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Marktgeflüster (Video): Einseitige Begeisterung

Die EZB hat – wie gestern die Fed – eine schlechte Nachricht in einer guten Nachricht verpackt: man beendet das QE, gibt aber den Märkten die Garantie, dass vor Sommer 2019 die Zinsen nicht angehoben werden ..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die EZB hat – wie gestern die Fed – eine schlechte Nachricht in einer guten Nachricht verpackt: man beendet das QE, gibt aber den Märkten die Garantie, dass vor Sommer 2019 die Zinsen nicht angehoben werden (dabei lag die früheste Erwartung einer Zinsanhebung bei Juni 2019). Das ist vermutlich ein Kompromiß zwischen den Nordländern und den Südländern – und die Märkte fokussierten sich auf die gute Botschaft, der Dax springt fast durch die Decke, der Euro dagegen stürzt ab. Aber die Begeisterung ist recht einseitig, die Wall Street macht die Party nicht mit. Dadurch kann der Dax die große Lücke zu den US-Indizes weitgehend schließen – und dürfte nun zumindest den Widerstandsbereich bei 13200 Punkten ansteuern..

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7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    LookOut

    14. Juni 2018 19:46 at 19:46

    Der DAX war die ganze Zeit unterbewertet das gilt übrigens auch für Silber, wobei die Unterbewertung bei Silber am extremsten ist bei den Edelmetallen.

    Die EZB muss ein bisschen aufpassen weil die ganze Nummer zu dovish ist, so könnte es passieren das am Ende der Euro abverkauft wird und nicht der Dollar.

    • Avatar

      Lausi

      14. Juni 2018 20:11 at 20:11

      Ja genau, Silber sieht charttechnisch sehr bullisch aus, nachdem es jetzt den Keil nach oben verlassen hat. Das könnte abgehen wie eine Rakete! Daher empfehle ich einen Silber-Schatzerl :-)

      • Avatar

        Petkov

        14. Juni 2018 20:40 at 20:40

        Hoffentlich von Ihrem Mund in Gottes Ohren… ich bin nämlich auch long in Silber mit der gleichen (eher fundamentalen) Begründung. Aber leider bestimmen die fundamentalen Fakten immer seltener die Kurse. :-)

  2. Avatar

    Lausi

    14. Juni 2018 20:01 at 20:01

    Es war ja fast schon abzusehen: Wann hat Mario Droghi schon mal die Märkte enttäuscht? Meiner Erinnerung nach eigentlich noch nie. Also vor der nächsten PK von Mario einfach blind long gehen! Wie nachhaltig die Bewegungen dann sind, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

    • Avatar

      Petkov

      14. Juni 2018 20:32 at 20:32

      Mafio Droghi, soll es heißen. :-) Aber Spaß bei Seite. Wenn man von gewissen Emotionalitäten absieht, stellt man fest, dass dieser Mann eine der ganz wenigen integren Persönlichkeiten mit Macht ist. Er tut zuverlässig das, wofür er „installiert“ wurde. Das ist heutzutage auf der (finanz)politischen Szene extrem selten. Ob er Gutes oder Böses tut, ist natürlich Ansichtssache. Aber in der Regel tut er das, was er versprochen hat. Nur sind dummerweise seine Versprechen nur gelegentlich im Interesse des deutschen Durchschnittsbürgers. Aber das ist ja nicht sein Problem…

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    14. Juni 2018 20:35 at 20:35

    Noch ein Wort zur Fed-Entscheidung.
    Wenn man sich nach der Zinsanhebung der Fed die Gesamtverschuldung der USA ansieht, so kann man nur zu dem Urteil kommen, die Zinssteigerungen können nicht ohne Folgen bleiben. Die USA-Staatsschulden liegen derzeit bei 21,1 Bio. US-$ und steigen in Kürze infolge der Steuerreform nochmal um ca. 1 Bio. $ an. Die Haushalte sind mit über 13 Bio. $ verschuldet (Immobilien, Kreditkarten, Auto- oder Konsumentenkredite, Studentendarlehen), dazu kommen noch die Unternehmen. Eine Summe deutlich über 40 Bio. $. Wenn also die Fed im laufenden Zyklus die Leitzinsen nochmal um 1% anhebt, müsste, vereinfacht dargestellt, die Zinslast um sensationelle 400 Mrd. $ steigen. Klar kann sich der Staat die Zinsen durch weitere Staatsschulden hereinholen, aber die Privatwirtschaft? Deshalb wurde fast jeder Konjunkturzyklus in der Vergangenheit durch Zinssteigerungen beendet und die Fed konnte bisher kaum abschätzen, wann der Punkt erreicht ist, wo die 70%-US-Konsumökonomie kippt. Einbrechende Börsenindizes haben diesen Wirtschaftseinbruch nach meiner Erfahrung stets mit beschleunigt, schließlich sind die Vermögen der Amerikaner sehr mit den Aktienmärkten (Altersvorsorgesysteme) verbunden. Deshalb stellt sich für mich nicht die Frage „ob“ die Zinssteigerungen den Zyklus beenden, sondern „wann“. Ich habe in meinen Kommentaren schon öfters das Jahr 2019 genannt. Der Effekt der Steuerreform wird nachlassen, man sieht ja wo die vielen Milliarden aus dem Ausland hingehen – in Aktienrückkäufe, nicht so sehr in Investitionen. Nachdem jetzt Powell das Tempo des „Tightenings“ erhöht hat, bin ich noch mehr davon überzeugt. Und es gibt einen Akteur, der die Länge des Zyklus noch ein wenig verändern kann.?
    Gruß

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