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Aktien

Marktgeflüster (Video): Viel zu wenig Angst!

Viel zu viele sitzen im selben Boot, sind massiv gehebelt, und jetzt sind wir durch den scharfen Anstieg der Anleiherenditen, die Geld verteuern und Hebel riskant machen, in einer Phase der Enthebelung! Es wird noch dauern, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass sich die Spielregeln geändert haben. Erst wenn Angst herrscht und viele kapitulieren kommt die Wende – bis dahin aber ist noch sehr viel Luft nach unten..

Redaktion

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am

Markus Fugmann

FMW-Redaktion

Die Aktienmärkte haben ein großes Problem: es gibt viel zu wenig Angst, man hält den massiven Abverkauf für einen kleinen Betriebsunfall, ausgelöst durch VIX-Spekulationen und Verkäufe von Algos, ansonsten aber sei doch nach wie vor alles in Ordnung, also blasen die Medien zum Einstieg. Aber das Problem ist: was da sichtbar wurde, ist nur die Spitze des Eisbergs gewesen! Viel zu viele sitzen im selben Boot, sind massiv gehebelt, und jetzt sind wir durch den scharfen Anstieg der Anleiherenditen, die Geld verteuern und Hebel riskant machen, in einer Phase der Enthebelung! Es wird noch dauern, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass sich die Spielregeln geändert haben. Erst wenn Angst herrscht und viele kapitulieren kommt die Wende – bis dahin aber ist noch sehr viel Luft nach unten..

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Hinterfrager

    8. Februar 2018 18:32 at 18:32

    Alternativstrategie für Tesla: Man bringt die Autos (und irgendwann auch andere Produkte) zu den Marsmännchen – oder ihnen wenigstens ein kleines Stückchen entgegen. Den ersten Schritt scheint man ja gestern durchaus pressewirksam getan zu haben…;-)

  2. Avatar

    Franz

    8. Februar 2018 18:33 at 18:33

    besser kann es gar nicht beschreiben, doch viele werden wieder zu spät verkaufen wie immer, weil Sie meinen, es geht nur immer bergauf!

  3. Avatar

    Marcus

    8. Februar 2018 18:40 at 18:40

    An der Wall Street geht es schon wieder schön nach unten :-) Never catch a falling knife gilt hier wohl.

    @Markus Fugmann: Glauben Sie das das was größeres wird ? Die Frage ist vielleicht bescheuert, aber mich würde es mal interessieren. Danke.

  4. Avatar

    Nouri

    8. Februar 2018 19:10 at 19:10

    Ich denke es kann durchaus ein paar Stöcke tiefer gehen, wenn das Geld teurer wird wird die Qualität wichtiger…

    Qualität zu einem anständigen Preis findet man kaum.
    E.g. Amazon ist zwar eine Wachstumsbombe aber bei einem KGV von 229 eher eine Lachnummer als ein Schnäppchen.

    Die zittrigen Hände werden wohl nächstens das Spiel verlassen…

  5. Avatar

    Andreas

    8. Februar 2018 19:24 at 19:24

    Das Magazin „Der Aktionär“ hat dieses Jahr erneut ein Hebeldepot aufgelegt. Hier handeln also sozusagen die Profis, die tausenden von Lesern Börsentipps weitergeben.
    Das Hebeldepot ist seit Auflegung am 02.01.2018 24,35% im Minus.
    Interessant, wie auch Vollprofis das Depot schrotten können.

  6. Avatar

    PK

    8. Februar 2018 19:28 at 19:28

    Auktion der 30 jährigen 3.121%, 61.2% Indirekte, 8.1% Direkte, Markt ist nicht zufrieden und ZB fällt aktuell wieder etwas.

  7. Avatar

    leser

    8. Februar 2018 20:20 at 20:20

    Im März 2003 stand der Dax noch bei 2200. Und wenn wir den Beginn eines neuen großen Bärenmarktes sehen, wird er wahrscheinlich am Ende deutlich tiefer stehen. Wenn alle Gewinne seit Beginn der großen Hausse Anfang der 80’er ausradiert werden, dann wäre der Dax am Schluss wieder bei 500. Klingt verrückt, ist aber möglich. Bei der Weltwirtschaftskrise verlor der Dow 95%.

  8. Avatar

    Steve

    8. Februar 2018 20:38 at 20:38

    Tesla … Mag ich nicht aus vielen gründen .

    Aber Musik schießt Raketen ins All.

    Das finanzieren keine Milliardäre und keine Aktionäre.

    Das ist eine agenda von anderen Kräften betrieben .
    Darum wird auch Tesla weiter bestehen .
    Wie auch immer .
    Aber die wird man pushen ohne ende .

    • Avatar

      Nouri

      8. Februar 2018 20:51 at 20:51

      ich finde es ja wirklich toll, dass Tesla im selben Quartal, in dem es die größten Verluste in seiner Geschichte verzeichnet, Rekord-Cashflows aus dem operativen Geschäft (gestützt durch Reservationszahlungen) erwähnt. Unglaublich..

      Der Elon Musk ist ja schon ein guter Verkäufer, aber irgendwann werden sich die Aktionäre nicht weiter für dumm verkaufen..und ihm keine weitere Kohle geben ;)

      darum wäre ich mir da nicht so sicher…

    • Avatar

      leser

      8. Februar 2018 20:59 at 20:59

      @ Steve
      Gibt es einen Beleg dafür, dass „andere Kräfte“ am Werk sind?
      Laut Handelsblatt (http://bit.ly/2seu7uW) stammt die Finanzierung für Space X aus dem Kreis der ehemaligen Paypal Eigentümer.

      Mir kommt die Kritik an Musk und Tesla typisch deutsch vor. Wir hatten auch mal gute Unternehmer mit verrückten Ideen. Ist aber 100 Jahre her.. Von deren Errungenschaften zehren wir heute noch.

      Den Roadster im All mit „Don’t Panic“ auf dem Display finde ich schon eine coole Nummer, http://bit.ly/2shE62D

      • Avatar

        leftutti

        8. Februar 2018 22:48 at 22:48

        @leser, das ist eine echt coole Idee, vor allem die tiefschürfende Message auf dem Display. 6300 Tonnen an Weltraummüll im Erdorbit (Stand: 2013) reichen noch nicht. Nein, wir müssen jetzt auch noch echten und philosophisch bedeutungsschwangeren Schrott zum Mars schicken.
        Die grünen Männchen dort sollen gleich im Vorfeld wissen, dass America greater as ever die nächste Invasion plant. Don’t panic, ein paar Indianer und Nigger-Sklaven haben die erste Welle doch auch überlebt. Und schließlich schicken wir euch doch erst einmal nur unseren Müll. Don’t Panic, dieses Vehikel war nur ein gescheiterter Versuch einer umweltfreundlichen Technik.
        Typisch deutsch, sorge ich mich doch schon wieder um das Hier und Jetzt, anstatt den großartigen Errungenschaften von 1918 ff. Lob zu preisen.

        • Avatar

          leser

          9. Februar 2018 21:59 at 21:59

          @ leftutti
          Über den Tesla-Marketing-Gag lässt sich streiten.

          Sie nutzen sicher kein Smartphone, kein Auto, kein Flugzeug. Macht alles Müll und ist umweltschädlich.

          Wenn der Mensch alle Gefahren und potentiellen Nachteile von vorneherein ausschalten würde, bevor er einen Schritt tut, würde er noch nicht einmal Laufen lernen. Da fällt man nämlich oft hin und tut sich weh.

  9. Avatar

    Michael

    8. Februar 2018 20:45 at 20:45

    Ein kleiner Richtungswechsel in Richtung gesundem Menschenverstand und Realität auf allen Ebenen könnte doch wirklich nicht schaden:
    – Eine faire Bewertung der Firmen auf Basis dessen, was sie (sich) tatsächlich leisten anstelle der willkürlichen Börseneinschätzungen (Apple, Google, Facebook, Tesla, VW und Konsorten)
    – Man sollte für Schulden wieder Zinsen bezahlen müssen, anstatt Gewinne daraus zu beziehen (z. B. deutsche Staatsanleihen), umgekehrt sollte man als Kreditgeber (Sparer) auch wieder Zinsen erhalten
    – Die 99% (und mehr) der Bevölkerung, die aufgrund von mangelnder Zeit, Bildung und Interesse oder anderer Präferenzen keine ausgefuchsten und erfahrenen Börsenprofis sind und somit auf Dritte angewiesen sind, sollten nicht immer geringschätzig als Lemminge, Schafe oder Dummköpfe bezeichnet werden. Deren tägliche harte Arbeitsleistung sorgt doch schließlich am Ende dafür, dass das restliche Prozent in seiner abgehobenen Welt existieren und reich werden kann

    Es muss wieder ein irgendwie adäquates Verhältnis von tatsächlich geleisteter Arbeit zu den virtuellen Spinnereien, die ja laut einiger Kommentare hier am Ende nur Buchgewinne oder -verluste sind, geschaffen werden.
    Langsam, vernünftig und gesund oder schnell durch einen Crash.

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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