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Marktgeflüster (Video): Passt alles zusammen!

Das passt alles zusammen: heute ein extrem schwaches BIP, vor allem die Verbraucherausgaben der Amerikaner so schwach im ersten Quartal diesen Jahres wie seit dem Jahr 2009 nicht mehr – das korrespondiert mit den miserablen Zahlen von US-Einzelhandelsunternehmen, während Amazon starke Zahlen vorlegt, weil der Konsum mehr und mehr ins Internet abwandert

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Das passt alles zusammen: heute ein extrem schwaches BIP, vor allem die Verbraucherausgaben der Amerikaner so schwach im ersten Quartal diesen Jahres wie seit dem Jahr 2009 nicht mehr – das korrespondiert mit den miserbalen Zahlen von US-Einzelhandelsunternehmen und einer dort bevorstehenden Pleitewelle, während Amazon starke Zahlen vorlegt, weil der Konsum mehr und mehr ins Internet abwandert. Dazu steigt der Preisdruck beim BIP-Deflator (daher steigt der Dollar trotz der schwachen Daten, weil der Handlungsdruck auf die Fed damit größer wird) und auch die Kosten der US-Unternehmen ziehen stärker an als erwartet. Während der Dax sich seit Dienstag praktisch nicht mehr von der Stelle bewegt, ebbt die Euphorie über die Zahlen von Amazon schon wieder ab, die US-Indizes leicht im Minus..

https://youtube.com/watch?v=i6bys_gw7rw%3Fecver%3D1

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Michael

    28. April 2017 19:36 at 19:36

    Zum Thema Protektionismus und Pleitewelle beim Einzelhandel würde ich Donnie empfehlen: Strafabgaben für Amazon auf alle im Ausland generierten Umsätze.

    Zum Thema Dilettantismus: Der grassiert augenscheinlich ja auch und v. a. an der Wall Street. NAFTA bleibt in Kraft, der fehlgeleitete Kurs des USDCAD paradoxerweise auch. Auch hier gilt, was wir unseren Kindern lehren: Erst denken, dann handeln (im doppelten Sinn des Wortes).

    Zum Thema BIP-Deflator und Zinserhöhung: Letztere sollte langsam aber sicher doch endlich mal eingepreist sein, nachdem sie vor mindestens 2 Jahren in den schlüpfrigsten Trader-Träumen aufgetaucht ist und seither fast jeden Morgen danach lebhaft gehandelt wurde.

  2. Avatar

    FR

    28. April 2017 19:59 at 19:59

    Dankeschön fuer die top Arbeit und ein wohlverdientes, verlängertes WE :)
    Beste Grüße

  3. Avatar

    Lars

    28. April 2017 20:30 at 20:30

    Was hier zwar nicht erwähnt wurde, aber eigentlich nie erwähnt wird und auch einmal erwähnt werden muss: Meine Lieblingswährung Cable:
    Welche fehlgeleiteten Interessen treiben eigentlich den Kurs dieser Währung seit Mitte März in derart utopische Höhen?
    Ich meine explizit nicht die Entscheidung für Neuwahlen im April, sondern den Trend seit Mitte März. Handelt es sich hier um den smarten britischen Galgenhumor:
    http://www.n-tv.de/politik/EU-fuerchtet-Engpaesse-bei-hartem-Brexit-article19787581.html

  4. Avatar

    m.d

    28. April 2017 23:03 at 23:03

    wünsche auch jedem ein schönes wochenende. Supergute Arbeit hier.

  5. Avatar

    Trigo

    29. April 2017 00:36 at 00:36

    • Avatar

      PK

      29. April 2017 08:39 at 08:39

      Sehr gutes Video vom Hüfner, danke dafür.
      Bin auch zu 100% überzeugt, daß ein Austritt Italiens nur mit einer gleichzeitigen Staatsinsolvenz möglich ist. Oder mind. ein drastischer Schuldenschnitt.
      Daher sinkt aber auch die Wahrscheinlichkeit etwas, daß sowas in naher Zukunft passiert.
      Was die restlichen (ebenfalls sachlich korrekten) Aussagen betrifft, muss man abwarten, ob die anderen Marktteilnehmer das ähnlich sehen, und da liegt Hüfner möglicherweise nicht richtig. Denn die Kurse bestimmen halt nunmal die Mehrheit und nicht die Hüfners, Sinns und Max Ottes.
      Jedenfalls ist ein Short der italienischen Anleihen (der dortige „Bund Future“ notiert derzeit bei ca. 139) eine interessante Sache, sollten sich die politischen Lager weiter verschieben.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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