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Marktgeflüster (Video): Der Aufwärtstrend ist kaputt!

Der seit Januar bestehende Aufwärtstrend bei den US-Indizes ist kaputt – daran ändert auch die heutige leichte Erholung der Wall Street nichts, die inzwischen jedoch immer mehr verpufft..

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Der seit Januar bestehende Aufwärtstrend bei den US-Indizes ist kaputt – daran ändert auch die heutige leichte Erholung der Wall Street nichts, die inzwischen jedoch immer mehr verpufft. Die heutige Erholung der Aktienmärkte hatte zwei Ursachen: die weniger als befürchtet protektionistische Rede Trumps heute Nacht einerseits, sowie die heutigen, sehr starken Zahlen des Dow Jones-Schwergeichts Boeing andererseits. Aber der Abverkauf bei Dow Jones & Co der letzten beiden Tage erfolgte unter großen Volumen, die vorherigen, geradezu ekstatischen Anstiege dagegen unter dünnem Volumen. All das spricht dafür, dass die Schwäche an der Wall Street noch weiter anhalten wird. Heute Abend dann zwei wegweisende Ereignisse: das Fed-Statement (wir berichten bei FMW ab 20.00Uhr) sowie die Facebook-Zahlen (bei FMW ab 22.00Uhr)..

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang M.

    31. Januar 2018 19:39 at 19:39

    Dass der kurzfristige Aufwärtstrend des Dow Jones nicht lange Bestand haben konnte, zeigt schon ein Blick auf den Monats-Chart. 7,2% Anstieg bis zum 29. Januar hätten auf das Jahr hochgerechnet eine Performance von gut 85% bedeutet. Und dies nach dem Jahr 2017 mit gut 24% Anstieg. Eine solche Performance käme nicht einmal dem besten Dealmaker D.T. in den Sinn. Zumal sich der Index in den vergangenen 10 Jahren noch nie so weit nach oben von seiner 200-Tageslinie entfernt hat. Man betrachte nur die Langfristcharts. Aus diesen Gründen halte ich eine Ausweitung der Korrektur der US-Indizes -wie von Markus erwartet – für sehr nachvollziehbar.

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      Marko

      31. Januar 2018 22:37 at 22:37

      „Dass der kurzfristige Aufwärtstrend des Dow Jones nicht lange Bestand haben konnte, zeigt schon ein Blick auf den Monats-Chart. 7,2% Anstieg bis zum 29. Januar hätten auf das Jahr hochgerechnet eine Performance von gut 85% bedeutet. Und dies nach dem Jahr 2017 mit gut 24% Anstieg. Eine solche Performance käme nicht einmal dem besten Dealmaker D.T. in den Sinn. Zumal sich der Index in den vergangenen 10 Jahren noch nie so weit nach oben von seiner 200-Tageslinie entfernt hat. Man betrachte nur die Langfristcharts. Aus diesen Gründen halte ich eine Ausweitung der Korrektur der US-Indizes -wie von Markus erwartet – für sehr nachvollziehbar.“

      Alles richtig, nur der Punkt ist und bleibt der BUFU, alles klar ?

      Wenn sich die größte Notenbank der Welt weigert, die Realität anzuerkennen ? Natürlich könnt Ihr Short gehen, aber gegen die mit Abstand größte Notenbank der anzutreten ? Meinen Respekt !

      • Avatar

        Wolfgang M.

        1. Februar 2018 07:21 at 07:21

        Marko, wir haben doch nicht behauptet, dass der Bullenmarkt zu Ende ist. Gerade in Europa ist ein Wechsel vom Aktien- in den Anleihen/Geldmarkt sofort mit Verlusten (nach Inflation) verbunden und die Kapitalsammelstellen kriegen ein Problem. Es ging nur um den kurzfristigen Aufwärtstrend in den USA und seine lineare Fortschreibung. Allerdings wird sich das große Bild dann ändern, wenn die Zinsen weiter angehoben werden und die 10-Jährigen in den USA über 3% steigen. Allein schon die dort übliche, sofortige Anpassung aller Kredite (bis zu den Studentenkrediten) wird das Konsumland (70% des BIP) in die Knie zwingen. Allerdings ist sich die FED dieses Zusammenhangs bewusst und wird die Zinsanhebungen dann stoppen. Für mich ist die Inflation der große Faktor – wenn die weiter deutlich steigt, gehen den NB die „Körner“ aus. Gruß

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    Lutz Lehmann

    31. Januar 2018 20:46 at 20:46

    ,,, der Schweizer Franken wäre m.E, eine Erwähnung wert … (Wahl in Italien) …

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    Trigo

    31. Januar 2018 21:35 at 21:35

    Aber wer kauft die neuen Anleihen? Die FED wird oder soll es wohl nicht sein …..

    https://youtu.be/jcQDkumwer0

  4. Avatar

    Marko

    31. Januar 2018 22:19 at 22:19

    Hallo,

    eher nicht, siehe hier :

    https://www.onvista.de/news/fed-laesst-leitzins-bei-letzter-sitzung-unter-yellen-stabil-87672955

    „Im laufenden Jahr wird in den USA mit weiteren Zinsschritten auf dem Kurs der Notenbank in Richtung Normalisierung der Geldpolitik gerechnet. «Der Ausschuss erwartet, dass die wirtschaftlichen Bedingungen sich in einer Weise entwickeln werden, die weitere moderate Erhöhungen bei der Federal Funds Rate rechtfertigen wird», heißt es in einer Stellungnahme des Offenmarktausschusses.“

    Tja, die Amis wollen erhöhen bzw. „normalsieren “ aber die EZB sagt: Nö ! :D

    Na, wer wird da wohl gewinnen ? :D

    Der EZB ist der Aktienmarkt sch…egal im Gegensatz zur FED…

    Um ehrlich zu sein, natürlich sollte die EZB reagieren, selbst wenn es 0,25 % Schritte sind. das ist doch gar nix ?!?

    Aber : so ist das nun mal…

    VG

    Marko

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    Marco

    31. Januar 2018 22:25 at 22:25

    Wo sind den die ganzen Kritiker hin, die wegen Fugmanns kritischen Aussagen über die Steigenden Märkte jedes mal auf unserem Analysten rumgehackt haben? ;)

    Es sind auf jeden Fall die ersten Warnsignale, wird auch langsam Zeit.

    Mal sehen was die Quartalszahlen zu den Tecwerten morgen sagen.
    Bin schon sehr gespannt.

  6. Avatar

    leftutti

    2. Februar 2018 03:19 at 03:19

    Der Wochenrückblick:

    Es wurde fad und still im Forum, seit Donnie Dumb nur noch vom Teleprompter liest, plötzlich auf Staatsmann macht und dann sofort auch für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wird. Peace and Prosperity für alle, das waren natürlich schon Worte, die mit der Zunge schnalzen lassen und Kritiker zum schweigen bringen. Aber wo sind all die üblichen sabbernden und hormontriefenden Kommentare seiner Anhängerschaft gebleiben? Vorschlag zum Friedensnobelpreis nach so kurzer Amtszeit, da sollte doch Stolz und Selbstbestätigung überwiegen.

    Eine temporäre 5%-Korrektur im DAX, schlimmer noch, 4 Tage ohne ATH im DOW, sind das Zahlen, die die Permabullen bereits schweigen lassen? Morgen oder nächste Woche sieht doch alles bereits wieder anders aus, wo bleibt der Kampfgeist einer so stolzen Gilde?

    Politische Paralyse im Schland lässt anscheinend selbst die obligatorischen Dauermauler verstummen. Leute, freut sich denn keiner über seine Shorts im Aktienmarkt, seine Longs im EURUSD, über seine Goldkäufe? Über die Tatsache, dass wir bereits von ganz alleine weniger Zuwanderung haben, als es selbst die CSU in ihrer alles blockierenden Zukunftsagenda verankert hat?

    Müssen wir wirklich die Rundfunkgebühren zum Top-Thema der Woche erklären, weil es keine besseren Diskussionsgrundlagen gibt? Ein bisserl linke Lügenpresse, ein Schuss Mainstream, einmal Gutmensch, einmal grüne Drogenpolitiker ist das Fazit einer ganzen Woche. Es kann nur besser werden ;)

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Boeing-Quartalszahlen: Desaster, aber der Verlust ist kleiner als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Boeing ist als Industrieunternehmen mit seiner gigantischen Zuliefererkette derart wichtig für die US-Volkswirtschaft, dass man mit starken Absatzrückgängen sogar das US-BIP in spürbare Bewegung bringen kann. Aber nun zu den wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,14 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,98/erwartet für heute 14,5). Laut Boeing sinken die Umsätze bei den zivilen Maschinen wegen der 737-Probleme, was teilweise durch höhere Umsätze in der Militärsparte ausgeglichen werde. Der Ergebnis liegt bei -1,39Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,45/erwartet für heute -2,32).

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Gegenüber Airbus ist Boeing doppelt hart getroffen. Nicht nur Corona trifft die Geschäfte des Flugzeugbauers, sondern immer noch das 737 Max-Desaster mit den zwei Abstürzen.

Der operative Cash Flow liegt bei -4,8 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +1,0 Prozent – wohl weil der Verlust nicht so schlimm ausfiel wie erwartet.

Boeing betont, dass man noch in den Büchern noch Aufträge habe für 4.300 kommerzielle Flugzeuge im Volumen von 393 Milliarden Dollar.

Boeing soll Ende 2021 noch 130.000 Mitarbeiter haben, wo es Anfang 2020 noch 160.000 waren.

CEO-Statement:

“The global pandemic continued to add pressure to our business this quarter, and we’re aligning to this new reality by closely managing our liquidity and transforming our enterprise to be sharper, more resilient and more sustainable for the long term,” said Boeing President and Chief Executive Officer Dave Calhoun. “Our diverse portfolio, including our government services, defense and space programs, continues to provide some stability for us as we adapt and rebuild for the other side of the pandemic. We remain focused on the health and safety of our employees and their communities. I’m proud of the dedication and commitment our teams have demonstrated as they continued to deliver for our customers in this challenging environment. Despite the near-term headwinds, we remain confident in our long term future and are focused on sustaining critical investments in our business and the meaningful actions we are taking to strengthen our safety culture, improve transparency and rebuild trust.”

Grafik zeigt Detaildaten zu den aktuellen Quartalszahlen von Boeing

Hauptwerk nahe Seattle - Boeing-Quartalszahlen veröffentlicht
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jeremy Elson CC BY-SA 3.0

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So sichern Sie in unruhigen Marktphasen Ihr Depot ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist wieder soweit. Deutschland fährt erneut runter und geht in einen moderaten Lockdown. Voraussichtlich noch im Verlauf des Tages werden Bund und Länder entsprechende Maßnahmen beschließen. In der Diskussion sind unter anderem: Verbot von Verwandtenbesuchen, Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person eines anderen Haushaltes, die Gastronomie soll wieder komplett heruntergefahren werden, touristische Übernachtungen im Inland sollen jetzt auch ausbleiben.

Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass die Maßnahmen bis weit in die Adventszeit aufrecht erhalten werden sollen. Die Politik konzentriert sich offenbar auf das Weihnachtsfest. Am Weihnachtsbaum sollen wir also wieder Verwandte treffen dürfen und dabei möglicherweise auch wieder ein Restaurant besuchen dürfen. Es überrascht also nicht, dass der DAX bereits seit Tagen butterweich ist. Zuletzt sackte der deutsche Leitindex mit großer Dynamik unter die Marke von 12.000 Punkten ab. Noch hält sich der US-Markt wacker und hat noch kein Verkaufssignal generiert.

Es gibt folglich zwei Optionen. Die optimistische Variante: Der US-Markt wird die europäischen Börsen stützen, sodass die Korrektur bei DAX und Co. rasch auslaufen wird. Die pessimistische Variante: Die US-Märkte kippen nächstens „hinterher“ und leiten damit eine globale Korrekturphase ein.

Vor diesem Hintergrund fragen sich jetzt natürlich viele Investoren, wie kann ich mein Depot einmal absichern, wie kann ich meine schönen Gewinne der vergangenen Monate und Jahre kurzfristig festmachen.

Es gibt hier zwei anerkannte Methoden: So können Sie nun die Aktienpositionen Ihres Depots einfach vollständig oder weitgehend abverkaufen. Diese Lösung ist einfach, hat aber in der Praxis ihre Tücken. Zunächst kann diese Maßnahme vor allem bei etwas größeren Depots durchaus zeitaufwändig sein. Außerdem produzieren Sie dadurch für Ihr Depot eine gewisse Spesenbelastung, die sich am Ende, wenn Sie die Titel wieder zurückkaufen, quasi verdoppelt.

Außerdem dürfen wir getrost davon ausgehen, dass uns der Wiedereinstieg in der Praxis kaum optimal gelingen wird. Denn wenn dann die Börse plötzlich dreht, sind wir eben erst einmal nicht dabei. Und oftmals sind die Kursgewinne der ersten Erholungsphase, die auf eine Korrektur folgen, besonders großzügig. So zeigen alle Studien, dass man mit einem Totalverkauf langfristig Rendite verliert, selbst wenn Aus- und Wiedereinstieg halbwegs gut bewerkstelligt werden.

Machen Sie keine halben Sachen, sondern sichern Sie proaktiv ab

Sinnvoller ist in unruhigen Marktphasen die sog. aktive Absicherung. Bei diesem Verfahren halten Sie im Wesentlichen an Ihren bestehenden Aktienpositionen fest, stellen allerdings vorübergehend sog. Shorts oder Puts gegen diese Aktienpositionen.

Wie funktioniert die proaktive Absicherung in der Praxis? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur den DAX, sondern auch den sog. Short-DAX. Dieser Index verhält sich exakt spiegelverkehrt oder invers zum „echten“ DAX. Zu Deutsch: Wenn der DAX an einem Tag um 1 % fällt, dann steigt der Short-DAX exakt um 1 %. Wenn Sie also DAX-Aktien im…..

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