Aktien

Marktgeflüster (Video): Wie lange denn noch?

Von Markus Fugmann

Wie lange denn noch kann das so weiter gehen wie bisher? Wir erleben derzeit einen Jahrhundert-Rekord beim Dow Jones, der nun seit 40 Handelstagen nie mehr als 1% gewonnen oder verloren hat. Insgesamt beträgt die Schwankungsbreite in diesem Zeitraum beim Dow Jones nur 2,27%, und damit noch deutlich weniger als beim bisherigen Rekord aus dem Zeitraum Dezember 1922 bis Februar 1923 (belastbare Daten gibt es erst dazu seit dem Jahr 1915). Das ist vermutlich Folge einer Patt-Situation: gut für die Märkte ist, dass die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Fed-Zinsanhebung sinkt, schlecht ist, dass die US-Konjunkturdaten zuletzt durch die Bank enttäuscht haben. Irgendwann aber wird sich der nun aufgestaute Druck durch Bewegungsarmut in einer heftigen Bewegung entladen – und schlechte US-Daten werden dann zu schlechten Nachrichten für die Aktienmärkte..



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

5 Kommentare

  1. Vielen Dank für Ihre Arbeit, Herr Fugmann!

  2. Ja da schließe ich mich dem Herr Marco an.
    Vielen Dank an alle FMW`ler

    1. Da kann man nur beipflichten! Ich kann mir einen Tag ohne FMW nicht vorstellen. Die Kanäle der öffentlich-rechtlichen Propagandaanstalten sind bei mir per TV-Einstellung gesperrt.

  3. Dann hat der Markt ja gottlob das erste Mal seit 1922 wieder eine Art Gleichgewichtskurs gefunden. Lange dran gearbeitet, aber nach fast 100 Jahren hat man das Ziel ja nun erreicht. Was will man mehr.
    So wird der Markt jetzt einige Jahre in Gleichgewichtsstarre verharren – es sei denn….
    …ja, es sei denn, die Volatilität stiege an.
    Und das wird eher kommen als es manchem von uns lieb ist.

    Eine Pseudoerklärung:
    Da die Dividendenrendite heute höher liegt, als die der Anleihen (ich nehme an, in USA genauso), sind
    die Aktien heutzutage evtl. auch ein bisschen das, was vor vielen Jahren mal die Anleihen waren. Oder soll ich sogar sagen, das Sparbuch. Da war ja auch kaum bis gar keine Bewegung drin. Wer gut schlafen wollte, hieß es, der kauft Anleihen. Und wer gut essen wollte, entschied sich für Aktien.
    Ob man heute auch als Aktionär gut schlafen kann nur weil die Dividendenrendite ganz ordentlich ist, sei dahingestellt.
    Dass ich jedoch mit z.B. der Bundesanleihe, über die heute berichtet wurde, noch schlechter schlafen würde, steht für mich fest.
    Bis vor einigen Monaten konnte man bei einer Plus-Rendite von 0,10% bei der 10-Jährigen wenigsten noch ein KGV von 1000 benennen.
    Bei Plus 0,01% lag es bei schlappen 10000.
    Aber jetzt bei MINUS 0,10% ist es ja schon ähnlich wie bei der TESLA-Aktie. Es lässt sich für einen Nichtmathematiker kein KGV mehr errechnen – so hoch ist es.

  4. Wie soll auch viel Bewegung reinkommen, die Schweizer Nationalbank, FED, Bank of Japan und EZB (auch wenn es keine offizielle Mitteilung dazu gibt) investieren längst schon direkt in Aktien und pumpen gigantische Geldsummen in den Aktienmarkt.

    Solang keiner die Zinsen anhebt und das Anleihenkaufprogramm der EZB läuft seh ich die Chancen größer auf steigende Märkte zu setzen in 2016.
    Auch wenn es extrem künstlich aufgeblasene Märkte sind (durch die Notenbanken)und diese Anstiege fundamental keinen Sinn machen sehe ich die Chancen in diesem Jahr noch größer auf der Long Seite.

    Die größte Gefahr sehe ich bei stark sinkender Produktivität in Insolvenzen der Unternehmen die voll aufgeblasen sind mit Notenbanken Geld.

    Auch Zinsanhebungen auf den stark aufgeblasenen Anleihemarkt sind ein Spiel mit dem Feuer.

    Mario Draghi’s Ziel mit den 2% Inflation ist nicht wirklich intelligent, wieviel ist denn eine 10 Jährige Staatsanleihe Wert bei jährlich 2% Inflation + negative Verzinsung ? Ich würde aus 10000€ in 10 Jahren ca. 8000€ machen was ziemlich dümmlich wäre oder ? Würde bei steigender Inflation doch jeder halbwegs intelligente Mensch versuchen aus der Nummer wieder raus zu kommen.
    Das Ende des Anleihenkaufprogrammes + Inflation sehe ich sehr kritisch an.

    Ich bin mal auf UK und die USA gespannt wie die mit dem Thema Inflation umgehen.
    Es ist aufjedenfall on the Long run eine Loss-Loss Situation für Dow & Dax, man scheitert mit dem Finanzsystem (2017 oder 2018) entweder an der Zinswende oder an der Inflation.
    Für 2016 bin ich allerdings noch optimistisch für den DAX.
    Die beste Investition für die nächsten Jahre bleibt trotz der zurecht starken Long–Positionierung Gold.

    Liebe Grüße
    Stefan

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage