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Marktgeflüster (Video): Die Gretchenfrage beim Dax

Die Aktienmärkte heute wieder ziemlich ruhig, der Dax erreicht in Zeitlupe ein neues Jahreshoch. Aber für den Dax und für Europas Großbanken wird die Gretchenfrage sein, wie hoch die Strafe des amerikanischen Justizministeriums für die Deutsche Bank sein wird ..

Von Markus Fugmann

Die Aktienmärkte heute wieder ziemlich ruhig, der Dax erreicht in Zeitlupe ein neues Jahreshoch. Nun warten alle auf die runde 20.000er-Marke beim Dow Jones, bei Umfragen unter amerikanischen Analysten sind 100% der Befragten der Meinung, dass es im Jahr 2017 weiter aufwärts geht mit den US-Indizes. Aber für den Dax und für Europas Großbanken wird die Gretchenfrage sein, wie hoch die Strafe des amerikanischen Justizministeriums für die Deutsche Bank sein wird – es ist davon auszugehen, dass die Entscheidung darüber noch vor Weihnachten verkündet wird. Unterdessen muss Italiens Krisenbank Monte dei Paschi wohl vom italienischen Staat gerettet werden. Der Euro heute auf dem tiefsten Stand seit dem Jahr 2003 – angeblich weil die Chancen Merkels auf eine Wiederwahl gesunken seien nach dem Berliner Attentat. Doch ist der Dollar auf breiter Front stark, der Euro nicht mit besonderer Schwäche..



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22 Kommentare

  1. Ich les nur eins : die Rally geht weiter… :D

    Sollte sich die US-Regierung dazu entscheiden, an der Deutschen Bank ein Exempel zu statuieren, dürfte man sehr wohl schon fragen dürfen, warum kamen die „eigenen US-Banken“ so „billig“ davon?

    Jene waren also US-konform, die „Skandalnudel“, natürlich, darauf dürfen alle drauf hauen ?

    Dürfte wohl ein bisserl interessant werden, zwischen Europa und den USA ? :D

    VG

    Marko

  2. @Markus Fugmann,
    während Sie bis vor wenigen Wochen ständig auf das drohende Unheil/Crash hingewiesen haben, sprechen Sie, seitdem der DAX die 10800-Schwelle überwunden hat von Party, die schon viel zu lange läuft. Das ist von vielen zu lesen, die von einer ungewöhnlichen Hausse reden, die uns (vermeintlich) schon in schwindelerregende Höhen geführt hat, von wo aus der Absturz umso tiefer erfolgen wird. Wieso eigentlich? Das Dax-KGV ist gerade mal bei gut 13 und immer noch weit unter dem langjährigen Mittel. Außerdem zeigt ein Blick auf den historischen DAX, dass solche Haussephasen keineswegs unnatürlich, selten, o.ä. sind. Im Langfristchart fällt das was wir seit (nicht einmal) 3 Wochen mit +9 % erlebt haben gar nicht auf. KGV-bezogen und charttechnisch könnte die Party noch ziemlich lange laufen.

    1. Nur aufs KGV schauen ist ein bissl riskant.
      Da gibts noch einiges: Bankenkrise, Italienwahlen mit möglichem Exit, Frankreichwahlen mit ähnlichem Risiko,
      mögliche Merkelabwahl(besonders jetzt), Trumprisiko und sonst so einiges, worüber Markus Fugmann Gottseidank täglich berichtet. Ist halt so mit den Partys, man sollte gehn, wenns am schönsten ist und wenn man nicht mit Kopfschmerzen aufwachen will.

  3. Geanu ET,

    wollen wir mal vom Anleihen – KGV sprechen (na , das lassen wir lieber bleiben…?), und davon dass der Dax bei 12500 stand, irgendwann mal ?

    Party ? In Europa ??? Wieso sollte dies , was wir hier sehen, ab November eine „ungewöhnliche Hausse“ sein, wegen Trump ???

    VG

    Marko

    1. Ist die Dax-Party etwa nicht wegen Trump?? Immerhin stand der Dax bei der US-Wahl knapp über der 10.000er-Marke und hat seitdem ohne jede Korrektur 1400 Punkte zugelegt. Wenn nicht wegen Trump, warum dann? Und ob der Dax derzeit zu teuer ist, hängt davon ab, was Trump machen wird. Kommen die Zölle für Chinas Waren von 45%, ist er zu teuer, weil China dann ein massives Problem hat – und damit die deutschen Autobauer und andere Dax-Werte. Entscheidend sind doch die US-Märkte – und die sind historisch extrem teuer, wenn dann die Gewinnrevisionen der US-Analysten kommen Anfang 2017, dann sind wir vermutlich aktuell auf einem Allzeithoch in der Bewertung..

