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Marktgeflüster (Video): Traum und Wirklichkeit

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

An diesem historischen Tag ist das Marktgeflüster etwas „persönlicher“ gehalten als sonst (mehr dazu im Video). Wir stehen nun am Beginn einer lange dauernden Politisierung der Märkte, die sich mal mehr, mal weniger eruptiv in Schüben durch die Märkte wälzen wird. Die politisch-ökonomische Welt ist seit heute eine andere geworden, und die Geburtswehen werden uns noch sehr lange beschäftigen – wir stehen vor einer langen Zeit mit politischen Börsen, die diesmal aber – entgegen dem Sprichtwort „politische Börsen haben kurze Beine“ – lange Beine haben werden. Noch wirken die Versprechungen der Zentralbanken, die vor allem Dollar-Liquidität anbieten. Man setzt also jetzt alle Hebel in Bewegung, die Beruhigung vermitteln sollen. Mit vermutlich begrenztem Erfolg..


10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    leser

    24. Juni 2016 19:09 at 19:09

    Nicht das Projekt „Europa“ ist gefährdet. Europa ist ein Kontinent. Dem ist das ganz egal, was heute passiert ist.
    EU = Brüsseler Bürokratenmonster
    EUROPA = ein Kontinent mit vielen großartigen Nationen

    Ein erholsames Wochenende.

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    KSchubert

    24. Juni 2016 19:30 at 19:30

    Lieber Herr Fugmann,

    ernst gemeinte Nachfrage: Haben Sie das Ergebnis der Brexit-Abstimmung wirklich geträumt?

    Beste Grüße und ein gutes Wochenende

    K. Schubert

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      24. Juni 2016 19:36 at 19:36

      @Kschubert, ist kein Witz, habe das heute Morgen meiner Frau erzählt, die meinte, ich sei ein bißchen gaga.. Ich hatte gestern Abend lange die Sondersendung (ARD) gesehen und war mit dem Gefühl ins Bett gegangen, dass Remain gewinnt. Bin nur wegen des Traums dann kurz nach 5Uhr aufgeschreckt und fast aus den Latschen gekippt, als ich das Handy anmachte und die vorbörslichen Indikationen sah – und dann erst den Stand der Auszählung, die stand da noch bei 51,5% Leave zu knapp über 48,5% Remain. 52% zu 48% war dann das Endresultat..

      • Avatar

        KSchubert

        24. Juni 2016 19:56 at 19:56

        So was soll es geben! Natürlich hofft man nun nicht immer, dass Träume in Erfüllung gehen, oder? Denn das könnte auf Dauer sehr stressig sein :-)

        Nur so am Rande: Der Komponist Anton Bruckner hat Zeit seines Lebens darauf beharrt, dass er die Melodien seiner Symphonien „vom liebe Herrgott“ im Traum diktiert bekommen habe, er dann aufgeschreckt sei im Bett und die Melodie noch einmal schnell festgehalten hat…und es gibt sicher noch weitere Beispiele.

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    BerndL

    24. Juni 2016 23:22 at 23:22

    Bei aller Wertschätzung, das aufgezeigte Horrorszenario ist nicht glaubwürdig: Bis die Austrittsverhandlungen abgeschlossen sind vergehen sicher MEHR als 2 Jahre. Weil mindestens einer der Verhandlungsführer kein Interesse hat das es schnell geht. Solange ändert sich garnuscht! Das merken dann auch bald die Börsen (Da passt sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage = der Preis schnell wieder seinem vorherigem Stand an) und die Leave-Anhänger merken auch, dass sie das eigentlich doch nicht wollten, weil es keine wirklichen Vorteile / Veränderungen bringt (Die Standards der EU müssen am Schluss von GB ja doch erfüllt werden, wenn Sie was liefern wollen!). Bis dahin (in 2 Jahren) ist alles vergessen (das Griechenlandthema z.B. ist in keiner Weise strukturell gelöst – hört man da noch was???), die Austrittsvereinbarungen so weich gespült, so das es kaum spürbar sein wird das GB nicht mehr zur EU gehört. Ganz im Gegenteil es wird für alle besser weil die Blockadepolitik aufhört. Und die Wirtschaft hat sich auch bald darauf eingestellt. Z. B. durch Produktivitätsfortschritte als Ausgleich für irgendwelches Währungsgedöhns usw., was wir ja eh jeden Tag haben. Also was soll die „Beklopptmacherei“ mit dem „Brexit-Kokolores“? Das einzige was sich dann doch spürbar ändern wird, das man in GB (in 2 Jahren) wieder in die Wechselstube rennen kann. Wird die Briten richtig nerven. Und in 20 Jahren wenn die „jungen“ dran sind wird wieder ein Eintrittsreferendum gemacht. Lach mich schepp.

    • Avatar

      Petkov

      25. Juni 2016 11:41 at 11:41

      Hallo Bernd,

      Bei aller Wertschätzung, vielleicht sollten Sie sich das Video noch mal anschauen. Da ist von Volatilität die Rede also von starken Bewegungen in beide Richtungen. Klar können sich die Kurse komplett erholen, volatil werden sie wohl dennoch bleiben.

      Dann sollten Sie sich fragen, was ausschlaggebend für den Brexit war. Was war das stärkste Argument der Befürworter? Ja genau, die Migrationskrise – von Flüchtlingen kann nicht mal in der Hälfte der Fälle die Rede sein. Die Engländer und Waleser wollten sich von der unzurechnungsfähigen Politik der Merkel und ihrer im Takt mit den Schwänzchen wedelnden Welpen lösen. Wohlwissend, dass die wirtschaftlichen Themen sich neu aushandeln lassen. Es gibt viele Menschen, die gute Handelsverträge formulieren können. Aber Aber nur sehr wenige, die einen zerstörten sozialen Frieden wieder aufbauen können. Das kann beliebig komplex mit unzähligen Unbekannten sein. Durch die Kontrolle über die eigenen Grenzen haben die Engländer eine große Unbekannte ausgeklammert.

  4. Avatar

    Russische Mascha

    24. Juni 2016 23:40 at 23:40

    Lieber Herr Fugmann,

    ich bin auch ein bisschen gaga und möchte Sie fragen, wie viele Söhne Sie haben. :) Ich und mein Hans finden Sie ganz wunderbar und sind große – jeden Tag – Fans Ihrer Beiträge.

    Alles alles Gute und bitte weiter so!

  5. Avatar

    Petkov

    24. Juni 2016 23:47 at 23:47

    Ich habe heute ein Foto von meinem Baby und mir vor dem großen Fernseher gemacht, der das Endergebnis der Abstimmung zeigte. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass meine Tochter eines Tages über diesen Freitag in ihrem Geschichtsbuch lesen wird. Dann krame ich das Bild raus. Dieser Tag ist bedeutsam.

    @Schubert: Das kann man von Ihrem Kommentar leider nicht behaupten. Was wollen Sie uns damit sagen? Dass Sie einem leidenschaftlichen Finanz- und Börsenexperten nicht abkaufen, dass er vom Brexit geträumt hat? Übrigens hoffen alle IMMER, dass ihre Träume in Erfüllung gehen. Was auf Dauer stressig sein kann, ist die Erfüllung der Alpträume.

    • Avatar

      KSchubert

      25. Juni 2016 10:38 at 10:38

      Hallo, bitte meinen Kommentar nicht falsch verstehen, denn er ist nicht ironisch gemeint gewesen. (Es ist ja bekannt, dass Dinge, die einem im Kopf rumgehen, mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Traumwelt, wiederkehren.) Was die Erfüllung der Träume angeht: Nun ja, es gibt solche und solche Träume…aber mir zumindest würde es Stress verursachen, wenn ich wüsste, dass ich in der folgenden Nacht Dinge träume, die sich bewahrheit. Zumindest unheimlich ist es!

      Beste Grüße und ein schönes WE!

  6. Avatar

    Petkov

    25. Juni 2016 19:01 at 19:01

    Danke für die Klarstellung.
    Ebenfalls ein schönes Wochenende und viele Grüße

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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