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Marktblick zum Wochenende: Unberechenbares Pfund, US-Arbeitsmarktdaten, Dax und Dow mit Luft nach oben, Öl gelangweilt

Der Dax hat die von uns heute früh thematisierte wichtige Marke von 13.200 Punkten überschritten, wenn auch nur um 44 Punkte heute Mittag. Er hat sich nun 40 Punkte unter dieser Marke...

FMW-Redaktion

Wir sagten es heute früh noch extra. Das britische Pfund ist unberechenbar. Jetzt gibt es endlich offizielle Aussagen vom „kongenialen Duo“ Juncker und May, dass es tatsächlich Einigungen in wichtigen Brexit-Fragen gibt. Darauf hatten doch alle so sehnlichst gewartet. Inzwischen haben die Briten sogar verkündet mindestens 40 Milliarden Euro als „Abstandszahlung“ nach Brüssel überweisen zu wollen. Und was macht das Pfund? Es fällt. Bis heute früh, wo wir schon darüber berichteten, schien sich der Markt so zu entwickeln, wie man es erwarten konnte – weitere Pfund-Aufwertung, weil die Nachrichten ja positiv für Großbritannien sind. Aber nein, von da an ging es bergab, Gewinnmitnahmen waren das Motto der letzten Stunden. EURGBP steigt seit heute früh von 0,8680 auf jetzt 0,8880. Seit seinem Hoch Ende August war EURGBP von 0,93 bis heute früh runtergekommen. Tja, das überlassen wir jetzt ihrer Phantasie. Wurde die positive Brexit-Phantasie für das Pfund in den letzten 3 1/2 Monaten schon eingepreist? Oder geht es Montag doch weiter? Hier spiegelverkehrt dargestellt im Euro vs Pfund.

Dax

Der Dax hat die von uns heute früh thematisierte wichtige Marke von 13.200 Punkten überschritten, wenn auch nur um 44 Punkte heute Mittag. Er hat sich nun 40 Punkte unter dieser Marke eingependelt, aber dennoch hat er aus charttechnischer Sicht das Niveau überlaufen, und grundsätzlich wäre zum Wochenstart am Montag die Luft nach oben vorhanden!


Der Dax-Verlauf seit dem 14. November.

Dow

Sein Allzeithoch bei 24.530 Punkten hatte der Dow erst diesen Montag erreicht. Bis dahin wären es jetzt noch 240 Punkte, nachdem er seit gestern Abend weitere 90 Punkte zugelegt hat. Die Nachrichtenlage sieht gar nicht so schlecht aus. Anfang nächster Woche will das Weiße Haus angeblich nähere Details veröffentlichen, wie nun die große Infrastruktur-Investitionsoffensive gestartet werden soll. Warme Worte von Donald Trump in dieser Richtung könnten nach dem wahrscheinlichen Gelingen der massiven Steuersenkungen einen weiteren Schub bringen. Könnten, nicht müssen!


Der Dow-Verlauf seit dem 26. Oktober.

Euro

Die heute um 14:30 Uhr veröffentlichten sehr wichtigen US-Arbeitsmarktdaten für November fielen leicht besser aus als erwartet. Die Stundenlöhne stiegen aber mit 0,2% nicht so stark wie gedacht – deswegen sind auch in den letzten drei Stunden die Erwartungen an die bevorstehende Zinsanhebung gesunken (wenig Lohnsteigerung = wenig Inflationsdruck). Weder Aktienmarkt noch Devisenmarkt wurden davon heute  Nachmittag aber nennenswert beeinflusst. Euro vs US-Dollar steigt unterm Strich seit 14:29 Uhr gerade mal um lausige 17 Pips – also de facto keine Veränderung bei jetzt 1,1755.

Öl

Ach Gott, der Ölpreis. Der zeigt sich arg gelangweilt, auch wenn diverse Medien jüngst den Kontrollverlust der OPEC ausgerufen hatten. Am Donnerstag den 30. November, als die OPEC ihre Entscheidung traf, lag der Ölpreis (WTI) kurz vor Verkündung bei 57,50 Dollar. Wo liegt er jetzt nach etwas rauf und runter in den den letzten 6 Handelstagen? Bei 57,37 Dollar, also de facto nichts los.

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