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Marktgeflüster (Video): Neue Konstellation

Der Dax wird heute durch eine neue Konstellation ausgebremst: in Frankreich wird das Rennen um die Präsidentschaft immer enger, nachdem der linke Kandidat Jean-Luc Mélenchon in den Umfragen stark aufholt nach den beiden bisherigen TV-Debatten..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Der Dax wird heute durch eine neue Konstellation ausgebremst: in Frankreich wird das Rennen um die Präsidentschaft immer enger, nachdem der linke Kandidat Jean-Luc Mélenchon in den Umfragen stark aufholt nach den beiden bisherigen TV-Debatten. Mélenchon stellt den Euro in Frage und will aus der NATO austreten, im worst case aus Sicht der Märkte würden sich der linke Mélenchon, der vor allem durch Twitter und Youtube Zuspruch von jungen Wählern hat, sowie Le Pen in der Stichwahl gegenüber stehen. Daher steigen die Risikoprämien für französische Anleihen gegenüber deutschen Anleihen, der Dax kann die Gewinne der Wall Street nicht nachvollziehen. Bringt heute Abend Janet Yellen bei ihrer Rede ab 22 Uhr weitere Bewegung in die Märkte?

8 Kommentare

8 Comments

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    Bademeister

    10. April 2017 19:05 at 19:05

    @Herr Fugmann: Die Lage in Frankreich ist sicher nicht so toll, aber nicht unbedingt marktweisend….heute. Vielmehr scheint die Teilnehmer heute zu stören, dass USA bei G7 schon wieder eine gemeinsame Erklärung blockierten. Somit droht „die Welt“ wieder ein Stück handlungsunfähiger zu werden. Der Wahnsinn scheint Methode zu werden, das schmeckt den Märkten nicht!
    Frankreich wird dann quasi 3 vor 12, also nächste Woche und nach der letzten Diskussionsrunde, so richtig die Märkte verunsichern.

  2. Avatar

    Bademeister

    10. April 2017 19:13 at 19:13

    …..und nicht zu vergessen: Gerade heute haben China und Russland Megastress wg. Trump.

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    leo

    10. April 2017 19:34 at 19:34

    Was haben die Franzosen schon zu verlieren.In der EU wird es für sie nicht besser.
    In Italien,Spanien und Osteuropa riecht es auch nicht nach goldenen Zeiten.
    Am Meisten haben die Deutschen zu verlieren, wir tun Garnichts für den Wohlstand in der EU,wir geben den Briten Saures ,den Russen Sanktionen und mit Trump
    verstehen wir uns ebenfalls schlecht. Wir werden die Quittung noch erhalten.
    Zwar keinen Krieg dafür aber wirtschaftlichen Niedergang.

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    Marko

    10. April 2017 20:39 at 20:39

    Genau, Frankreich ist eines : irrelevant, total egal…

    Wie soll Frankreich aus dem EUR-Monstrum austreten können ?
    Wenn das Nicht-EUR-Mitglied GB vor massiven Problen steht, dann wird das für die Franzosen eine „einfache Nummer“ ?

    Hört eigentlich wie das BlaBla um Österreich bzw. die Niderlande an ? Wie soll, bzw. kann ein EUR-Staat (!!) aus dem EUR austreten können ?

    Na ja, lassen wir es lieber, ist doch toll, die Medien haben was zu schreiben… Der EUR wurde doch schon 2012 „beerdigt“, leider ist die „Fehlgeburt“ immer noch da….

    VG

    Marko

    • Avatar

      Lars

      10. April 2017 22:54 at 22:54

      Es ist auch gut, dass nicht jeder der Gründungsstaaten aus der EU so mir nichts, dir nichts austreten kann, wenn ihm etwas nicht passt. Die EU ist ein hoch komplexes politisch-wirtschaftlich-soziologisches Gebilde, dass eine weitere stabilisierende und deeskalierende Kraft zu dem in den 60er bis 80er Jahren von zwei relativ unkontrollierten Machthabern vorherrschenden „Schwanzvergleich“ (man verzeihe diesen Ausdruck) darstellt.
      Eingedenk einer weiteren dritten Großmacht in China wäre die Auflösung der EU in unbedeutende Einzelstaaten, die sich wirtschaftlich untereinander bekämpfen, der Untergang in die globale wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit.
      Auf politischer Ebene würde Europa noch viel mehr Tummelplatz für Terroristen aller Art, weil wir wieder zur unbeachteten Pufferzone zwischen mehreren narzisstischen und geistesgestörten Größenwahnsinnigen würden. Daneben zum Marktplatz für italienische, chinesische, russische und amerikanische Mafia (ich weiß, Mario Droghi und der Rest ist bereits hier) ;)

      Die EU ist kein Jo-Jo, heute rein, morgen raus, wenn es dann gut läuft, wieder rein…

      Ganz klar: Die EU ist ein Verwaltungsmonster, schlecht organisiert, Geld verschlingend, ineffizient, meistens seltsam was auch immer. Kein Thema!
      Doch die Proteste, die Reformbestrebungen müssen intern erfolgen. Nicht mit Austritt aus dem Gebilde, dass wir selbst in großer Euphorie erschaffen haben.

      30 Stunden Wochenarbeitszeit, mit 60 in Rente (am besten beides bei mindestens 2.500 EUR netto), ernsthaft??? Das ist ein schöner und utopischer Traum, mehr aber auch nicht. Griechenland lebt ihn uns für jedermann sichtbar vor. Für die etablierten ehemals verbeamteten Pensionäre über 70 funktioniert das, wie auch in Deutschland, aber nicht für die aktuell arbeitende Bevölkerung.

      Wir können „national“ nicht annähernd alle hochqualifizierten Jobs mit einheimischen Hochschulabgängern besetzen, weil diese einfach nicht qualifiziert genug sind. Für manche traurig, aber wahr: Die Deutschen sind in der Masse nicht annähernd schlau genug!
      Wir hinken hinterher, je weiter wir uns separieren. Die Welt entwickelt sich weiter, nationale Separationsbetrebungen sind Blockaden.
      7 Milliarden Menschen schaffen viele hundert Millionen hochtalentierte Menschen, die an der „freien“ Märkten partizipieren wollen.

      Im nationalen deutschen Fußball erfreuten wir uns die letzten Jahre über ur-deutsche Spieler wie Jérôme Boateng, Shkodran Mustafi, Karim Bellarabi, Emre Can, Gonzalo Castro, Mario Gómez, İlkay Gündoğan, Lewis Holtby, Miroslav Klose, Kevin Kurányi, Oliver Neuville, David Odonkor, Patrick Owomoyela, Mesut Özil, Lukas Podolski, Marc-André ter Stegen.

      Der EUR wurde nicht beerdigt, die EU ist kein größeres „Monstrum“ als die USA oder andere Wirtschafts- und Staatenzusammenschlüsse.

  5. Avatar

    Michael

    10. April 2017 20:41 at 20:41

    Ich verstehe schon richtig?
    Man schießt willkürlich auf Verdacht ein paar Raketen auf Syrien ab, provoziert damit in der Konsequenz Russland ein wenig, vollführt Drohgebärden vor der asiatischen Ostküste, provoziert damit China ein wenig, steht knapp vor dem eigenen Staatsbankrott und macht erst einmal 14 Tage Urlaub???
    Derweil darf das rotblonde Muppets-Monster weiterhin unkontrolliert Dreck in die Welt hinauszwitschern, und dann schau ma moi, dann sehn’g ma scho ;)

    Zu Tesla (wertvollster Automobilhersteller): Wie viele Autos haben die bisher produziert und verkauft? Sind sie schon im 5-stelligen Bereich? ;) Bei wie vielen gab es Pannen und tödliche Unfälle?

    Ggf. sollte man einigen Permabullen und Super-Spezial-Analysten an den Börsen mindestens 14 (besser 140) Tage Urlaub verordnen, denn langsam wird das Ganze skurril.

  6. Avatar

    leo

    11. April 2017 06:54 at 06:54

    Die EU ist noch nicht mal in der Lage ihre Außengrenzen zu sichern.
    Militärisch ohne Nato eine Lachnummer. Politisch keine klare Führung.
    Alles und doch Nichts.Heute So Morgen So ,auch in der Wirtschaft.
    Das Volk wählt die Regierung und bestimmt über Verbleib oder Austritt
    aus EU oder Euro. Durch den Austritt GB kann die EU nur geschwächt werden.
    Hat GB durch den Austritt Schwierigkeiten hat die EU sie erst recht. Steht GB
    nach dem Austritt besser da, wird es Nachahmer geben.

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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