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Marktgeflüster (Video): Verkaufen, bevor es zu spät ist!

Verkaufen, bevor es zu spät ist! Das sagt die Bank of Amerika heute, und die Begründung lautet: man habe aus persönlichen Gesprächen mit zahlreichen Firmenchefs in den USA erfahren, dass solange nicht klar sei, wie die zukünftigen Regelungen der Trump-Administration aussehen würden (Steuern etc.), man nicht investiere und einstelle..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Verkaufen, bevor es zu spät ist! Das sagt die Bank of Amerika heute, und die Begründung lautet: man habe aus persönlichen Gesprächen mit zahlreichen Firmenchefs in den USA erfahren, dass solange nicht klar sei, wie die zukünftigen Regelungen der Trump-Administration aussehen würden (Steuern etc.), man nicht investiere und einstelle. Das, so die Bank of America, sei ein wichtiger Grund für die derzeitige Schwäche der US-Konjunktur (die Daten sind so schlecht wie seit 2011 nicht mehr) und man rate daher zu verkaufen, bevor es zu spät sei, da diese Unsicherheit wohl noch lange anhalten werde. Die Wall Street macht das Gegenteil, Dow Jones und S&P500 erreichen heute neue Allzeithochs, der Dax ist bisher knapp an seinem Allzeithoch vorbei geschrammt..

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang M.

    19. Juni 2017 19:32 at 19:32

    Es ist schon fast makaber. Erst steigen die US-Aktien, weil Trump Präsident wurde, dann, weil er jede Menge wirtschaftsfreundliche Vorhaben versprach und jetzt sogar, weil die US-Bosse wegen ihm die Wirtschaft (Einstellungen) drosseln. Nein, ich meine das Kursgeschehen hat sich schon nach wenigen Wochen vom „best President ever“ abgekoppelt, weil BlackRock und Co schon im Januar durch ihre Connections zur Politik wussten, dass er keine Mehrheiten im Kongress finden wird. Es ist m.E. auch nach der letzten Zinsanhebung der FED „noch“ eine Notenbankrallye. Zur Erinnerung: Zum Ende der Jahrtausendrallye 1999 erhöhte die FED die Zinsen von 5 auf 6 %, einem Niveau, bei dem man viel einfacher aus dem Aktienmarkt wegswitchen konnte und die Bewertung zudem immer noch deutlich höher war, als heute. Deshalb denke ich, dass die großen Anleger den Zeitpunkt bestimmen werden, wann die Baisse kommen wird, nachdem sie vorher die Seite gewechselt haben. Scheinbar ist das Zinsniveau der 10-jährigem US-Treasury von 2,2% noch nicht genug. Es ist spannend. Gruß

    • Avatar

      PK

      20. Juni 2017 08:12 at 08:12

      die Frage ist, ob es je wirklich eine Trump-Rally war.
      Denn dann hätten die Aktien wieder fallen müssen, als klar wurde, daß Trump nichts von seinen Versprechen wird einlösen können. Er ist doch nur noch mit sich selber beschäftigt. Man muss also nach anderen Gründen für die Rally suchen.
      Jetzt wird teils sogar die bevorstehende Zinserhöhung als bullisch bezeichnet !

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        20. Juni 2017 08:18 at 08:18

        @PK, die Aktienmärkte sind in Erwartung der Steuersenkungen, denn das macht den Unterschied aus und verbessert die Margen der US-Unternehmen auf einen Schlag. Und je länger man hoffen kann, umso besser. Schwierig wird es, wenn man nicht mehr hoffen kann, entweder weil klar ist, dass die Steuersenkung kommt, oder weil klar ist, dass sie eben nicht kommt! Insofern: doch, es ist eine Trump-wird-die-Unternehmenssteuern-senken-Rally!

        • Avatar

          PK

          20. Juni 2017 08:39 at 08:39

          meine persönliche Meinung ist, daß das nicht die entscheidenden Gründe sind, sondern im Hintergrund die enorme Geldschwemme der Notenbanken (mit Verzögerungen) immer noch den Markt nach oben drückt.
          Die einzelnen Events wie Trump, Brexit, Steuersenkungen, Unternehmensergebnisse etc. bewirken lediglich eine Modulation eines nach oben strebenden Signals.

      • Avatar

        Walter Schmid

        20. Juni 2017 10:41 at 10:41

        @PK und Markus Fugmann
        Es kommt noch ein gewaltiges Treibmittel der Aktienmärkte hinzu: Ein Millionenheer von Sparern weltweit, die bisher den Aktienmärkten ferngeblieben waren und seit Jahren frustriert auf die Entwicklung ihrer Konten schauen, während die Aktienmärkte einen Rekord nach dem anderen brechen, springen immer mehr auf den fahrenden Zug auf. Der Frust all dieser Sparer ist gewaltig und verständlich, wenn man bedenkt, dass sie doch ihr Vermögen in den letzten 8 Jahren am Aktienmarkt leicht verdreifacht hätten. Und es ist nicht auszuschließen, dass dieses Treibmittel noch stärker wird.

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          PK

          20. Juni 2017 10:50 at 10:50

          @Walter, ja sehe ich auch so.
          Keiner von uns kann so genau abschätzen, was in so einem Kleinsparerhirn genau vor sich geht. Aber es passiert langsam. Vielleicht kommen die alle erst. Denn bis jetzt sind die meisten Kleinanleger nach allen vorliegenden Daten noch nicht wirklich dabei (in Deutschland).

