontrahenten Marc Friedrich feuern wollen. Aber das liegt sicher im Auge des Betrachters. Bilden Sie sich bitte Ihre eigene Meinung.



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4 Kommentare

  1. Schöne Grüsse an Hr. Fratzscher! Die einzigen Demagogen und dies im wirklichen Sinne dieser Bezeichnung sind unsere Politiker, allen voran Hr. Trump.

  2. Schönwetter-Demagoge

    Wenn man den Kursverlauf der Aktien sieht, kann man sagen ,dass mehr Leute den Schönrednern folgen ,als dass sie auf die CrashDemagogen hören.Einige Schönredner werden beim nächsten Crash unruhige Zeiten erleben.Herr Zipfel hat es treffend gesagt, die jetzige Hausse ist durch NOTFALLMASSNAHMEN getrieben. Wie arrogant oder unwissend muss man sein, um die Warner in dieser Situation zu kritisieren.

  3. Wenn es was zu „Entlarven“ gäbe, würde es nicht mehr passieren, weil die Leute, die den Crash nicht wollen, die notwendige Brainpower dazu nicht aufbringen können.

  4. Außenwert einer Währung

    Dieser bestimmt sich, ebenso nach dem Modell des freien Marktes, aus Angebot und Nachfrage. Sofern ein Land eine ausgeglichene Leistungsbilanz (Saldo von Import und Export des Handels und der Dienstleistungen) hat, ist auch der Währungsstrom ausgeglichen, Angebot und Nachfrage nach der Währung halten sich die Waage und die Währung sollte stabil bleiben. Bei Importüberschuss entsteht ein Überangebot der inländischen Währung im Ausland, und dies sollte zu einer Abwertung führen.

    nun meine frage an herr Wolgang Müller und euch allen.
    wie soll man den „auasenwert einer währung“ verstehen. solang vom ausland genug nachfrage nach gütern von der eu vorhanden ist und wir eine ausgeglichene handelsbilanz haben, könnten wir doch zb geld drucken bis zum nimmerleinstag und jedem bürger 20.000 euro mal aufs konto überweisen und trotzdem würde der eure gegen andere währung stark sein oder.

    vorab danke, vg md

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