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Marktgeflüster (Video): Alles halb so schlimm?

Von Markus Fugmann

Die Verluste halten sich heute noch einigermaßen in Grenzen, die US-Indizes bewahren nach Markteröffnung den Dax vor einem Abverkauf. Gleichwohl US-Banken schwer unter Druck, galten sie doch als die Hauptprofiteure einer durchsetzungsstarken Trump-Administration. Nun aber ist die Zinskurve flacher als zum Zeitpunkt der Wahl Donald Trumps, der Dollar erlebt einen herben Abverkauf mit der längsten Verluststrecke seit dem Jahr 2011. Auf den ersten Blick wirkt aus Sicht der Aktienmärkte alles nicht ganz so schlimm, aber die ungebremste Euphorie der Trump-Rally ist zunächst einmal gebrochen, der Zweifel ist da. Und dieser Zweifel wird sich, das scheint eine Frage der Zeit zu sein, wieder Bahn brechen..



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18 Kommentare

  1. Trump wollte doch seine Steuersenkungen u.a. durch freiwerdende Mittel nach Abschaffung von Obamacare finanzieren. Obamacare gibts weiterhin, daher schwinden die Chancen für eine spürbare Steuersenkung täglich….und die Märkte müssen sich das Träumen langsam abgewöhnen. Wenn jetzt noch die Strafzölle ausbleiben sollten und die Mexikaner die Mauer nicht zahlen sollten schauts schlecht aus für Trump….und das könnte sich alles in etwas mehr als 100 Tagen ausgehen….

  2. @M.F.
    Die Verlässlichkeit und Pünktlichkeit mit der Sie Ihr Marktgeflüster täglich 2x absetzen ist beeindruckend (auch wenn ich mit Inhalt und bearisher Ausrichtung nicht immer übereinstimme)! Vielen Dank dafür!

    1. Man kann nicht immer bullish sein, wenn man Realist ist.

      1. Wenn man realistisch und rational ist, nimmt man den Markt wie er ist und läuft. Und wenn er hochläuft, obwohl das vermeintlich nicht zu Wirtschaftsindikatoren, Sentiment, Politik oder was auch immer passt, dann läuft er eben hoch und man sollte sich darauf einstellen und den Trend nutzen, solange er nicht gebrochen ist, anstatt ständig bearish zu lamentieren.

        1. …. „nach unten“ gilt dasselbe!

          1. Wenn man „realistisch“ mit zynisch und „rational“ mit gleichgültig berechnend austauschen würde, könnte man Ihrer Aussage zustimmen ;)

        2. @ET
          Wenn man ein realistischer und rationaler Mensch ist, bezieht man auch menschliche Grundwerte und die „geschichtlichen“ Grundlagen zumindest der letzten paar Jahre und die Konsequenzen zumindest für die nähere Zukunft mit ein. Was Sie hier mit rational ansprechen, ist die kalte Rechenlogik, die Mathematik von Algorithmen oder bestenfalls noch von skrupellosen Bankern. Hier wird „rational“ mit berechnend oder profitorientiert verwechselt.
          Rationales Denken basiert auf der menschlichen Fähigkeit zur Vernunft, was viel mehr beinhaltet, als nur logisches und berechnendes Gewinnstreben. Nämlich die Einbeziehung von möglichst vielen Sichtweisen, von Philosophie, Soziologie, Wirtschaft, Mathematik, Physik, von Gefühlen, Logik, von Werten, von Geschichte, also allseits bekanntem Wissen, von möglichen Konsequenzen, von übermittelten und gültigen Werten etc. Also von allem, was einen Menschen vom Tier und vom Banker und Börsianer unterscheidet ;) Würden Sie Ihre Frau und Kinder verkaufen, wenn Ihnen das einen wirtschaftlichen Vorteil verschafft oder Ihr Zeitmanagement spürbar aufbessern würde?
          Der Begriff „realistisch“ ersetzt im heutigen Sprachgebrauch eher den Begriff einer eher gleichgültigen und opportunistischen Denkweise: So ist es eben, was kann ich machen, wer dem nicht folgt, ist selber Schuld.
          Sind Sie auch einer dieser real existierenden Opportunisten, die mit wertfreier Gleichgültigkeit davon profitieren, dass ein Terroranschlag zwar ein paar Hundert oder Tausend Menschenleben gekostet hat, aber die „Börsen“ nun aber einmal darauf positiv reagieren, und Sie persönlich als Anleger ja schließlich nichts dafür können? Vor etwa 70 Jahren gab es zahlreiche politische Realisten, die in vergleichbarer Weise auch alles akzeptiert haben, wie es realistisch betrachtet mal so war.
          Ich will hier keine Kritik an Ihnen oder Ihrer Denkweise üben, würde mich aber sehr freuen, wenn hehre Begriffe wie Rationalität nicht für unreflektierte Profitgier missbraucht würden.

          1. ich möchte niemandem zu nahe treten, aber was hier einige zum Besten geben, erscheint mir einfach nur unprofessionell. Damit sie sich zukünftig nicht mehr echauffieren müssen, sollte/werde ich mich nicht mehr an solchen Diskussionen beteiligen. Weiterhin viel Erfolg an der Börse!

