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Marktgeflüster (Video): Trump, Brexit – und andere Kleinigkeiten

Wenn Trump das durchsetzen wird, was er in den Interviews am Wochenende gesagt hat, ist die Nachkriegsordnung, die seit 1945 bestand, zu Ende – mit unabsehbaren Folgen. Heute Wirtschaftsminister Gabriel mit einer großartigen Entgegnung auf Trump, BMW kriecht nicht zu Kreuze wie die US-Autobauer..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Wenn Trump das durchsetzen wird, was er in den Interviews am Wochenende gesagt hat, ist die Nachkriegsordnung, die seit 1945 bestand, zu Ende – mit unabsehbaren Folgen. Heute Wirtschaftsminister Gabriel mit einer großartigen Entgegnung auf Trump, BMW kriecht nicht zu Kreuze wie die US-Autobauer und will das Werk in Mexiko weiter bauen, zumal die größte BMW-Fabrik in den USA steht. Und May wird morgen ihre Absicht eines harten Brexit verkünden – auch das mit nicht absehbaren Folgen, weil die Handelsströme extrem vernetzt sind (gerade bei Autobauern, wo Teile hin- und hergeschickt werden zu Weiterverarbeitung). In China Turbulenzen am Aktienmarkt, bis die Regierung eingriff, und in Italien nach der Ratingabstufung durch DBRS Banken unter Druck – wie in ganz Europa, nachdem Goldman Sachs RBS abgestuft hat..

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16 Kommentare

16 Comments

  1. Avatar

    bauer

    16. Januar 2017 18:10 at 18:10

    Wie nach 1945…?
    Daß ich das noch erleben darf,mit meinen Goldtalern…
    Dann aber auf gehts,wir warten darauf!

  2. Avatar

    Gixxer

    16. Januar 2017 18:36 at 18:36

    Amerika ist zweifelsohne der größte Brandstifter auf Erden.
    Ihre Politik der Regime-Changes hat uns schon etliche Probleme bereitet und wird uns auch noch weitere bereiten.
    Und was macht unsere Politik? Wir sanktionieren Russland wegen der „Annexion“ der Krim. Nicht, dass ich die Taten Russlands gut heißen möchte, aber es sollte doch gleiches Recht für alle gelten. Demnach müssten wir also auch die USA sanktionieren. Dies wird logischerweise nicht passieren, also sollten wir zumindest die Sanktionen gegen Russland aufheben.
    Immerhin kosten uns diese etliche Arbeitsplätze.
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/eu-contra-russland-sanktionen-setzen-300-000-arbeitsplaetze-aufs-spiel/10251054-2.html

    • Avatar

      bauer

      16. Januar 2017 19:18 at 19:18

      Wer braucht den „Bettelstaat“ Deutschland noch?
      Die Industrieelle Wirtschaftsmacht De hat trotz Billiglöhne ausgedient!
      In Zukunft gibts bei vielen Bürgern nur Wasser&Brot…
      Siehe z.b. Internet-power!!!!
      Merkelt weiter so und es geht schneller in den Abgrund….

  3. Avatar

    Schoeller

    16. Januar 2017 19:22 at 19:22

    mal aus Sicht der USA : das Dilemma
    Das horrend angewachsene Handelsbilanzdefizit der USA zeigt, dass der Dollar im Hinblick auf den Außenhandel der USA deutlich überbewertet ist. Bei einem Kursniveau, wie es sich für den Dollar als internationale Reservewährung herausgebildet hat, können die Exporte der USA nicht mit den Importen mithalten. Das zeigt sich nicht nur das Handelsdefizit mit China, sondern auch mit Deutschland, Japan, EU, Nafta etc (1).
    Eine relative Schwächung des Dollarkurses durch die Geldpolitik (niedrige Zinsen, Dollarflutung der Märkte, Schuldenanhäufung) hat nur geringen und zeitlich begrenzten Erfolg, wie die Politik der FED 2009-16 gezeigt hat. Einen Abwertungswettlauf kann Amerika nicht gewinnen. Für ein neues Plaza-Agreement (1985) fehlt heute die Kraft. Auch Trumps China-bashing wird das Problem nicht lösen.
    Amerika hat kaum eine andere Wahl als über Zölle die Kurslücke zu schließen und die Importpreise so auf ein für das Inland wettbewerbsneutrales Niveau anzuheben. Dies würde der US-Industrie, der Ölförderung und dem Agrarsektor erlauben sich zu erholen und wenigstens den Inlandsmarkt wieder selbst zu beliefern.
    Diese Zusammenhänge dürften in USA seit langem bekannt sein, allerdings fürchtete wohl jede Regierung den Ansehensverlust der Nation und die Preiserhöhungen für die Bevölkerung. Die Schattenseite der jahrelang billigen Importe, der Zerfall der US-Wirtschaft in wichtigen Segmenten und die resultie-rende Arbeitslosigkeit haben Trump nun ins Weiße Haus geschwemmt mit dem ausdrücklichen Regierungsauftrag gegenzusteuern. Damit besteht erstmals Rückenwind für Reformen in den USA.
    Unklar ist, wie weit Trump sich der Belastungen der Amerikaner im Falle einer Abschirmung gegen die billigen Importe im Klaren ist. Weiterhin, ob die aus der Importverteuerung resultierenden Konjunkturbelastungen durch Ankurbelungsmaßnahmen via Infrastrukturinvestitionen, Ausbildungsförderung, Steuererleichterungen, Repatriierung von Auslandsgewinnen u.ä. kompensiert werden können. Oder auch, wie angesichts der sektoral erheblich divergierenden internationalen Konkurrenzfähigkeiten, etwa die der IT- und Internetbranche im Unterschied zur Stahlindustrie, mit differenzierten Importbeschränkungsmaßnahmen Kollateralschäden vermieden werden können. Die umfangreichen, dennoch wenig erfolgreichen Handelsbeschränkungen gegen Japan unter Reagan 1981-85 haben das Ausmaß der Probleme einer Marktabschottung deutlich gemacht.
    Es zeichnet sich m.E. ab, dass einem Präsidenten Trump und seinem gewählten Beraterstab das Format zur Bewältigung dieser großen Reformvorhaben fehlen wird. Er wird wohl beginnen und dann steckenbleiben.

  4. Avatar

    Schoeller

    16. Januar 2017 19:30 at 19:30

    Das Dilemma mal aus Sicht der USA :
    Das horrend angewachsene Handelsbilanzdefizit der USA zeigt, dass der Dollar im Hinblick auf den Außenhandel der USA deutlich überbewertet ist. Bei einem Kursniveau, wie es sich für den Dollar als internationale Reservewährung herausgebildet hat, können die Exporte der USA nicht mit den Importen mithalten. Das zeigt sich nicht nur das Handelsdefizit mit China, sondern auch mit Deutschland, Japan, EU, Nafta etc (1).
    Eine relative Schwächung des Dollarkurses durch die Geldpolitik (niedrige Zinsen, Dollarflutung der Märkte, Schuldenanhäufung) hat nur geringen und zeitlich begrenzten Erfolg, wie die Politik der FED 2009-16 gezeigt hat. Einen Abwertungswettlauf kann Amerika nicht gewinnen. Für ein neues Plaza-Agreement (1985) fehlt heute die Kraft. Auch Trumps China-bashing wird das Problem nicht lösen.
    Amerika hat kaum eine andere Wahl als über Zölle die Kurslücke zu schließen und die Importpreise so auf ein für das Inland wettbewerbsneutrales Niveau anzuheben. Dies würde der US-Industrie, der Ölförderung und dem Agrarsektor erlauben sich zu erholen und wenigstens den Inlandsmarkt wieder selbst zu beliefern.
    Diese Zusammenhänge dürften in USA seit langem bekannt sein, allerdings fürchtete wohl jede Regierung den Ansehensverlust der Nation und die Preiserhöhungen für die Bevölkerung. Die Schattenseite der jahrelang billigen Importe, der Zerfall der US-Wirtschaft in wichtigen Segmenten und die resultie-rende Arbeitslosigkeit haben Trump nun ins Weiße Haus geschwemmt mit dem ausdrücklichen Regierungsauftrag gegenzusteuern. Damit besteht erstmals Rückenwind für Reformen in den USA.
    Unklar ist, wie weit Trump sich der Belastungen der Amerikaner im Falle einer Abschirmung gegen die billigen Importe im Klaren ist. Weiterhin, ob die aus der Importverteuerung resultierenden Konjunkturbelastungen durch Ankurbelungsmaßnahmen via Infrastrukturinvestitionen, Ausbildungsförderung, Steuererleichterungen, Repatriierung von Auslandsgewinnen u.ä. kompensiert werden können. Oder auch, wie angesichts der sektoral erheblich divergierenden internationalen Konkurrenzfähigkeiten, etwa die der IT- und Internetbranche im Unterschied zur Stahlindustrie, mit differenzierten Importbeschränkungsmaßnahmen Kollateralschäden vermieden werden können. Die umfangreichen, dennoch wenig erfolgreichen Handelsbeschränkungen gegen Japan unter Reagan 1981-85 haben das Ausmaß der Probleme einer Marktabschottung deutlich gemacht.
    Es zeichnet sich m.E. ab, dass einem Präsidenten Trump und seinem gewählten Beraterstab das Format zur Bewältigung dieser großen Reformvorhaben fehlen wird. Er wird wohl beginnen und dann steckenbleiben

    • Avatar

      bauer

      16. Januar 2017 19:47 at 19:47

      ist das eine Gehirnwäsche,weil es 3x erscheint?!

    • Avatar

      bauer

      16. Januar 2017 19:49 at 19:49

      das fmw 3x den selben text bringt,ist schon defuse…

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    bauer

    16. Januar 2017 19:42 at 19:42

    Für diejenigen,die sich noch im Tiefschlaf befinden:
    Wenn Trump seine Truppen aus DE abzieht,dann würde ich an eurer Stelle mal den Persilkarton packen,denn es könnte sein,daß er sich Putin mit einverleib der Usa, sich die Ukraine unter den Nagel reißt!
    ja ja,wg. Ukraine incl.Refugees,wird De abtriften!
    ….aber keine Sorge….der Russe befreit euch dann vom Moslem und spielt sich dann als „Retter“auf!
    Allsazeera ist dann live dabei(mein sender no.1)
    Goldige Zeiten brechen wieder an!

    • Avatar

      bauer

      16. Januar 2017 19:44 at 19:44

      mein deutsch ist ja heute wieder sensationell,lol

    • Avatar

      bauer

      16. Januar 2017 20:05 at 20:05

      Deutsche Welle Tv diskutiert vorab schon den Nato Austritt der Usa….alles läuft nach Plan!

  6. Avatar

    oscar

    16. Januar 2017 21:04 at 21:04

    wer kann denn diesen völlig fehlbesetzen begriff, „flüchtlinge“ noch hören. es ist und bleibt nichts anderes, als eine bewußt, inszenierte und dreist durchgeführet asyl invasion mit landnahme und einwanderung in die löchrigen sozialsysteme. ohne gegenwehr ! die zukünftigen darauf fußenden entwicklungen werden michels augen nochso manche wutt-und wohlstandsträne abfordern. merkel…für mich abartiges unwort des jahrhunderts. aber sie macht leider nichts ganz alleine. da sind wir wieder bei der asylindustrie, dem amerikanischen polit und finanzsumpf und den allmachtsfantasien von kleinst und größenwahnsinnigen weltdorfschwätzern, ähm politeliten…brrr, was für eine realitätsferner euphemismus. naja…es bleibt kapitalismus brutalis. ob sinnloses rot rot geschwätz, grüner vollverachtungs terror oder sich zerfleischende schwarze cdu irrsinn…nur machtegoistisches gedöns und opium fürs dummvolk.

  7. Avatar

    Travis

    16. Januar 2017 21:06 at 21:06

    Fugmann der Sozi hehe.

    Trump hat völllig recht, bei allem.

  8. Avatar

    bauer

    16. Januar 2017 21:41 at 21:41

    Black Friday ist im Anmarsch,wenn Trump sein Amt antritt!
    Jetzt sind wir wieder an der Reihe…..

  9. Avatar

    Marko

    16. Januar 2017 21:52 at 21:52

    „Das horrend angewachsene Handelsbilanzdefizit der USA zeigt, dass der Dollar im Hinblick auf den Außenhandel der USA deutlich überbewertet ist. Bei einem Kursniveau, wie es sich für den Dollar als internationale Reservewährung herausgebildet hat, können die Exporte der USA nicht mit den Importen mithalten. Das zeigt sich nicht nur das Handelsdefizit mit China, sondern auch mit Deutschland, Japan, EU, Nafta etc (1).“

    Die „Überbewertung“ des Dollar resultiert eher daraus, dass es seit 2001 den EUR gibt, die einzige ernstzunehmende Konkurrenz zum USD. Eigentlich sollte man eher andersherum fragen, warum ist der EUR so teuer ? Weil die Amis nix auf die Reihe bringen, siehe Handelsdefizit ? :D

    „…Die umfangreichen, dennoch wenig erfolgreichen Handelsbeschränkungen gegen Japan unter Reagan 1981-85 haben das Ausmaß der Probleme einer Marktabschottung deutlich gemacht.
    Es zeichnet sich m.E. ab, dass einem Präsidenten Trump und seinem gewählten Beraterstab das Format zur Bewältigung dieser großen Reformvorhaben fehlen wird. Er wird wohl beginnen und dann steckenbleiben…“

    Genau, Herr Schoeller, das Projekt Trump, mit unendlich vielen neuen Arbeitsplätzen für die US Bürger, ist in unserer heutigen vernetzten Welt ist zum Scheitern verurteilt, gerade mit seinen Hau-Drauf-wenn-es-nicht-die-USA-ist-Parolen.
    Ich sage : mach doch, mein lieber Donald, die USA mag technologisch führend sein (IT), aber sie ist mit Sicherheit eines nicht : Der Nabel der Welt.
    Wer mit Handelskriegen anfangen will, und sich natürlich gewisse Brüder im Geiste sucht, aber dann glaubt, damit durchzukommen, der hat Selnstbewußtsein…

  10. Avatar

    Marko

    16. Januar 2017 23:33 at 23:33

    „Die Deutsche Bank hat zum ersten Mal seit zehn Monaten wieder den Kapitalmarkt mit einer unbesicherten Euro-Anleihe angezapft.“ :D :D

    Danke, mein lieber Donald und dich mag ihn wirklich, den Comedy-Präsidenten, der sich prinzipiell nix von seinen Beratern sagen lässt. Gerade die Sache mit dem Twitter-Account. – Endlisch noormaale Leute !

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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