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Mario Draghi: Wir haben alles richtig gemacht, die Lage ist besser, aber noch nicht gut genug..

Mario Draghi heute bei seiner Rede mit dem üblichen blabla warum die Geldpolitik ultralocker bleiben müsse, trotz Wirtschaftsaufschwung. Und mit einer subtilen Drohung (zumindest aus deutscher Sicht), die viele Fragen offen läßt..

Redaktion

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FMW-Redaktion

„Wir haben alles richtig gemacht, die Lage ist besser, aber noch nicht gut genug..“ – in etwa so könnte man die Aussagen von Mario Draghi in seiner Rede mit dem Titel „Monetary policy and the outlook for the economy“ zusammen fassen, die der Maestro derzeit auf dem Europäischen Banken-Kongreß in Frankfurt hält!

In diesen Sätzen Draghis kommt die Quintessenz auf den Punkt:

„In sum, we are not yet at a point where the recovery of inflation can be self-sustained without our accommodative policy. A key motor of the recovery remains the very favourable financing conditions facing firms and households, which are in turn heavily contingent on our policy measures. An ample degree of monetary stimulus remains necessary for underlying inflation pressures to build up and support headline inflation over the medium term.“

Und Draghi weiter:

„This is reflected in the monetary policy decisions that we took last month. These aim to signal our growing confidence in the euro area economy, while also acknowledging that we must be patient and persistent for inflation to return sustainably to our objective.“

Also: die Wirtschaft hat sich erholt, daher ist auch die Inflation etwas angezogen, aber das reicht noch nicht, da der Anstieg der Inflation noch nicht selbsttragend ist, weswegen man auch weiter eine ultralaxe Geldpolitik betreiben müsse. Und überhaupt hätte sich die Lage vor allem verbessert, weil die Finanzierungskonditionen sich verbessert hätten, was wiederum das Verdienst der Geldpolitik der EZB sei.

So weit, so gähn. Wir hatten uns vorgestern in dem Artikel „Wirklich keine Inflation? Vermögenspreise in Deutschland auf Allzeithoch – in Richtung Hyperinflation!“ den Hinweis erlaubt, dass die Vermögenspreise (Immobilien, Aktien etc.) in Deutschland auf Allzeithoch liegen – hier kann man also durchaus von einer sich selbsttragenden Inflation sprechen, die sogar leichte Tendenzen in Richtung Hyperinflation aufweist!

Aber die Vermögenspreise kommen bei Draghi nicht vor, sie gehören scheinbar für ihn nicht zur Inflation! Faktisch aber werden die Wohlhabenden, die Vermögen haben und daher von den Anstiegen der Vermögenspreise profitieren, reicher, die Mehrheit der Gesellschaft ohne Vermögensgegenstände (Sachwerte) durch die Vernichtung des Zinses ärmer!

So oder so: Draghi will den Einfluß der EZB, also der ohnehin dominierenden Institution innerhalb der Eurozone noch weiter ausbauen:

„With the recovery ongoing, now is the right moment for the euro area to address further challenges to stability. This means actively putting our fiscal houses in order and building up buffers for the future – not just waiting for growth to gradually reduce debt. It means implementing structural reforms that will allow our economies to converge and grow at higher speeds over the long term. And it means addressing the remaining gaps in the institutional architecture of our monetary union.“

Was sind denn diese „remaining gaps“, also diese „verbleibenden Lücken“ innerhalb des gemeinschaftlichenn Währungsraums? Aus deutscher Sicht klingt das schon fast wie eine Drohung. Ist damit ein gemeinsamer Finanzminister für die Eurozone gemeint? Oder das Ende der Budgethoheit der Länder über ihren Haushalt? Die Vergemeinschaftung von Schulden?


Foto: EZB

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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