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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – Kritik an Impfstoff-Euphorie

Redaktion

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Markus Koch berichtet im folgenden Video LIVE zum Handelsstart in New York. Die durch das Unternehmen Moderna angefachte Impfstoff-Euphorie wird kritisch angesprochen. Auch wird das Desaster um Luckin Coffee besprochen. Auch geht es darum, wie „Experten“ denn den Verlauf der Konjunkturkrise bewerten. Und Markus Koch bespricht aktuelle Quartalszahlen.

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22 Kommentare

22 Comments

  1. Avatar

    Longbrüller

    20. Mai 2020 17:37 at 17:37

    Eine sehr gute Wahl an Indikatoren, was der Markus da auftischt, ich benutze sie auch.
    Zum Bestimmen der „baldigen“ Wendepunkten im Markt, sehr genaue Werkzeuge.
    Auch seine Überlegungen finde ich logisch, langsam in die Leerverkäufe einzusteigen.

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    Longbrüller

    20. Mai 2020 20:19 at 20:19

    Ersten KO Putschein gekauft, mit ordentlichen Stopp und einem „konservativen“ Hebel von 13.

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    Mutwürger

    20. Mai 2020 20:42 at 20:42

    Der NASDAQ-Future ist laut meinem Chart an der Kanalobergrenze angelangt, die Gefahr eines Abprallers technischer Natur ist gegeben. Bin heute auch Short im Markt.

    • Avatar

      Lausi

      20. Mai 2020 22:16 at 22:16

      Bei meiner Charttechnik fehlt noch ein kleiner Schnaps nach oben, aber die US-Aktienmärkte sind definitiv reif für den Abschuss! @Hesterbär, hol schon mal die Holzkohle raus! ;-)

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    Perpetum Debile

    20. Mai 2020 20:55 at 20:55

    Die Longbrüller, Fahnenstängler u.Co.sind wieder sehr aktiv, nach Erfahrung könnte es bald nach unten gehen.Meine Vermutung sind das Alles Leute die fast Nichts auf der hohen Kante ( zu verlieren ) haben.
    Denn es gibt einiige ganz Dicke , die bei der letzten Baisse fast die Hälfte ihres Vermögens verloren haben u. eher SHORTBRÜLLER geworden sind.

    • Avatar

      Columbo

      26. Mai 2020 12:40 at 12:40

      @Perpetuum Debile

      Auf die Idee, daß Ihre „Longbrüller“ oder „Shortbrüller“ eher die „Patscheten“(=österreichischer Ausdruck für Tolpatsche) der derzeitigen Szene sind, kommen Sie nicht? Meine Vermutung ist, das die Schlauen kaum was verloren haben und jetzt still und leise an der Seitenlinie mit viel Cash warten und schauen, was passiert. Schreien tun immer nur die oben genannten „Patscheten“.

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    Shorti

    22. Mai 2020 07:03 at 07:03

    @Mutwürger u.Lausi, eure Aussagen haben mich motiviert den Nasdaq zu shorten.Könnte klappen,dafür vielen Dank. Wenn einmal 495 S&P Titel kollabieren werden auch die restlichen 5 FAANG Aktien nicht mehr höher gehen.

    • Avatar

      Lausi

      22. Mai 2020 09:15 at 09:15

      @Shorti – ich fühle mich geehrt und drücke dir/uns die Daumen. Im Moment sieht’s ja ganz gut aus… :-) Den Stop-Loss solltest du aber nicht zu eng setzen, und so mittelfristig unterwegs sein. Mal sehen was die kommende(n) Woche(n) bringen wird (werden). Trumpy-Boy scheint ja mal wieder in Höchstform zu sein – lol ;-)

    • Avatar

      Mutwürger

      24. Mai 2020 11:41 at 11:41

      @Shorti Bitte sehr!
      War keine Anlagenempfehlung…beachte Sie das Risiko des Totalverlustes…usw. usf. :-) Lol
      @Lausi dem ist nichts mehr hinzufügen.
      Wenn man die „V“-Kauflaune der Privaten mit der Buy-the-Dip-Mentalität bedenkt, muss der Trade atmen können.

      Ich persönlich würde (noch) nicht unbedingt auf die große Wende setzten. Wenn man schon fundamental die Parallelen zu 1929 zieht, muss man auch die technische Seite betrachten, analog zu 1929 hätte der DOW sowohl auf der Zeitachse als auch auf der Preisachse noch Potenzial nach oben.
      Aber wer weißt das schon…
      Beste Grüße und schönen Restsonntag.

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    Shorti

    24. Mai 2020 17:11 at 17:11

    @Mutwürger, Richtig man muss aufpassen obwohl die ganze Luftblase von den FAANGˋs getrieben ist, die schon etwa 25 % über der 200Tageslinie schwebt. Eigentlich kann man sich nur freuen wenn uns die Longbrüller die Fallhöhe noch etwas aufhübschen. Übrigens der Freitags Anstieg kam mit sehr kleinen Volumen zustande.Eines ist sicher, diese Kuh mit der Rezession ist noch nicht vom Eis, wenn die Pandemie jetzt gerade in Südamerika ansteigt. Jetzt kann dann D.T. die Grenzen ohne Mauer zumachen.
    Ist nicht die USA stark mit Südamerika verbandelt u.wann wird man in Afrika die Pandemie bemerken?
    Gibt es nicht auch noch Schwellenländer die schon ohne Pandemie genug Probleme haben?
    Packen wir‘s an es gibt noch viel zu shorten.

  7. Avatar

    Mutwürger

    26. Mai 2020 08:44 at 08:44

    Habe gerade meine Shortpositionen leicht aufgestockt.

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    Lausi

    26. Mai 2020 11:03 at 11:03

    Auch ich bleibe bei meiner Bärenmeinung – charttechnisch könnten die Aktienmärkte nach wie vor kurz vorm Abkippen stehen. Allenfalls traue ich dem Markt noch einen letzten kleinen Freudenhüpfer zu. Sukzessive Short-Einstiege können da eine gute Strategie sein.

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    Stratege

    26. Mai 2020 16:23 at 16:23

    Achtung , bitte anschnallen, der Chef aller Indices ,der FAANG ist fast 1% im Minus u.bei Hesterbär schmeckts nach Grillkohle.
    Der Hofnarr von Trump soll ihm gesagt haben es sei nicht klug die Börse noch weiter zu treiben, denn kurz vor den Wahlen könnten ihm seine Gegner mit einem Windstoss das Kartenhaus demolieren. Er sollte jetzt eine Baisse veranstalten u.den Anstieg vor den Wahlen provozieren.

  10. Avatar

    Lausi

    26. Mai 2020 21:58 at 21:58

    Ja mei, da scheint ja was ins Rutschen zu kommen. :-) Mal wieder ein klassischer Turnaround-Tuesday? @Hesterbär, jetzt schmeiß endlich deinen elenden Grill an! ;-)

  11. Avatar

    Mutwürger

    27. Mai 2020 16:19 at 16:19

    @Shoti @Lausi
    Habe ein Teil meiner NASDAQ Short´s abgestoßen. Der Rest bleibt weiterhin in Markt und darf sogar ruhig in SL laufen. Bin jetzt komplett aus dem Verlustrisiko.
    Wie läuft es bei Ihnen?

  12. Avatar

    Shorti

    27. Mai 2020 17:44 at 17:44

    @Mutwürger, ich habe den Nasdaq heute ohne Verlust glattgestellt.Ich habe noch eine S&PLeiche im Keller.
    Der S&P kämpft jetzt gerade mit der wichtigen 3000 er Marke. Da jetzt gerade alle Notenbanken aus vollen Rohren schiessen u.die FED jede Nacht „ getreu nach Gesetz „ die Indices nach oben prügelt denke ich ,sie könnten den Höhepunkt mit Hilfe aller Notenbankgläubigen u.saisonal gesehen noch ein wenig höher treiben. Aber ich werde zum zufriedenen FALLHÖHEN – Beobachter u. sehe eine Riesen Short Chance auf uns zukommen. ( wie schon vom Grillmeister erwähnt) Das grosse Zugpferd ( FAANG) hat doch seit gestern einiges verloren, aber wegen der erwarteten Supererholung ist der Russel 2000 stark.

  13. Avatar

    Lausi

    27. Mai 2020 22:53 at 22:53

    Ohne Zweifel liegen gerade die Bären auf dem Grill, und man kann wieder die alten Börsenweisheiten ausgraben, wie „der Weg des größten Schmerzes“ oder „erst wenn der letzte Bulle/Bär das Handtuch geschmisssen hat, wird die Wende kommen“, etc.

    Ich hätte da noch ein paar Trendlinien / Trendkanäle im Köcher, wo eine Trendwende stattfinden könnte, aber sicher ist das natürlich nicht. Auch ein paar andere Chartmerkmale könnten auf eine baldige Trendwende hindeuten (z.B. offene Gaps).

    Die Wahrscheinlichkeit für erstmal weiter steigende Kurse in den nächsten Tagen scheint aber relativ hoch zu sein – am besten man wartet auf ein besseres Gesamtbild für einen erneuten Shorteinstieg. Beim S&P500 habe ich bei ca. 3.100 eine „Trumpeten“-Trendlinie zu verlaufen – mal sehen, ob sich da eine Wende ergibt. Bis auf ein paar ältere „Short-Leichen“ habe ich im Moment nichts am Laufen.

  14. Avatar

    Shorti

    28. Mai 2020 09:03 at 09:03

    @ Lausi, die Fallhöhe entwickelt sich positiv. Gemäss einer UBSAnalyse gibt es noch einen Widerstand beim S&P bei 3070 ( schon fast erreicht im künstlichen Nachthandel)
    Schauen wir ob sich die Trump-Flöte oder die Lausi- Trompete durchsetzt.
    Googeln: Keyinvest dailytrader – Archiv.

  15. Avatar

    Mutwürger

    28. Mai 2020 19:49 at 19:49

    Ich habe noch max ca. 30180 Pkt. in SP500, wenn man den Rebound vom Crash´29 als Vorlage nimmt.
    Lege heute eine SP Shortposition in den Markt, meine Indikatoren zeigen gutes CRV an.
    Der Rest der NASDAQ Short´s hat noch etwas Luft bis zu den SL´s.
    Bleibt auf jeden Fall spannend!

  16. Avatar

    Mutwürger

    28. Mai 2020 20:23 at 20:23

    …DAX Short reingelegt, mit dem SL 12000

  17. Avatar

    Shorti

    28. Mai 2020 21:57 at 21:57

    @ Mutwürger, Gut gemacht, sie scheinen ein Händchen ( Bärentatze) zu haben.,es scheint ,dass die 3070 der Deckel sein könnte.Zudem ist der neue Konter-Indikator heute fast krankhaft übermässig aufgetreten. Er will es noch benützen, bei einer Baisse wird er wieder verschwinden u.eine neue Idendität suchen. Es würde mich wundern was der Sven/ Roland neben dem Trollentum auf FMW noch für andere Hobbys hat,
    Wie hat er seine Zeit während der Baisse vertrieben ? Normalerweise tauschen sich auf FMW Teilnehmer aus u.haben einen gewissen Nutzen. Lieber Roland , deine Sprüche kennen wir, für Leute wie dich gäbe es auch Selbsthilfegruppen.

  18. Avatar

    Lausi

    29. Mai 2020 04:46 at 04:46

    @Shorti, @Mutwürger – im Moment sieht es ganz vielversprechend aus für die Bären. Mal sehen, ob die UBS-Analyse mit 3070 einen Präzisionstreffer gelandet hat. :-) Bei mir ist der S&P vorerst an der Unterkante eines mittel- bis längerfristigen Aufwärtskanal abgeprallt. Mal sehen wie weit es ggf. runter gehen wird. Die große Frage „Bärenmarktrally ja/nein“ bleibt natürlich erstmal bestehen. Mir ist übrigens aufgefallen, dass es zum Monatswechsel oft zu mittelfristigen Trendwenden kommt. Das könnte also ein schöner Bären-Juni werden. :-)

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Rüdiger Born: Indizes am US-Feiertag – geht da was?

Rüdiger Born

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Heute ist Feiertag in den USA. Mit Futures oder CFDs wäre der Handel in den Indizes auch heute möglich. Geht das was im Chart? Schauen wir und das mal an im Video.

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Dax: Ende der Fahnenstange – oder Kurse weit über 14.000 Punkte?

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Mit einer kleinen Korrektur hat sich der deutsche Leitindex, Dax 30 Performance, aus der zurückliegenden Handelswoche verabschiedet. Der kleine Nervenkitzel konnte indes nichts Weltbewegendes bewirken. Zudem haben sich die anfangs dramatisch darstellenden Kursverluste im Tagesverlauf wieder deutlich relativiert. Auch wenn keine Grundsatzentscheidung getroffen wurde, zeigt diese Performance das angeschlagene Vertrauen, der Marktteilnehmer in die nahezu unendliche Geschichte des Indizes, auf. Eine Verhaltensweise, an die wir uns wohl immer stärker gewöhnen müssen und werden.

Ausblick für den Dax:

Die seit Anfang Dezember laufende Aufwärtsbewegung des Dax dient immer noch der Darstellung von Welle (c) und damit des abschließenden Parts der übergeordneten Welle (B). Die zwingend fünfteilige (1-2-3-4-5) Impulswelle (c), gern auch Antriebswelle genannt, konnte mit der kleinen Korrektur, der letzten Handelstage, die Korrekturwelle (4) ausbilden. Ein sehr schönes Anzeichen hierfür ist der ausgebliebene Schlusskurs unterhalb der 0.38-Unterstützung bei 13.712 Zählern, mittels Schlusskurses.

Steigt der Dax weit über 14.000 Punkte?
Allein dieser Aspekt, als auch der Tagesverlauf der letzten Kerze, deuten sehr stark daraufhin, dass sich im Verlauf der folgenden 2-3 Wochen Welle (5) für den Dax ausbilden wird. In Folge dieser sich ebenfalls fünfteiligen Welle kann der Dax noch einmal ein kräftiges Momentum aufweisen. Das eigentliche Kursziel von (5), verbunden damit von (c) und (B), liegt im Bereich des 1.00-Widerstandes bei 14.476 Punkten. Der Anstieg bis zur zweiten 1.00-Linie (14.794 Punkte) liegt allerdings auch im Bereich des Möglichen.

Fazit:

Der Aufwärtstrend beim Dax wird sich auch weiterhin behaupten, wenn auch das Ende der Fahnenstange immer näher rückt. Ein erneutes Kaufsignal kann ich nicht benennen; das bisherige bleibt bestehen..

Der Ausblick für den Dax

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Aktienmärkte: Kommt jetzt die Korrektur? Risiko US-Regierungswechsel

Kommt jetzt die Korrektur der Aktienmärkte – in der Woche des lange erwarteten US-Regierungswechsels? Was dafür spricht – und was nicht..

Wolfgang Müller

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am

Kommt jetzt die Korrektur der Aktienmärkte? Nach einer gefühlt ewig langen Phase des Übergangs von der alten auf eine neue US-Regierung, ist es am Mittwoch endlich soweit: Ein neuer Präsident verspricht Versöhnung, Toleranz und Ruhe. Aber wird dies auch für die Finanzmärkte gelten, die so sehr von den Pushfaktoren, wie Stimuli, Helikoptergeld und niedrigen Zinsen profitiert haben? Könnte nicht gerade die Hoffnung auf wirtschaftliche Erholung für Volatilität sorgen, denn Joe Bidens Programm ist „zunächst“ einmal nicht nur Wall Street-freundlich?

Aktienmärkte: Treibende und bremsende Faktoren

Es gibt Hunderte von Indikatoren, die zur Beurteilung von Wirtschaft und Börse herangezogen werden, aber nur wenig haben große unmittelbare Bedeutung für die Aktienmärkte.

Der wichtigste Faktor ist nach wie vor der monetäre – und von dieser Seite droht zunächst keine Gefahr. Der Zuwachs der Geldmenge in den USA marschiert auf die 7 Billionen Dollar zu (der Zuwachs beträgt 71 Prozent), das frisch gedruckte Geld der Notenbanken (Fed 120 Mrd. Dollar monatlich) mit ihren ständigen Wertpapierkäufen läuft auf die 10 Billionen Dollar zu. Die Rettungspakete bekommen mit der Ankündigung von Joe Bidens Regierungsprogramm einen weiteren Schub, den die Börsen allerdings schon eingepreist haben.

Geblieben sind allerdings auch die große Euphorie bestimmter Anlegergruppen, die ungesunde Call-Spekulation, die Übertreibungen bei Nebenwerten (Russell 2000) sowie die Spekulationsblasen zum Beispiel in Wasserstofffirmen oder im Bereich der Elektromobilität. Vor allem auch bei der Hyperspekulation mit Penny-Stocks, um nur drei Beispiele zu nennen.