          2. @ET Sie äußern eine Meinung und begründen sie mit sachlichen Argumenten. In einem Forum ist es normal, dass andere Leser Gegenargumente bringen. Schließlich ist es „nur“ eine Meinung und kein Axiom. Ihre Meinungen zum vorliegenden Thema finde ich übrigens gut und ich unterstütze sie. Und ich bin nicht der Einzige, da bin ich mir sicher. Also kein Grund frustriert sich zukünftiger Kommentare zu enthalten. Das wäre sicherlich keine adäquate Reaktion.

            @Lars Auf Terroranschläge reagieren die Börsen NIE positiv, meist betont negativ, aktuell allerdings leider eher neutral, was am künstlich erzeugten Rauschzustand liegt. Die Börsen stehen nun mal weltweit unter Drogen, da kann man keine adäquate Reaktion erwarten. Insofern ist Ihr Beispiel realitätsfremd und untauglich, Ihre These zu untermauern.
            Ich kann Ihnen übrigens sagen, was ich bei Terroranschlägen mache, insbesondere wenn sie in Deutschland passieren: da ich bereits Anfang 2015 vor den verheerenden Folgen des merkelschen Wahnsinns gewarnt habe, nutze ich die leider immer häufigeren Schreckensnachrichten zur Überprüfung oder ggfs. Anpassung meiner These. Der aktuelle Sachstand: hätte sich diese Verrückte im Kanzleramt an die bereits bestehenden Gesetze gehalten, wären die allermeisten Tragödien gar nicht oder schlimmstenfalls in einer sehr geringen Anzahl passiert. Und man hätte viel besser den echten Flüchtlingen helfen können, was mein ausdrückliches Anliegen ist. Dasselbe Urteil fälle ich auch über merkels Komplizen Schulz.

            Wenn Sie also Angriffe auf unsere freiheitlich-demokratischen Grundordnung ankotzen, kämpfen Sie gegen die Verursacher an… Und nicht gegen die zufälligen und unbeteiligten Nutznießer.

  3. @ Bademeistrer
    Sie sagen 100 Tage , Big Player 200 Tage, Daytrader 10 Tage ….
    finde ich super….das macht den Markt aus ;-))
    Und ich verdiene an jedem….und sage nichts.

    Noch sollte man den USD nicht abschreiben.
    Silber : unter 18 => Short suchen
    EURUSD: Unter 1,860 => Short suchen
    USDJPY : Oberhalb 110 => Long suchen
    USDCAD: Oberhalb 1,3387 => Long suchen

    Bei Impulsen in Gegenrichtung das Gegenteil traden;-))

    Happy Trades

    1. Seit wann sind „wir“ eine „Finanzanlagungswelt?“ ;) :D

      Diese Empfehlungen sollten immer „unverbindlich“ sein ?

      -v-g Marko ;)

  4. Ja, die Zweifel an dem Amateur Donald ist da …. , na…., …. und ?

    Der Joke ist doch , dass die FED die Aktienmärkte „anfeuert“….(Warum?)

    Der Donald, der beste , der überrägendste „Präsidente“ der USA aller Zeiten….

    ….

  5. Wenn man realistisch und rational ist, nimmt man den Markt wie er ist und läuft.

    :D

    Der Markt ist der Donald-Markt, irrational…

  6. „Anlagengeratungswelt“ sagt : Der „Schuppen“ steigt…

  7. die Reaktion des Dow ist im Prinzip nicht messbar und geht im Rauschen unter (alles unter 2 Sigma Abweichung in der Tagesperformance sollte man sowieso als nicht signifikant ansehen).
    Wären wir nicht intensiv vorgewarnt worden, daß das Scheitern von Trump für uns wichtig ist, könnte man annehmen, es interessiert den Markt nicht weiter.
    Manchmal sollte man sich die Reaktion des Marktes anschauen und seine Theorien überdenken anstatt anzunehmen, der Markt hätte es einfach nur noch nicht begriffen und brauche noch etwas Zeit um zur Einsicht zu gelangen.

    1. „Manchmal sollte man sich die Reaktion des Marktes anschauen und seine Theorien überdenken anstatt anzunehmen, der Markt hätte es einfach nur noch nicht begriffen und brauche noch etwas Zeit um zur Einsicht zu gelangen.“
      Ja, in der Tat, das gilt es immer zu bedenken! Allerdings sind die Märkte tatsächlich oft ziemlich begriffsstutzig. Im Zweifel vertraue ich lieber den fundamentalen Wahrheiten und den Märkten eher weniger. Schon deshalb, weil es boomenden Märkten selten gelingt, gute Argumente für einen kräftigen Rückschlag ausreichend einpreisen.

  8. @ET Sie haben Recht, man sollte nie gegen den Trend spekulieren ,aber nach rekordlangem Rally würde ich doch eher am Tageshoch einen Short probieren als immer nur Long gehen.Das wäre dann ein guter Einstieg ,wenn die von vielen nie erwartete Korrektur doch kommt.

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