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Marktgeflüster (Video): Anspannung

Bei den US-Aktienmärkten ist eine gewisse Anspannung unverkennbar: es geht weitgehend richtungslos hin und her, nachdem gestern im Gefolge des FOMC-Protokolls eine scharfe Korrektur eingesetzt hatte. Nun sucht man die weitere Richtung vor dem wichtigen Besuch Xi Xinpings bei Donald Trump (ab heute Abend deutscher Zeit) und den morgigen US-Arbeitsmarktdaten..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Bei den US-Aktienmärkten ist eine gewisse Anspannung unverkennbar: es geht weitgehend richtungslos hin und her, nachdem gestern im Gefolge des FOMC-Protokolls eine scharfe Korrektur eingesetzt hatte, weil die Märkte von zwei Dingen auf dem falschen Fuß erwischt worden waren: einerseits von den Aussagen einiger Fed-Mitglieder, wonach die Bewertungen an den Märkten als ambitioniert eingestuft worden waren, andererseits vom Plan der Fed, ihre Bilanzsumme zu reduzieren. Nun sucht man die weitere Richtung vor dem wichtigen Besuch Xi Xinpings bei Donald Trump (ab heute Abend deutscher Zeit) und den morgigen US-Arbeitsmarktdaten. Heute ist daher ein Zwischentag mit eingeschränkter Bedeutung. Der Dax kann sich erholen, aber die Weichen werden eben nicht heute gestellt..

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Lars

    6. April 2017 22:00 at 22:00

    Nachdem man diese Woche die große Volatilität aufgrund der sensationellen Datenflut (Manager-Indizes ohne Ende, Arbeitsmarktmärchen, Stimmungsbarometer, Draghi-Reden, FOMC-Verbalakrobatik, Erdöllagerbestände) erwartet hatte, muss man nun doch feststellen, dass sich eine gewisse Perma-Langeweile durchzusetzen scheint.
    Gesamtbewegungen von 50 bis 60 Pips, stochastisch perfekt ungünstig verteilt über einen Tag, dass sie zum Abwarten zwingen, sind die Regel.
    Die Dollar-Anbeter und die Permabullen schnaufen kurz durch, suchen nach Gründen, wie Konzerne rehabilitiert werden können, die weltweit als Betrüger zu Aber-Milliarden-Strafen verurteilt wurden (deutsche Beispiele sind Deutsche Bank, VW, Audi etc.). Was nicht-deutsche Konzerne anbelangt, möchte ich hier gar nicht spekulieren, bisher geriet weltweit bekannt alleine Deutschland als von der Schweiz und von USA (zurecht) verkauft und verraten in die Medien.
    Man stelle sich das weltweit vor…

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    vogel

    6. April 2017 22:58 at 22:58

    Diese angekündigte Reduzierung der Notenbankbilanz wird zu deutlichen Korrekturen an den Wertpapiermärkten führen.

    Dass dieser geplante Entzug an Liquidität an den Märkten bislang kaum auf Resonanz gestossen ist, zeigt, dass viele Anleger die fundamentalen Zusammenhänge zwischen Geldpolitik und Börsenentwicklung nicht begreifen.

    Irgendwie hatte sich der beginnende Rückgang bei der Geldmenge M1 bereits abgezeichnet:
    http://de.tradingeconomics.com/united-states/money-supply-m1

    Die noch anstehenden letzten DAX-Gewinne einschließlich seines ATH überlasse ich ab jetzt gerne den Mutigen und setze bis zum Salami-Crash auf Cash.
    Wird jetzt Zeit, die Geldsäcke einzulagern, den Geldspeicher abzuschließen und wieder mal Angeln zu gehen. ;-)

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    Michael

    6. April 2017 23:22 at 23:22

    Die „Märkte“ werden in Perma-Euphorie-Zeiten früher oder später zyklisch immer wieder auf dem falschen Fuß erwischt. Der falsche Fuß ist ihr kurzfristiger von Glückshormonen und Gewinnen befeuerter Irrglaube an die Annahme, dass man den wahren Wert des faktisch Normalen und Trivialen solange vernachlässigen kann, wie sich die irrationale Fantasie des ständigen Gewinnens und Unbesiegbarseins drogenähnlich im limbischen System als Tatsache manifestiert.
    Es ist aber auch der Punkt, an dem den Zockern dieser Welt wieder einmal das ganz große Geld zahlloser anderer Menschen grausam durch die Finger gleitet und ihnen dann das reale Leben droht, welches mindestens 95% der Menschheit Tag für Tag erleben muss.
    Wie ein geneigter Leser hier in diesem Forum heute geschrieben hat: Stormy wheather in Bull City ;)
    Ich hoffe nicht nur auf einen Sturm, sondern auf einen Orkan mit sehr, sehr vielen wirtschaftlichen Opfern in Bull City, sollten sie die nächsten Wochen nicht nutzen, ihr Gehirn wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

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    Michael

    7. April 2017 01:12 at 01:12

    Das Kaninchen vor der Schlange
    EURUSD: Warten die „Märkte“ ernsthaft auf die NFP-Märchen morgen? Diese Woche war doch echt was los:
    Zwei mal Draghi-Gesülze, zig pro-EURO und anti-US-Einkaufsmangerindizes, ständig steigende Erdöllagerbestände in Wonderland, französische pro-EURO TV-Duelle, Rücktritt eines kriminellen FED-Mitglieds, erneute Entlassung eines Trump-Hardliners, erneutes Scheitern an Obamacare!
    Noch nie habe ich eine langweiligere Woche im EURUSD erlebt, als diese Woche der angeblich großen Daten und Reden. Seit 31. März testet man die 1.06400er-Grenze, warum auch immer genau diesen Wert? Nach oben die 1.06850.
    Tag für Tag so rund 50 pips hin oder her.
    Aber lasst uns Bullen fröhlich hoffen: Ein paar zusätzliche angebliche 1$-Jobs morgen werden die Stimmung wieder anheizen. Morgen geht es richtig ab, wenn Amerika mit 200K neuen Jobs die 234K neuen Arbeitslosen von gestern mehr als kompensiert.
    Der USD-Index MUSS jetzt mal auf 1.1000 steigen, der DOW hat sich die 22.000 längst verdient. Der DAX kämpft mit den vertrottelten Bären (an denen trägt Mama Merkel die Schuld), die ihm die 13.000 nicht gönnen, nur weil Firmen wie die Deutsche Bank, Commerzbank (erinnert sich noch jemand?) oder VW/Audi/Porsche in der Vergangenheit unbedeutende Fehler begangen haben.

    Wer soviel Wahrheit unbeschadet übersteht, muss recht haben.

  5. Avatar

    Lars

    7. April 2017 02:50 at 02:50

    Draghi hat all sein Pulver bereits verschossen und langweilt den Markt seit einem Jahr mit nichtssagendem Gesülze. Permabullen jubeln zwar jedes Mal wieder frenetisch, aber das tun auch eingeladene Gäste in einer Live-Reality-Show.
    Ein unbekannter „Insider“ konnte hier sogar nochmal eine kleine Kerze in Bull-City zünden, was die manipulierten Kurse weiter kurzfristig stabilisiert hat.
    In Wonderland jedoch gilt: No more cool, Mr. Wonderful.
    Kalifornien, Oregon, Washington würden sich mehrheitlich am liebsten von Trumpie trennen, Amerika 1st again hätte dann nicht mal mehr eine Pazifikküste, geschweige denn eine funktionierende Wirtschaft.
    Aber freuen wir uns auf lieber auf morgen, wenn und weisgemacht wird, dass ein Viertel der amerikanischen arbeitenden Bevölkerung den fünften Mindestlohn-Job gleichzeitig annehmen musste, um die angehäuften Schulden wenigstens ansatzweise tilgen zu können.

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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