Ebenso die langfristig bedeutsamen Indikatoren, wie der Buffett-Indikator, der Shiller-Index, die ungesunden Abstände der Indizes von ihren Aufwärtstrendlinien und Weitere, auf die ich genau vor einer Woche hingewiesen habe. It doesn’t matter, until it matters.

Die Long-Spekulation im Langfristvergleich

Investoren und Aktienmärkte: alle sind long!

Was kurzfristig die Aktienmärkte sehr belastet und bereits zu einer viertägigen Querbewegung der Indizes geführt hat, war der Renditeanstieg der 10-jährigen US-Treasury bis auf 1,18 Prozent. Diese ist aber nach einem Eingreifen der Federal Reserve wieder auf 1,087 Prozent gefallen. Auch wenn die Zinsen noch sehr niedrig sind, genügen hier schon geringe weitere Anstiege, um zu einer Belastung des Aktienmarktes zu werden.

Die Zinskurve in den USA versteilt sich, erkennbar an der Differenz zwischen der 2- und 10-jährigen Staatsanleihe. Was den Banken zupass kommt, durch das ewige Thema der Fristentransformation, aber eher nicht dem Gesamtmarkt.

Die Saisonalität spricht einmal mehr für eine Korrektur, wie in dem ewigen Chart eindeutig sichtbar.

Aktienmärkte und Saisonalität

Was sich weiter im fast neutralen Bereich befindet, ist der Fear&Greed-Index mit seinen 60 Punkten. Belastend hingegen die Cash-Quote der Fonds, die noch sehr niedrig ist, erst bei einem größeren Rückschlag könnte sich diese wieder ausweiten.

Wie könnte sich die Übertreibung an den Aktienmärkten abbauen?

Dies geht natürlich stets über zwei Wege. Zum einen über eine harte und schnelle Korrektur der Aktienmärkte – und zum anderen über eine längere Seitwärtsphase. Aufgrund der hohen Call-Spekulation in Verbindung mit der hohen Wertpapierkredite (Margin Debt) ist eher von Ersterem auszugehen. Was machen die Märkte heute, an einem Feiertag in den USA – Martin Luther King Day?

Wahrscheinlich gibt es ab mittag wieder einmal Sparflamme an den europäischen Börsen, ohne die Wall Street. Es wird aber weiter Unsicherheit herrschen, wegen der Inaugurationsfeier von Joe Biden. Da man aber Unruhen bereits jetzt schon fast 14 Tage im Voraus entgegenplanen kann, wird Washington gesichert werden wie Fort Knox, mit Zehntausenden von Soldaten, Polizisten, Sicherheitskräften und Geheimdienstmitarbeitern. Die Großmacht USA wird Bilder wie am 6. Januar für die Welt verhindern wollen. Und was so lange bekannt ist, wie mögliche Unruhen am 20. Januar? Das Unheilvolle ist immer das Überraschende, insbesondere für die Aktienmärkte.

Der Fortgang beim Weltprojekt Impfung

Auch wenn gerade das Thema Impfstoffversorgung in aller Munde ist, übersieht man die Geschwindigkeit, wie rasch die Impfkurve nach oben geht. Obwohl es eigentlich erst um die Jahreswende so richtig losging, gab es bereits fast 40 Millionen Impfungen. Voran die USA mit über 12 Mio., China über 10 Mio., Großbritannien über 4 Mio., Israel über 2,2 Mio., selbst Deutschland hat rasch die Einmlillionengrenze überschritten.

Klar sind die Kapazitäten noch begrenzt, aber nach BioNTech, Moderna, Gamaleya und Sinovac gibt es noch so viele Firmen, die kurz vor der Zulassung stehen und ihre Produktion hochfahren. AstraZeneca, Cansino, Sinopharm (beide China), Vector (RUS), Bhanat (IND), Johnson&Johnson und viele andere, es gibt immer noch 200 Impfstoffprojekte, die versuchen auf den Markt zu kommen, um das große Geschäft zu machen.

Wenn man sich die Milliarden Impfdosen, die schon die ersten Firmen auf den Markt bringen wollen betrachtet (ursprünglich 12,6 Milliarden Dosen von nur 10 Firmen, Pfizer hat gerade angekündigt die Produktion 2021 von 1,3 auf 2 Milliarden Dosen erhöhen zu wollen), kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es in der zweiten Jahreshälfte bereits ein Überangebot an Impfstoffen geben wird, den berühmten Schweinezyklus.

Beträgt nicht der Anteil der unter 15-Jährigen an der Weltbevölkerung von 7,7 Milliarden 26 Prozent, allein in Afrika sind es 41 Prozent und damit viele, die gar nicht geimpft werden (können), auch aus finanziellen Gründen?

Beispiel USA: Hier wird man bereits noch in dieser Woche offiziell die schreckliche Zahl von 25 Millionen Infizierten erreichen, aber was ist mit der Dunkelziffer, wenn diese nur den sehr niedrigen Faktor drei oder vier beträgt? Joe Biden hat angekündigt bereits in den ersten hundert Tagen seiner Amtszeit 100 Millionen Amerikaner impfen lassen zu wollen, es sollen viele Firmen staatlich gezwungen werden mitzuarbeiten. Würde es dann nicht bereits im Frühjahr vorbei sein mit den großen Infektionszahlen, zumal man nicht vergessen darf, dass es bis dahin auch noch weiter Millionen Infizierte geben wird, die bis dahin die Krankheit durch haben? Dann aber vorrangig Junge, weil die Älteren bereits geimpft sind.

Zur Börse: Klar wird ein Lockdown durch Joe Biden die Aktienmärkte kurzfristig belasten, aber auf welchen Zeitraum blickt denn der Markt, doch nicht auf das Frühjahr? Auch die Sicht, dass sich die Wirtschaftserholung in 2021 durch die Mutation nach hinten verschieben werde, ist eine börsenunspezifische. Die Erholung wird dann eben stärker ausfallen, der Nachholbedarf größer. Hat nicht das Ifo-Institut erst berichtet, dass das „nicht ausgegebene“ Geld in Deutschland bereits 100 Milliarden Euro erreicht hat?

Fazit

Längerfristig wird das neue Regierungsprogramm der Wall Street und den Märkten nicht zu sehr schaden, das zeigt die Vergangenheit, wenn man sich die Performance der Märkte seit dem Zweiten Weltkrieg betrachtet. Das Big Money hat noch zu jeder Zeit seinen Einfluss auf Regierende durchgesetzt und zu sehr ist die Gesellschaft in den USA auf ihren Konsum und ihren Aktienmarkt angewiesen. Kein Präsident wird eine Umschichtung von Wall Street zu Main Street durchsetzen können, wenn die Masse der Senatsmitglieder selbst große Aktienvermögen besitzen, wenn die Altersvorsorge (Pensionskassen) so sehr von den Kapitalmärkten abhängig ist – anders als in Deutschland.

Aber kurz- und mittelfristig könnten die Pläne der neuen Regierung schon für Unsicherheit sorgen, für Volatilität, im Hinblick auf Verschuldung, Inflation und Kapitalmarktzinsen. Noch ist die Auswahl für die großen Kapitalsammelstellen noch sehr einseitig, aber was würde passieren, sollten sich die allgemeine Kapitalmarktzinsen auch nur ein weiteres halbes Prozent nach oben bewegen? Zukunftsmusik? Klar wird die Notenbank verbal und praktisch dagegen ankämpfen, die große Wende wird nicht gleich kommen, aber einen weiteren „Free Lunch“ für die vielen Neuspekulanten wird es 2021 vermutlich nicht noch einmal geben. An den Börsen klappt selten eine Geschichte zweimal hintereinander. Wird der 20. Januar mit all seinen Auswirkungen nicht erst einmal Luft aus der Spekulationsblase an den Märkten lassen, weil man wochenlang Zeit hatte, die Erwartungen einzupreisen? Die kommenden Wochen sind geradezu einladend für eine Phase des Abbaus von Euphorie, das frische Geld ist an den Märkten angekommen, die Unerfahrenen werden nicht schnell genug reich und dann kommen erst einmal Gewinnmitnahmen. Dies war in den letzten fünf Jahren fast immer der Fall, bis auf den Januar 2019, aber da gab es eine Sondersituation wegen Fed-Chef Jerome Powell und seiner zinspolitischen 180-Grad-Wende.

Wird der US-Regierungswechsel zu einer Korrektur der Aktienmärkte führen?

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