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Marktgegrummel: Schleichende vorsichtige Umschichtung

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nennen wir es mal Marktgegrummel. Wie man von einigen US-Bankhändlern hört, schichten Institutionelle wie Fonds und Versicherungen in kleinen Tranchen in den letzten Tagen vorsichtig um von Aktien hin zu Anleihen. Der Grundtenor dahinter lautet von der Kundenseite: Die Rally der letzten zwei Wochen jetzt zu Cash machen und in den sicheren Hafen umbuchen, denn einigen scheinen die aktuellen Turbulenzen wohl zu unheimlich zu werden.

Da sehe man aktuell was in Asien los ist (heute kräftig im Minus) und wie labil der Ölmarkt ist. Fondsinvestoren würden von einem harten Jahr für Aktien ausgehen und deswegen diese günstige Chance nutzen (Dow + 1.000 Punkte in nur zwei Wochen). Erstmal in Ruhe in Anleihen parken und die nächste Zeit abwarten.

Einige Institutionen arbeiten ja bekanntermaßen auch mit „Marktmodellen“, die sie zwingen bei zu hoher Volatilität die Asset-Klasse zu wechseln. Also zu viel Rauf und Runter in Aktien, da muss man umbuchen hin zu Anleihen oder Gold. Wer momentan Unsicherheit verkaufen will, tut das vor allem bei Öl-Aktien. Hier nehmen wir heute mal beispielhaft Whiting Petroleum heraus, über die wir heute schon berichteten. Die Firma bietet heute auch expliziten Anlass zum Verkaufen. Nach den gestern Abend vermeldeten grässlichen Zahlen und einem noch grässlicheren Ausblick für das laufende Jahr stieg die Aktie zwar gestern Nacht um 7% in der Nachbörse, weil man erst mal glücklich schien, dass die Firma ihre Verlustbringer einstampft. Aber heute scheint die Masse der Trader wohl eher zu meinen, dass ein großflächiges Stilllegen der Ölförderung irgendwie ein Zeichen dafür ist, dass die Firma ein richtiges ernsthaftes Problem hat.

Zum Start ging es nochmal kurz hoch, dann die Reaktion auf die große Erkenntnis der Problemlage bei Whitin. Aktuell geht´s weiter bergab mit -8%.

Whiting
Die Whiting-Aktie seit gestern.

Whiting 2
Die Whiting-Aktie seit 2013. Vom High in 2014 bei über 90 Dollar jetzt auf dem besten Weg Richtung Pennystock bei aktuell 3,42 Dollar.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen wird die derzeit riskante Euphorie an der Wall Street.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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