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Marktgeflüster (Video): Wiederkehr der Trump-Rally – und ökonomische Logik

Die Trump-Rally ist wieder da, der Dow Jones steigt nach vergeblichen Anläufen an 28 Handelstagen über die 20.000er-Marke – und der Dax durchbricht impulsiv den entscheidenden Widerstand bei 11694/11700 und steigt dabei gleich auch noch über die 11800er-Marke. Aber seltsam ist, dass der Dollar nicht stärker wird..

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Die Trump-Rally ist wieder da, der Dow Jones steigt nach vergeblichen Anläufen an 28 Handelstagen über die 20.000er-Marke – und der Dax durchbricht impulsiv den entscheidenden Widerstand bei 11694/11700 und steigt dabei gleich auch noch über die 11800er-Marke. Aber seltsam ist, dass der Dollar nicht stärker wird: normalerweise müsste der Greenback ja mitsteigen, wenn die Annahme stimmen würde, dass die US-Wirtschaft stärker wird, die Inflation anzieht, und die Fed daher die Zinsen schneller anheben muß. Trump hatte Anfang der Woche den bei ihm versammelten US-Konzern-Chefs erklärt, dass ihre Kosten sinken würden, wenn sie ihre Produktion in die USA verlagern, doch läßt er selbst für eine seiner Firmen in China produzieren. Warum bloß? Ist die latente Dollar-Schwäche ein Hinweis darauf, dass die Grundannahme der Trump-Rally gar nicht stimmt?

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8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Walter Schmid

    25. Januar 2017 18:59 at 18:59

    Was für ein schöner Börsentag. Die Longpositionen steigen mehr als doppelt so stark, wie die Short-Positionen auf die US-Indizes fallen – so macht Börse Spaß. Donald sei Dank!

    • Avatar

      Farroch

      25. Januar 2017 19:50 at 19:50

      Voll anfaenger
      Das ist nur for short time
      Der typ trump ein dreck sack nur manipuliert

  2. Avatar

    Martin

    25. Januar 2017 19:59 at 19:59

    Naja, ich vermute, der Dollar steigt nicht, weil er von den neuen Machthabern in Washington schwach geredet wird, z.B. Herrn Trump. Aber wenn die Details zu Importzöllen etc. bekannt werden, dann dürfte das Gerede nicht ausreichen. Und dann steigt er womöglich schneller als manchem lieb ist.

    • Avatar

      Farroch

      26. Januar 2017 06:47 at 06:47

      Meine these ist .diese Yankibauhändler
      Gemeint trump braucht geld fur seine programme.
      Das war alles vorher geplant mit kurse nach oben ziehen.
      Seine leute bei goldmannsachs und banken
      Verdienen schweine geld setzten auf steigende kurse
      Pushen dow s&p 500 nach oben.
      Dollar befehl von oben schwach halten.
      Alles manipuliert im steigende kurse.

      • Avatar

        Farroch

        26. Januar 2017 06:52 at 06:52

        Diese kurse hat mit realitaet nichts zu tun.
        Ich kann mich errinern 1998 – bis 2000 habe ich diese situation erlebt damals wollten amerikanische tech firmen geld fur ihr aggressive expansionspolitik haben

  3. Avatar

    Toni

    26. Januar 2017 09:58 at 09:58

    Nach meiner Meinung gibt es mehrere Gründe für weniger Dollarstärke oder mehr Eurostärke. 1.Nach dovisher EZB anf. Dez. sind deutsche u.EU Anleihenrenditen gefallen u.nachher stärker gestiegen als US Renditen. 2.vor 2 -3 Tagen hat eine EZB Direktorin von möglichem Tapering geredet, Draghi hat gesagt, man habe darüber nicht einmal gesprochen, bekommt Draghi langsam kalte Füsse, will er verhindern, dass die Negativzinspolitik in De Wahlkampfthema wird ?? Oder hat er Angst ,dass er vom Donald als Währunsmanipulator gebrandmarkt wird ? Was meinen Sie zu meiner Ansicht. Ich schätze Ihre Informationen u.Einschätzungen sehr, leider werden wir als letzte BÄREN nächstens geschützt u. dürfen wenigstens nicht abgeschossen werden.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      26. Januar 2017 10:01 at 10:01

      @Toni, Tapering ist erst einmal nicht in Sicht, die von Ihnen erwähnte EZB-Direktorin Lautenschläger vertritt hier eine Minderheitsmeinung, die so lange nicht relevant ist, als Draghi das Zepter fest in der Hand hat. Insgesamt erwarte ich demnächst eine Erholung des Dollars..

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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