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Marktgeflüster (Video): Krisensymptome der US-Wirtschaft

In Europa werden die Konjunkturdaten immer besser, besonders in Deutschland, wo der ifo Index ein neues Allzeithoch erreicht. Das aber hilft dem Dax auch nicht, der heute zweimal vergeblich versucht hat, die 12700er-Marke nachhaltig zu überwinden…

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

In Europa werden die Konjunkturdaten immer besser, besonders in Deutschland, wo der ifo Index ein neues Allzeithoch erreicht. In den USA sieht das inzwischen ganz anders aus: die Verkäufe neuer Häuser kollabieren um über -11%, die Preisen fallen durchschnittlich um fast -4%. Dazu ganz schwache weiche Daten (Richmond Fed Index, Markit PMI) – die USA scheinen nun den Hochpunkt ihrer Konjunktur schon länger überschritten zu haben, der Fed kommen offenkundig erste Zweifel, ob eine Zinsanhebung im Juni wirklich eine gute Idee ist. Europa ist konjunkturell schlicht später dran und erlebt erst jüngst eine Blüte. Das aber hilft dem Dax auch nicht, der heute zweimal vergeblich versucht hat, die 12700er-Marke nachhaltig zu überwinden…

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Michael

    23. Mai 2017 19:09 at 19:09

    Wunderbarerweise erlebt der USD trotz der wieder einmal miesesten Daten einen Höhenflug. Die spinnen, die Börsianer…

  2. Avatar

    leser

    23. Mai 2017 19:45 at 19:45

    Gold und Silber riechen den Braten und zeigen erste Lebenszeichen. Wenn die FED nicht erhöht, könnte dies aber auch nach hinten losgehen. Dann könnte das als Zeichen des Scheiterns angesehen werden, Dollarschwäche auslösen und die Zinsen trotzdem steigen lassen. Eine Zwickmühle, in die sich die Notenbanken aber selbst manovriert haben. Es wird auf jeden Fall spannend.

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    23. Mai 2017 19:50 at 19:50

    Was sagen die heutigen Wirtschaftsdaten aus Deutschland und den USA?
    1. Der Dax-Stand von über 12000 wird gerechtfertigt durch die höchsten Quartalsgewinne der Dax-Unternehmen aller Zeiten und heute auch durch einen entsprechenden Ifo-Index. Das Schlechtreden des Dax in den letzten Monaten war also Unsinn.
    2. Die sich verschlechternden US-Daten könnten auf eine Rezession hindeuten. Alle großen Kurseinbrüche der letzten 50 Jahre wurden durch stark steigende Zinsen aufgrund der Inflation und in der Folge durch eine Rezession ausgelöst. Demzufolge könnte ein Aktienmarkteinbruch tatsächlich ante portas stehen. Deutschland könnte sich trotz hohem Ifo dem wie immer „noch“ nicht entziehen.
    3. Jetzt kommt das aber: Wenn die FED im Juni die Zinsen wegen der Konjunkturdelle und der zu niedrigen Inflation (aus ihrer Sicht) nicht anhebt, könnte es nochmals einen Schub nach oben geben.
    4. Man sollte auch „Super-Mario Draghi“ nicht vergessen, dessen unverkennbarer Wille zum Schutz der Südländer dem DAX noch einige „Windfall Profits“ bescheren könnte.
    Ich bin gespannt auf die nächsten Inflationsdaten. Ohne Zinsanhebung ist eine Rezession eher selten. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Meine Sicht der Dinge. Gruß

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    Marko

    23. Mai 2017 21:20 at 21:20

    Wolgang, die Amis werden weiter die Zinsen erhöhen, das ist „normal“, nach „Lehman“.

    Zinserhöhungen sind derzeit „normal“ und positiv für den Aktenmarkt, ja, so verrückt ist die Welt.
    Die Amis werden damit (indirekt) die EZB unter Druck setzten “ weg von der Nullzinspoltik“. Wie rechtertigen Sie eigentlich den niedrig stehenden Rentenmarkt ?

    Mit einem EUR-Crash ? Die AfD gewinnt die Wahl im September und der EUR ist am Ende ? Oder Rot,dunkelrot-Grüne – Allianz gewinnt die Wahl ?

    Wenn der überteurte Dax auf die 9000-10000 fallen sollte, wo stünde Ihrer Meinung der Rentenmarkt dann, bei 170, oder höher ? Das KGV des Rentenmarktes interessiert Sie offenbar nicht, bzw. von den Zinsen ganz zu schweigen ?

    Dass Banken, Versicherungen, Pensionskassen usw unter dieser Nullzinspolitik leiden ist doch gar kein Thema , oder ? Dass die Nullzinspoltik einen Bauboom befeuert, kein Problem…

    • Avatar

      Wolfgang M.

      24. Mai 2017 06:34 at 06:34

      Marko, meine Argumentation bezog sich auf die Situation in den USA. Dort liegt der Zins für die 10-Jährige über 2%, (damit ist das Anleihen-KGV viel niedriger als in D), die Inflation bereits über 2 Prozent. Die amerikanischen Häuslebauer, Autokäufer, Studenten und weitere Konsumenten sind nach Jahren niedriger Zinsen stark verschuldet. Damit birgt ein weiterer Zinsanstieg Gefahren für einen Einbruch der Wirtschaft – Rezession!
      Das ist in Deutschland noch ganz anders, wo sich Sparer, Versicherungen u.s.w. sicher höhere Zinsen wünschen würden. Wie bereits erwähnt, ich sprach von der Lage in den USA und sehen Sie mal, was vor den Aktieneinbrüchen in den letzten 30 Jahren stets der Fall war: Anstieg der Inflation und der Zinsen. Diesen Zusammenhang kennt natürlich auch die FED und wird sicher versuchen keinen Wirtschaftseinbruch durch Zinsanhebung zu verursachen. Dann hätten die Aktienmärkte sogar noch Luft (Aktien-KGV versus Anleihen-KGV), aber eine zyklisch bedingte Rezession in den hoch verschuldeten USA wird auch die jetzige Notenbank nicht verhindern können. Es geht nicht um das „ob“, sondern um das „wann“. Meine Sicht. Gruß

  5. Avatar

    Michael

    23. Mai 2017 21:27 at 21:27

    Passiert seit 6 bis 7 Stunden etwas, was wir alle nicht mitbekommen dürfen?
    Wie immer extrem schlechte Daten aus USA, dennoch eine USD-Stärke, die fast abartig erscheint?!
    Was ist los in Wonderland???

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Caterpillar meldet Quartalszahlen: Starker Rückgang, aber über Erwartung

Claudio Kummerfeld

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Der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die soeben veröffentlichten Quartalszahlen von Caterpillar so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 9,88 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,76/erwartet 9,8). Der Gewinn liegt bei 1,22 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,66/erwartet 1,12).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,3 Prozent.

Die operative Profitmarge sinkt im Jahresvergleich von 15,8 Prozent auf 10,0 Prozent.

Die rückläufigen Umsätze liegen laut Unternehmensaussage an der rückläufigen Kundennachfrage nach Geräten und Dienstleistungen.

CEO-Kommentar:

“I’m proud of our global team’s performance as we continue to safely navigate the pandemic while remaining firmly committed to serving our customers,” said Caterpillar Chairman and CEO Jim Umpleby. “Our third-quarter results largely aligned with our expectations, and we’re encouraged by positive signs in certain industries and geographies. We’re executing our strategy and are ready to respond quickly to changing market conditions.”

Datenblatt mit Details zu den Quartalszahlen von Caterpillar

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

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