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Marktgeflüster (Video): Doppeltes Trauerspiel

Der heute Tag ist ein doppeltes Trauerspiel! Erstens wird der Spanier Luis de Guindos – fundamentalistischer Christ, zwischen 2004 und 2008 Chef der spanischen Tochter von Lehman Brothers und maßgeblich für die spanische Immobilienblase verantwortlich – neuer EZB-Vize hinter Mario Draghi. Und zweitens zeigt der Dax heute ein Trauerspiel, trotz starker Vorlage der Wall Street und des Nikkei..

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Der heutige Tag ist ein doppeltes Trauerspiel! Erstens wird der Spanier Luis de Guindos – fundamentalistischer Christ, zwischen 2004 und 2008 Chef der spanischen Tochter von Lehman Brothers und maßgeblich für die spanische Immobilienblase verantwortlich – neuer EZB-Vize hinter Mario Draghi. Und zweitens zeigt der Dax heute ein Trauerspiel, trotz starker Vorlage der Wall Street und des Nikkei. Nachdem nun die Deutschen so stark in Aktien investiert sind wie seit dem Jahr 2007 nicht mehr und offensichtlich Angst haben, die nächste Rally zu verpassen, produziert der Dax ein Doppel-Top nach dem anderen und fällt heute ohne Aufsicht des großen Bruders aus den USA unter die 12400er-Marke..

4 Kommentare

4 Comments

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    Jana

    19. Februar 2018 20:15 at 20:15

    Es gibt auch den ein oder anderen Experten, der sagt, unsere Politik müsste sich dann auch mal schützend vor unsere Autoindustrie stellen. Da wird ganz schön draufgehauen und kaputt gemacht. Dieser Industriezweig ist enorm wichtig für Deutschland.

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    Michael

    20. Februar 2018 01:10 at 01:10

    @Markus, Sie vergessen eines hinsichtlich Spanien, und das ist entscheidend. Ein Kommentator heute hat es auf den Punkt gebracht: Der Himmel ist blau, die Sonne scheint fast 365 Tage, schon deshalb haben wir [deutsche Auswanderer] eine ganz andere Einstellung zum Leben. Wir sind positiver, haben weniger Zukunftsangst, weniger Depressionen(da gibt es Studien). Wird nicht alleine deswegen schon alles gut im Euroraum? Sind wir Deutschen nicht alle einfach zu deutsch, zu pessimistisch, zu alles hinterfragend? Brauchen wir nicht nur etwas mehr Sonne, damit alles einfach nur gut wird? Einen Sonnyboy, und alles wird gut?

    Die deutschen Michels sind wieder rekordmäßig in Aktien investiert, wie allseits empfohlen. Keiner kann uns Ottos nun mehr reines Micheltum vorwerfen, wir sind nach der großen Korrektur eingestiegen, wir haben die Zeichen der Zeit erkannt, die Altersvorsorge ist in trockenen Tüchern.

    Daimler, Audi, BMW, VW, da wird nicht geschummelt, nur ein wenig von außen missverstanden. Da muss man sich auch mal schützend davor stellen. Auch amerikanische Autohersteller bescheißen, das ist normal, America great again, da dürfen auch wir ein bisserl an der Wahrheitsschraube drehen, oder? Made in Germany first and great again, wir sind wieder wer.

    Wahrheit wird überbewertet, zu Ungunsten von Balance und Equitiy.

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    milton

    20. Februar 2018 09:46 at 09:46

    „Ein fundamentaler Christ“. Ein Kommentar wie nur ein Fugmann ihn produzieren kann, während Dunkeldeutschland von fundamentalen Moslems und Analphabeten – allesamt Goldstücke – überrollt wird und man auf FMW dazu kein besorgniserregendes Wort liest, ist die christliche Gesinnung des neue EZB Vize ein – angedeutetes – Problem.

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Jahresendrally: Hochinteressante Gründe für steigende Kurse!

