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Marktgeflüster (Video): Wie lange denn noch?

Wir erleben derzeit einen Jahrhundert-Rekord beim Dow Jones, der nun seit 40 Handelstagen nie mehr als 1% gewonnen oder verloren hat

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Wie lange denn noch kann das so weiter gehen wie bisher? Wir erleben derzeit einen Jahrhundert-Rekord beim Dow Jones, der nun seit 40 Handelstagen nie mehr als 1% gewonnen oder verloren hat. Insgesamt beträgt die Schwankungsbreite in diesem Zeitraum beim Dow Jones nur 2,27%, und damit noch deutlich weniger als beim bisherigen Rekord aus dem Zeitraum Dezember 1922 bis Februar 1923 (belastbare Daten gibt es erst dazu seit dem Jahr 1915). Das ist vermutlich Folge einer Patt-Situation: gut für die Märkte ist, dass die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Fed-Zinsanhebung sinkt, schlecht ist, dass die US-Konjunkturdaten zuletzt durch die Bank enttäuscht haben. Irgendwann aber wird sich der nun aufgestaute Druck durch Bewegungsarmut in einer heftigen Bewegung entladen – und schlechte US-Daten werden dann zu schlechten Nachrichten für die Aktienmärkte..

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5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Marco

    7. September 2016 19:44 at 19:44

    Vielen Dank für Ihre Arbeit, Herr Fugmann!

  2. Avatar

    m.d

    7. September 2016 20:37 at 20:37

    Ja da schließe ich mich dem Herr Marco an.
    Vielen Dank an alle FMW`ler

    • Avatar

      Petkov

      7. September 2016 21:23 at 21:23

      Da kann man nur beipflichten! Ich kann mir einen Tag ohne FMW nicht vorstellen. Die Kanäle der öffentlich-rechtlichen Propagandaanstalten sind bei mir per TV-Einstellung gesperrt.

  3. Avatar

    gerd

    7. September 2016 21:38 at 21:38

    Dann hat der Markt ja gottlob das erste Mal seit 1922 wieder eine Art Gleichgewichtskurs gefunden. Lange dran gearbeitet, aber nach fast 100 Jahren hat man das Ziel ja nun erreicht. Was will man mehr.
    So wird der Markt jetzt einige Jahre in Gleichgewichtsstarre verharren – es sei denn….
    …ja, es sei denn, die Volatilität stiege an.
    Und das wird eher kommen als es manchem von uns lieb ist.

    Eine Pseudoerklärung:
    Da die Dividendenrendite heute höher liegt, als die der Anleihen (ich nehme an, in USA genauso), sind
    die Aktien heutzutage evtl. auch ein bisschen das, was vor vielen Jahren mal die Anleihen waren. Oder soll ich sogar sagen, das Sparbuch. Da war ja auch kaum bis gar keine Bewegung drin. Wer gut schlafen wollte, hieß es, der kauft Anleihen. Und wer gut essen wollte, entschied sich für Aktien.
    Ob man heute auch als Aktionär gut schlafen kann nur weil die Dividendenrendite ganz ordentlich ist, sei dahingestellt.
    Dass ich jedoch mit z.B. der Bundesanleihe, über die heute berichtet wurde, noch schlechter schlafen würde, steht für mich fest.
    Bis vor einigen Monaten konnte man bei einer Plus-Rendite von 0,10% bei der 10-Jährigen wenigsten noch ein KGV von 1000 benennen.
    Bei Plus 0,01% lag es bei schlappen 10000.
    Aber jetzt bei MINUS 0,10% ist es ja schon ähnlich wie bei der TESLA-Aktie. Es lässt sich für einen Nichtmathematiker kein KGV mehr errechnen – so hoch ist es.

  4. Avatar

    LookOut

    8. September 2016 00:24 at 00:24

    Wie soll auch viel Bewegung reinkommen, die Schweizer Nationalbank, FED, Bank of Japan und EZB (auch wenn es keine offizielle Mitteilung dazu gibt) investieren längst schon direkt in Aktien und pumpen gigantische Geldsummen in den Aktienmarkt.

    Solang keiner die Zinsen anhebt und das Anleihenkaufprogramm der EZB läuft seh ich die Chancen größer auf steigende Märkte zu setzen in 2016.
    Auch wenn es extrem künstlich aufgeblasene Märkte sind (durch die Notenbanken)und diese Anstiege fundamental keinen Sinn machen sehe ich die Chancen in diesem Jahr noch größer auf der Long Seite.

    Die größte Gefahr sehe ich bei stark sinkender Produktivität in Insolvenzen der Unternehmen die voll aufgeblasen sind mit Notenbanken Geld.

    Auch Zinsanhebungen auf den stark aufgeblasenen Anleihemarkt sind ein Spiel mit dem Feuer.

    Mario Draghi’s Ziel mit den 2% Inflation ist nicht wirklich intelligent, wieviel ist denn eine 10 Jährige Staatsanleihe Wert bei jährlich 2% Inflation + negative Verzinsung ? Ich würde aus 10000€ in 10 Jahren ca. 8000€ machen was ziemlich dümmlich wäre oder ? Würde bei steigender Inflation doch jeder halbwegs intelligente Mensch versuchen aus der Nummer wieder raus zu kommen.
    Das Ende des Anleihenkaufprogrammes + Inflation sehe ich sehr kritisch an.

    Ich bin mal auf UK und die USA gespannt wie die mit dem Thema Inflation umgehen.
    Es ist aufjedenfall on the Long run eine Loss-Loss Situation für Dow & Dax, man scheitert mit dem Finanzsystem (2017 oder 2018) entweder an der Zinswende oder an der Inflation.
    Für 2016 bin ich allerdings noch optimistisch für den DAX.
    Die beste Investition für die nächsten Jahre bleibt trotz der zurecht starken Long–Positionierung Gold.

    Liebe Grüße
    Stefan

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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