Folgen Sie uns

Aktien

Marktgeflüster (Video): Anspannung

Bei den US-Aktienmärkten ist eine gewisse Anspannung unverkennbar: es geht weitgehend richtungslos hin und her, nachdem gestern im Gefolge des FOMC-Protokolls eine scharfe Korrektur eingesetzt hatte. Nun sucht man die weitere Richtung vor dem wichtigen Besuch Xi Xinpings bei Donald Trump (ab heute Abend deutscher Zeit) und den morgigen US-Arbeitsmarktdaten..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Bei den US-Aktienmärkten ist eine gewisse Anspannung unverkennbar: es geht weitgehend richtungslos hin und her, nachdem gestern im Gefolge des FOMC-Protokolls eine scharfe Korrektur eingesetzt hatte, weil die Märkte von zwei Dingen auf dem falschen Fuß erwischt worden waren: einerseits von den Aussagen einiger Fed-Mitglieder, wonach die Bewertungen an den Märkten als ambitioniert eingestuft worden waren, andererseits vom Plan der Fed, ihre Bilanzsumme zu reduzieren. Nun sucht man die weitere Richtung vor dem wichtigen Besuch Xi Xinpings bei Donald Trump (ab heute Abend deutscher Zeit) und den morgigen US-Arbeitsmarktdaten. Heute ist daher ein Zwischentag mit eingeschränkter Bedeutung. Der Dax kann sich erholen, aber die Weichen werden eben nicht heute gestellt..

https://youtube.com/watch?v=pBBJHifIGpk%3Fecver%3D1

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Lars

    6. April 2017 22:00 at 22:00

    Nachdem man diese Woche die große Volatilität aufgrund der sensationellen Datenflut (Manager-Indizes ohne Ende, Arbeitsmarktmärchen, Stimmungsbarometer, Draghi-Reden, FOMC-Verbalakrobatik, Erdöllagerbestände) erwartet hatte, muss man nun doch feststellen, dass sich eine gewisse Perma-Langeweile durchzusetzen scheint.
    Gesamtbewegungen von 50 bis 60 Pips, stochastisch perfekt ungünstig verteilt über einen Tag, dass sie zum Abwarten zwingen, sind die Regel.
    Die Dollar-Anbeter und die Permabullen schnaufen kurz durch, suchen nach Gründen, wie Konzerne rehabilitiert werden können, die weltweit als Betrüger zu Aber-Milliarden-Strafen verurteilt wurden (deutsche Beispiele sind Deutsche Bank, VW, Audi etc.). Was nicht-deutsche Konzerne anbelangt, möchte ich hier gar nicht spekulieren, bisher geriet weltweit bekannt alleine Deutschland als von der Schweiz und von USA (zurecht) verkauft und verraten in die Medien.
    Man stelle sich das weltweit vor…

  2. Avatar

    vogel

    6. April 2017 22:58 at 22:58

    Diese angekündigte Reduzierung der Notenbankbilanz wird zu deutlichen Korrekturen an den Wertpapiermärkten führen.

    Dass dieser geplante Entzug an Liquidität an den Märkten bislang kaum auf Resonanz gestossen ist, zeigt, dass viele Anleger die fundamentalen Zusammenhänge zwischen Geldpolitik und Börsenentwicklung nicht begreifen.

    Irgendwie hatte sich der beginnende Rückgang bei der Geldmenge M1 bereits abgezeichnet:
    http://de.tradingeconomics.com/united-states/money-supply-m1

    Die noch anstehenden letzten DAX-Gewinne einschließlich seines ATH überlasse ich ab jetzt gerne den Mutigen und setze bis zum Salami-Crash auf Cash.
    Wird jetzt Zeit, die Geldsäcke einzulagern, den Geldspeicher abzuschließen und wieder mal Angeln zu gehen. ;-)

  3. Avatar

    Michael

    6. April 2017 23:22 at 23:22

    Die „Märkte“ werden in Perma-Euphorie-Zeiten früher oder später zyklisch immer wieder auf dem falschen Fuß erwischt. Der falsche Fuß ist ihr kurzfristiger von Glückshormonen und Gewinnen befeuerter Irrglaube an die Annahme, dass man den wahren Wert des faktisch Normalen und Trivialen solange vernachlässigen kann, wie sich die irrationale Fantasie des ständigen Gewinnens und Unbesiegbarseins drogenähnlich im limbischen System als Tatsache manifestiert.
    Es ist aber auch der Punkt, an dem den Zockern dieser Welt wieder einmal das ganz große Geld zahlloser anderer Menschen grausam durch die Finger gleitet und ihnen dann das reale Leben droht, welches mindestens 95% der Menschheit Tag für Tag erleben muss.
    Wie ein geneigter Leser hier in diesem Forum heute geschrieben hat: Stormy wheather in Bull City ;)
    Ich hoffe nicht nur auf einen Sturm, sondern auf einen Orkan mit sehr, sehr vielen wirtschaftlichen Opfern in Bull City, sollten sie die nächsten Wochen nicht nutzen, ihr Gehirn wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

  4. Avatar

    Michael

    7. April 2017 01:12 at 01:12

    Das Kaninchen vor der Schlange
    EURUSD: Warten die „Märkte“ ernsthaft auf die NFP-Märchen morgen? Diese Woche war doch echt was los:
    Zwei mal Draghi-Gesülze, zig pro-EURO und anti-US-Einkaufsmangerindizes, ständig steigende Erdöllagerbestände in Wonderland, französische pro-EURO TV-Duelle, Rücktritt eines kriminellen FED-Mitglieds, erneute Entlassung eines Trump-Hardliners, erneutes Scheitern an Obamacare!
    Noch nie habe ich eine langweiligere Woche im EURUSD erlebt, als diese Woche der angeblich großen Daten und Reden. Seit 31. März testet man die 1.06400er-Grenze, warum auch immer genau diesen Wert? Nach oben die 1.06850.
    Tag für Tag so rund 50 pips hin oder her.
    Aber lasst uns Bullen fröhlich hoffen: Ein paar zusätzliche angebliche 1$-Jobs morgen werden die Stimmung wieder anheizen. Morgen geht es richtig ab, wenn Amerika mit 200K neuen Jobs die 234K neuen Arbeitslosen von gestern mehr als kompensiert.
    Der USD-Index MUSS jetzt mal auf 1.1000 steigen, der DOW hat sich die 22.000 längst verdient. Der DAX kämpft mit den vertrottelten Bären (an denen trägt Mama Merkel die Schuld), die ihm die 13.000 nicht gönnen, nur weil Firmen wie die Deutsche Bank, Commerzbank (erinnert sich noch jemand?) oder VW/Audi/Porsche in der Vergangenheit unbedeutende Fehler begangen haben.

    Wer soviel Wahrheit unbeschadet übersteht, muss recht haben.

  5. Avatar

    Lars

    7. April 2017 02:50 at 02:50

    Draghi hat all sein Pulver bereits verschossen und langweilt den Markt seit einem Jahr mit nichtssagendem Gesülze. Permabullen jubeln zwar jedes Mal wieder frenetisch, aber das tun auch eingeladene Gäste in einer Live-Reality-Show.
    Ein unbekannter „Insider“ konnte hier sogar nochmal eine kleine Kerze in Bull-City zünden, was die manipulierten Kurse weiter kurzfristig stabilisiert hat.
    In Wonderland jedoch gilt: No more cool, Mr. Wonderful.
    Kalifornien, Oregon, Washington würden sich mehrheitlich am liebsten von Trumpie trennen, Amerika 1st again hätte dann nicht mal mehr eine Pazifikküste, geschweige denn eine funktionierende Wirtschaft.
    Aber freuen wir uns auf lieber auf morgen, wenn und weisgemacht wird, dass ein Viertel der amerikanischen arbeitenden Bevölkerung den fünften Mindestlohn-Job gleichzeitig annehmen musste, um die angehäuften Schulden wenigstens ansatzweise tilgen zu können.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Go Big or Go Home – Janet Yellen gibt Vollgas

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Janet Yellen spricht heute ab 16 Uhr deutscher Zeit im US-Kongress. Das kann die Kurse bewegen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Goldman Sachs mit Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Soeben wurden die Quartalszahlen von Goldman Sachs veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 11,74 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,96/Erwartungen 9,50).

Der Gewinn liegt bei 12,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 4,69/Erwartungen 7).

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug 293 Millionen US-Dollar für das vierte Quartal 2020, 13 Prozent niedriger als im vierten Quartal 2019 und 5 Prozent höher als im dritten Quartal 2020. Das vierte Quartal 2020 enthielt Rückstellungsreduzierungen für Großkundenkredite, laut Goldman Sachs aufgrund einer Stabilisierung im breiteren wirtschaftlichen Umfeld nach den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Dies wurde teilweise aufgehoben durch höhere Rückstellungen aufgrund des Wachstums von Kreditkartenkrediten
im Vergleich zum vierten Quartal 2019.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +2,2 Prozent.

Kommentar vom Chef:

“It was a challenging year on many fronts, and I am deeply proud of how our people helped clients respond to the economic disruption brought on by the pandemic and the extreme market volatility experienced over the past months. Our people responded admirably to a series of professional and personal challenges, while working from home or in offices that were reshaped dramatically. Thanks to their perseverance, we were able to help clients navigate a difficult environment, and, as a result, achieved strong results across the franchise, while advancing our strategic priorities. We hope this year brings much needed stability and a respite from the pandemic, but we remain ready to handle a wide range of outcomes and are poised to meet the needs of our clients.”
– David M. Solomon, Chairman and Chief Executive Officer

Grafik zeigt die Quartalszahlen von Goldman Sachs

Goldman Sachs-Zentrale in New York
Die Goldman Sachs-Zentrale in New York Downtown. Foto: Youngking11 CC BY-SA 3.0

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage