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Marktgefl√ľster (Video): Ausweitung der Kampfzone

Der heutige Tag bringt eine wichtige Erkenntnis: die Kampfzone wird von Donald Trump ausgeweitet, denn nun ist auch die Fed in seinem Fokus!

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Der heutige Tag bringt eine wichtige Erkenntnis: die Kampfzone wird von Donald Trump ausgeweitet, denn nun ist auch die Fed in seinem Fokus. Aus seiner Logik heraus macht das durchaus Sinn, denn er will die ganze Bandbreite der Z√∂lle gegen China (und dann gegen anderer L√§nder) durchsetzen, wodurch die Inflation in den USA unweigerlich nach oben schie√üen mu√ü. Und wenn die Fed darauf mit schnellen Zinsanhebungen reagiert, ist die Party an den Finanzm√§rkten vorbei – aber vor allem auch die Konsumparty jener Millionen von Amerikanern, die bei Walmart oder anderen Superm√§rkten billige chinesische Waren kaufen und damit gerade so noch √ľber die Runden kommen k√∂nnen. Die Wall Street bleibt am kleinen Verfall unbeeindruckt, w√§hrend der Dax in die Knie geht nach den neuerlichen Aussagen Trumps..

6 Kommentare

6 Comments

  1. Pingback: Marktgefl√ľster (Video): Ausweitung der Kampfzone - Das Presseb√ľro

  2. Wolfgang M.

    20. Juli 2018 19:53 at 19:53

    Es ist jedem wirtschaftlich Denkenden in den diversen Regierungen klar, dass es bei einer Maximal-Eskalation der trumpschen Zolldrohungen keinen Gewinner geben wird. Steigende Preise, steigende Zinsen, Einbruch der Wirtschaft u.s.w., wie mehrfach geh√∂rt. Aber, dass es dazu kommen wird, ist f√ľr mich zu monokausal gedacht. Aus folgenden Gr√ľnden: Die Aktienm√§rkte sind der fr√ľheste Fr√ľhindikator und wenn die Wall Street der Ansicht ist, dass Trump seine Drohungen wahr macht, werden die M√§rkte aufgrund der sich verschlechternden Aussichten einbrechen. Schlie√ülich wird an den M√§rkten die Zukunft gehandelt. Wann wurde denn bisher je eine Rezession festgestellt und anschlie√üend fielen die Kurse? Anscheinend glaubt man in den gro√üen Geldh√§usern immer noch, dass der Pr√§sident nur blufft.
    Ein Einbruch an den M√§rkten h√§tte f√ľr die Republikaner bei den Midterm Elections fatale Folgen. Trump t√∂nt derzeit doch nur so laut, weil die Aktienm√§rkte sich als so immun erweisen. Er kann so Punkt f√ľr Punkt seiner Versprechen angehen, um seiner W√§hlerschaft zu imponieren. Noch.
    Nat√ľrlich muss es zuerst zu einem Kurseinbruch an den B√∂rsen kommen, bevor Trump zur√ľckrudert. Ich habe schon erw√§hnt, welche Verm√∂gensvernichtung eine 10%-ige Korrektur der Wall Street nach sich z√∂ge. Einen viel h√∂herer Betrag als das gesamte Handelsbilanzdefizit der USA. Die Aktienm√§rkte sind m.E. der Schl√ľssel. Vielleicht ist es nach der Berichtssaison der FAANG-Aktien soweit.
    Nach meiner Erfahrung konnte noch nie ein US-Präsident gegen die Interessen der Wall Street regieren. Vielleicht schafft Trump das Unmögliche. Ich denke nicht.

  3. Alex Klein

    20. Juli 2018 22:36 at 22:36

    Meiner Meinung nach ist Trump fast eh nur noch der einzige Impulsgeber f√ľr die M√§rkte. Egal welchen Bl√∂dsinn er raus haut, die M√§rkte reagieren prompt und heftig. Alles andere, wesentlich wichtigere, wird konsequent ignoriert. Bin gespannt, wie lang das noch gut geht.

  4. Steven

    20. Juli 2018 23:33 at 23:33

    Mit the banks money meint er Chinas usAnleien.

    Wäre es auf die fed abezogen, hieße das nur, wir spielen mit unseren Zehen.

    Er spielt mit den Forderungen und spielen kann er

  5. Wolfgang M.

    21. Juli 2018 12:00 at 12:00

    Die vergangene B√∂rsenwoche hatte es wirklich in sich. US-Unternehmenszahlen und einen Donald Trump, der aus dem Bewusstsein heraus, allein aufgrund der Bedeutung des US-Dollars (3/4 des Welthandels l√§uft √ľber die Weltleitw√§hrung) seine eigene Strategie, unabh√§ngig von anderer Expertise, umsetzen zu k√∂nnen. Ich habe gestern Abend darauf hingewiesen, wer oder was ihn stoppen k√∂nnte.
    Wie ist aber das große Bild derzeit? (Noch ohne Zollstreit, der laut IWF der Wirtschaft 500 Mrd.$ kosten könnte.)
    Hier meine persönliche Sichtung.
    Aktien
    Die Aktienhausse läuft bereits seit 6./9. März 2009 und brachte im Dow Jones einen Anstieg von 6547 auf in der Spitze 26616, beim Dax von 3666 auf 13559.
    Weltweit brachte dies einen Anstieg der Aktienb√∂rsen von ca. 30 Bio. auf 90 Bio. $. Eine unglaubliche Entwicklung und aufgrund der Dauer eigentlich schon reif f√ľr die Korrektur. Aber, ‚ÄěAktienm√§rkte sterben nicht an Altersschw√§che‚Äú, lautet ein Spruch, wobei man dabei haupts√§chlich an Australien denkt, wo es es bereits seit √ľber 20 Jahren keine Rezession mehr gegeben hat.
    Anleihen
    Auf der anderen Seite sind die Schulden auf einsame Höhen gestiegen.
    Die Schulden – alle Anleihen, Pfandbriefe, hypothekenbesicherte Wertpapiere, Bankenanleihen – sind auf 250% in den USA, 230% in China und 360% in Japan geklettert, insgesamt ein Anstieg von 178 auf 247 Bio. $ in 10 Jahren und damit im Vergleich zum Welt BIP auf √ľber 300% (Quelle Handelsblatt).
    Die niedrigen Zinsen haben also zu einer weiteren Schuldenaufnahme gef√ľhrt.
    W√§hrend bei Staatsschulden immer noch die ‚ÄěDruckerpresse‚Äú eine gewisse Sicherheit bringt, ist jedoch im Bereich der Junk Bonds schon eine kritischere Situation entstanden. Die Zahl der Zombiefirmen, also Unternehmen, die nur wegen der niedrigen Zinsen √ľberleben k√∂nnen, hat sich stark erh√∂ht (man spricht von einer Verdreifachung). In Europa bekommen es laut einer Studie der DZ Bank insbesondere diese Firmen in Portugal, Italien und Irland zu sp√ľren, wenn die EZB anf√§ngt die Zinsen anzuheben.
    Der aktuelle Zinsanstieg in den USA bringt zudem die aufstrebenden L√§nder wirtschaftlich in Schwierigkeiten, da sie stark in Dollar verschuldet sind, ihre eigene W√§hrungen aber stetig abwerten. Auch ziehen sich Anleiheinvestoren von dort zur√ľck, da es in den USA ausk√∂mmliche Zinss√§tze gibt.
    Konjunkturindikatoren
    W√§hrend sich die Fr√ľhindikatoren (PMI, Welthandelsindex, Ifo, Economic Surprise Index u.a.) insgesamt abschw√§chen, aber noch auf einem hohen Niveau, gibt die Zinskurve in den USA zu denken. Der Unterschied zwischen den 2 und 10-j√§hrigen Staatsanleihen ist auf 24 BP geschrumpft (2,60 zu 2,84%). Insbesondere die 30-J√§hrige (2,96%) gibt zu denken. Wieso kaufen gro√üe Adressen eine 30-j√§hrige US-Staatsanleihe unter 3%? Doch nicht wegen einer Anlage, die √ľber Jahrzehnte kaum mehr abwirft, als die Inflationsrate. Ich glaube, einige Gro√üinvestoren rechnen bereits mit der Rezession, sprich fallenden Zinsen, und da verspricht dieser Langl√§ufer die gr√∂√üten Kursgewinne.
    Unterschied Bewertung Anleihe und Aktienmärkte
    Seltsamerweise weisen die Aktienm√§rkte trotz der Schwemme billigen Geldes in den letzten Jahren – entgegen landl√§ufiger Meinungen – in vielen Bereichen keine extreme Bewertung auf. Ausgenommen die FAANG-Aktien, die in Relationen gewachsen sind, die schon aus mathematischen Gr√ľnden in der Folge nicht aufrechtzuerhalten sind. Insgesamt wird der US-Aktienmarkt mit 121% zum BIP bewertet, nicht einmal extrem hoch.
    Das Welt KGV bewegt sich trotz der Zinsen zwischen 15 und 16, also im Durchschnitt, der Dax d√ľrfte in der aktuellen Bewertung bei 12 bis 13 stehen, das niedrigste mir bekannte Dax KGV der letzte Jahrzehnte inkl. Crashs lag bei knapp unter 8. Ich muss es immer wieder erw√§hnen. Im April 2015 stand der Dax bei 12390, wo steht er heute? Und die Dax-Gewinne sind seither um 50% gestiegen. Aber, um keinen Sturm der Entr√ľstung zu entfachen, diese KGVs sind bei einer kommenden Rezession nat√ľrlich Makulatur. √úber das KGV der Rentenm√§rkte brauche ich nicht zu schreiben, dies wurde schon mehrfach durch @Marko getan.
    Mein Fazit:
    W√ľrde man die jetzige Lage bewerten, ohne diese Tendenzen zur Beendigung des freien Welthandels, k√∂nnte man unter Ber√ľcksichtigung der R√ľckenwindfaktoren (US-Steuerreform und damit verbundene Gewinnsteigerungen, Aktienr√ľckk√§ufe diesseits und jenseits des Atlantiks, Anlagenotstand in Europa durch Nullzinsen) zu der Ansicht kommen, es k√∂nnte noch ein Weilchen dauern bis zur unweigerlichen Korrektur. W√§re da nicht Donald Trump, der durch seine unkonventionelle Art – um es einmal vorsichtig auszudr√ľcken – die M√§rkte in eine psychologische Kehrtwende treiben k√∂nnte.
    Dazu bedarf es derzeit nur eines kleinen ‚Äěschwarzen Schwans‚Äú.

    Aber Vorsicht. Trump will am 6. November bei den Zwischenwahlen die Mehrheiten bewahren, sonst wird er politisch handlungsunfähig.
    Wie sehr er auf die Zustimmung seiner W√§hlerschicht bedacht ist, zeigt schon seine Absicht die strategischen US-√Ėlreserven anzapfen (mit 30 Mio. Barrel). Eben um seine W√§hler f√ľr die Wahl zu behalten, deshalb soll die Gallone Sprit an der US-Tankstelle keine 3 $ kosten.
    Deshalb erwarte ich keine extreme Eskalation im Handelsstreit mit harten Sanktionen f√ľr seine W√§hler und erst recht (noch) keinen Crash an der Wall Street. Das Big Business wird ihn m√§√üigen, denke ich. Ziemlich viel Widerspr√ľchlichkeiten, aber so ist B√∂rse.
    W√ľnsche ein sch√∂nes Wochenende

  6. Beobachter

    21. Juli 2018 14:08 at 14:08

    Wieder eine Weltklasse ‚Äď Analyse von Wolfgang M.
    Es freut mich auch ,dass er die von mir schon oft erw√§hnte Problematik der Unternehmensanleihen zur Sprache bringt. Diese Zinsen werden nur indirekt von den Notenbanken beeinflusst, u. m√ľssten bei schlechterer Wirtschaft betr√§chtlich steigen.
    Es ist neu, dass ein US Pr√§sident so uneigenn√ľtzig f√ľr sein Volk die von ihm verschuldeten hohen √Ėlpreise u. Zinsen so dirkt beeinflussen will.Ich denke, das wird ihm auch in Wirtschaftskreisen keine Freunde bringen.
    Ich teile nat√ľrlich die Annahme, das es noch bis zu den Wahlen dauern k√∂nnte.Ein Gedanke im Hinterkopf sagt mir aber, WAS VIELE ( ALLE )DENKEN, KOMMT MEISTENS ANDERS

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