  4. Avatar

    Hallo Herr Fugmann,
    Ihre kritische Berichterstattung schätze ich sehr.
    Allerdings spricht die Kursentwicklung eine andere Sprache.
    Dabei ist es weniger der Anstieg als solcher, sondern die Art, WIE es ansteigt.
    Die Profilcharts, sowie die Volumencharts zeigen einen geradezu lehrbuchmässigen Verlauf.
    1.) Zu Beginn wurde der Kurs des FDAX und damit der frühen Einsteiger nach unten gezogen – das lässt Unerfahre auf bearischen Tonus locken
    2.) Zum Kassa-Start stiegen grössere Mengen long in den Markt ein, bis die zweite Standardabweichung des VWAP erreicht wurde.
    3.) hier stagniert es, eine Verkaufsgelegenheit lockte.. weitere Verkäufer kamen hinzu,.. der Kurs fiel unterhalb des VWAP – und dann wurde wieder mit Kauforders gefeuert.
    4.) So ging es den ganzen Tag lang. Da sind Profis am Werk, die systematisch und unaufgeregt ihre Kauforders durchbringen, ohne sich bei hektischem Vorgehen selber ins Knie zu schiessen

    5.) Im weiteren Verlauf des Tages trendierte der Kurs immer oberhalb des VWAP
    6.) Steigende Kurse korrelierten mit steigenden Volumina
    7.) Von Hektik oder gar Unsicherheit keine Spur.
    8. ) Die „Verabschiedungskerze“ von der si gestern sprachen, bezog sich auf Verfallsfreitag letzter Woche. Auch solche Kursspitzen sind im Lauf eine Hausse keine Verabschiedung, sondern eine Art Leuchtturm für den weiteren Verlauf

    Zum VWAP solle ich gelegentlich etwas schreiben oder einen Link einstellen, denn dieser Indikator ist fast nur bei „institutionellen“ bekannt, die ihre Orders im Verlauf Laufe eines Handelstages in grösseren Mengen innerhalb einer möglichst schmalen Bandbreite unterbringen wollen

    Zum Thema VStoxx oder VIX
    Der Index kann viele Wochen, viele Monate dort unten verharren. Ein direkten oder zeitnahmen Schluss auf steigende Unsicherheit lässt er nicht zu.
    Wenn überhaupt ein Schluss zu ziehen ist, dann die Gewissheit dass „Irgendwann“ eine grössere Korrektur einsetzen wird.

    Mit einem satirischen Zwischenton könnte ich formulieren:
    Ihre Seite und ihre Berichterstattung trägt in gesundem Mass dazu bei, dass immer genügend Bären eine vermeintliche Chance erschnüffeln, welche gebraucht werden, um die Kaufkurse geordnet zu halten und gemütlich-genüsslich nach oben zu manövrieren.
    Meinen herzlichen Dank
    (übrigens einen Gruss an Kollegen Schubert .. )

    1. Grüße zurück :-)

      Katamaransegler, ich hatte es schon mal erwähnt: Ich schätze dieses „technische Zeug“ sehr…posten Sie doch mal massenwirksam unter einem nächsten Marktausblick/Marktgeflüster noch einmal etwas dieser Art oder stellen einen Link rein!

      1. Avatar

        @Kschubert
        Das mache ich gern. Wird jedoch erst zum nächsten Jahr

        1. @Katamaransegler, gerne auch als eigener Artikel jeweils bei FMW, was halten Sie davon?

          1. Avatar

            @Markus Fugmann
            Prinzipiell gerne. Wir müssten halt klären, wie die Thematik sein soll.
            – Tradingtechnik anhand Volumenbetrachtungen ?
            – Spezielle Indikatoren, die auf präzisen Tickdaten-/Volumenausgerrichtet sind ?
            – Einführung in diese Thematik ?
            – Oder zuerst einmal präsentieren, dass es mehr gibt als die „zweidimensionalen Charts ?“ , deren Analysen und Exegesen bei aller Ausgefeiltheit (ob Bollinger, Oszillatoren, MA’s, Elliot, Fibo …) um eine wenig bekannte, aber entscheidende Dimension erweitert werden kann ?
            Ich werde Ihnen eine Mail senden, und wir besprechen es.
            VG

          2. @Katamaransegler, perfekt, freue mich!! Mail an fugmann@finanzmarktwelt.de

    2. @Katamaransegler: Ich fasse mal Ihre Schlussformulierung zusammen:
      „FMW sucht Bären zu Grillen.“

      Ja, vielleicht veralbert uns Herr Fugmann auch nur und ist eigentlich Permabulle und sucht mit seiner ewigen Schwarzmalerei nur Treibstoff für weiter steigende Kurse… ;-)

      In jedem Fall: Mein Beileid an die Bären.

      PS: Die 20k beim DOW sind so was von sicher, die Frage ist nur, wie weit wird es überschiessen.