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Sissi Hajtmanek und Manuel Koch sprechen im folgenden hochinteressanten Interview mit dem Portfoliomanager Andre Stagge über die Jahresendrally, die von ihm mit einem präzisen kurzen Zeitraum als „Weihnachtsmannrally“ bezeichnet wird. Laut Andre Stagge sei die Zeit vom 15. Dezember bis zum 5. Januar in den letzten 68 Jahren die beste Zeitspanne für Aktienkäufe gewesen. Auch sei die Wahrscheinlichkeit für ein gutes Börsenjahr sehr hoch, wenn die ersten fünf Handelstage im Januar positiv verlaufen würden. Den Grund hierfür erläutert er sehr gut im Detail!

Andre Stagge nennt drei Gründe für die Jahresendrally

Drei Gründe für eine mögliche Jahresendrally ab dem 15. Dezember (also dann ab Montag?) zählt Andre Stagge im Interview auf, und liefert dazu auch sehr interessante Erläuterungen. Als da wären einmal das allseits bekannte Window Dressing, wo Fondsmanager versuchen ihre Jahresperformance aufzupolieren. Zweitens gäbe es den Anreiz für Unternehmensvorstände und Fondsmanager durch die Jahresendrally ab Januar höhere Boni zu erhalten. Denn höhere Aktienkurse zum Jahresende bringen oft gemäß Verträgen höhere Erfolgsausschüttungen beziehungsweise Boni zum Gehalt. Und drittens gäbe es für die Jahresendrally laut Andre Stagge auch noch einen psychologischen Grund. Das Weihnachtsgeld, welches die amerikanischen Konsumenten nicht für Weihnachtsgeschenke ausgeben, würden sie (in der Tat für Europäer schwer nachvollziehbar) in Aktien stecken. Die USA sind nun mal ein Aktienland, wie Deutschland ein Sparbuchland ist (unsere Anmerkung).

Und trotz der UK-Wahl, die Großbritannien nun in Kürze definitiv aus der EU bringen wird, glaubt Andre Stagge ganz fest an die Jahresendrally in den nächsten Tagen. Denn so seine Aussage, die Cash-Quoten der Fonds seien jetzt noch relativ hoch. Sie könnten noch sinken, womit logischerweise noch mehr Geld in Aktien fließen würde. Also steht die nächsten zwei Wochen noch weiterer Kaufdruck (Geld unterbringen) durch die Fondsindustrie an? Wird der Dax auf ein neues Allzeithoch laufen? (sehen Sie hier auch unseren gestrigen Artikel über eine mögliche Rally für die letzten Tage des Jahres). Die Chancen sieht Andre Stagge dafür recht gut.

Empfehlungen für Dax und Kaffee

Im Video besprechen Sissi Hajtmanek und Manuel Koch mit Andre Stagge auch zwei konkrete Handelsempfehlungen der Trading House Börsenakademie. Einmal geht es um den Dax, der wie gesagt neue Allzeithochs erreichen könnte. Und es gibt eine (für Risiko-suchende Anleger) interessante Kaufempfehlung für Kaffee. Der Preis war jahrelang gefallen, zuletzt aber deutlich gestiegen.

Andre Stagge spricht über hochinteressante Gründ für die Jahresendrally
Sissi Hajtmanek, Manuel Koch und Andre Stagge bei ihrem heutigen Gespräch.

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Aktienmärkte: Heute wird über die Jahresendrally entschieden

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NYSE als Symbol der globalen Aktienmärkte

Die zins- und liquiditätsgetriebene Rallye der Aktienmärkte kann kurz vor Jahresultimo nur noch durch einen Mann gestoppt werden: Donald J. Trump.

Aktienmärkte auf Messers Schneide

In den aktuell wieder festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und China im Handelskrieg könnte heute in Washington eine für die Aktienmärkte richtungsweisende Entscheidung fallen. Nach Informationen einer großen Nachrichtenagentur will US-Präsident Donald J. Trump im Laufe des Tages mit seinem Finanzminister Steven Mnuchin, seinem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer, dem Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates Larry Kudlow sowie Peter Navarro, dem Direktor für Handel Industriepolitik und Leiter des Nationalen Handelsrats der USA zusammentreffen. Thema des Meetings ist die Einführung von zusätzlichen Strafzöllen in Höhe von 15 Prozent auf Importe aus China in Höhe von jährlich knapp 160 Mrd. US-Dollar am kommenden Sonntag, den 15. Dezember.

Betroffen von den neuen Zöllen wären dann erstmalig auch beliebte Konsumgüter, wie z. B. Videospielekonsolen, Textilien, Spielzeuge, Laptops und Computermonitore. In Anbetracht der engen Margen im Einzelhandel würde ein Großteil der Zölle direkt an den US-Verbraucher weitergegeben werden. Das würde zum einen die Anschaffungsneigung der Konsumenten negativ beeinflussen und zum anderen der Teuerungsrate in den USA Auftrieb verleihen. Letzteres könnte die Zinserwartungen nach oben treiben, zuungunsten der Anleihe- und Aktienmärkte.

Der direkte finanzielle Schaden wäre auf den ersten Blick mit ca. 24 Mrd. US-Dollar oder 0,12 Prozent des US-BIP überschaubar. Doch die Erfahrung aus den letzten 17 Monaten Handelskrieg lehrt, dass durch die Zerstörung von Lieferketten und die steigende Investitionsunsicherheit ein Vielfaches der eigentlichen Zollbelastung an wirtschaftlichem Schaden entsteht.
Zumal Peking bereits Gegenmaßnahmen angekündigt hat, die eine zusätzliche Eskalation bedeuten würden. Diese Maßnahmen reichen von Zöllen in Höhe von 10 Prozent auf ein US-Importvolumen von 75 Mrd. US-Dollar pro Jahr bis hin zum vorerst völligen Abbruch der Handelsgespräche.

Sollte es also tatsächlich im Laufe des heutigen Tages zu einer Entscheidung für die Inkraftsetzung der neuen US-Zölle kommen, wäre die Jahresend-Rallye an den Aktienmärkten wohl Geschichte. Es würden dann im Gegenteil die über Monate aufgebauten Erwartungen an einen Phase-1-Deal wieder aus den Aktienkursen ausgepreist werden. Ganz zu Schweigen von der Hoffnung auf einen großen Deal, der den Handelskrieg final beenden könnte.

Warten auf Godot

Bereits seit dem 12. Oktober feiern die Aktienmärkte den angeblich bereits damals in trockenen Tüchern befindlichen Phase-1-Deal, der bis heute nicht existiert. Mit dem Abbruch der Gespräche vonseiten Chinas wären bis auf Weiteres alle Hoffnungen auf zumindest einen Mini-Deal zerstört. Dies gilt auch für die damit verknüpfte Hoffnung auf eine Erholung der Weltwirtschaft sowie der Unternehmensgewinne im ersten Quartal des kommenden Jahres. Stattdessen würde die Wahrscheinlichkeit einer Rezession, auch in den USA, deutlich ansteigen. Mit dem Wirtschaftswissenschaftler Peter Navarro sitzt ein erklärter Befürworter von Zollschranken zur Bekämpfung von Außenhandelsdefiziten heute mit am Tisch im Weißen Haus.

Wie ernst ihm die Sache ist, hat er mehrfach in Büchern und in diesem Video mit dem Titel „Death by China“ verdeutlicht. Er ruft öffentlich dazu auf, keine Produkte „Made in China“ zu kaufen, und möchte amerikanische Bürger und Familien vor schlechten Produkten aus China beschützen. Eine ähnliche Meinung vertritt Donald Trump selbst, der Navarro aus tiefster Überzeugung bereits im Wahlkampf 2016 in seinen Beraterstab holte und ihm nach seiner Wahl zum US-Präsidenten die Leitung des Handelskriegs gegen China anvertraute.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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Markus Koch LIVE zum Start an der Wall Street – Handelskrieg + Einzelaktien

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Markus Koch meldet sich aktuell zum Start an der Wall Street. Als Erstes erwähnt Koch die aktuelle Lage im Handelskrieg. Auch spricht er zahlreiche Auf- und Abstufungen an.

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