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Marktüberblick vor US-Arbeitsmarktdaten: EUR/USD, Dow Jones und Goldpreis

Was ist heute als reaktion auf die US-Arbeitsmarkdaten zu erwarten? Einschätzungen zum Euro-Dollar, Dow Jones und Gold..

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Eine Analyse von forexhome.de

NFP Bekanntgabe und wieder keine nennenswerte Kursreaktion? Nun, das werden wir sehen. Fakt ist jedoch, dass wir sowohl gestern als auch heute aller Wahrscheinlichkeit nach rein fundamental begründete Kursbewegungen gesehen haben bzw. sehen werden. Gestern durch die EZB, heute durch die NFP Zahlen. Und was erwarten wir von solchen Kursbewegungen? Dass diese komplett wieder eingeholt werden. Wenn wir über den H4- und Tageschart sprechen, sollte das verhältnismäßig schnell passieren.

EUR/USD Einschätzung vor NFP Zahlen

Wie in der jüngsten Analyse beschrieben, konnte sich der Euro-Kurs ordentlich entfalten, nachdem es zu einer horizontalen und diagonalen Ausbruchskombination im H4-Chart kam. Einmal aus der vermeintlichen Range und einmal aus der vermeintlichen abwärtsgerichteten Flagge. Einziges Problem: Der fehlende Retest. Und so kam es, wie es kommen musste und der Kurs scheiterte am nächstgelegenen Widerstand bei ca. 1.24250.


(Euro-Dollar 4-Stundenchart; alle Charts durch anklicken vergrößern)

Beschleunigt durch das EZB-Event und vielleicht auch heute im Zuge der Nonfarm Payrolls, könnte der Kurs noch ein wenig fallen. Ich habe in diesem Zusammenhang vor allem die Kursmarke bei rund 1.22450 im Auge. Dabei handelt es sich um die Unterseite der möglichen Range im Tageschart. Der Kurs ist mir hier noch einen Retest schuldig.


(Euro-Dollar Tageschart)

Zwischen Ende Februar und Anfang März dieses Jahres kam es zu einem mutmaßlichen bearishen Fehlausbruch unter jene Range und ich würde nun gern einen internen Retest sehen. Nach falsch kommt schnell. Das ist die Annahme. Meine ermittelten Kursziele verbleiben dabei bei zunächst ca. 1.25600, was dem 61.8er Fibonacci Retracement der großen Talfahrt im Monatschart (seit Sommer 2014) entspricht. In meinem Follower Service haben wir uns bereits zu einem früheren Zeitpunkt engagiert und haben entsprechende Ausschlusskriterien festgelegt. Mehr Infos gibt es hier:
https://www.forexhome.de/handelssignale-forex-signaldienst-abonnieren/

 

Dow Jones Einschätzung vor NFP Zahlen

Die aktuelle Dow Jones Prognose bezieht sich vor allem auf den H4-Chart respektive die dort definierte mögliche Dreiecksformation. Diese bildete sich im Zuge der Konsolidierungsphase nach dem großen Kursrutsch.

 


(Dow Jones 4-Stundenchart)

Im Verlauf des Retests des Ausbruchsniveaus wurde in meinem Follower Service bereits ein erster Einstieg aktiviert, von dem wir uns jedoch ohne Verlust trennen mussten, nachdem der Kurs wieder deutlich nachgab. Aktuell erfolgte eine erneute Aktivierung im Kontext des erfolgreichen Tests der Kursmarke bei rund 24400 Punkten. Evtl. folgt auf jene Stabilisierungen und eine weitere Erholung ein neues Hoch im übergeordneten Rahmen oder zumindest ein Spike. Vor den Nonfarm Payrolls kommt die Volatilität aktuell fast vollständig zum Erliegen. Eine erneute kleine Korrektur könnte als Positionierungsmöglichkeit genutzt werden.

Goldpreis Einschätzung vor NFP Zahlen

Laut meiner letzten Goldpreis Prognose war ich relativ bullish eingestellt. Basierend auf der noch intakten Range im Tageschart und einer Stabilisierung an der Unterseite, hielt ich es für möglich, dass der Kurs in kleineren Timeframes weiteres Erholungspotential aufweist.


(Gold Tageschart)

Vor allem interessieren mich die Kursbereiche zwischen rund 1346 und 1351 USD sowie die Kursmarke 1366 USD. Da sich der Kurs scheinbar ganz wacker oberhalb der 30er Fibonacci Retracements der letzten großen Rallye hält, könnten die Kursverluste der letzten Tage zügig aufgeholt werden. Außerdem entstanden keine neuen Tiefs, weshalb ich den aktuellen Wiedereintritt in die kleine Range im H4-Chart nicht überbewerten, sondern als willkommene Long-Chance werten würde.


(Gold 4-Studnenchart)

Vorausgesetzt der Kurs bricht nicht erfolgreich unter ca. 1307.50 USD, gelten die Kursbereiche 1311, 1314 und 1316 USD in meinen Augen als mutmaßliche bullishe Positionierungsmöglichkeiten.

Dazu der Autor im Video:

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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