      1. Avatar

        @Peter
        Völlig richtig – Sie sind einer möglichen Verschwörung auf der Spur !
        Ich vermute schon längst eine abgekartete Sache. Am Ende steckt er mit dem Risse unter einer Decke. Mit Zuckerbrot und Peitsche wollen sie uns arme FMW-Leser hinters Licht führen und gnadenlos abzocken.
        Vermutlich werde ich Herrn Fugmanns Angebot annehmen und auf seine Seite wechseln.
        In England sagt man: „If you can’t beat them, join them “ …..
        Frohes Fest

        1. *lach*
          Ja, warum bin ich da nicht früher draufgekommen…

          Danke und ebenso Frohes Fest an alle
          Peter

  5. Ich hätte da mal ne Gegenfrage, Markus, was wäre, wenn die Hillary gewonnen hätte ?

    Wahrscheinlich stünden wir auf dem gleichen Kursniveau, bei der Hillary wohl eher etwas tiefer , mag sein…

    Weswegen ? wegen der Anleihenmärkte/Banken.

    Erstaunlich ist schon, dass die Märkte keine „Angst“ vor dem Donald haben, beweisen muss er sich doch sowieso nach frühestens 100 Tagen nachdem er Präsident wurde, dasselbe würde auch für die Hillary gelten ? ;)

    Wieso dann eigentlich das Argument „Trump-Rally“, wichtig wäre mir persönlich eher, wie er die Amis nach 3-6 Monaten „führt“, oder ?

    VG

    Marko

  6. ich finde man sollte sich mal fragen was denn eigentlich der Unterschied zu letztem Jahr um die Zeit ist…. Ach ja stimmt die Banken wurden gerettet, die US Konjunktur + Arbeitsmarkt boomen und in China läuft es ja auch wieder Weltklasse…. fundamental schaut es doch super aus.
    Naja gut fundamentale Daten sind aber eh unwichtig an der Börse…
    Am besten wir laufen noch morgen los und kaufen noch mal richtig dick Dax turbo calls ein damit wir die noch unter den Weihnachtsbaum legen dürfen.. Dax 18000 punkte .. genau so wie der Immobilien Markt ..der kann nämlich auch nur steigen…

    1. Robert,

      ohne jeden Witz, wenn Sie den den Unterschied zum letzten Jahr nicht sehen, warum kaufen Sie sich nicht einen langweiligen ETF, oder das Geld unters Kopfkissen und die ganze Sache aussitzen ?

      Börse, das macht doch Spass, wir sehen defintiv ein paar Unterschiede zu Januar 2016.

      Robert, beim Immobilenmarkt haben Sie Recht, da dürfte wohl wirklich bald „Ende-Gelände“ sein…

      VG

      Marko

      1. @ Marko..

        ja da geb ich dir Recht.. Börse macht Spaß daher keine Kopfkissen oder ETF :-) Wir werden es sehen wie es weiter geht.. es bleibt spannend..
        Gold und Silber stimme ich auch zu… auch wenn ich es nicht gern habe aber das geht bei weiterer Dollarstärke weiter nach Süden..
        Aber wenn ich dich richtig verstanden habe.. wird es ungemütlich bei weiterer Dollarstärke für die Bären..das seh ich noch nicht so.. da wird es ungemütlich für die Bullen… USD/CNH.. wenn da mal die 7 anklopft ist Bewegung im Markt und der DeLorean kommt wieder auf 86 mph ;-)

        VG
        Robert

  7. Markus darüberhinaus,

    es gilt eines nicht zu vergessen : Wenn der USD noch weiter Stärke zeigen sollte, wird dies für Pelztiere-Freunde kritisch.

    Beim GOLD sollte man sich dann schon an dreistellige Notiernungen gewöhen können, sollen, könnte sein…

    Stärkerer USD, fallendes Gold-Silber usw, so oder so, irgendwann kommt der Markt zu einem Gleichgewichtspreis..

    Markus, ein großes Lob an Dich und Dein Team, einfach eine der besten Wirtschafts-Seiten.

    VG

    Marko

  8. DIe unkritische Argumentation, die selektive Wahrnehmung, das Missionieren usw. sind eigentlich
    untrügliche Zeichen, daß die Party zu Ende geht.
    Das ist wie Pfeifen im Wald, um sich zuletzt noch Mut zu machen.

  9. „DIe unkritische Argumentation, die selektive Wahrnehmung, das Missionieren usw. sind eigentlich untrügliche Zeichen, daß die Party zu Ende geht.

    ja, genau ! auf den Bufu gesehen stimmt das haargenau… !

    Na ja, der Bufu, den interessiert ja gar keinen, alle reden über die teuren Aktienmärkte…

    Selektive Wahrnehmung ? :D

    VG

    Marko

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