Folgen Sie uns

Aktien

Mario Draghi: Heute liebe Kinder, tritt der Zauberer wieder auf!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von Markus Fugmann

Der Dax macht Party, die Japaner im Sake-Rausch, die Banken mit der größten 2-Tages-Gewinnstrecke: wunderbar. Und, Kinder, heute wird´s noch was geben: heute wird nämlich der Zauberer Draghi eine Vorstellung geben und zu euch sprechen. Ach, das wird bestimmt wieder lustig! Erinnert ihr euch, liebe Kinder, an den Trick mit dem Kaninchen? Das hat er einfach aus dem Hut gezaubert. Nur einmal, im Dezember, da hat der Trick nicht geklappt. Aber heute klappt´s bestimmt wieder!

Heute nämlich wird der Zauberer vor dem EU-Parlament sprechen. Was das EU-Parlament ist? Nun, da sitzen vorwiegend ältere Herren und lassen sich von Zauberern unterhalten, bevor sie dann mal ein kurzes Nickerchen machen. Ist aber nicht schlimm, zu melden haben die sowieso nix, da kann man sich schon einmal ein Schläfchen gönnen, nicht wahr, liebe Kinder?!

EZB-Draghi-337x300
Der Zauberer und seine Clowns
Foto: EZB

Dabei hat es der Zauberer nicht einfach derzeit, ihr lieben Kinder. Als das mit dem Kaninchen-Trick nämlich nicht geklappt hat im Dezember, da hat das böse Publikum „buh“ gerufen. Da war der Zauberer traurig. Und auch ein bißchen beleidigt. Und dann haben der Zauberer und seine Assistenten gesagt: ihr seid selber schuld, dass der Trick nicht funktioniert hat. Weil ihr sooo viel von dem Zauberer erwartet hattet, dass der Zauberer ganz nervös war. Aber das nächste Mal, als alle dachten, der Trick klappt sowieso nicht, da hat der Zauberer einen aus dem Hut gezaubert – und dann waren alle wieder glücklich und haben „hurra hurra“ geschrien. Das Leben als Zauberer, liebe Kinder, ist nicht so einfach.

Und derzeit ist es sogar schwer. Weil der Zauberer und seine anderen Zauberer-Kollegen machen alles, damit ihr viel Spaß habt, aber irgendwie ist der Spaß dann plötzlich weg gewesen. Da halfen dann auch einige Clowns nicht, die der Zauberer in die Manege geschickt hatte. Weil die Leute gesagt haben: den Trick kennen wir, das Kaninchen ist doch gar nicht echt, und die Clowns sind in echt doch traurig und gar nicht so fröhlich, wie sie aussehen. Das ist wirklich böse gewesen, und jetzt muß der Zauberer sich wieder überlegen, dass die Leute verstehen und glauben, dass das Kaninchen doch echt ist. Zumindest ein bißchen echt.

Weil, liebe Kinder, das Problem ist doch das: die Leute wollen das Kaninchen sehen, unbedingt. Und sagen dann: ist doch nicht echt. Der Trick bringt gar nix. Wenn zum Beispiel der Zauberer heute sagt, ich werde ein noch größeres Kaninchen aus dem Hut zaubern, werden sie alle wieder sagen: schön – aber nicht echt, bringt doch eh nix. Also sollte der Zauberer, das hoffen die Leute ganz dolle, vielleicht mal was ganz anderes zaubern, etwas, was er noch nie gezaubert hat. Vielleicht ist das ja auch dann echt und die Leute rufen länger „hurra hurra!“.

Darum Kinder: ab 15Uhr beginnt die Vorstellung. Und wenn ihr wollt, und Zeit habt, und eure Erziehungsberechtigten das auch erlauben, dann geht doch auf die Seite finanzmarktwelt.de. Da könnt ihr nämlich erfahren, ob der Zauberer diesmal was ganz anderes, Wunderbares zaubert!

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Thomas

    15. Februar 2016 12:12 at 12:12

    Geldpoiltik ganz einfach erklärt.

  2. Avatar

    joah

    15. Februar 2016 12:19 at 12:19

    Draghini und sein Spaßkabinett: let the show begin!

    Wenn die mit einem selbst schon manchmal reden wie mit einem Kleinkind, was nicht wüsste, dann darf man auch mal ordentlich zurückschießen – guter Zug.

  3. Avatar

    FR

    15. Februar 2016 12:26 at 12:26

    Notenbank EZB / Hr. Draghi sehr schön auf den Punkt gebracht und karikiert.
    Möglicherweise wird es heute statt des Kaninchens ein Skunk ?

    beste Grüße & weiter so

  4. Avatar

    Wolfgang Koch

    15. Februar 2016 13:26 at 13:26

    Boah ey Fugmann!Wenn zu despektierlich,nicht weiterlesen.Auf der,bis jetzt ,nach oben offenen,Wertigkeitsskala der Sarkasten,habe ich Ihnen ab heute,den Spitzenplatz zuerkannt!(Ich bin Fussballfan durch&durch,ich vergleiche ihre Leistung mit derer legendärer Spielmacher,aufgrund welcher ihre Trikotnummer nie mehr vergeben wird!)Dieser top-ironisch-satirisch-sarkastische Beitrag,macht mich voll fertig.Bis dato,hatte ich gedacht,dass ich bis max.4Keiler-Weissbier,der Grösste wäre!Na ja,Silbermedaille ist ja auch was!Weiter so,ich werd’s überleben!

    • Avatar

      joah

      15. Februar 2016 14:40 at 14:40

      (mit gewöbten Händen vor dem Mund aussprechen)

      Funkspruch von der ISS: *krrrcht* *schtt* „Houson, bitte kommen.“
      Houston: *schtt* „Hier Houston, was gibt’s?“
      ISS: *krrrcht* „Houson, wir haben hier oben ein Problem. Ich wiederhole: wir haben ein Problem!“
      Houston: *krrrcht* „Berichten Sie!“
      ISS: *schtt* „Wir sehen hier gerade ein Selbstwertgefühl mit Überlichtgeschwindigkeit unser Sonnensystem verlassen.“
      Houston: „Können Sie es etwas detailierter beschreiben?“
      ISS: *krrrchtt* „Ja, es nimmt direkten Kurs auf Alpha Centauri und wird definitiv verbrennen!“
      Houston: *schtt* „Können Sie es aufhalten?“
      ISS: „Nein, dazu ist es schon zu weit abgehoben. Es hat außerdem einen deutlichen Schlingerkurs drauf – es muss sich um einen Erdinger-Ethanol-Antrieb handeln und die Einspritzung ist deutlich zu fett!“
      Houston: *krrcht* „Hier können wir nichts mehr tun: es ist dem Untergang geweiht.“
      ISS: *chtt* *krrcht* „Ja, so sei es. Over and out.“

      • Avatar

        Wolfgang Koch

        15. Februar 2016 15:48 at 15:48

        Grüss Gott Joah,au8s Aschebersch,der Kontrollstation der,durch übermässigem Keiler-Weissbier-Nutzung,ihrer Meinung nach gefährdeten EZB-All-in n(Rechtschreibung,sagt auch was aus!)-Mission!Ich finde Ihren Beitrag sehr interessant,werde aber das Gefühl nicht los,dass Sie mich,warum auch immer, veräpplern wollen.Ich weiss,dass Sie schon länger zum FMW-Est
        ablishment gehören&finde fast alle Ihrer Beiträge in meinem Interesse,kann mit diesigem allerdings nichts anfangen!Aufklärung erbeten!

        • Avatar

          joah

          15. Februar 2016 16:07 at 16:07

          Sollte nur etwas witzig gemeint sein – zu viele Kasperle heute gefrühstückt.
          (Ich hab Sie doch nicht etwa angekratzt? ;-) )

  5. Avatar

    Alexander Gliese

    15. Februar 2016 13:56 at 13:56

    Dieses ständige Aufblasen des „Geld-Ballons“ hat ja nichts mehr mit Realwirtschaft zu tun. Das Gleiche gilt für das “Bohren immer tieferer Löcher“, um die Zinsen noch tiefer absenken zu können. Doch wehe, wehe, wenn ich an das Ende sehe!

  6. Avatar

    Günther

    15. Februar 2016 14:31 at 14:31

    Herr Fugmann, sie sollten mal beim KiKa anfragen, dann lernen die Kinder endlich mal was!
    (Aber ist wahrscheinlich nicht politisch korrekt genug, die großen Illusionisten in Frage zu stellen, oder gar als Zauberer zu bennen, dann verlieren die nämlich ihre Macht.)

    • Avatar

      Günther

      15. Februar 2016 14:32 at 14:32

      *Sie

  7. Avatar

    Markus

    15. Februar 2016 14:33 at 14:33

    Eifnach genial und überaus amüsant auf den Punkt gebracht -Vielen Dank!

  8. Avatar

    Steven

    15. Februar 2016 15:30 at 15:30

    Eine Vorstellung geht 90 Minuten .
    Dann fällt die Aufmerksamkeit der Kinderlein , und der Vorhang .

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

weiterlesen

Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

Avatar

Veröffentlicht

am

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

weiterlesen

Aktien

Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen