Aktien

Marktgeflüster (Video): Kriegserklärung per Twitter

Von Markus Fugmann

Das dürfte die erste indirekte Kriegserklärung sein, die per Twitter kommuniziert wird: in einem Tweet kündigt Donald Trump einen Militärschlag gegen Syrien an und warnt gleichzeitig Russland vor dem Abschuß von Raketen auf Syrien! Die Märke daher zunächst stark unter Druck, dann aber eine Art Versöhungs-Tweet von Trump in Sachen Russland, der die Märkte wieder beruhigt. Derweil stürzen russische Rubel und türkische Lira weiter ab, der Dax hält sich recht gut trotz latenter Euro-Stärke (die eher Dollar-Schwäche ist nach den niedriger als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreisen). Die Syrien-Thematik hat jetzt das Thema Handelskrieg abgelöst – nun beginnt die US-Berichtssaison mit extrem hohen Erwartungen..



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

10 Kommentare

  1. „Der Westen will Krieg. Der Westen bekommt Krieg.“ Der ach so „friedliebende“ Wirrkopf im Weißen Haus – gerade im Vergleich zur mindestens ebenso kriegstreiberischen Hillary Clinton – von interessierter bis naiver Seite als ein wahrer „Russen-Freund“ bezeichnete US-Präsident zeigt nun abermals sein wahres Gesicht – und der Westen dackelt ihm blind, willfährig und unkritisch hinterher! Fakten oder die mehr als berechtigte Schlüsselfrage „Cui bono?“, gerade mit Blick auf den Giftgasangriff in Syrien, spielen keine Rolle mehr!

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=43406

    Auch Israels Armee ist in sehr hoher Alarmbereitschaft, vor allem natürlich im Norden. Da das Land morgen Vormittag (10 Uhr Ortszeit) mit dem Yom HaShoah landesweit der in Europa ermordeten Juden gedenkt, wird es wohl vor morgen Abend keinen US-Angriff auf Syrien geben. Bestenfalls schaltet irgendjemand um „The Donald“ sein Hirn ein und veranlasst einen Stopp dieses unverantwortlichen und unverhältnismäßigen Abenteuers…

  2. sorry, herr fugmann, hilft uns allen nich weiter !!!! ;)

    und das die osmanen unter druck stehn is auch klar!

    vielleicht daher der trammelwierbel? (geopolitisch gedacht)?

  3. thewinnertakesitall

    Hallo, nicht Russland soll der amerikanischen Wirtschaft helfen, sondern umgekehrt! „Russia needs us to help with their economy“

    1. Oder aber die USA brauchen stets rohstoffreiche, willige und willfährige Nachschuldner in aller Welt zur Bedienung ihres gigantischen Schuldenberges und der Dollarregentschaft…^^

  4. Wie war das noch damals mit den Massenvernichtungs-Waffen im Iraq? Richtig: Fäk.-News. Da sag mir einer, Geschichte wiederholt sich nicht. Cui bono – wer glaubt, davon zu profitieren, wenn diesmal Syrien den Bach runter geht? Ich hab‘ da so einen Verdacht. Der Assad wäre doch besoffen (ersatzweise seinen Untergang bewußt in Kauf nehmend), würde er Giftgas einsetzen. Nochmal: Wer möchte Syrien kontrollieren, die Verbindung Iran’s (….Erdöl…) mit dem Mittelmeer verhindern, Europa weiterhin mit Flüchtlingen fluten und damit schwächen, wer möchte Russland mal richtig auf’s Haupt hauen und den Arabern zeigen, wo der Hammer hängt? Richtig! Da eskaliert was. Der russische Bär lässt sich nicht ewig reizen. Bisher war Großbritanien das trojanische Pferd der Ami’s in der EU. Zu früh gefreut, Leute! Deutschland ist der unwürdige Nachfolger. Mir schwant Übles.

  5. In Syrien beginnt der 3.WK…meine Da.u.Herren!

  6. Was man bei allen geopolitischen Überlegungen zu Syrien nicht übersehen sollte, ist ein Aspekt des „getwitterten“ Militäreinsatzes, der nicht übersehen werden sollte – er dient zur Ablenkung bei innenpolitischen Schwierigkeiten. Der letzte amerikanische Präsident (und andere Politiker) sprach bei einem Einsatz von Chemiewaffen von „einer roten Linie“, tat bei derem erneuten Einsatz nichts und galt fortan als führungsschwach. Jetzt wurden wieder C-Waffen eingesetzt (von wem auch immer?).
    Die Untersuchungen gegenüber Trump durch Sonderermittler Muller werden immer aggressiver – Beobachter sprachen davon, Trump in seiner Amtszeit noch nie so aufgeregt gesehen zu haben, wie letzte Woche nach dem Durchsuchungsbeschluss gegenüber seinem Anwalt. Der amerikanische Präsident steckt mit seiner Art Geschäfte zu erledigen, erkennbar in Schwierigkeiten. Deshalb hätte ein Militärschlag für Donald Trump zwei Wirkungen: Zum einen könnte er seinen Anhängern vor den baldigen Wählen Stärke beweisen (mit mir als Präsident nicht!) und zum anderen lenkt ein auswärtiger Kriegsschauplatz immer von der Innenpolitik ab, die so in den Hintergrund gerät. Trump wäre nicht der erste Machthaber, der sich so verhält. Wie gesagt, abseits der geopolitischen Machtansprüche ein Aspekt.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage