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Marktgeflüster (Video): Einfach den Chart umdrehen!

Wenn man wissen will, was dem Dax bevor stehen könnte, der muß gewissermaßen nur den Chart umdrehen! Was ist damit gemeint? Die EZB kündigte im Januar 2015 ihr QE an, der Dax stieg darauf hin in einer schnellen Bewegung von 9600 Punkten auf 12400 Punkte. Es ist nun nicht unwahrscheinlich, dass der Index jetzt das auszupreisen beginnt, was er vorher eingepreist hat..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Wenn man wissen will, was dem Dax bevor stehen könnte, der muß gewissermaßen nur den Chart umdrehen! Was ist damit gemeint? Die EZB kündigte im Januar 2015 ihr QE an, der Dax stieg darauf hin in einer schnellen Bewegung von 9600 Punkten auf 12400 Punkte. Dann kam es zu einer Korrektur unter die 10.000er-Marke, bevor dann der (finale) Anstieg bis knapp unter die 13.000er-Marke erfolgte. Es ist nun nicht unwahrscheinlich, dass der Index jetzt das auszupreisen beginnt, was er vorher eingepreist hat – in diesem Fall das Ende des QE (das schon deshalb wahrscheinlich ist, weil die EZB nicht mehr genügend kaufbare Anleihen aus Deutschland, Holland und Finnland findet). Abverkauf auch den deutschen Anleihemärkten – die Musik hat aufgehört zu spielen, die Reise nach Jerusalem beginnt..

23 Kommentare

23 Comments

  1. Avatar

    Dr. Veronika Pranter

    6. Juli 2017 19:13 at 19:13

    DAX: Spinning wheel – what goes up must go down.
    Juni 2016 Brexit auf 9. 400 Punkte.

    So schnell wird es vielleicht nicht gehen….mit dem Down.
    Frag mich, wo da dann das Geld hingeht….

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      walter

      6. Juli 2017 19:22 at 19:22

      Ins GOLD incl.Minen nat…

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      Jana

      6. Juli 2017 22:02 at 22:02

      Es gibt tatsächlich nicht wenige Experten aus dem Bereich die meinen Gold und Silber werden ein sehr starkes 2. Halbjahr haben. Physisch können Sie beide Metalle derzeit kaufen – der letzte Abverkauf dort hat gute Kaufgelegenheiten ermöglicht.

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    Mr. Jones

    6. Juli 2017 19:36 at 19:36

    Heute ist der 06.07.2017, Numerologisch ergibt das die Zahl 23, eigentlich ein Crash-Tag. Der Dow Jones sollte Heute 22,6 % Verlust machen. Bisher hat der Dow Jones nur 0,35 % Minus gemacht. Warum?
    Silber und Gold stagnieren, Öl steigt. Warum? Öl ist unbegrenzt abbaubar und Öl wächst nach. Öl ist kein fossiler Brennstoff auf den man 1000de Jahre warten muss. Allein die Tatsache, dass die Pfeifen sich um Fördermengen streiten und nicht um Nachhaltigkeit, zeugt von unbegrenzten Öl. Alle ist Manipuliert, nichts ist dem Zufall überlassen, Crashs werden gemacht, die entstehen nicht aus dem Nichts. Eines noch am Rande erwähnt, Silber ist ein Industrie-Produkt und wird deshalb billig gemacht, egal was alle Glauben. Diese Manipulation wird immer andauern, es sei denn, Silber ist für die Industrie nicht mehr relevant. Ich möchte an der Stelle daran Erinnern, dass damals als die Computer Industrie startete, Gold massiv gefallen ist. Die Prozessoren wurden mit Goldfäden verlötet. Heute wird kein Gold mehr benötigt. Der Tag an dem Silber nicht mehr als Industrie-Produkt gebraucht wird, wird ein Run auf Silber kommen. Garantiert!

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    leo

    6. Juli 2017 20:31 at 20:31

    Im Grunde sind auch die Immobilienpreise in Deutschland sehr hoch . Gute
    Mieter zu finde ist schwerer als früher da die 0 Zins Politik der EZB den
    Mietermarkt ausgedünnt haben. Mieter die solvent waren haben selber
    Immobilien. Trotzdem sind die Immobilienpreise extrem hoch Hierzulande.
    Das hat wie am Aktienmarkt zu einer Überbewertung geführt. Ich glaube nicht
    das das so bleibt.

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      walter

      6. Juli 2017 20:58 at 20:58

      Auch da muss ich Ihnen wiedersprechen…
      denn als ich 2015(waehrend der Fluechtlingseinreise in Bayern),eine 1 -2 Zi.Wohnung vergebens gesucht habe(fuer meine Tochter) u.a.auch ueber Internet-Portale,konnte ich keine bekommen,obwohl ich bereit war,fuer Makler und die Miete fuer 1 Jahr im voraus zu entrichten incl.Kaution!!
      Antwort der Vermieter bzw.Makler war entweder:Haben sie einen Wohnschein od.was arbeiten sie…
      Ich muss nicht mehr arbeiten und bezahle CASH sofort!
      Mein Rentenbescheid von ca.2300 Euro NETTO hat komischerweise auch nicht ausgereicht!!!
      Was will das dt.ueberhebliche P…..eigentlich?
      Soll ich denen meine Unzen um die Ohren hauen,damit die mal aufwachen!
      Jetzt in Nachhinein,bin ich froh,dass ich keine Wohnung bekommen habe,denn das F…Pack bringt mich sonst noch in den Kerker….

      • Avatar

        Columbo

        7. Juli 2017 08:48 at 08:48

        @Walter, finden Sie 2.300 Nettorente eigentlich viel? In DE eher nicht. In CH kann davon nicht leben. In Süditalien oder Thailand ist es vielleicht viel.

        • Avatar

          walter

          7. Juli 2017 09:07 at 09:07

          @Colombo,
          in DE/MUC…sind 2300 Euro ein Exsistenzminimum….aber wenn man davor 11 Jahre lang 10000 Euro/Mon.NETTO eingesackt hat,davon every Month 5 Mille beiseite geschafft hat,dann brauche ich mir heute keine Sorgen zu machen.
          Ausserdem,was will ich in der EU? Meine Nachbarn durch fuettern,etwa?Fuers Rautensystem ein freundliches Gesicht machen?nee nee…
          Anscheinend sind Sie immer noch nicht in der Lage,die „Rautenloesung“zu praesentieren…das sagt mir schon alles!
          Wuensche frohes Schaffen….denn was macht man nicht alles fuer die Raute.

        • Avatar

          gerd

          7. Juli 2017 09:30 at 09:30

          Columbo,
          wissen sie eigentlich wie hoch die Durchschnittsrente in Deutschland ist? Der sog. Eckrenter hat ungefähr die Hälfte von 2300. Und dafür muss er 45 Versicherungsjahre haben und in der Zeit auch ein Durchschnittseinkommen bezogen haben.
          2300Euro Rente sind auch in Deutschland verdammt viel.
          Und wenn Walter wirklich soviel hat……
          na dann kann er die gesamte Gemeinschaft zum erwähnten Wiesnanstich einladen.

          • Avatar

            walter

            7. Juli 2017 09:50 at 09:50

            Gerd,
            aber viele werden ihr Rentenalter gar nicht mehr erreichen und das ist der kommende Punkt!
            Schroeder sagte um die Jahrtausendwende,dass man PRIVAT VORSORGEN sollte…aber das wollten viele Buerger gar nicht hoeren!
            Gerd,du bist nat.mit Hr.Fugmann herzlich eingeladen,denn das wird mein letzter Wiesnbesuch sein (nach 13 Jahren)….
            Wie gesagt,am 16.9.17 um 12:00Uhr in der Boxe 3 im Augustinerzelt!

          • Avatar

            Columbo

            7. Juli 2017 09:59 at 09:59

            @Gerd,kleine Eigentumswohnung, keine Kinder zu erhalten, normales Auto, keine großen, teuren Reisen oder Hobbys, normal essen, selten groß ausgehen und trotzdem sind 2000 im Monat im Nu weg.
            Im Vergleich zur Durchschnittsrente mögen 2300 viel sein, aber „verdammt viel“ würde ich nicht unterschreiben.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            7. Juli 2017 10:01 at 10:01

            @Columbo, stimmt schon, aber wer wie @bauer, äh, pardon, @walter in Thailand sitzt mit so einer bundesrepublikanischen Rente, lebt vermutlich nicht so schlecht! Bis auf die Weißbier-Engpässe dort..

          • Avatar

            walter

            7. Juli 2017 10:15 at 10:15

            Herr Fugmann,
            das Weissbier ist aber mit ca.100% besteuert! 3,50Euro im Supermarkt!
            In der Kneipe ca.6,00 Euro….
            Aber was das Kraut fett macht,sind meine Unzen,die in naher Zukunft eine wichtige Rolle spielen duerften…u.a. wird hier ein Aufgeld zur oz Gold mit nur 1%…
            Das problem,bei meinem Weissbier Konsum ist,dass mir die Trachten-Lederhose nicht mehr passt…..

  4. Avatar

    walter

    6. Juli 2017 21:45 at 21:45

    Herr Fugmann,wenn ihre These (Chart umdrehen) wirkung zeigen sollte,dann muesste man Gold sofort verkaufen,denn der Goldpreis stand damals bei etwa 1050$!
    Ich werde das kommende Szenario genau beobachten!

    Aber eins ist schon mal sicher…denn wenn man Merkels „Raute“ …2 mal auf Papier zeichnet und dann „Raute 1“ um 180Grad dreht und die dann auf „Raute2″legt,was sieht man dann??
    Wer kann es beantworten?
    Aufloesung morgen frueh in alter Frische…

    • Avatar

      Columbo

      6. Juli 2017 22:04 at 22:04

      Oho@Walter ist Gold-bearish, denkt ans verkaufen….Gefahr in Verzug, jedenfalls für Gold.

      • Avatar

        walter

        6. Juli 2017 23:16 at 23:16

        @Colombo,
        noch zu spaeter Stunde hier vertreten….?das haetten Sie wohl gerne….
        Wie sie sehen koennen,ist die 1220$ immer noch einzementiert!
        Wie schon erwaehnt,bei 999$ wird Kasse gemacht!
        Aber ,wie waers mal mit einer Antwort auf meine „Rautenfrage“?
        Nehmen Sie doch bitte die Schere in die Hand und schnippseln sie drauflos…
        Ist doch nicht so schwer,oder….
        Es waere doch deprimierend,wenn der dt.Mann/Frau sich jeden Tag,12 Jahre lang,Merkels Raute ansehen muss und er/sie nicht weis,was es bedeutet!!!
        Sie werden staunen…und dann werden Sie erkennen,warum es LEIDER so jetzt ist,obwohl sie damals noch gar nicht auf der Welt waren und Sie u.a.jetzt haftbar gemacht werden sollen!
        Oder sind Sie schon ueber 70…..

        • Avatar

          walter

          6. Juli 2017 23:36 at 23:36

          @Colombo,auch Dr.Google kennt die Antwort nicht,denn die tappen im Dunkeln!

  5. Avatar

    Wolfgang M.

    7. Juli 2017 05:53 at 05:53

    @Markus. Ja, eine deutliche Korrektur bis in den August/September ist durchaus denkbar. Aber ob die gleich unter Dax 10000 führen wird, da habe ich meine Zweifel. Denn, in D wäre ein Aktienrückschlag in der Größe volkswirtschaftlich aufgrund der Zahl der Aktienbesitzer nicht so desaströs. Aber in den USA würde ein Kursrückgang von über 10% die Fed auf den Plan rufen mit Ankündigung von QE4/5. Bei über 50% Aktionären würden derart große Kursrückgänge ganz rasch zu einer Rezession führen und dies wäre erst gar nicht im Sinne der Fed (diese These hat im Übrigen PK schon vor Tagen vertreten). Natürlich werden die Notenbanken mittelfristig Rezessionen nicht verhindern können und da liegt das Korrekturpotenzial noch viel höher. Wo liegt eigentlich der Langfristaufwärtstrend des Dax? Bei 6000? Aber, wie gesagt, vorerst werden die Notenbanken alles tun (what ever it takes) – man sieht ja die Tage was Mario D. allein wegen seines Heimatlandes alles zulässt. Gruß

  6. Avatar

    gerd

    7. Juli 2017 10:12 at 10:12

    Columbo, klar sind 2000euro schnell weg.
    Aber wie gesagt, rund 1200/1300 ist die Durchschnittsrente.
    Und die Einkommen, wenn jemand noch arbeitet – statt genüsslich Weißbier zu schlürfen und Gold zu polieren – liegt auch nur bei rund 41.000 Euro(Brutto) im Jahr. Da hat man jeden Monat etwa 2.000,- Euro netto in der Tasche – die ruck zuck weg sind.
    Sicher hier auf der Plattform herrschen andere Maßstäbe. Hier sind alles Gutverdiener und Großrentner – sonst hätten sie kein Geld zum Spekulieren übrig.
    Da könnte man auch prima von leben – wenn man es nicht an der Börse verlieren würde.

  7. Avatar

    gerd

    7. Juli 2017 10:16 at 10:16

    Walter, ich habe mir erlaubt, das mit der Raute zu probieren. Passiert aber nix. Ich hätte ja zumindest ein Hakenkreuz erwartet. Sieht aber eher aus wie der Stern von Bethlehem.

    • Avatar

      walter

      7. Juli 2017 10:59 at 10:59

      @Gerd,
      >>>Sieht aber eher aus wie der Stern von Bethlehem.>>>
      Richtig….
      ..und was sagt Dir das bzw.was will man der dt.Welt damit erklaeren?
      …..Verantwortung durch Enteignung!
      So schauts aus…

      • Avatar

        gerd

        7. Juli 2017 11:14 at 11:14

        „Folgt mir, denn der Stern weist euch den Weg zur Erlösung“
        ?????????????????????????????????

        • Avatar

          walter

          7. Juli 2017 11:20 at 11:20

          In den 70igern hatte man mir erklaert,dass man 100 Jahre den „Stern“folgen muss…aber ich leg nochmal 100 Jahre drauf,lol
          Die Raute ist unschlagbar!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Aktien

Dax-Wochenausblick: Test der 1.000 Punkte Range – folgt bald der Ausbruch?

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Im folgenden Video bespricht Marius Schweitz von Projekt30 die abgelaufene Woche im Dax und gibt einen ausführlichen Ausblick auf die kommende Handelswoche. Dabei geht er konkret auf die übergeordnet Seitwärtsrange ein und zeigt mögliche Szenarien auf, wie sich die ausgebildete 1.000 Punkte Range auflösen könnte. Im deutschen Leitindex haben sich sehr spannende Chart-Formationen herauskristallisiert, die auf eine große Bewegung hindeuten. In dem Video sehen Sie aber nicht nur einen Dax-Ausblick, sondern auch noch weitere Einschätzungen zum Dow Jones, Bitcoin, Gold, Euro, Softbank und Deutsche Bank.

Die Setiwärtsrange im Dax von Juli bis Oktober

Im März startete die rasante Corona-Rally, die viele Anleger als die „meistgehasste Rally aller Zeiten“ betiteln, aber seit ein paar Monaten ist sie ins Stocken geraten. Zwischen März und Juli kannte der deutsche Leitindex im Grunde nur eine Richtung – nämlich gen Norden. Im Juli hat der Anstieg aber erstmals ein abruptes Ende gefunden, nachdem der Dax das Hoch bei 13.315 Punkten erzielt hatte. Seitdem konnte er diesen Bereich nur zweimal wieder erreichen. Zum einen am 03.09. mit dem Hoch bei 13.460 und schließlich noch einmal am 14.09. bei 13.339.

Demgegenüber stehen zusammen mit dem Tief vom letzten Donnerstag drei Marken, die die Unterkante der Range bilden. Die drei Punkte setzen sich aus dem August-Tief (03.08.) bei 12.365, dem September-Tief (25.09.) bei 12.341 und schließlich dem Oktober-Tief (22.10.) bei 12.345 zusammen. Aus diesen drei Marken hat sich ein starker Unterstützungsbereich gebildet. Als zusätzliche Unterstützung kann man noch das Tief von Anfang Juli bei 12.254 hinzuzählen. Ein Bruch der Range-Unterkante dürfte folglich einem kräftigen Impuls auf der Unterseite auslösen. Erfahrungsgemäß wird die gleiche Höhe der Range in die entsprechende Richtung abgearbeitet. Angenommen, dass der Ausbruch im Dax auf der Oberseite gelingt, dann ergibt sich daraus ein Ziel bei 14.340 Punkten. Dementgegen liegt das Ziel bei einem Ausbruch auf der Unterseite bei 11.340 Punkten.

Dax-Wochen-Ausblick KW44 - 1.000 Punkte Seitwärtsrange von Juli bis Oktober

Aktuelle Chart-Fomationen im Dax

Auf verschiedenen Zeitebenen haben sich im Dax interessante Chart-Formationen entwickelt. Zum einen hat sich im 10-Minuten-Chart ein Descending Broadening Wedge (DBW) ausgebildet, das eine bullische Formation darstellt. Im Stundenchart ist zudem ein großes DBW-Wedge aktiv, das bei einer Auflösung hohe Ziele auf der Oberseite ermöglicht. Auf der bärischen Seite sehen wir außerdem noch eine aktive Wolfe Wave (Keil), die den bärischen Trigger bei 12.341 auslösen könnte. Dadurch würden sich Kurse unter der 12.000 Punkte-Marke ergeben. Auf Tagesbasis hat sich zwischen Juli und Oktober zusätzlich eine SKS gebildet. Sowohl die genannten Formationen, als auch die wichtigen charttechnischen Marken für die kommende Woche werden ausführlich und für jeden verständlich im Video erläutert.

Fazit

Der Dax steht vor einer ausschlaggebenden Richtungsentscheidung, diese kann eine Bewegung von mehr als 1.000 Punkten einleiten. In dem Video-Ausblick wird ausführlich auf die möglichen Szenarien eingegangen. Insbesondere die von Marius Schweitz herausgearbeiteten Chart-Formationen sind sehr sehenswert und zeigen die Möglichkeiten auf, wie es im Dax in der nächsten Woche und darüber hinaus weitergehen kann. Zudem erscheint für alle Leser und Leserinnen von Finanzmarktwelt ab Montag wie gewohnt der DAX daily. Viel Spaß beim schauen des Videos.

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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