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Marktgeflüster (Video): Nicht nur Italien!

Die Märkte (vor allem der Dax) fokussieren sich derzeit voll auf das Referendum am Sonntag in Italien – und der neue Tenor ist: wird schon nicht so schlimm, wird wie beim Brexit und beim Sieg Trumps, also geht es danach so oder so wieder nach oben mit den Kursen (angelerntes Verhalten). Vielleicht. Übersehen wird derzeit aber, dass auch Österreich am Sonntag auf der Wahl-Agenda steht..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Die Märkte (vor allem der Dax) fokussieren sich derzeit voll auf das Referendum am Sonntag in Italien – und der neue Tenor ist: wird schon nicht so schlimm, wird wie beim Brexit und beim Sieg Trumps, also geht es danach so oder so wieder nach oben mit den Kursen (angelerntes Verhalten). Vielleicht. Übersehen wird derzeit aber, dass auch Österreich am Sonntag auf der Wahl-Agenda steht – und sollte dort Hofer gewinnen, droht eben auch der „Öxit“ (was vor allem für Deutschland ein schwerer Schlag wäre!). Der Dax hält sich lauwarm um die 10600er-Marke, die US-Indizes bleiben robust trotz eines Abverkaufs beim Öl. Die heutigen US-Daten stark (US-BIP), das Verbrauchervertrauen in den USA auf dem höchsten Stand seit Juli 2007 – das ist sicher ein gutes Zeichen, dass die Euphorie so groß ist in den USA..

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Mulinski

    29. November 2016 18:16 at 18:16

    Gewinnt Hofer gibt es einen Öxit? Wo kommen diese Märchengeschichten her?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      29. November 2016 18:17 at 18:17

      @Mulinski, es dürfte ja bekannt sein, dass Hofer nicht unbedingt ein Freund der derzeitigen EU ist und ein Referendum ins Auge gefasst hat..

      • Avatar

        Denker

        29. November 2016 18:27 at 18:27

        Nichts wird passieren, weder in Öschiland noch bei den Italoboys.
        Alles was wir bisher hatten, von Brexit bist Trump, …nichts hatte wirklich Auswirkungen auf die Realwirtschaft.

        Zumindest schafft die russische und syrische Arme in Aleppo langsam Fakten.
        Zum Leidwesen der proamerikanischen „Freiheitskämpfer“

        …ansonsten alles zum Einschlafen. hätte, könnte, wäre
        Finanzkrise leider vergeblich gesucht;-)

      • Avatar

        Mulinski

        29. November 2016 21:01 at 21:01

        EU-Kritik bedeutet nicht gleich Öxit, nicht immer alles glauben ,was der grüne Bello und seine Kampfgenossen kolportieren.
        http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/5046595/Norbert-Hofer-sagt-den-Oxit-ab

    • Avatar

      frank.trg

      29. November 2016 18:19 at 18:19

      Soweit mir bekannt will die FPÖ (Hofer) nicht aus dem Euro austreten. Allerdings würden sie ein Referndum darüber zulassen. Aber heute hat man natürlich vor Demokratie Angst…

  2. Avatar

    marc

    29. November 2016 18:44 at 18:44

    Wenn Italien weg ist, kommt Frankreich dran und dann dominosteinmässig die Südländer und noch einige andere. Woraus soll Österreich dann noch austreten?

  3. Avatar

    back2life

    29. November 2016 20:37 at 20:37

    wird alles keine Rolle spielen weder Fundamental Daten noch Geo Politik wird ne Rolle spielen. Die Indizes insbesondere die US Indizes sind auf dem Weg zu neue AZH und nichts werden die Indizes daran hindern können. Wir erleben eine Sorglosigkeit und Euphorie an den Märkten da spielt auch Italien und Ö sowie Zinsanhebung, NFP und sonstiges keine Rolle.

  4. Avatar

    Bademeister

    29. November 2016 20:41 at 20:41

    Der Herr Hofer ist ein opportunistischer Populist.
    Die Frage, die Herrn Hofer bald brennend interessieren wird, ist die immerwährende Neutralität des Landes. Denn Österreich kann de facto bei keiner einheitlichen EU-Verteidigungsstrategie mitmachen, ohne die Neutralität zu gefährden….davon hört man aber derzeit nichts in den Medien.

    Und das mit dem EU-Austritts-Referendum das er anzünden wird…na ja…Österreichs Bundeskanzler macht eigentlich keine aktive Politik, sondern lässt das Land machen….so blöd wird Hofer nicht sein.
    Die nächste wirklich große Sache in Österreich wird das Ding mit der Neutralität werden….nebenbei geht’s dabei natürlich auch um eine damit verbundene EU-Mitgliedschaft.

    Bei Italien bin ich mir nicht so sicher. Da haben mittlerweile zu viele Menschen sehr wenig zu verlieren, die akute Flüchtlingssituation, Bankenkrisen, Arbeitslosigkeit….eigentlich ein guter Nährboden für rechte Politik.

    Trump machts halt jetzt international salonfähig, und vielleicht fällt uns in zwei Jahren allen das alles gar nicht mehr so stark auf….weltweit.

  5. Avatar

    Marko

    29. November 2016 22:53 at 22:53

    Ihr seid lustig, Italien / Österreich entscheidet über die Zukunft des Euros ?

    Das allerlustigste ist, Österreich will aus dem EUR austretren ??? Ja, warum denn ??? :D

    Toll !!!

    Italien ist ein Witz, die Wahl in Deutschland ist entscheidend…

    VG

    Marko

  6. Avatar

    Marko

    29. November 2016 22:57 at 22:57

    „…ansonsten alles zum Einschlafen. hätte, könnte, wäre
    Finanzkrise leider vergeblich gesucht ;-) “

    Genau, von Lehman weit und breit keine Spur, bravo !

    VG

    Marko

  7. Avatar

    Marko

    29. November 2016 23:07 at 23:07

    Und der Brexit an sich ist schlimm – nur mal so… ;)

    Da gibt es meiner Meinung nach schon gewisse Unterschiede….Die Pro Brexit-Wahl ist und bleibt eine Sensation im Jahr 2016.

    VG Marko

  8. Avatar

    Emm wie Meikel

    29. November 2016 23:15 at 23:15

    30. November: OPEC Treffen und EU Inflation
    01. December: US/EU/CN Einkaufsmanagerindex
    02. December: US Arbeitsmarktdaten
    04. December: Italien Referendum
    08. December: EZB Meeting
    14. December: U.S. Zinsentscheid

    Das könnten zwei interessante Wochen werden

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Dax-Wochenausblick: Test der 1.000 Punkte Range – folgt bald der Ausbruch?

Stefan Jäger

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am

Im folgenden Video bespricht Marius Schweitz von Projekt30 die abgelaufene Woche im Dax und gibt einen ausführlichen Ausblick auf die kommende Handelswoche. Dabei geht er konkret auf die übergeordnet Seitwärtsrange ein und zeigt mögliche Szenarien auf, wie sich die ausgebildete 1.000 Punkte Range auflösen könnte. Im deutschen Leitindex haben sich sehr spannende Chart-Formationen herauskristallisiert, die auf eine große Bewegung hindeuten. In dem Video sehen Sie aber nicht nur einen Dax-Ausblick, sondern auch noch weitere Einschätzungen zum Dow Jones, Bitcoin, Gold, Euro, Softbank und Deutsche Bank.

Die Setiwärtsrange im Dax von Juli bis Oktober

Im März startete die rasante Corona-Rally, die viele Anleger als die „meistgehasste Rally aller Zeiten“ betiteln, aber seit ein paar Monaten ist sie ins Stocken geraten. Zwischen März und Juli kannte der deutsche Leitindex im Grunde nur eine Richtung – nämlich gen Norden. Im Juli hat der Anstieg aber erstmals ein abruptes Ende gefunden, nachdem der Dax das Hoch bei 13.315 Punkten erzielt hatte. Seitdem konnte er diesen Bereich nur zweimal wieder erreichen. Zum einen am 03.09. mit dem Hoch bei 13.460 und schließlich noch einmal am 14.09. bei 13.339.

Demgegenüber stehen zusammen mit dem Tief vom letzten Donnerstag drei Marken, die die Unterkante der Range bilden. Die drei Punkte setzen sich aus dem August-Tief (03.08.) bei 12.365, dem September-Tief (25.09.) bei 12.341 und schließlich dem Oktober-Tief (22.10.) bei 12.345 zusammen. Aus diesen drei Marken hat sich ein starker Unterstützungsbereich gebildet. Als zusätzliche Unterstützung kann man noch das Tief von Anfang Juli bei 12.254 hinzuzählen. Ein Bruch der Range-Unterkante dürfte folglich einem kräftigen Impuls auf der Unterseite auslösen. Erfahrungsgemäß wird die gleiche Höhe der Range in die entsprechende Richtung abgearbeitet. Angenommen, dass der Ausbruch im Dax auf der Oberseite gelingt, dann ergibt sich daraus ein Ziel bei 14.340 Punkten. Dementgegen liegt das Ziel bei einem Ausbruch auf der Unterseite bei 11.340 Punkten.

Dax-Wochen-Ausblick KW44 - 1.000 Punkte Seitwärtsrange von Juli bis Oktober

Aktuelle Chart-Fomationen im Dax

Auf verschiedenen Zeitebenen haben sich im Dax interessante Chart-Formationen entwickelt. Zum einen hat sich im 10-Minuten-Chart ein Descending Broadening Wedge (DBW) ausgebildet, das eine bullische Formation darstellt. Im Stundenchart ist zudem ein großes DBW-Wedge aktiv, das bei einer Auflösung hohe Ziele auf der Oberseite ermöglicht. Auf der bärischen Seite sehen wir außerdem noch eine aktive Wolfe Wave (Keil), die den bärischen Trigger bei 12.341 auslösen könnte. Dadurch würden sich Kurse unter der 12.000 Punkte-Marke ergeben. Auf Tagesbasis hat sich zwischen Juli und Oktober zusätzlich eine SKS gebildet. Sowohl die genannten Formationen, als auch die wichtigen charttechnischen Marken für die kommende Woche werden ausführlich und für jeden verständlich im Video erläutert.

Fazit

Der Dax steht vor einer ausschlaggebenden Richtungsentscheidung, diese kann eine Bewegung von mehr als 1.000 Punkten einleiten. In dem Video-Ausblick wird ausführlich auf die möglichen Szenarien eingegangen. Insbesondere die von Marius Schweitz herausgearbeiteten Chart-Formationen sind sehr sehenswert und zeigen die Möglichkeiten auf, wie es im Dax in der nächsten Woche und darüber hinaus weitergehen kann. Zudem erscheint für alle Leser und Leserinnen von Finanzmarktwelt ab Montag wie gewohnt der DAX daily. Viel Spaß beim schauen des Videos.

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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