Folgen Sie uns

Aktien

Marktgeflüster (Video): Ein Lehrstück aus der EU!

Die heutige Zustimmung der EU-Kommission zur Rettung der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi ist ein Lehrstück für das Funktionsweise Brüssels: da werden Regularien systematisch aufgeweicht, gleichzeitig die vielen italienischen Kleinsparer, die als Anleihehalter der Bank gemäß EU-Regularien eigentlich die Zeche mitzahlen müssten, durch einen windigen Trick aus der Schusslinie genommen – im Herbst sind (wahrscheinlich) Neuwahlen in Italien. Der Dax weiter im charttechnischen Niemandsland, während der Nasdaq in letzter Zeit häufiger schnelle Abverkäufe zeigt und damit erstmals Schwächesignale sendet..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Die heutige Zustimmung der EU-Kommission zur Rettung der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi ist ein Lehrstück für das Funktionsweise Brüssels: da werden Regularien systematisch aufgeweicht, gleichzeitig die vielen italienischen Kleinsparer, die als Anleihehalter der Bank gemäß EU-Regularien eigentlich die Zeche mitzahlen müssten, durch einen windigen Trick aus der Schusslinie genommen – im Herbst sind (wahrscheinlich) Neuwahlen in Italien. Ansonsten heute überraschend gute ADP-Arbeitsmarkt-Daten aus den USA, ein in der Erwartung liegender ISM Index und schwache US-Bauausgaben (negativ für das US-BIP). Der Dax weiter im charttechnischen Niemandsland, während der Nasdaq in letzter Zeit häufiger schnelle Abverkäufe zeigt und damit erstmals Schwächesignale sendet..

13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Karl Müller

    1. Juni 2017 18:55 at 18:55

    Hallo Herr fugmann,

    wie immer sehr spannend und fundiert.

    Aber derzeit stellt sich mir nur eine Frage:
    wieso steigt der Mist immer weiter? Jeden Tag ein Hirni-V und dann
    nur noch nach oben.

    Warum sind die dummdreisten Märkte so dermaßen „obenauf“? Vielleicht haben Sie ja eine Theorie … Graf Dragho Zahl allein kann es ja nicht sein.
    Morgen dann wieder NFP-Tag und langes Wochenende voraus- da gibt es wieder nur eines: im 45Grad Winkel von links unten nach rechts oben. Immer dieselbe Leier – egal wie die witzlosen NFP-Zahlen auch ausfallen. . Dabei wird immer gesagt, so einfach ist Börse ja nicht. HaHa – sind denn wirklich nur noch Rißes unterwegs?

    VG KArl

  2. Avatar

    Kerotrade

    1. Juni 2017 19:04 at 19:04

    Hey Fugi
    Besten Dank für deine sehr guten und ausführlichen Berichterstattungen und Prognosen. Wüsche dir und deiner Familie erholsame Feiertage.
    Gruss
    Toni

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      1. Juni 2017 19:23 at 19:23

      vielen Dank, @Kerotrade!

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    1. Juni 2017 19:36 at 19:36

    Was bedeutet die Auswertung dieses Marktgeflüsters für die Aktienmärkte? Mario Draghi und c.o. werden alles tun, um Auflösungserscheinungen der EU zu verhindern
    und den Südländern Zeit zu verschaffen. Das bedeutet auch bei den aktuellen europäischen Wirtschaftsdaten (Quartalszahlen der EU-Unternehmen, Einkaufsmanager-Indizes, in D IFO-Index mit Sicht auf 6 Monate, GFK-Index, Arbeitslosenquote u.s.w.), dass ein Dax-Einbruch eigentlich nur dann kommen kann, wenn den USA oder China erkennbar eine Rezession droht oder die Zinsen deutlich steigen. Apropos DAX: Ich frage mich schon seit geraumer Zeit, geht es bei diesem Forum um die USA oder um Anleger in Deutschland? Jede einzelne Konjunkturzahl, jede negative Unternehmensstory aus Übersee, egal ob Kanada, oder sogar Australien, wird ausführlich präsentiert und die Situation in Deutschland wird nur beiläufig erwähnt. Klar ist, der S&P 500 ist die Leitbörse der Welt und wir würden einem dortigen Einbruch sicherlich folgen. Aber ist das in Stein gemeißelt? Vor nicht allzu langer Zeit hatten die USA noch einen Weltmarktanteil von 25%, derzeit nur noch von 15,7% ( Handelsblatt 1.6.2017). Bei aller Vorsicht: Ist ein Aktienmarkteinbruch bei diesem Zinsniveau wirklich ante portas? Ich habe in den letzten 30 Jahren schon mehrfach gesehen, wie sich ein erkennbar teurer Aktienmarkt noch lange oben gehalten hat. Kann sich noch jemand an den Spruch des FED-Chefs Alan Greenspan von dem „irrational exuberance“ der Aktienmärkte erinnern? Ich bin sicher kein Permabulle und glaube sogar an ein kommendes Sommerloch aber ich denke auch, dass der Dax schon viel höher stehen würde ohne die Abschwächungstendenzen der USA mit dem Gehabe eines narzisstischen, egomanen Präsidenten, bei dem EU-Zinsniveau, das viele Kapitalsammelstellen notgedrungen in die Aktienmärkte treibt. Warum gibt es denn seit einiger Zeit keine Korrektur? Meine Meinung. Gruß

