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Marktgeflüster (Video): Impulsiv nach oben, dann zweite Abwärtswelle

Die Wall Street heute wieder im Rally-Modus, unterstützt durch die US-Finanzmedien, die zum Einstieg blasen, weil es jetzt doch richtig günstig geworden sei nach dem Flash Crash! Der Optimismus greift wieder um sich, aber historische US-Daten zeigen, dass bald eine starke Nachfrage nach Staatsanleihen einsetzen wird als Flucht in den (vermeintlich) sicheren Hafen – und wir dann an den Aktienmärkten eine zweite Abwärtswelle erleben werden..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Die Wall Street heute wieder im Rally-Modus, unterstützt durch die US-Finanzmedien, die zum Einstieg blasen, weil es jetzt doch richtig günstig geworden sei nach dem Flash Crash! Also geht es nach oben, und der Optimismus greift wieder um sich. Vieles spricht dafür, dass die Rally jetzt noch nicht zu Ende ist, sondern in dieser Woche noch weiter läuft (vermutlich bis zum Start des Abverkaufs am Montag). Aber historische US-Daten zeigen, dass bald eine starke Nachfrage nach Staatsanleihen einsetzen wird als Flucht in den (vermeintlich) sicheren Hafen – und wir dann an den Aktienmärkten eine zweite Abwärtswelle erleben werden. Der Dax folgt der Wall Street, der Euro kommt unter Druck, der Dollar mit einem Comeback..

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Hinterfrager

    7. Februar 2018 18:41 at 18:41

    Jepp, das kann auf Dauer nicht gut gehen. Der Hund ist dem Herrchen viel zu weit vorausgelaufen. Nun wird die Leine eingeholt, womöglich endlich orientiert an Fundamentaldaten, allem voran an der Zins- respektive Renditefront. Zusätzlich forciert durch die Scheinblüte der „Trumponomics“ – der spitzesten Nadel für allmöglichen Blasen… Also: Bloß nicht ins (übergeordnet) fallende Messer greifen! Der Tsunami kommt:

    https://www.goldseiten.de/artikel/363995–Globales-Finanzsystem~-Der-Tsunami-nimmt-Formen-an.html

  2. Avatar

    Pit M.

    7. Februar 2018 19:26 at 19:26

    Haha diese Versagerregierung benennt ihre Minister und stellt den K. Vertrag vor und der Euro schmiert erstmal ab :)……..genau mein Humor

  3. Avatar

    Chris

    7. Februar 2018 21:16 at 21:16

    Der Bund auch, habe leider viel zu früh mit Gewinn verkauft.

  4. Avatar

    Marco

    7. Februar 2018 21:16 at 21:16

    Könnte auch sein dass sich Aufgrund des Kursverfalls ein schöner „Hanging Man“ im Monatschart beim Dow ausbildet. Aber der Monat hat natürlich erst Angefangen.

    Wäre vielleicht eine Möglichkeit mit einem Short auf Wochen- oder Monatsbasis einzusteigen.

    Auf jeden Fall war dieser Flashcrash ein Warnsignal für die Märkte. Aber „Trumpnation ist natürlich auch zuzutrauen dass es wieder neue Hochs gibt, bevor es dann nochmal richtig kracht.

    2007 hat sich nachdem ersten Kursrutsch auch noch einmal ein Hoch gebildet bevor dann 2008 alles den Bach runter ging. Die Leute sollten sich deswegen davor hüten sich jetzt schon unter allen Umständen mit Shorts einzudecken.

    Dieses Jahr wird auf jeden Fall enorm interessant werden .

  5. Avatar

    frank

    7. Februar 2018 21:53 at 21:53

    Cool dass ihr HNA (China) angesprochen habt.

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    V

    8. Februar 2018 06:16 at 06:16

    Seit langem mal wieder 100℅ konform mit der fugmann’schen Einschätzung der Lage und der kurz- und mittelfristigen Prognose. Mal sehen, ob es so dann auch kommt.

  7. Avatar

    PK

    8. Februar 2018 07:56 at 07:56

    ja, Fugmanns Einschätzung denke ich ist korrekt.
    Der Future auf die 30-jährigen Bonds ist jetzt wieder fast am Low vom 05.02.
    Wobei das vielleicht unten fast ein Kauf ist – weil wenn der weiter fällt, crashen die Aktien, steigt wieder der ZB usw.

  8. Avatar

    heiko

    8. Februar 2018 16:11 at 16:11

    Top Marktanalyse vom Markus. Er erzählt wenigsten kein Mist wie andere angeblichen Profis. Markus weiter so!

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Börse: Der Biden-Aktien-Basket: Signal für den kommenden Gewinner?

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An der Börse wird heftig spekuliert über den Ausgang der US-Wahlen. Mit wieder einmal sehr viel Unsicherheit – wer erinnert sich nicht an die Erwartungen vor dem Brexit-Referendum oder dem Ausgang der US-Wahlen 2016? Schon oft von mir zitiert, Politik und das „Zero-Validity Environment“, ein vom Nobelpreisträger Daniel Kahnemann geprägter Begriff: Die Börse versucht stets Entwicklungen und die daraus resultierenden Preise bei den verschieden Assets zu antizipieren. Genau wie es manche Analysehäuser tun, indem sie mögliche Sieger-Aktien in Körben zusammenfassen.

Die Börse und der Biden-Aktien-Basket

Nicht erst seit dieser Woche gibt es in vielen Wirtschaftspublikationen die Empfehlungen, sich die Baskets mit den Aktien des vermeintlichen Wahlgewinners ins Depot zu holen.

Dabei gibt es zwei entscheidende Haken:

  1. Die Unsicherheit darüber, wer die Wahl gewinnt
  2. Die Vorlauf-Funktion der Börse, die natürlich nicht bis zum 4. November mit der Neube-Preisung bestimmter Aktiengattungen wartet

Was erwartet die Wirtschaft, bei den verschiedenen Wahlszenarios?

Zunächst dürfte bei einem Wahlsieger Trump Vieles beim Alten bleiben, mit seiner bisherigen Energiepolitik (fossile Energien), der Förderung der Rüstungsindustrie, der Steuerpolitik, die den Großunternehmen zugute kommt, also eine Fortsetzung der letzten vier Jahre.

Da die Umfragen aber immer mehr auf einen Sieg Joe Bidens hindeuten, kommt eine Aktienauswahl von Profiteuren eines Sieges von Joe Biden immer öfters ins Gespräch. Es ist wahrlich kein Geheimnis mehr, dass neben den Steuerplänen des Demokraten, einer verbesserten Gesundheitsvorsorge, der Fokus eindeutig auf der Förderung neuer Energien ruht. Eine Investition von zwei Billionen Dollar, auf die nächsten vier Jahren verteilt, dazu verspricht der Präsidentschaftskandidat für die nächsten zehn Jahre Investitionen in die Infrastruktur des Landes. Für Autobahnen, Straßen, Brücken und Flughäfen oder auch für den Netzausbau.

Die Börsen warten nicht

Wer glaubt mit einem Biden-Basket am 4. November eventuell einen raschen und großen Treffer am Aktienmarkt landen zu können, könnte erst mal ein wenig enttäuscht werden. Vieles an Hoffnungen hat der Markt schon vorweggenommen. Blicken wir nur auf die Entwicklung der Börse für bestimmte Sektoren seit knapp zwei Monaten (31. August) – Vergleich zum Wochenschluss:

S&P 500 minus 1,3 Prozent
S&P Baustoffhersteller + 22 Prozent
S&P Green Energy global + 17,8 Prozent
IShares (ETF) Green Energy +44 Prozent (von Mitte Juli)

Fazit

Bei allen Unwägbarkeiten an der Börse, sieht man an der Kursentwicklung der vermeintlichen Biden-Gewinner, dass am Markt nicht zum Ein- oder Ausstieg „geklingelt“ wird. Die großen Adressen haben sich zum Teil schon eingekauft, anschließend kommen die vielen Empfehlungen von den Häusern und den Analysten. Deshalb auch meine oft geäußerte Meinung, dass man von aktuellen Meldungen kurzfristig nicht sehr profitieren kann: es ist mehr denn je bereits eingepreist und beim Eintritt des antizipierten Ereignisses kommt es sogar oft zu einem „Sell on Good News“.

Was natürlich langfristig eine andere Sache sein kann –  denn wer glaubt tatsächlich, dass die Amerikaner mit ihrem Ressourcenverbrauch und mit ihrer Verschuldung auf Kosten anderer so weiter machen können wie bisher?

Eine Großmacht mit einem Bevölkerungsanteil von 4,3 Prozent an der Weltbevölkerung, aber einem Aktienmarkt-Anteil, der ziemlich überdimensioniert erscheint..

Die Börse wettet bereits auf einen Sieg von Biden

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Aktien

SAP meldet Quartalszahlen – Aktie fällt dramatisch! Übertrieben? Kaufchance?

Claudio Kummerfeld

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Frau arbeitet an Schreibtisch in Büro

SAP hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 6,53 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,79). Der Gewinn nach Steuern liegt bei 1,65 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,26 Milliarden Euro).

Während die Finanzdaten des letzten Quartals halbwegs ok sind, scheint die Börse regelrecht geschockt zu sein von einem anderen Aspekt der Veröffentlichung von SAP. Denn die Aktie verliert heute dramatische 20 Prozent, wegen der Aussichten für das laufende Gesamtjahr 2020. Umsatz- und Gewinnerwartungen werden nur ganz leicht nach unten revidiert, aufgrund der zweiten Corona-Welle und den damit einhergehenden neuen Restriktionen, die sich auch auf Unternehmen und ihre Aufträge auswirken. Und dafür gleich 20 Prozent Bestrafung im Aktienkurs? Ist das nicht zu viel? Hier könnten sich die Anleger mal überlegen, ob das eine Kaufchance für die Aktie ist (das ist keine Kaufempfehlung unsererseits, sondern nur ein Gedankenspiel).

SAP auszugsweise im Zitat zur Gesamtjahresaussicht:

Der bisherige, am 8. April 2020 veröffentlichte Ausblick der SAP für das Gesamtjahr 2020 spiegelte die bestmögliche Schätzung der SAP hinsichtlich des Zeitpunkts und der Geschwindigkeit einer Erholung von der Corona-Krise wider. Dieser Ausblick
ging davon aus, dass die Länder ihre Wirtschaft hochfahren und die Einschränkungen für die Bevölkerung gelockert würden,
sodass sich die Nachfrage im dritten und vierten Quartal allmählich verbessert.

Auch wenn weiterhin ein stabiles Interesse an den Digitalisierungslösungen der SAP besteht, da Kunden widerstandsfähiger
und agiler aus der Krise hervorgehen möchten, wurde kürzlich in manchen Regionen das öffentliche und wirtschaftliche Leben erneut eingeschränkt, und die Belebung der Nachfrage fiel verhaltener aus als erwartet. Des Weiteren geht die SAP aus
denselben Gründen nicht mehr davon aus, dass sich die SAP-Concur-Erlöse aus Geschäftsreisen in den verbleibenden Monaten des Jahres 2020 deutlich erholen werden.

Die SAP aktualisiert deshalb ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2020 und erwartet nun, dass:

• die Clouderlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,0 Mrd. € und 8,2 Mrd. € liegen werden (zuvor
zwischen 8,3 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).
• die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 23,1 Mrd. € und 23,6 Mrd. € liegen werden (zuvor zwischen 23,4 Mrd. € und 24,0 Mrd. €).
• die Umsatzerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 27,2 Mrd. € und 27,8 Mrd. € liegen werden
(zuvor zwischen 27,8 Mrd. € und 28,5 Mrd. €).
• das Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,1 Mrd. € und 8,5 Mrd. € liegen wird (zuvor zwischen 8,1 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).

CEO-Kommentar im Wortlaut:

Aufgrund der Corona-Krise befinden sich unsere Kunden an einem Wendepunkt. Für Unternehmen ist der Umstieg in die Cloud, verbunden mit einer echten Neuausrichtung ihres Geschäfts, unerlässlich geworden. Denn nur so können sie widerstandsfähiger werden und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern werden wir Innovationen entwickeln und Unternehmen neue Möglichkeiten für die Abwicklung von Geschäftsprozessen in einer digitalen Welt bieten. Die SAP wird ihr Wachstum in der Cloud auf über 22 Mrd. € im Jahr 2025 steigern und den Anteil der besser planbaren Umsätze auf etwa 85 % ausbauen.“

Details der Quartalszahlen von SAP

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona und SAP

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Corona-Anstiege in den USA und Europa sind heute ein Thema. Aber auch die aktuelle Revision der Aussichten von SAP sind in New York aktuell Thema.

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