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Marktgeflüster (Video): Ende der Selbstgefälligkeit

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Heute nun das Ende der Selbstgefälligkeit, die ein hochrangiger BlackRock-Manager gestern den Märkten bescheinigt hatte, weil sie die derzeitigen Risiken nicht einpreisen würden. Heute setzt sich mit größerer Intensität das fort, was gestern schon angefangen hatte: die (vermeintlich) sicheren Häfen wie Staatsanleihen (Bundesanleihe mit neuem Allzeittief bei der Rendite) und Gold steigen weiter, Rohstoffe wie Öl und vor allem der Bankensektor kommen stark unter Druck.
Der Dax wieder schwächer als die US-Indizes, plumpste durch die 10037/60er-Unterstützung und fiel im Tief auf knapp über 9800 Punkte – und damit fast an das untere Ende der lange bestehende Tradingrange (die bei 9750 bzw. 9715 ihren Boden gefunden hatte). Erholungen mit Hilfe der US-Indizes sind jetzt möglich, sogar wahrscheinlich – aber die Nervosität wird nächste Woche sehr wahrscheinlich nicht geringer..


8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    hanz

    10. Juni 2016 18:47 at 18:47

    Hallo Markus,
    vielen dank für deine Kommentare für diese Woche.
    Schöne Grüße und ein sonniges erholsames Wochenende.

  2. Avatar

    WILHER

    10. Juni 2016 19:21 at 19:21

    Der Geburtsfehler der Börsen ist die Möglichkeit, damit Geld zu verdienen,
    dass man den Wert des Vermögens anderer Leute durch Leerverkauf schmälert.
    Dies führt zu den Achterbahnfahrten an den Börsen, macht Aktien für kleine Anleger unattraktiv, 90 % der Deutschen besitzten keine Aktien, lehnen Aktienkauf auch auf Grund schlechter Erfahrungen ab.
    Wie gut, dass es im Immobilienmarkt keine Leerverkäufer gibt, die ich als Börsenhyänen, Börsengeier, amoralische Gestalten gestalten sehe wie Taschendiebe und Straßenräuber.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      10. Juni 2016 19:37 at 19:37

      @Wilher, das ist Unsinn! Die Möglichkeit von Leerverkäufen sorgt für das Funktionieren von Märkten, das haben wir schon öfter dargestellt..

  3. Avatar

    WILHER

    10. Juni 2016 20:10 at 20:10

    @Wilher, das ist Unsinn! Die Möglichkeit von Leerverkäufen sorgt für das Funktionieren von Märkten, das haben wir schon öfter dargestellt..“

    Der Immobilienmarkt funktioniert auch ohne Leerverkäufer.
    Kann mich an keine Immobilienblase in Deutschland erinnern, dabei bin ich schon
    jenseits der 60 Jahre.
    Andere Märkte benötigen auch keinen Leerverkäufer.
    Warum der Aktienmarkt unbedingt Leerverkäufe benötigt soll, erschliesst sich mir
    deshalb nicht.
    Leerverkäufe führen in der Krise zu tiefen Kursdellen, verunsichern die Wirtschaft weiter, verstärken Krisen. Manchmal führen sie auch zu überhöhten Kursen s. VW-Aktie.

    Jetzt sagen Sie, im Immobilienmarkt führt das Fehlen von Leerverkäufen des öfteren zu Blasen. Ich sage, es sind eher die niedrigen Zinsen, die zu Blasen (USA 2007) führen.
    Die EZB ist jetzt auf dem besten Wege, eine Immobilienblase zu generieren, jetzt womöglich auch in Deutschland. Gott sei Dank gibt es im Immobilienmarkt keine Leerverkäufer. Man schläft deshalb als Immobilienbesitzer ruhiger als als Aktionär.
    Und wenn die Preise tatsächlich mal überhöht sind, dann fallen sie auch wieder, ganz von allein, ohne Leerverkauf.
    Dass täten Aktien sicher auch, wenn sie zu teuer geworden sind, ganz von allein, dann, wenn die Wachtumschancen kleiner geworden sind, wenn die Dividendenrendite zu klein wird.
    Sicher würde der Börsenumsatz kleiner werden, aber das ist dann eher ein Problem der deutschen Börse.
    Eine Aktie mit einer guten Dividendenrendite und guten Gewinnen wird man immer los und wenn nicht, geht man mit dem Preis herunter, bis sich ein Käufer findet.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      10. Juni 2016 20:14 at 20:14

      @Wilher, die wichtigste Funktion von Leerverkäufern ist, dass sie bei stark oder panisch fallenden Kursen als Käufer auftreten, weil sie mit ihren Short-Positionen im Gewinn sind und diese Gewinne irgendwann realisieren. Der Crash von 1929 war wesentlich auch dadurch bedingt, dass Leerverkäufe praktisch kaum möglich waren. Alle wollen dann durch die selbe enge Tür, keiner will kaufen – und der Crash beschleunigt sich selbst..

  4. Avatar

    FR

    10. Juni 2016 21:00 at 21:00

    Auf die Schnelle von unterwegs.
    Top Beitraege auch diese Woche wieder.
    Respekt und vielen Dank an FMW.

    Ein verdientes und erholsames WE

  5. Avatar

    Xyz

    11. Juni 2016 00:14 at 00:14

    Keine immobilienblase ? Dann denken Sie mal an Ostdeutschland nach der Wende. Da wurde gebaut wie nach dem Krieg – okay, die Blase war da eher ein Angebotsüberhang. ;-)

    @markus fugmann: danke fuer die taegliche dosis börse. Das video am Abend ist klasse.

    Zu Blackrock: Sie werden reguliert und man würde Äpfel mit Birnen vergleichen, wenn man Banken ( hier insbes. investmentbanken) mit Vermögensverwaltern vergleicht. Gleiche Eigenkapitalregeln, etc. wäre Quatsch. Für mich gibt es eher andere Themen. Es gab mal einen Time Magazin Beitrag. Da wurde davon gesprochen, dass sie die ganzen Mrd. Über ein Risikomanagement-System laufen lassen (plus au moins). Wenn da mal die IT ausfällt, naja… Und dann kommen natürlich noch andere Probleme bei dieser Grössenordnung, potentielle Interessenkonflikte, z.B.

  6. Avatar

    marigold

    11. Juni 2016 01:27 at 01:27

    Markus bitte um aufklärung.
    Risiko Blackrock was genau meinen sie damit, ich habe in Blackrock ETFs (physisch repliziert) SP500 & STOXX600 in den letzten Jahren ein beträchtliche Summe „eingespart“. Meines wissens haben (durch die physische replikation) die ETFs nichts mit Blackrock direkt zu tun, also sollte ein worst case szenario eintreten.

    Ist das auch weiterhin richtig so.
    Vielen Dank für Ihre Informationen und mühen

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Netflix-Quartalszahlen: Erwartungen verfehlt, Aktie fällt

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf TV

Die Netflix-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 6,44 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,24/letztes Quartal 6,15/für heute erwartet 6,4).

Der Gewinn liegt bei 1,74 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,47/letztes Quartal 1,59/für heute erwartet 2,13).

Die Nutzerzahl ist im dritten Quartal um 2,20 Millionen gewachsen. Die Erwartungen lagen bei 2,5 Mio durch Netflix selbst – der Markt erwartete 2,5-3,2 Mio.

Wie man aktuell verkündet, erwartet man 6,0 Millionen neue Nutzer im laufenden 4. Quartal.

Free Cash Flow +1,14 Milliarden Dollar (Vorquartal +899). Operative Marge 20,4 Prozent nach 22,1 Prozent im Vorquartal.

Die Netflix-Aktie reagiert nachbörslich mit -4,7 Prozent.

Kurz-Fazit: Gewinn pro Aktie und die Zahl neuer Abos verfehlen die Erwartungen. Das wird nun nachbörslich abgestraft.

Datenblatt mit aktuellen Quartalszahlen von Netflix

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Stimulus-Hoffnung stirbt zuletzt

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Heute soll angeblich der entscheidende Tag sein. Kommt noch auf den letzten Drücker eine Einigung zwischen Demokraten und Donald Trump über einen neuen Stimulus? Das dürfte kurzfristig die Kurse bewegen.

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Aktien

Kaufverbot für die Nikola-Aktie – Werbung

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Lieber Börsianer,

am Firmensitz der Nikola in Phoenix (Arizona) glühen schon seit Wochen die Telefonleitungen. Das junge Unternehmen kämpft hart um seine Reputation. Man kämpft um die letzten Investoren, die noch nicht gegangen sind. Und vor allem, man kämpft um seine Partner wie General Motors, Bosch oder Iveco. Denn wenn die abspringen, wird die Nikola-Zentrale in Phoenix zugesperrt.

Aber der Reihe nach! Was ist zuletzt passiert bei Nikola?

Der charismatische Firmengründer Trevor Milton wurde aufs Abstellgleis geschoben und seitdem geben trockene Technikertypen den Ton bei Nikola an. So trat der Technik-Chef Jesse Schneider zuletzt vor die Presse und referierte betont sachlich über Patente, Chassis-Zeichnungen und andere Dokumente. Er legte haarklein auseinander, welcher Bestandteil des Nikola-Trucks fremd eingekauft, welcher extern entwickelt wurde.

Die Veranstaltung war langweilig, aber wichtig. Wenn Nikola überleben will, muss es das Vertrauen des Marktes und der Industrie wiederherstellen. Dafür wollen die Investoren jetzt keine Visionen hören, sondern Fakten und Details sehen.

Diese Fakten und Details entscheiden in den kommenden Wochen über den Kursverlauf der Aktie. Denn am 30. November läuft die Sperrfrist (lock-up-period) für die vorbörslichen Investoren der Nikola ab. Wenn diese Investoren bis dahin nicht von der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells überzeugt werden können, werden sie an diesem Tag mit großem Volumen aus der Aktie aussteigen und ein erneutes Kursmassaker herbeiführen.

Aber denken wir positiv! Unterstellen wir einmal, Jesse Schneider und CEO Mark Russell können die Investoren überzeugen, dann dürfte auch General Motors an Bord bleiben. Das ist aktuell der wichtigste Nikola-Partner. Mehr noch: Der US-Autobauer entscheidet wahrscheinlich über die Zukunft des Lkw-Bauers Nikola.

Nur zur Erinnerung: General Motors (GM) hat zugesagt, für Nikola die Werkbank zu machen und insgesamt Produktionsleistungen im Wert von 2 Milliarden USD für das Startup zur Verfügung zu stellen. Konkret war oder ist geplant, dass GM den…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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