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Mario Draghi: Warum alles super ist derzeit, aber doch nicht ganz so super, um was zu ändern..

Mario Draghi und die Kunst,die Welt der Eurozone rosarot zu zeichnen – und gleichzeitig die logische Konsequenz daraus zu leugnen, indem man neue Hinderungsgründe (er)findet..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Soeben sprach Mario Draghi vor dem ECON committee of the European Parliament in Brüssel. Die Themen konnte sich das ECON aussuchen, daher ist das Hauptthema der Draghi-Rede der Bereich Fintech. Aber es gibt doch einige Anmerkungen zur Geldpolitik des Römers, allesamt nach dem Motto: die Wirtschaft hat sich erholt, das reicht aber noch nicht, um jetzt schon eine geldpolitische Wende einzuleiten.

Laut Draghi geht es der Wirtschaft gut, und es dürfte sogar noch besser werden:

„The economic upswing is becoming increasingly solid and continues to broaden across sectors and countries. Real GDP in the euro area has expanded for 16 consecutive quarters, growing by 1.7% year-on-year during the first quarter of 2017. Unemployment has fallen to its lowest level since 2009. Consumer and business sentiment has risen to a six-year high, supporting expectations of a further strengthening of growth in the coming months.“

Die Risiken kommen laut Draghi nun nicht mehr aus der Eurozone, sondern von woanders her, gemeint ist auch die USA:

„The fact that domestic consumption and investment are the main engines driving the recovery makes it more robust and resilient to downside risks, which relate predominantly to global factors.“


EZB-Chef Mario Draghi. Foto: EZB

In den folgenden Sätzen erklärt Draghi, warum, leider leider, die Zeit noch nicht reif sei für eine geldpolitische Wende: die Kerninflation sei noch zu gering, und die Löhne würden nicht wirklich mitziehen. Das Thema Löhne scheint für die EZB nun das letzte Rückzugsgebiet, um nicht den Schalter jetzt schon umlegen zu müssen – das hat die Notenbank erst kürzlich als Rechtfertigung für sich entdeckt. Daher sagt Draghi:

„Despite a firmer recovery, and looking through the volatile readings in HICP inflation over recent months, underlying inflation pressures have remained subdued. Domestic cost pressures, notably from wages, are still insufficient to support a durable and self-sustaining convergence of inflation toward our medium-term objective. For domestic price pressures to strengthen, we still need very accommodative financing conditions, which are themselves dependent on a fairly substantial amount of monetary accommodation.“

Im Juni schließlich hat der EZB-Stab seine neuen Prognosen fertig, dann wolle man neu urteilen. Wobei Draghi dann gleich nachschiebt, dass man sein derzeitiges Urteil so oder so nicht verändern werde:

„At its June monetary policy meeting the Governing Council will receive an update of the staff projections and a more complete information set on which it will be able to formulate its judgement on the distribution of risks around the most likely outlook for growth and Inflation. Overall, we remain firmly convinced that an extraordinary amount of monetary policy support, including through our forward guidance, is still necessary for the present level of underutilised resources to be re-absorbed and for inflation to return to and durably stabilise around levels close to 2% within a meaningful medium-term horizon.“

Mithin: Draghi will sich in seiner Ideologie so oder so nicht von ökonomischen Realitäten stören lassen, egal was das EZB-Personal an Zahlen und Daten liefert. Wie man sieht: in jeder Hinsicht ideologiefrei, die EZB..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Lars

    30. Mai 2017 00:41 at 00:41

    00:38 Uhr
    Die asiatischen Mäkte trust in Draghi, wie es scheint. Oder in das italienische Neuwahlengesülze. In USD they trust!!! ;)

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Die Good News-Wall Street

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen werden die ganz frisch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten. Auch Thema ist der wohl anstehende neue Konjunkturstimulus.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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