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Marktgeflüster (Video): Schwerer System-Fehler

Erst kein Glück, dann auch noch Pech: nachdem Mario Draghi gestern auch nur den geringsten Stimulus verweigert hat, sorgen heute hawkishe Aussagen von Eric Rosengren (Boston Fed) für einen heftigen Abverkauf..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Erst kein Glück, dann auch noch Pech: nachdem Mario Draghi gestern auch nur den geringsten Stimulus verweigert hat, sorgen heute hawkishe Aussagen von Eric Rosengren (Boston Fed) für einen heftigen Abverkauf an den Anleihemärkten: die Renditen der 10-jährigen US-Anleihe wieder auf Brexit-Niveau, die deutsche Bundesanleihe wieder über der 0%-Renditemarke. Und das ist schlecht auch für die Aktienmärkte, die wie die Anleihemärkte von der Stimulushoffnung getrieben sind. Fallen Aktien und (Staats-)Anleihen gleichzeitig, kommen die Risikomodelle von Banken und Hedgefonds ins Schwimmen. Daher heute der VIX (Vola auf den S&P500) mit dem größten Anstieg seit dem Brexit, die US-Indizes bewegen sich erstmals seit zwei Monaten wieder mehr als 1% (zum vorherigen Schlußkurs)…

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3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    FR

    9. September 2016 19:28 at 19:28

    vielen Dank für Ihre auch in dieser Woche wider sehr anschauliche Berichterstattung. Wir sind seit 16.00 Uhr flat und wünschen ein sonniges Wochenende.

  2. Avatar

    Sabine

    10. September 2016 16:51 at 16:51

    Eins versteh ich nicht.
    a) Wieso ist alles wieder so wie „nach-dem-Brexit“, dem britischen Volksentscheid also, und dabei ist ja derzeit gar keiner, oder etwas vergleichbar Schreckliches ! ?
    b) Gibts diese schrecklichen „Zahlen-nach-dem-Brexit“ öfters? Also auch ohne Brexit? Oder hängt das ja doch mit dem Brexit zusammen, aber man* sieht es nicht? (*Der normale Depp auf der Straße.) Komisch.
    c) Oder fehlt der EU, dem Riesengeldsauger, England vielleicht? Schäuble meint ja. Ist dann das der Grund für die schlechten Zahlen? Und war deswegen so eine Mobbing-Hatz gegen die Brexit-Befürworter in und von der EU? Die arme EU.
    d) Oder aber haben jetzt alle politisch-korrekten und Nutznießer der EU Angst vor noch mehr Brexen?
    ——————————————- Zitat:
    http://www.focus.de/finanzen/news/dld-europe-2016-jetzt-live-aus-bruessel-das-ist-die-digital-strategie-der-eu-kommission_id_5896781.html
    „Es geht nicht um Rassismus oder um Geld, es geht um den Wunsch nach Unabhängigkeit und das Gefühl, dass das mit der EU nicht möglich ist“, betont Tristram Hunt, Forscher an der Queen Mary University of London. Er ist zugleich Lokalpolitiker in einem Bezirk, in dem 70 Prozent der Wähler für den EU-Austritt stimmten („Ich gehörte zu den anderen 30 Prozent“, sagt Hunt.)
    ———————————————
    „Es geht nicht um Rassismus“ ??? Ach, auf einmal! Das waren doch alles Nazis, Rechtspopulisten usw.? Na wenigstens war Hunt korrekt, politisch!
    http://www.heute.de/brexit-und-die-rechtspopulisten-die-briten-als-vorbild-fuer-alle-eu-gegner-43952448.html

  3. Avatar

    Sabine

    10. September 2016 18:00 at 18:00

    Wenn ich das noch anfügen darf, Brexit ist gut für England und sein Wachstum:
    http://www.finews.ch/news/finanzplatz/23451-marc-faber-brexit-dominoeffekt
    „«Er (der Brexit) schickt eine klare Botschaft an die kranke politische Elite und nutzlose Brüsseler Bürokratie. Diese hat lange genug mit ihren komplizierten Gesetzen und endlosen Regulierungen das Wirtschaftswachstum verlangsamt, so daß hart arbeitende Menschen einfach genug haben.»
    «Der Brexit ist ein Sieg der gewöhnlichen Leute gegen eine Polit- und Finanz-Elite», fährt Faber fort. Diese kümmere sich einzig darum, ob Märkte steigen oder fallen. Die Interessen des britischen Durchschnittsbürgers seien ihnen völlig egal.
    «Wir können nur hoffen, dass mehr Länder aus dem gescheiterten EU-Monster austreten.» Faber, der sich seit Jahren kritisch über die EU, die Einheitswährung Euro wie auch über die Europäische Zentralbank äussert, ist überzeugt, dass ein Grossbritannien ausserhalb der EU stärkeres Wachstum haben wird.“

    Wir werden ja sehen, wer recht hat.

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Aktien

Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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