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Marktgeflüster: Es geht bergauf..

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

„Es geht bergauf“, sprach die Maus, als sie im Maul der Katze die Treppe hoch getragen wurde. So etwa lässt sich derzeit die Stimmung der Finanzmärkte beschreiben, nachdem das gestrige Treffen in Brüssel nicht wirklich Fortschritte gebracht hatte. Auch heute wieder viel Optimismus ohne Fakten-Basierung, am Freitag soll das nächste Treffen stattfinden, dann wohl mit dabei auch Draghi und Lagarde. Nur Dijsselbloem spricht es aus: warum sich treffen, wenn es eigentlich keine Diskussions-Grundlage gibt? Das Grundproblem bleibt: die Gläubiger wollen am Austeritätsprinzip festhalten, Athen lehnt das ab.
Der Crash am Anleihemarkt setzte sich heute Vormittag fort, wurde dann jedoch gestoppt. Der Dax wiederum hat die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals getestet (bei 11450) – solange diese Marke und dann der Widerstand bei 11515 nicht überwunden wird, bleibt Vorsicht angebracht.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    khaproperty

    4. Juni 2015 18:45 at 18:45

    Der IWF sorgte mit der Reduzierung seiner Prognose des US-Wachstums für die Erholung am Anleihemarkt. Man hofft auf weitere Verschiebung des Hike. Das wäre zwar falsch, aber was macht der IWF schon wirklich richtig und die Fed?

    Da sitzen eben – besonders mit der Französin Lagarde – vor allem Opportunisten, die – so sagt man – in Kürze einer Verlängerung des bald endenden Programms für die Griechen zustimmen könnten, was fatal wäre.

    Verwaltet der IWF wie auch die EU-Kommission und die nationalen Politiker nur das Geld ihrer Wähler, resp. Mitglieder und Steuerzahler. Und dies geschieht zunehmend schlecht als recht.
    Warum also zum Teufel werden stets nur die angezapft, die (noch) ein wenig zu verdienen in der Lage sind – was bald ebenfalls vorbei wäre, nicht allein wegen des teuren Euro sondern vor allem der angehenden Deindustrialisierung bis hin zu Deutschland, das seine besten Zeiten ersichtlich hinter sich hat.

    Warum also werden unsere Interessen in zunehmender Weise verraten und verkauft um den Preis einiger Funktionäre und ihres schmarotzerhaften Daseins in der Verwaltung von Brüssel und nationalen Regierungen? Warum wehrt sich bis heute niemand? Warum klären weder Medien die Öffentlichkeit noch Parlamentarier ihre Wähler endlich einmal auf?
    Warum wird so getan, als liefe alles gut und zum Vorteil der Menschen – wenn doch das Gegenteil der Fall ist?

  2. Avatar

    Mr. Jones

    4. Juni 2015 19:17 at 19:17

    Und wieder einmal klar und deutlich analysiert, in allen Punkten richtig. Alexis Tsipras gefällt mir von Minute zu Minute mehr und mehr. Der Mann zeigt Charakter und lässt sich nicht von den Sklavenhändlern beeinflussen. Während der Rest von Europa schon dem Kapital unterjocht ist, währt sich Griechenland vehement der Versklavung. Diesem Mann gehört hohen Respekt, was man den Statisten in Deutschland nicht einmal annähernd zollen darf. Ich hoffe das Alexis hart bleibt und sich nicht durch irgendwelche schmierigen Intrigen („FIFA“) ausbooten lässt. Auch wenn sich dieser Kommentar in politischer Richtung bewegt, ist das doch mit der Hauptgrund wie sich die Märkte bewegen.

    • Avatar

      khaproperty

      4. Juni 2015 19:35 at 19:35

      Wenn denn der gute Tsipras wenigstens der angenommenen Richtung konsequent folgte – und aus dem Euro ausschied unter Betrieb der Insolvenz, wäre ihm ja Gradlinigkeit und ein wenig Ehrlichkeit meinetwegen zuzubilligen.

      Leider aber schaut es so aus, als würde er erpresserisch die Schwäche der Gemeinschaftswährung nutzen, um sein Land und Volk weiter im Schmarotzertum zu belassen, abhängig von fremden Steuern und fremder Leistung, über welche die Abgemolkenen nicht einmal selbst entscheiden dürfen. Das wäre nahe am Faschismus – und Schlimmeres.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – TINA is back!

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Alternativlosigkeit zu Aktien sei zurück, sowie die Angst bei der Rallye Gewinne zu verpassen.

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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