  4. Avatar

    Columbo

    1. Juni 2017 19:36 at 19:36

    Ist doch beruhigend, daß das gefürchtete „Bail In“ nicht greift. Die EU besteht ja nicht nur aus italienischen Kleinsparern, sondern auch österreichischen und deutschen. Könnte ja auch dir oder mir passieren, daß deine oder meine Bank pleite geht, oder?
    Na also, unsinnige Gesetze/Befehle müssen nicht unbedingt befolgt werden. Das hatte Italien schon im WK2 erkannt, daher waren die Folgen dort auch nicht so schrecklich wie in Deutschland.

  5. Avatar

    Jana

    1. Juni 2017 20:21 at 20:21

    diese EU ist nur noch da um sich am Leben zu halten…..lächerlich das Ganze…

  6. Avatar

    Michael

    1. Juni 2017 21:33 at 21:33

    Warum kauft sich Draghi nicht einfach die Monte dei Paschi, pumpt sie vom Keller bis zum Dachboden mit frisch gedruckten EUROS voll und entlässt sie dann wieder in die „freie“ Wirtschaft?
    Von einem vorübergehenden Druck auf den USD wegen guter Daten aus Europa und bescheidener Daten aus USA kann ich nichts feststellen.
    EUR fällt schon den ganzen Tag, ebenso JPY, NZD, AUD, CAD. Nur das Separatisteninselchen hält sich einigermaßen wacker.

  7. Avatar

    Lossless

    1. Juni 2017 21:42 at 21:42

    Ich möchte hinzufügen, dass die Situation der Banken weitaus dramatischer ist.

    Renzi droht der EU mit vorgezogenen Neuwahlen. Warum? Sehen wir heute in der Analyse von Herrn Fugmann. Italien benötigt Geld um überhaupt den normalen Zahlungsverkehr noch aufrecht zu erhalten. 350 Milliarden Euro an faulen Krediten (Offiziell) kann man auf Dauer nicht ignorieren. Man geht sogar inoffiziell von 510 Milliarden Euro aus.

    Lassen Sie es mich mit den Worten von Greg Lippmann sagen: „Mir ist egal, was so eine trainierte Bullenmarkt-Research-Robbe sagt, dieses Zeug hat eine reale Chance, massiv in die Luft zu gehen.“ Nebenbei bemerkt, aufmerksame Beobachter bemerken eine Subprime-Krise 2.0 die mit Finanzierungsausfall im Automobilsektor begann.

  8. Avatar

    Marko

    1. Juni 2017 21:45 at 21:45

    „Aber derzeit stellt sich mir nur eine Frage:
    wieso steigt der Mist immer weiter? Jeden Tag ein Hirni-V und dann
    nur noch nach oben.“

    Wieso shortet Ihr den „Mist“ nicht, bis der Arzt kommt, würde mich freuen… ;)
    Macht Ihr nicht ? Verzweifelt, das seid Ihr, liebe Bären… :D

    Dass da a bisserl mehr den Markt beeinflußt, sollte doch klar sein…?
    So, genug der Häme, wenn Ihr weiter den „Mist“ shortet, so wird dass nicht so toll enden….Marktanalyse, das kriegen wir nicht hin….

    Wir leben nicht in „normalen Zeiten“, nur weiter so liebe Bären…

  9. Avatar

    Pit

    1. Juni 2017 22:24 at 22:24

    Hey Fugi warum gelöscht haben sie die Schnauze voll.
    puts nix als puts

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die aktuell reinkommenden Quartalszahlen stehen im Fokus seiner heutigen Aussagen. Dazu kommen die US-Wahlen und die Coronakrise.

weiterlesen

Aktien

Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Aktien

Caterpillar meldet Quartalszahlen: Starker Rückgang, aber über Erwartung

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die soeben veröffentlichten Quartalszahlen von Caterpillar so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 9,88 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,76/erwartet 9,8). Der Gewinn liegt bei 1,22 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,66/erwartet 1,12).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,3 Prozent.

Die operative Profitmarge sinkt im Jahresvergleich von 15,8 Prozent auf 10,0 Prozent.

Die rückläufigen Umsätze liegen laut Unternehmensaussage an der rückläufigen Kundennachfrage nach Geräten und Dienstleistungen.

CEO-Kommentar:

“I’m proud of our global team’s performance as we continue to safely navigate the pandemic while remaining firmly committed to serving our customers,” said Caterpillar Chairman and CEO Jim Umpleby. “Our third-quarter results largely aligned with our expectations, and we’re encouraged by positive signs in certain industries and geographies. We’re executing our strategy and are ready to respond quickly to changing market conditions.”

Datenblatt mit Details zu den Quartalszahlen von Caterpillar

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen