Aktien

Marktgeflüster (Video): Viel zu wenig Angst!

FMW-Redaktion

Die Aktienmärkte haben ein großes Problem: es gibt viel zu wenig Angst, man hält den massiven Abverkauf für einen kleinen Betriebsunfall, ausgelöst durch VIX-Spekulationen und Verkäufe von Algos, ansonsten aber sei doch nach wie vor alles in Ordnung, also blasen die Medien zum Einstieg. Aber das Problem ist: was da sichtbar wurde, ist nur die Spitze des Eisbergs gewesen! Viel zu viele sitzen im selben Boot, sind massiv gehebelt, und jetzt sind wir durch den scharfen Anstieg der Anleiherenditen, die Geld verteuern und Hebel riskant machen, in einer Phase der Enthebelung! Es wird noch dauern, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass sich die Spielregeln geändert haben. Erst wenn Angst herrscht und viele kapitulieren kommt die Wende – bis dahin aber ist noch sehr viel Luft nach unten..



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14 Kommentare

  1. Alternativstrategie für Tesla: Man bringt die Autos (und irgendwann auch andere Produkte) zu den Marsmännchen – oder ihnen wenigstens ein kleines Stückchen entgegen. Den ersten Schritt scheint man ja gestern durchaus pressewirksam getan zu haben…;-)

  2. besser kann es gar nicht beschreiben, doch viele werden wieder zu spät verkaufen wie immer, weil Sie meinen, es geht nur immer bergauf!

  3. An der Wall Street geht es schon wieder schön nach unten :-) Never catch a falling knife gilt hier wohl.

    @Markus Fugmann: Glauben Sie das das was größeres wird ? Die Frage ist vielleicht bescheuert, aber mich würde es mal interessieren. Danke.

  4. Ich denke es kann durchaus ein paar Stöcke tiefer gehen, wenn das Geld teurer wird wird die Qualität wichtiger…

    Qualität zu einem anständigen Preis findet man kaum.
    E.g. Amazon ist zwar eine Wachstumsbombe aber bei einem KGV von 229 eher eine Lachnummer als ein Schnäppchen.

    Die zittrigen Hände werden wohl nächstens das Spiel verlassen…

  5. Das Magazin „Der Aktionär“ hat dieses Jahr erneut ein Hebeldepot aufgelegt. Hier handeln also sozusagen die Profis, die tausenden von Lesern Börsentipps weitergeben.
    Das Hebeldepot ist seit Auflegung am 02.01.2018 24,35% im Minus.
    Interessant, wie auch Vollprofis das Depot schrotten können.

  6. Auktion der 30 jährigen 3.121%, 61.2% Indirekte, 8.1% Direkte, Markt ist nicht zufrieden und ZB fällt aktuell wieder etwas.

  7. Im März 2003 stand der Dax noch bei 2200. Und wenn wir den Beginn eines neuen großen Bärenmarktes sehen, wird er wahrscheinlich am Ende deutlich tiefer stehen. Wenn alle Gewinne seit Beginn der großen Hausse Anfang der 80’er ausradiert werden, dann wäre der Dax am Schluss wieder bei 500. Klingt verrückt, ist aber möglich. Bei der Weltwirtschaftskrise verlor der Dow 95%.

  8. Tesla … Mag ich nicht aus vielen gründen .

    Aber Musik schießt Raketen ins All.

    Das finanzieren keine Milliardäre und keine Aktionäre.

    Das ist eine agenda von anderen Kräften betrieben .
    Darum wird auch Tesla weiter bestehen .
    Wie auch immer .
    Aber die wird man pushen ohne ende .

    1. ich finde es ja wirklich toll, dass Tesla im selben Quartal, in dem es die größten Verluste in seiner Geschichte verzeichnet, Rekord-Cashflows aus dem operativen Geschäft (gestützt durch Reservationszahlungen) erwähnt. Unglaublich..

      Der Elon Musk ist ja schon ein guter Verkäufer, aber irgendwann werden sich die Aktionäre nicht weiter für dumm verkaufen..und ihm keine weitere Kohle geben ;)

      darum wäre ich mir da nicht so sicher…

    2. @ Steve
      Gibt es einen Beleg dafür, dass „andere Kräfte“ am Werk sind?
      Laut Handelsblatt (http://bit.ly/2seu7uW) stammt die Finanzierung für Space X aus dem Kreis der ehemaligen Paypal Eigentümer.

      Mir kommt die Kritik an Musk und Tesla typisch deutsch vor. Wir hatten auch mal gute Unternehmer mit verrückten Ideen. Ist aber 100 Jahre her.. Von deren Errungenschaften zehren wir heute noch.

      Den Roadster im All mit „Don’t Panic“ auf dem Display finde ich schon eine coole Nummer, http://bit.ly/2shE62D

      1. @leser, das ist eine echt coole Idee, vor allem die tiefschürfende Message auf dem Display. 6300 Tonnen an Weltraummüll im Erdorbit (Stand: 2013) reichen noch nicht. Nein, wir müssen jetzt auch noch echten und philosophisch bedeutungsschwangeren Schrott zum Mars schicken.
        Die grünen Männchen dort sollen gleich im Vorfeld wissen, dass America greater as ever die nächste Invasion plant. Don’t panic, ein paar Indianer und Nigger-Sklaven haben die erste Welle doch auch überlebt. Und schließlich schicken wir euch doch erst einmal nur unseren Müll. Don’t Panic, dieses Vehikel war nur ein gescheiterter Versuch einer umweltfreundlichen Technik.
        Typisch deutsch, sorge ich mich doch schon wieder um das Hier und Jetzt, anstatt den großartigen Errungenschaften von 1918 ff. Lob zu preisen.

        1. @ leftutti
          Über den Tesla-Marketing-Gag lässt sich streiten.

          Sie nutzen sicher kein Smartphone, kein Auto, kein Flugzeug. Macht alles Müll und ist umweltschädlich.

          Wenn der Mensch alle Gefahren und potentiellen Nachteile von vorneherein ausschalten würde, bevor er einen Schritt tut, würde er noch nicht einmal Laufen lernen. Da fällt man nämlich oft hin und tut sich weh.

  9. Ein kleiner Richtungswechsel in Richtung gesundem Menschenverstand und Realität auf allen Ebenen könnte doch wirklich nicht schaden:
    – Eine faire Bewertung der Firmen auf Basis dessen, was sie (sich) tatsächlich leisten anstelle der willkürlichen Börseneinschätzungen (Apple, Google, Facebook, Tesla, VW und Konsorten)
    – Man sollte für Schulden wieder Zinsen bezahlen müssen, anstatt Gewinne daraus zu beziehen (z. B. deutsche Staatsanleihen), umgekehrt sollte man als Kreditgeber (Sparer) auch wieder Zinsen erhalten
    – Die 99% (und mehr) der Bevölkerung, die aufgrund von mangelnder Zeit, Bildung und Interesse oder anderer Präferenzen keine ausgefuchsten und erfahrenen Börsenprofis sind und somit auf Dritte angewiesen sind, sollten nicht immer geringschätzig als Lemminge, Schafe oder Dummköpfe bezeichnet werden. Deren tägliche harte Arbeitsleistung sorgt doch schließlich am Ende dafür, dass das restliche Prozent in seiner abgehobenen Welt existieren und reich werden kann

    Es muss wieder ein irgendwie adäquates Verhältnis von tatsächlich geleisteter Arbeit zu den virtuellen Spinnereien, die ja laut einiger Kommentare hier am Ende nur Buchgewinne oder -verluste sind, geschaffen werden.
    Langsam, vernünftig und gesund oder schnell durch einen Crash.

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