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Marktgeflüster (Video): Zurück in die Zukunft!

Der heutige Handelstag steht unter dem Motto: zurück in die Zukunft! Und die Zukunft ist Dollar-Stärke, Abervakuf von US-Staatsanleihen, Schwäche bei Tech- und Exportwerten etc. Und der Dax ist ein einziges Trauerspiel!

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Der heutige Handelstag steht unter dem Motto: zurück in die Zukunft! Und die Zukunft ist: Abverkauf von US-Staatsanleihen mit starker Versteilung der Zinskurve (länger laufende Anleihen fallen stärker), das hilft vor allem den US-Banken (und besonders Goldman Sachs nach Ernennung des Ex-Goldman-Bankers Mnuchin zum US-Finanzminister). Der Dollar steigt wieder extrem, die Währungen der Emerging Markets crashen. US-Tech-Werte (Nasdaq100) am schwächsten, der Dow Jones (mit starker Gewichtung von Banken und Energiewerten) am stärksten, deutsche Exportwerte (Autobauer) auf der Verlierer-Seite.
Hauptthema ist heute die OPEC-Entscheidung, der Öl-Markt jubelt über die heute beschlossen Kürzung – mal sehen wie lange noch. Als die OPEC das letzte Mal die Produktion kürzte (Dezember 2008) verlor der Ölpreis in der Folge 16%..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Lars

    30. November 2016 22:32 at 22:32

    Goldman Sachs (für vorschnelle Fundamentalisten und Profiposter auf beiden Seiten des politischen Spektrums: die wurden im Video erwähnt, nicht im Text) hat es also wieder einmal geschafft:

    Eigene Aktien gepusht
    Goldpreis vernichtet (deren Ziel liegt ja bei 1.000
    Mitarbeiter in die entscheidenden Ministerien oder Positionen weltweit eingeschleust (von Draghi über Mnuchin bis hin zur FED)

    Dieser Finanzkonzern überschreitet seine Grenzen rechtlich, moralisch und ethisch andauernd und in unverschämten Ausmaß. Es ist schon fast lächerlich, wie sich kritische Bürger aller Colour hierzulande über „Mutti“ oder die Deutsche Bank aufregen und gleichzeitig diesen selbstherrlichen Verbrecherkonzern tolerieren und von ihm mit profitieren. Ein Konglomerat von Narzissten, das die ganze Welt als großes Spiel zu betrachten scheint.

    • Petkov

      1. Dezember 2016 08:02 at 08:02

      Da haben Sie verdammt Recht, Lars. Allerdings steht Goldman Sachs stellvertretend für Organisationen, die es in der Weltgeschichte schon immer in irgendeiner Form gab. Die Reichen und Mächtigen missbrauchen ihre Position und das ist moralisch, ethisch usw. nicht vertretbar. Sie können natürlich mit Privatgeld einen Verein gründen, der Beweise gegen Goldman Sachs sammelt, seine Verstrickungen aufdeckt usw. Sie können eine Demo organisieren und wissen Sie was: Sie können vielleicht sogar dazu beitragen, diesen Laden zu zerschlagen. Die Konsequenz wird sein, dass sich die fetten Kröten einfach einen anderen Teich suchen, den Sie mit ihrer Bewegung wieder trockenlegen könnten. Und dann suchen sich die Kröten wieder….. Naja…

      Goldman Sachs und Co. existieren, weil der Mensch zu Gier, Maßlosigkeit und Unersättlichkeit neigt. Vielleicht findet man diese Gene und entfernt sie, aber das wäre in Europa verboten. Wollen Sie es ändern?

      Ich finde mich damit ab, dass es immer Menschen geben wird, die amoralisch und böse sind… Und unglaublich reich. Und wenn sie den Goldpreis zerstören, dann steige ich halt bei 1000 Dollar ein. Soll ich ein schlechtes Gewissen haben, dass ich einen Krümel abgekriegt habe? Ich mag Goldman Sachs nicht, aber ich kann mich mit seiner Existenz arrangieren und trotzdem ein glückliches Leben führen.

      Dass Sie in diesem Kontext stiefmutti erwähnen, finde ich dagegen weniger gelungen. Diese….. Gestalt schafft Voraussetzungen für die massive Ausbreitung von gefährlichen Parallelgesellschaften, gegen die Deutschland aufgrund der Mentalität oder was auch immer kein Mittel findet. Die Polizei darf entsprechende Straftaten nur in eingeschränktem Maße erfassen, die Mainstream-Medien verharmlosen den Ernst der Lage, die Justiz gibt den Fremden das Gefühl, dass ihre Verbrechen toleriert werden. Ich kann damit leben, dass mich Goldman Sachs ärmer macht. Aber nicht damit, dass die merkel meiner Familie unkalkulierbaren Gefahren aussetzt. Die Franzosen, Belgier etc. wissen sehr genau, wovon ich rede.

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Morgan Stanley-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

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Morgan Stanley hat soeben seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 10,03 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,87/erwartet 9,70).

Der Gewinn liegt bei 1,27 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,17/erwartet 1,11).

Der Umsatz im Bereich Institutional Securities steigt von 4,93 auf 5,02 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit 4,2%.

Hier der CEO-Kommentar im Wortlaut:

James P. Gorman, Chairman and Chief Executive Officer, said, “We delivered strong quarterly earnings despite the typical summer slowdown and volatile markets. Firmwide revenues were over $10 billion for the third consecutive quarter, and we produced an ROE within our target range. Our consistent performance shows the stability of our business model. We remain committed to controlling our expenses and are well positioned to pursue our growth initiatives.”

Morgan Stanley Quartalszahlen Grafik

Morgan Stanley Zentrale in New York
Morgan Stanley Zentrale in New York. Foto: Icc1977 CC BY-SA 4.0

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Netflix-Quartalszahlen: Erwartungen getroffen, toller Gewinn

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Die Netflix-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 5,24 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 3,99/letztes Quartal 4,92/für heute erwartet 5,25). Der Gewinn liegt bei 1,47 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,89/letztes Quartal 0,60/für heute erwartet 1,05).

Die Nutzerzahl ist im dritten Quartal um 6,77 Millionen gewachsen. Die Erwartungen lagen bei 7 Mio durch Netflix selbst – der Markt lag im Schnitt bei 6,7 Mio Erwartung.

Wie man aktuell verkündet, erwartet man 7,6 Millionen neue Nutzer im laufenden 4. Quartal.

Free Cash Flow -551 Millionen Dollar (Vorquartal -594). Operative Marge 18,7% nach 14,3% im Vorquartal.

Kurz-Fazit: Die Zahl neuer Abonnenten trifft die Markterwartungen. Der Gewinn übertrifft die Erwartungen deutlich. Ab Januar, wenn Disney und Apple ihre Konkurrenzangebote auf den Markt bringen, wird Netflix womöglich sehr hart zu kämpfen haben.

Die Netflix-Aktie reagiert nachbörslich mit +7%.

Netflix-Quartalszahlen im Detail

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Netflix-Quartalszahlen Vorschau – die letzte Stille vor dem Streaming-Krieg

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Netflix-Quartalszahlen voraus - Beispiel für TV-Konsum am Fernseher

Heute Abend ab 22 Uhr werden die Netflix-Quartalszahlen vermeldet. CNBC sieht es so: Ab Anfang 2020 werde die Ruhe vorbei sein, wo Netflix quasi als DER große Anbieter den Markt beherrscht. Und ja, ab Anfang 2020 kommen Apple und Disney mit ihren Streamingdiensten auf den Markt mit massivem Engagement, Budgets, eigenen Produktionen etc. Netflix wird massiv bedrängt werden, und hat daher schon längst die Produktion eigener Inhalte ausgeweitet. Das kostet natürlich Geld.

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Markus Koch hat heute in seinem täglichen Marktvideo zur Eröffnung an der Wall Street angemerkt, dass alle Welt schlechte Netflix-Quartalszahlen erwartet. Es könne natürlich ein Vorteil sein, dass die tatsächlichen Zahlen dann von Markt positiv aufgenommen werden, selbst wenn die Erwartungen nur eingehalten werden. Bei Netflix achten die Börsianer immer als Erstes auf die Zahl neuer Abonnenten, und nicht auf die Finanzkennzahlen. Denn setzt sich das enorme Abo-Wachstum nicht immer weiter fort, bricht die tolle Netflix-Story für die Börsianer ein. Die Abo-Zahlen dürften ab dem 1. Quartal (Daten dann Ende April) mehr als ohnehin schon hochinteressant werden, wenn Disney und Apple massiv dabei sein werden Netflix das Geschäft streitig zu machen.

Aber zurück zu den Erwartungen für die Netflix-Quartalszahlen heute Abend. Da erwartet Netflix für das abgelaufene Quartal, dass 7 Millionen neue Nutzer hinzukommen. Die Analystengemeinde rechnet im Schnitt mit +6,7 Mio. Im 2. Quartal waren es nur 2,7 Millionen neue Nutzer bei 5 Mio in der Erwartung. Gibt es heute erneut eine Enttäuschung? Immerhin hat die Netflix-Aktie in den letzten drei Monaten gut 22% an Wert verloren. Ab Anfang 2020 wird es wie gesagt richtig spannend. Es ist nicht übertrieben davon zu sprechen, dass dann in den USA der Streaming-Krieg beginnt. Große Konzerne mit viel Cash und Content bekämpfen dann aktiv Netflix. Es ist kaum vorstellbar, dass alle Player am Markt dauerhaft durchhalten und Gewinne erwirtschaften können, falls man letztlich versuchen sollte die Kunden über niedrige Abo-Preise zu locken.

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