Devisen

Marktausblick: US-Indizes schwächer, Euro auf 12 Monats-Tief, Dax leicht schwächer

Heute kommt ja zum Ende der Woche nochmal etwas Leben in die Bude! Der Dax bekommt heute früh zwei völlig gegenläufige Vorgaben, die er unterm Strich aber negativ auszulegen scheint. Vorbörslich liegt er bei 12.603 Punkten, und damit 68 Punkte im Minus gegenüber gestern Abend.

Die Vorgaben aus den USA lassen diese Indikation logisch erscheinen. Der Dow verlor über Nacht bis jetzt 158 Punkte, der S&P 500 16 Punkte. Der Nikkei verliert 1,3%, und der Shanghai Composite liegt mit 0,15% im Minus. Aber dem gegenüber steht Dollar-Stärke beziehungsweise Euro-Schwäche, die über Nacht hauptsächlich im asiatischen Devisenhandel entstanden ist.

Der US-Dollar (Dollar-Index) liegt somit aktuell auf einem 13 Monats-Hoch, und der Euro liegt gegen den US-Dollar aktuell auf einem 12 Monats-Tief. Bis gestern Abend um ca 18 Uhr verlief EURUSD noch in seiner normalen „gelangweilten“ Range. So richtig kam der Absturz erst heute früh. Insgesamt verlor EURUSD seit gestern Abend bis jetzt 125 Pips auf 1,1450. Bei 1,15 sollen im asiatischen Handel so einiges Stops gepflückt worden sein. Ein schwacher Euro ist immer gut für den Dax, weshalb er diese Vorgabe eigentlich positiv verbuchen sollte. Aber bis jetzt ist der Dax in der Vorbörse wie gesagt leicht negativ. (im Chart EURUSD seit Anfang dieser Woche)

Euro vs USD

Im folgenden Chart sieht man den Dow (orange) gegen den Dax (schwarz) seit Mitte Juli. In den letzten Tagen lief der Dow besser, und fällt jetzt etwas ab. Läuft der Dax heute nach unten um diesen Weg nachzuvollziehen?

Dax vs Dow

Und sonst?

Das Bruttoinlandsprodukt in Japan wurde heute früh für das letzte Quartal im Jahresvergleich mit +1,9% deutlich besser veröffentlicht als gedacht (+1,4%). Von daher ist der Rückgang im Nikkei doch recht verwunderlich, aber so ist es eben.

Heute um 14:30 Uhr deutscher Zeit gibt es Verbraucherpreise aus den USA, was Bewegung in den Markt bringen kann. Auch kommen um 10:30 Uhr Konjunkturdaten aus Großbritannien. Ebenso sollte man die türkische Lira weiter im Auge behalten. Man kann derzeit kaum so schnell berichten, wie sie weiter abwertet (EURTRY aktuell 6,72). Heute will der neue türkische Finanzminister (Erdogans Schwiegersohn) angeblich Maßnahmen zur Konjunkturstützung verkünden. Oder doch Notfallmaßnahmen gegen den Lira-Verfall? Man darf gespannt sein.



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