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            20. Juni 2017 10:53 at 10:53

            @PK, vielleicht nur ein Aspekt: ich bin mit einer Dame im Gespräch, die für eine Firma arbeitet, die im Netz kostenfreie Aktienfonds (ohne Ausgabeaufschlag) vermittelt; und die sagt mir, dass sie noch nie so viel Nachfrage hatten wie in den letzten vier Monaten; das heißt für mich, dass da viele schon aufgesprungen sind..

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            PK

            20. Juni 2017 11:09 at 11:09

            @Fugmann:
            OK, das ist schon interessant.
            Ich denke nur, das dauert noch an. Mir ist immer noch in den üblichen Volksmedien zu viel Skepsis, totale Euphorie sieht doch für mich anders aus.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            20. Juni 2017 11:15 at 11:15

            @PK, schon richtig, hierzulande nicht, dafür bräuchte man die 13.000 im Dax so dringend.
            In den USA ist das anders, wer CNBC öfter sieht, weiß, dass da sehr viel Euphorie herrscht!

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            Walter Schmid

            20. Juni 2017 11:17 at 11:17

            @Markus Fugmann
            Ja, Viele sind bereits aufgesprungen. Aber die, die es bisher taten, stellen nur einen kleinen Bruchteil des gewaltigen Sparerheeres. PK hat Recht – es passiert langsam. Eine viel größere Schaar könnte schon in den Startlöchern sitzen. Die meisten von ihnen haben keine Ahnung von Börse. Sie sehen nur ihr Sparvermögen und die Aktienkurse. Sie sprechen ihre Hausbank an und die verkaufen ihnen Aktien und Aktienfonds.

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            PK

            20. Juni 2017 11:26 at 11:26

            Ich hab mal ein Jahr in USA (San Diego) gelebt. Ich hab den Eindruck, die Amis sind generell euphorischer mit allem. Die Deutschen dagegen insgesamt dauerskeptisch. Nicht umsonst gibt es drüben ja den Begriff der „German Angst“. Arbeitet man dort drüben in einer Firma, ist man als Deutscher an sich sofort der Bedenkenträger, was nicht immer ganz schlecht für ein Unternehmen ist.

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          columbo

          20. Juni 2017 11:26 at 11:26

          @Walter Schmid
          …oder ihr Vermögen halbiert hätten, wenn es anders gelaufen wäre.
          Wenn…hätte…sollte…die berühmten Börsenkonjunktive. Vielleicht sind die Kleinparer gar nicht so frustriert, wie manche meinen, sondern froh, daß sie kein Geld an der Börse verzockt haben, so wie früher öfters. Vielleicht haben sie, man glaubt es kaum, aus ihren Fehlern gelernt.

          • Avatar

            Walter Schmid

            20. Juni 2017 11:47 at 11:47

            Ja, letzteres wird ganz sicher oft zutreffen. Ich bin sogar überzeugt, dass die meisten des konservativen Sparerheeres weltweit auch in Zukunft keine Aktien kaufen werden, wenn sie es bisher schon nicht taten. Es reichen aber 10%, um noch einen gewaltigen Schub nach oben auszulösen. Man schaue sich nur einmal genauer an, wo die weltweiten Vermögen investiert sind. Hinzu kommt, dass die Immobilienmärkte doch schon ziemlich ausgereizt sind und als Alternative zu Aktien oft nicht mehr so interessant erscheinen.

          • Avatar

            Michael

            20. Juni 2017 11:51 at 11:51

            @columbo Das halte ich für jederzeit plausibel und gut möglich. Haben nicht die deutschen Kleinsparer beim letzten Crash so um die 90 Milliarden versenkt, wenn ich mich recht erinnere?
            Auf alle Fälle erinnere ich mich an die schon fast wahnhafte Euphorie, an die utopischen Renditen, welche die jeweiligen Anlagen angeblich performten.
            Und an die langen Gesichter, als in kürzester Zeit alles schöne Geld weg war.
            Vielleicht sitzt man Draghi einfach aus, glttstellen kann man ihn ja leider nicht ;)

  2. Avatar

    tell

    19. Juni 2017 20:26 at 20:26

    herr fugmann, sie sind ein großartiger analyst. nachdem sie von dax 6000 bis 12900 den ständig kurz bevorstehenden zusammenbruch sahen, sehen sie nun eher einen anstieg auf 13000?

  3. Avatar

    Michael

    19. Juni 2017 20:35 at 20:35

    Verkaufen, bevor es zu spät ist!
    Wer will das denn schon hören? Das bedeutet Stress, Umdenken, 10 Gewinnmitnahmen, 10 neue Trades eröffnen. 30 Minuten Arbeiten statt feiern? Nöö!!!
    Lieber, wie ein geneigter Leser hier immer zu sagen pflegt: Feiern, sofort!
    20 bis 25 ATHs auf 4-Stunden-Basis in den nächsten 2 Wochen werden wir schon noch schaffen. Dudley Do-right steht hinter uns. Die FED will die Wirtschaft nicht verunsichern, das hat sie noch nie getan. Nicht in den Jahren 2014 bis 2016, als eine Kaskade von Zinserhöhungen wegen guter Wirtschaftsdaten angekündigt, aber nicht realisiert wurde. Auch nicht in 2017, wo man plötzlich hawkish wird, weil die Daten durchgehend und anhaltend grauenvoll sind.

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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