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Marktgeflüster (Video): Draghis Doppel-Strategie

Mario Draghi hatte heute eine raffinierte Doppel-Strategie: erst enttäuschte er die Märkte, dann aber die Kehrtwende..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Mario Draghi hatte heute eine raffinierte Doppel-Strategie: erst enttäuschte er die Märkte, weil jeglicher etwas konkreterer Hinweis auf weitere Maßnahmen der Notenbank unterblieb. Dann aber, bei der Frage eines Journalisten, die Kehrtwende: es sei wünschenswert, dass die öffentliche Hand jene Banken unterstütze, die Probleme mit faulen Krediten hätten – das zog Finanzwerte, vor allem italienische Banken und unsere Problem-Bank aus Frankfurt nach oben. Faktisch übt Draghi damit Druck auf Deutschland aus, Schäuble wird es gehört haben. Die Märkte aber lieben solche Aussagen, und so wurde aus Enttäuschung schnell wieder Risikobereitschaft. Die US-Indizes hingegen treten auf der Stelle, der Dax kratzte dagegen heute an der 10200 – Fortsetzung der Rally wahrscheinlich..

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    GrandmasterD

    21. Juli 2016 18:36 at 18:36

    2 Wochen ohne Marktgeflüster und Markus Fugman? Wie soll ich das überstehen?! Ich wünsche Ihnen dennoch einen Schönen Urlaub!

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      21. Juli 2016 18:46 at 18:46

      @Grandmaster, herzlichen Dank – morgen sehen wir uns ja nochmal, hoffe ich :)

  2. Avatar

    leser

    21. Juli 2016 18:53 at 18:53

    Am 08.07. hatte ich hier geschrieben, dass der DAX durchaus bis 10200 laufen kann. Diese Marke ist jetzt fast erreicht. Und ich denke das war’s jetzt und wir werden bald neue Tiefs sehen.

  3. Avatar

    Gixxer

    21. Juli 2016 21:00 at 21:00

    Zum ersten:
    Wenn jetzt doch langsam selbst Draghi zugibt, dass ein Anstieg der Inflation (nur) durch einen Anstieg des Ölpreises erzielt wird, warum kauft die EZB dann nicht einfach massenweise Öl ein?
    Und zum zweiten:
    Jeder hat seinen Urlaub verdient, auch sie Herr Fugmann, aber es wird schwer werden, zwei Wochen ohne Videoausblick und Marktgeflüster.
    Ich kann jetzt nur hoffen, dass der Markt erst nach ihrem Urlaub einbricht (ich gehe aber nicht davon aus, es wird meiner Meinung schon viel früher passieren), denn wenn dem so ist, müssen wir ja auf ihre Kommentare zu dem Abverkauf verzichten. Und auf die hatte ich mich jetzt schon gefreut.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      21. Juli 2016 21:03 at 21:03

      @Gixxer, herzlichen Dank für Ihre Worte. Aber ich muß Sie warnen: wenn ich im Urlaub bin, fallen die Märkte immer. Wirklich immer! Das ist der sogenannte „Fugmann-ist-im-Urlaub-Indikator“, der besser funktioniert als alles andere :)

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    m.d

    21. Juli 2016 21:18 at 21:18

    Ich wünsche Ihnen auch einen schönen und erholsamen Urlaub und schließe mich meinen Vorgängern.

  5. Avatar

    m.d

    21. Juli 2016 21:29 at 21:29

    an. :)

  6. Avatar

    Wolfgang Koch

    22. Juli 2016 08:48 at 08:48

    Welcher Gerichtsbarkeit unterliegt eigentlich Mario DraghißIch vermute :keiner!Er fordert skrupellos zum neuerlichen Bailout auf und manche sehen dahinter eine“raffinierte Doppelstrategie“.Für mich ist er eher ein Kandidat für ein Verfahren vor einer unabhängigen Wirtschaftsstrafkammer!Da es eine solche nirgendwo mehr gibt,bleibt er unbehelligt auf freiem Fuss und kann weiterhin sein Unwesen treiben.Was er fatalerweise angerichtet hat,wird das Fussvolk erst in Zujunft schmerzlich erfahren.

  7. Avatar

    Frank Sauer

    23. Juli 2016 02:51 at 02:51

    Herr Fugmann, „Zuckerbrot und Peitsche!“, nicht Butterbrot…

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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