Folgen Sie uns

Aktien

Marktgeflüster (Video): Der Dax ist ein Schwächling!

Der Dax heute schwach, vor allem weil der Euro zulegen kann (was jedoch weniger Euro-Stärke als vielmehr Dollar-Schwäche ist – der Dollar scheint also wenig begeistert zu sein von der Aussicht auf die tolle Steuerreform von Donald Trump!). Dazu kommt nach die Durchsuchung der Bundesgeschäftsstelle der CDU, man fürchtet eine neue Spendenaffäre, die die Merkel-Partei weiter belasten könnte..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Der Dax heute schwach, vor allem weil der Euro zulegen kann (was jedoch weniger Euro-Stärke als vielmehr Dollar-Schwäche ist – der Dollar scheint also wenig begeistert zu sein von der Aussicht auf die tolle Steuerreform von Donald Trump!). Dazu kommt nach die Durchsuchung der Bundesgeschäftsstelle der CDU, man fürchtet eine neue Spendenaffäre, die die Merkel-Partei weiter belasten könnte. Erleben wir jetzt eine Art verspätete Reaktion des Dax auf das Scheitern der Jamaika-Sondierungen? Die US-Indizes heute dagegen weitgehend stabil – normalerweise ist die Zeit um Thanksgiving herum fast immer positiv für die US-Indizes. Heute erneut der Nasdaq und der Russell2000 am stärksten, die Kurslücke zwischen Dax und S&P500 wird dagegen immer größer..

24 Kommentare

24 Comments

  1. Avatar

    Herr Schröder

    22. November 2017 18:29 at 18:29

    Das ist die Welle 5!

    Auf die haben wir die ganze Zeit gewartet!

    Top!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      22. November 2017 18:31 at 18:31

      @Schröder, ich sprach, wenn Sie sich erinnern, von der Welle 5 bei den US-Indizes, die zu neuen Allzeithochs führen sollte – und genauso ist es ja auch gekommen!

  2. Avatar

    Jan

    22. November 2017 18:54 at 18:54

    Herr Fugmann das war doch sicherlich ernst gemeint von Herrn Schröder.
    Ich schließe mir beiden an.
    Welle 5. Wie vorhergesagt.
    Top = weiter geht’s nicht. Wir sind oben.
    Auf diesem moment (18:50uhr) weiß der NAS schon nicht mehr wie weiter. War ne starke Anstieg. DJ schon gen süden.
    Alleman short!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      22. November 2017 19:07 at 19:07

      @Jan, ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Amis jetzt schon fertig sind! Da ist noch Platz nach oben bis Anfang Dezember..

      • Avatar

        Jan

        22. November 2017 21:39 at 21:39

        Dass denke ich auch. Dann wird der 5. Welle eben noch höher. Meine erste beitrag war voll ernst bis zum vorletzten Satz.
        Aber wenn nicht bin ich nicht überrascht.
        Schon eine Weile keine dicke weltliche Klopper mehr. Wo bleibt der nächste schreck?

  3. Avatar

    madsoul

    22. November 2017 19:17 at 19:17

    @ Fugmann und alle die mitraten wollen :
    Wo liegen denn ihre Schätzungen der Tops?
    Ich gehe von 2615 bei S&p, 1550 Russel, 6725 NQ und 24800 Dow aus.
    Nur wenn die Steuerreform doch durchgeht hab ich keinen Plan, irgendwie glaub ich da nicht mehr an eine Korrektur, dafür warten zu viele drauf, dann wäre dad eher was in Richtung 7000 Nq, 2700 S&P und 26000 beim dow

    • Avatar

      Jan

      22. November 2017 21:34 at 21:34

      Nas 6600 zu mitte februar.
      Danach steil runter.

  4. Avatar

    madsoul

    22. November 2017 19:20 at 19:20

    Die Frage ist auch, ob man jetzt schon mal Vxx long gehen sollte, oder das erst ab 8.12 macht

    • Avatar

      Jan

      22. November 2017 21:36 at 21:36

      Ja klar.
      Was er nog runter kann juckt kaum noch.
      Wenn es auf einmal umdreht ,geht’s flott.

  5. Avatar

    persephone

    22. November 2017 19:22 at 19:22

    Sg. Herr Fugmann,
    man hätte eigentlich nur das Gegenteil von dem traden was Sie sagen – seit Anfang Jänner. Wobei ich mir unter: einer „Finanzwelt.de “ Wirtschaftseinschätzung erwartet
    hätte.
    Ihr „Globalisierungsgeschichte“ hatte den Level einer Mittelschularbeit.

    Ihre Videos haben nicht mal mehr „Unterhaltungswert“….

    • Avatar

      Columbo

      22. November 2017 19:40 at 19:40

      Oje @Persephone, was ist nur los mit Ihnen? Private Probleme? Sie haben ja einen ordentlichen Aggressionsstau.

    • Avatar

      leftutti

      22. November 2017 20:19 at 20:19

      @perversephone, die Seite heißt doch finanzmarktwelt.de, nicht finanzwelt.de
      Und wer sich für Finanzmärkte interessiert, sollte neben rein wirtschaftlichen Faktoren auch das politische und gesellschaftliche, ja sogar das psychologische Umfeld berücksichtigen. Deshalb ist diese Seite so gut, weil sie eben genau das macht.
      Was den Beitrag zur Globalisierung und die Videos angeht, würde ich Ihnen empfehlen, einfach bessere Beiträge auf dem Level einer qualifizierten und wissenschaftlich fundierten Hochschularbeit zu verfassen. Herr Fugmann wäre sicher bereit, Werke auf so hohem Niveau zu veröffentlichen.
      Aber bitte keine Kommentare auf Grundschulniveau mehr. Damit kann nun wirklich keiner etwas anfangen, abgesehen von den radikal-populistischen Flügeln (Flegeln) gewisser Protestparteien (man beachte bitte den Plural).

      • Avatar

        leftutti

        22. November 2017 20:39 at 20:39

        Ich meinte natürlich @persephone, das war ein phonetisch-Freudscher Vertipper. Sorry vielmals ;)

  6. Avatar

    Columbo

    22. November 2017 19:33 at 19:33

    Ich kann einfach nicht glauben, daß die relativ harmlosen Politturbulenzen einen nennenswerten Einfluß haben. Für die Märkte hat Deutschland eine berechenbare Regierung und daher viel Zeit irgendwann eine neue zu bilden. Im Vergleich zu manchen südeuropäischen Ländern ist Deutschland ein Stabilitätsparadies.

  7. Avatar

    persephone

    22. November 2017 19:37 at 19:37

    – fair, das der Artikel veröffentlich wurde.
    Vom Feeling her wissen Sie das eh selber…..

  8. Avatar

    Bademeister

    22. November 2017 20:09 at 20:09

    Jamaica wird gerade im DAX ausgepreist (gestern ging das nicht, da die Amis da superstark waren…heute nicht) und Groko wird heute eingepreist. Nach noch einigen Tagen Herumgetue werden SPD und CDU/CSU zusammenfinden, Schulz muss gehen und bei Mutti stehts auch auf der Kippe, nachdem bereits aus der eigenen Fraktion die Stimmen für einen Rücktritt leise lauter werden. Ohne Mutti steht der DAX locker 1000 Punkte tiefer…weil Mutti steht im In- und Ausland für immerwährende Stabilität, warum auch immer. Die Amis wollen das so sehen und verkaufen heute schon ihre DAX Aktien….vorsorglich.

  9. Avatar

    Gerd

    22. November 2017 21:20 at 21:20

    Wer hat für Nachstehendes eine Erklärung?
    In den letzten Tagen – hier im Video erneut – wird immer drauf hingewiesen, dass der Russel 2000 von der Steuerreform am meisten profitiere.

    Andererseits hieß es in früheren Berichten, ein Drittel von den darin gelisteten Unternehmen schreibe Verluste. Die zahlen dann aber doch eh keine Steuern. Können also auch keine einsparen.
    Reichen die anderen zwei Drittel aus, dass das den Index weiter antreibt?

    Und das bei einem angenommenen KGV, welches mindestens eineinhalb mal so hoch liegt wie beim (fiktiven KGV) der 10jährigen T-Note! Die Anleihen haben bei einer Rendite von 2,32% eines, was bei 43 liegt.

    • Avatar

      Michael

      22. November 2017 21:52 at 21:52

      Zwei Drittel sind doppelt so stark wie ein Drittel. Amis tendieren zu „klaren“ und vereinfachten Zahlen und Statistiken. Nicht Denken, Handeln! 67% is great! Fuck the KGV, fuck the T-Note!

  10. Avatar

    Lutz Lehmann

    22. November 2017 21:32 at 21:32

    seit Anfang Nov sinkt „Volume Flow“ VFI für S&P500, während hingegen der Kursverlauf neue Allzeithochs (zb 7.Nov und 21.Nov) markiert – negative, bearishe Divergenz ! Aus meiner Sicht hat daher der laufende Aufwärtstrend von S&P500 deutlich an Momentum verloren und ist anfällig für eine Trendwende geworden.

  11. Avatar

    Beobachter

    22. November 2017 21:48 at 21:48

    Die Überraschung ist nicht dass der DAX jetzt runterkommt, die Überraschung war, dass der DAX nach Freitagschluss am Tief u. nach dem Scheitern der Verhandlungen am Montag nicht minus 300 machte, weil eben der Mario das nicht wollte.Die anscheinend kurzen Beine der politischen Börse sind wieder ein bisschen länger geworden !

  12. Avatar

    Michael

    22. November 2017 23:32 at 23:32

    @Columbo, ich schätze vieler Ihrer Kommentare, seit ich FMW lese und beigetreten bin. So auch wieder diesen, insofern, dass Deutschland ein Stabilitätsparadies ist (oder bisher immer war).
    Ich hoffe und befürchte abere gleichzeitig, dass das so ist, weil sich national und international bisher alles auf die stabile deutsche Raute konzentriert und verlassen hat. Weil sich die internationale Berichterstattung nicht auf die wirklichen, national bedenklichen Tendenzen bezieht. Ich beziehe mich nachfolgend hauptsächlich auf meine „Heimat“ Bayern, in anderen Bundesstaaten mögen andere Verhältnisse vorherrschen.
    Wie ich schon öfters kundgetan hatte, sollte kein Politiker und keine Partei solche Ewigkeiten an der Spitze stehen und die Meinungen der Bevölkerung prägen, wie es der Birne oder dessen Raute beschert war. Oder gar, wie es im extremsten Fall in Bayern seit nun fast 70 Jahren seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland ist. Sogar das vergleichbare Baden-Württemberg hat aus der älteren und jüngeren Geschichte gelernt und Konsequenzen aus diesen Lehren gezogen.
    Jetzt haben wir den „Dreck im Schachterl“, wie der Bayer zu sagen pflegt. Selbst im einstigen 70%-Königreich Bayern, traditionell durch den Reaktionärling FJS und seine Schüler schon immer an der äußersten rechten Toleranzgrenze positioniert, machen sich Auflösungserscheinungen bemerkbar. Was ja eigentlich begrüßenswert wäre, weil die Welt sich weiter bewegt hat.
    Soziale Christen hingegen bleiben aber politisch leider stur reaktionär und diskutieren nun, ob fränkisch-radikales Gesödere die absolute Mehrheit weiter gewinnen könne, statt eine offene Diskussion über die Unzufriedenheit der Wähler in Betracht zu ziehen und erstmals seit 70 Jahren einen Koalitionspartner in Erwägung zu ziehen.

    • Avatar

      leftutti

      23. November 2017 02:26 at 02:26

      Folgendes in Bayerischer Denkweise und Sprache, nur ansatzweise, damit es auch jeder versteht. Quasi jetzt red I: Dass die Großkopferten in Bayern den Saupreißn erlaubt haben, bayerische Kultur zu unterwandern, Freizeitvergnügen und Mieten unbezahlbar zu machen, hat sich jahrzehntelang im Wahlergebnis ständig negativ ausgewirkt. Das bayerische Volk, vertreten durch den Bürgermoaster und guten Freinderln, wiederum vertreten in Persona von Gemeinderäten und vergleichbaren Honoratioren, hat nun beschlossen, selbständig Geld auf dem übersättigten Immobilienmarkt zu verdienen und abbruchreife Schupfern zugunsten wohnungssuchender Neger und Araber zu vermieten.
      In meiner Heimatgemeinde „vermieten“ Gemeinderäte marode Schandflecke, bisher unvermietbare, weil höchst sanierungsbedürftige Bruchbuden, die zuvor leer standen und seit mindestens 30 Jahren nicht mehr saniert wurden, an prinzipiell und überhaupt verhasste Immigranten. Kassieren dafür fünfstellige Beträge p.m., weil sie zweistellige Personenzahlen darin unterbringen und all die staatlichen Förderprogramme nutzen.
      Und wettern natürlich öffentlich gegen Immigration und die Kosten, die dadurch verursacht werden.

      • Avatar

        Wolfgang M.

        23. November 2017 07:45 at 07:45

        @leftutti. Ja das „Gutgemeinte“ hat allerlei „Schlechtes“ mit sich gebracht. Nicht nur das Beispiel von zahllosen „Geier-Vermietern“, die mit Steuergeldern aus der Not richtig Kohle machen, auch ein Heer von Anwälten verdient Geld mit dem Einlegen von Rechtsmitteln gegenüber abgelehnten Asylbescheiden vor den Verwaltungsgerichten. Nicht zu vergessen die vielen ärztlichen Atteste, die bei jungen Männern eine Ausreise nicht erlauben. Selbst Thomas de Maiziere schimpfte über die Tatsache, dass zwei Drittel aller 18 bis 35-jährigen ausreisepflichtigen Männer plötzlich aus gesundheitlichen Gründen nicht ausreisefähig seien. „Horsti“ könnte mit seiner Bemerkung vor 2 Jahren, „dass man den Deckel nicht mehr auf die Flasche bekäme“ gar nicht so falsch gelegen haben. Nix für ungut!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Dax-Wochenausblick: Test der 1.000 Punkte Range – folgt bald der Ausbruch?

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Im folgenden Video bespricht Marius Schweitz von Projekt30 die abgelaufene Woche im Dax und gibt einen ausführlichen Ausblick auf die kommende Handelswoche. Dabei geht er konkret auf die übergeordnet Seitwärtsrange ein und zeigt mögliche Szenarien auf, wie sich die ausgebildete 1.000 Punkte Range auflösen könnte. Im deutschen Leitindex haben sich sehr spannende Chart-Formationen herauskristallisiert, die auf eine große Bewegung hindeuten. In dem Video sehen Sie aber nicht nur einen Dax-Ausblick, sondern auch noch weitere Einschätzungen zum Dow Jones, Bitcoin, Gold, Euro, Softbank und Deutsche Bank.

Die Setiwärtsrange im Dax von Juli bis Oktober

Im März startete die rasante Corona-Rally, die viele Anleger als die „meistgehasste Rally aller Zeiten“ betiteln, aber seit ein paar Monaten ist sie ins Stocken geraten. Zwischen März und Juli kannte der deutsche Leitindex im Grunde nur eine Richtung – nämlich gen Norden. Im Juli hat der Anstieg aber erstmals ein abruptes Ende gefunden, nachdem der Dax das Hoch bei 13.315 Punkten erzielt hatte. Seitdem konnte er diesen Bereich nur zweimal wieder erreichen. Zum einen am 03.09. mit dem Hoch bei 13.460 und schließlich noch einmal am 14.09. bei 13.339.

Demgegenüber stehen zusammen mit dem Tief vom letzten Donnerstag drei Marken, die die Unterkante der Range bilden. Die drei Punkte setzen sich aus dem August-Tief (03.08.) bei 12.365, dem September-Tief (25.09.) bei 12.341 und schließlich dem Oktober-Tief (22.10.) bei 12.345 zusammen. Aus diesen drei Marken hat sich ein starker Unterstützungsbereich gebildet. Als zusätzliche Unterstützung kann man noch das Tief von Anfang Juli bei 12.254 hinzuzählen. Ein Bruch der Range-Unterkante dürfte folglich einem kräftigen Impuls auf der Unterseite auslösen. Erfahrungsgemäß wird die gleiche Höhe der Range in die entsprechende Richtung abgearbeitet. Angenommen, dass der Ausbruch im Dax auf der Oberseite gelingt, dann ergibt sich daraus ein Ziel bei 14.340 Punkten. Dementgegen liegt das Ziel bei einem Ausbruch auf der Unterseite bei 11.340 Punkten.

Dax-Wochen-Ausblick KW44 - 1.000 Punkte Seitwärtsrange von Juli bis Oktober

Aktuelle Chart-Fomationen im Dax

Auf verschiedenen Zeitebenen haben sich im Dax interessante Chart-Formationen entwickelt. Zum einen hat sich im 10-Minuten-Chart ein Descending Broadening Wedge (DBW) ausgebildet, das eine bullische Formation darstellt. Im Stundenchart ist zudem ein großes DBW-Wedge aktiv, das bei einer Auflösung hohe Ziele auf der Oberseite ermöglicht. Auf der bärischen Seite sehen wir außerdem noch eine aktive Wolfe Wave (Keil), die den bärischen Trigger bei 12.341 auslösen könnte. Dadurch würden sich Kurse unter der 12.000 Punkte-Marke ergeben. Auf Tagesbasis hat sich zwischen Juli und Oktober zusätzlich eine SKS gebildet. Sowohl die genannten Formationen, als auch die wichtigen charttechnischen Marken für die kommende Woche werden ausführlich und für jeden verständlich im Video erläutert.

Fazit

Der Dax steht vor einer ausschlaggebenden Richtungsentscheidung, diese kann eine Bewegung von mehr als 1.000 Punkten einleiten. In dem Video-Ausblick wird ausführlich auf die möglichen Szenarien eingegangen. Insbesondere die von Marius Schweitz herausgearbeiteten Chart-Formationen sind sehr sehenswert und zeigen die Möglichkeiten auf, wie es im Dax in der nächsten Woche und darüber hinaus weitergehen kann. Zudem erscheint für alle Leser und Leserinnen von Finanzmarktwelt ab Montag wie gewohnt der DAX daily. Viel Spaß beim schauen des Videos.

weiterlesen

Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen