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Marktgeflüster (Video): Die Würfel sind jetzt gefallen

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Die Würfel sind gefallen: nach den extrem starken US-Arbeitsmarktdaten heute wird die Fed die Zinsen im Dezember anheben. Die Fed Fund Futures preisen nun eine 78%-Wahrscheinlichkeit für diesen Schritt ein (kurz vor den Daten nur 58%). Nicht nur die Zahl der neuen Stellen war besser als von allen erwartet, vor allem die so stark wie seit 2009 nicht mehr gestiegenen Stundenlöhne sind ein starkes Argument für die Zinsanhebung. Die Frage ist jetzt: was kommt danach? Genau diese Frage sorgt für eine nervöse Auf- und Ab-Reaktion an den Aktienmärkten.
Der Dollar haussiert gegen Währungen der Schwellenländer, aber auch gegen den Euro und Gold, die schwer unter Druck kommen. Der Dax dagegen ist stärker als die US-Indizes – vermutlich weil der Euro schwächer wird..

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5 Kommentare

5 Comments

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    georg

    6. November 2015 19:01 at 19:01

    • Avatar

      Argonautiker

      7. November 2015 12:43 at 12:43

      Daß Putin nun in einen echten Krieg hineingezogen wurde, der verhältnismäßig leicht Auszuufern ist, sowie die Flüchtlingswelle nach Europa, sind doch hervorragende Aussichten für die USA. Zumal die Schuldengrenze bis 2017 ausgesetzt wurde, sodaß die nicht weiter stören. Die werden sich auf die bald anstehenden Waffenlieferungen freuen. Da könnte man schon mal in Vorfreude die Zinsen etwas anheben, um die Investoren zu ermutigen, zumal das derzeit Europa härter treffen würde, als die USA. Das könnte der Kick sein, um Deutschland aus einer eventuell möglichen Finanzierung der Flüchtlinge, in eine nicht mehr mögliche Situation kommen zu lassen.

  2. Avatar

    mistkaeferchen

    6. November 2015 20:16 at 20:16

    NA WIE OFT DENN NOCH, DIESE ZINZERHOEHUNG ??? ARBEITSMARKDATEN GUT AUGEFALLEN, DAS IST EIN GUTER WITZ. AMIRIKA IST FINANJELL KAPUTT.UND SEHR VIELE SEHR ARM. AMERIKA IST BLENDWERK.

  3. Avatar

    EuroTanic

    7. November 2015 14:08 at 14:08

    Wenn all die Mannstunden, die in so sinnlose und irreale Sachen wie Renditen, Zinsen, Börsen und Spekulationen sowie Bürokratie und Verwaltung gesteckt werden, endlich wieder in wirkliche Arbeit gesteckt werden würde, dann, ja dann würde es der Menschheit endlich besser gehen. Aber so lange wird weiter durch diesen Unsinn Wohlstand vernichtet, zum Schaden aller.

  4. Avatar

    Bobo

    7. November 2015 14:52 at 14:52

    Die Würfel werden wohl noch öfter fallen. Sollten die Zinsen nicht angehoben werden, wird Yellen zumindest eine baldige Zinswende ankündigen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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