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Markus Koch über das Dilemma der Investoren – die Institutionellen sind bei der Rally nicht dabei!

Redaktion

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am

Es ist viel Hoffnung eingepreist – und die entscheidende Frage lautet: zurecht? Markus Koch faßt die Gemengelage kompakt zusammen: die Gewinnerwartungen an der Wall Street sinken, die Fed wird wohl in diesem Jahr noch von der Bremse gehen, China stimuliert mit massiver Kreditvergabe, Unsicherheit über den Deal zwischen den USA und China etc.

Dazu wieder interessante Einsichten direkt aus Gesprächen Kochs auf dem New Yorker Parkett – die institutionellen Investoren sind bei der Rally nicht dabei und daher nun in einer mißlichen Lage:jetzt noch kaufen nach den starken Anstiegen?

15 Kommentare

15 Comments

  1. Avatar

    Zimmermann

    1. März 2019 13:48 at 13:48

    Könnten die institutionellen Investoren die Märkte nicht leicht shorten? Denn es sind doch scheinbar bei den niedrigeren Umsätzen im Mittel, nur die keinen Fische in den Markt gegangen. Dann werden die Gewinne jetzt mitgenommen. Allen Grund gäbe es doch nach dieser Rally und dann noch die bevorstehende Blackout Period, bei dem die Unternehmen keine eigenen Aktien zurückkaufen dürfen.

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    Prognostiker

    1. März 2019 15:16 at 15:16

    Anscheinend hat kein vernünftig denkender Investor diese starke Rally erwartet, u.diejenigen die im Dez. so richtig auf die Mütze kriegten hatten keine Lust oder konnten wegen fehlender Margin nicht kaufen.
    Bei jetzt schon hochgelaufenen Kursen noch aufzuspringen brächte die Gefahr , ein zweites Mal erwischt zu werden.Darum denke ich ,dass jetzt einige an der Seitenlinie warten bis der Kunstrally der Schnauf ausgeht, um dann richtig zu shorten.Mit denjenigen, die sich innert einigen Monaten ein zweites Mal erwischen lassen, müsste man kein Bedauern haben, die hätten jetzt in der Erholung aussteigen können.Darum gibt es viele Gründe Gewinne zu sichern u.eine Korrektur wäre überfällig, ausser man glaubt an neue Allzeithochs.

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    Andreas

    1. März 2019 15:40 at 15:40

    In wenigen Monaten sehen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit eher neue Allzeithochs. Jetzt ein kleiner Rücksetzer und die Institutionellen und Hedgefonds werden die Indizes hochballern, aus Angst erneut etwas zu verpassen.
    Ich werde nach dem Rücksetzer jedenfalls erneut Long gehen, die (Alt)Bären werden noch etwas warten müssen bis sie den Markt shorten können.

    Ganz ehrlich: Geld an der Börse zu verdienen ist einfach. Geht nach überverkauften Situationen immer Long, die Shorter haben an der Börse ein unglaublich schweres Leben.

    • Avatar

      Columbo

      1. März 2019 18:04 at 18:04

      “Geld an der Börse zu verdienen ist einfach“
      Wenn Taxifahrer, Friseure oder manche Foristen solche Sprüche loslassen, wirds gefährlich. Long gehe ich dann nicht.

  4. Avatar

    Altbär

    1. März 2019 16:55 at 16:55

    @Andreas, du warst doch meines Wissens auch der , der Ende Januar 2018 für den „LONG- LONG-LONG – Segler geschwärmt hat. Hast du in der Zwischenzeit etwas gelernt oder bist du ein typischer KONTRAINDIKATOR?

    • Avatar

      Roberto

      1. März 2019 18:46 at 18:46

      …dann hat Andreas doch richtiog geahndelt…war genau die richtige Zeit um nach Long zu schreien wenn man sich die charts anschaut.

      Gut gemacht Andreas :-)

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    Andreas

    1. März 2019 18:32 at 18:32

    Columbo

    Sehr gut, ich nämlich bin jetzt auch short im Nasdaq…
    Der Long-Einstieg kommt dann später.

    • Avatar

      Columbo

      1. März 2019 18:54 at 18:54

      Aha, short im Nasdaq, und ich hab geglaubt „die Shorter haben an der Börse ein unglaublich schweres Leben“. Aber eben nicht alle, für manche ist die Börse sowas von einfach.

  6. Avatar

    Andreas

    1. März 2019 18:38 at 18:38

    Altbär

    Also, vom Segler habe ich einiges gelernt, habe mich mit den Begriffen, die er um sich geworfen hat, etwas näher beschäftigt, zu meinem Vorteil muss ich dazu noch erwähnen.
    Bei ihnen, Herr Altbär, lerne ich Börsen-Pessimismus in reinster Form und wie man als Shortie sein Geld verbrennt.

    Wie schon mal geschrieben: Tief im inneren bin ich auch eher pessimistisch, was die Börse betrifft, aber diese Gefühle gehören abgeschaltet. Trump, Draghi, Powell und Freunde interessieren sich nicht für meinen Pessimismus.Ich kann die Börse nicht beeinflussen, diese Herren aber schon. Und raten sie mal wo die Herrscher des Geldes die Indizes sehen wollen?

  7. Avatar

    Andreas

    1. März 2019 18:41 at 18:41

    Columbo, waren sie jemals Long bei den Indizes?

    • Avatar

      Columbo

      1. März 2019 19:26 at 19:26

      @Andreas
      Fragen, die eine derart tiefe Einsicht in meine Privatsphäre bedeuten, beantworte ich nicht.?

  8. Avatar

    Altbär

    1. März 2019 18:55 at 18:55

    @ Andreas, ich mache es wieder u.dies zum etwa tausendsten Mal. Bitte unterscheiden zwischen Anlegen u. Traden. Hätte ich im Dez. meine Anlagen in Aktien gehabt, hätte ich einen Riesenverlust gemacht.In diesem Fall habe ich sogar Short getradet u. gewonnen. Ich habe langsam die Meinung diese LONG-Long
    Leute hätten keine Anlagen u.reden nur vom Kurzfristtraden.Wenn sie vom Segler viel gelernt haben,dann haben sie noch Luft nach oben. ( wie der Aktienmarkt)

  9. Avatar

    Andreas

    1. März 2019 19:51 at 19:51

    Columbo

    Ich gebe ihnen einen Tipp: Halten sie diese Quote beim Traden ein: 80% Long, 20% Short, gegebenenfalls shorts komplett weglassen (nicht die an ihren Beinen, sie verstehen?) und nur mit Longs handeln. So stehen sie schon mal auf einem guten Fundament. Bei ihnen scheint die Quote vertauscht zu sein und ja, dann ist das Leben an der Börse verdankt schwer.

    Ich gebe mein Geld lieber einem Menschen mit einem IQ von 90, wenn er nur Long in den Markt geht, als einem Vermögensverwalter (Titel: Dr, Dr, Prof. Einstein) mit einem IQ von 160, der die Märkte aber nur shortet.
    Der „Depp“ mit dem IQ von 90 wird den Doktoren meilenweit Outperformen, glauben sie mir:-)

    @Roberto
    Danke

  10. Avatar

    Altbär

    1. März 2019 20:23 at 20:23

    @Roberto, haben sie wahrscheinlich Januar 2018 mit Januar 2019 verwechselt.
    @ Andreas , Haben sie vielleicht die Entwicklung von Buffetts Portofolio u.vielen anderen Grossanlegern in letzter Zeit verfolgt?

    • Avatar

      Roberto

      2. März 2019 11:44 at 11:44

      oh stimmt…habe ich verwechselt. Sorry.

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Aktienmärkte: Heißer Oktober voraus – Unheil mit Ansage?

Unheil an der Börse baut sich immer unerwartet auf – und wird dann in kurzer Zeit in die Aktienmärkte eingepreist. Die aktuellen Belastungsfaktoren sind dagegen allen bekannt..

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am

Der September geht zu Ende und in diesem Jahr macht er seinem Ruf als schlechtester Börsenmonat für die Aktienmärkte alle Ehre. Vier Wochen fallende Kurse beim Dow Jones sowie beim S&P 500 und ein kleines Wochenplus beim Nasdaq haben etwas Luft aus der Überspekulation aus den Märkten genommen. Aber sind die Abschläge, die die Indizes knapp in den Korrekturmodus von minus zehn Prozent gebracht haben, schon genug? Oder spült der Zinsnotstand die Großanleger wieder zurück in die Aktienmärkte, die in den letzten Wochen ordentlich Kasse gemacht haben? Im Gegensatz zu einem Heer von Kleinanlegern. Die Unsicherheiten an den Märkten haben in der letzten Woche nicht abgenommen, ganz im Gegenteil.

Aktienmärkte: Die derzeitigen Belastungsfaktoren

Es ist Allgemeingut in der Szene, dass derzeit drei große Themen auf den Börsen lasten, abseits von Markttechnik, Saisonalität oder Marktpsychologie:

  • Covid-19
  • das fünfte Stimuluspaket
  • und die großen Spekulationen um den Wahlausgang am dritten November.

In Sache Corona gibt es einfach keine Entspannung, ganz im Gegenteil, die Fälle steigen deutlich an und selbst, wenn es sich um vorwiegende um jüngere Menschen handelt, gibt es sofort behördliche Gegenmaßnahmen: Örtliche Lockdowns (z.B. Madrid), Reisewarnungen, Schulschließungen, mit all den Folgen für die Corona-sensitiven Branchen, aus den x-fach dargestellten Wirtschaftsbereichen. Immer schön an den Börsenkursen ablesbar, Fluggesellschaften als zweites Corona-Worldometer.

Dauerthema Nummer zwei für die Aktienmärkte ist das nächste Rettungspaket, das für viele Menschen unerlässlich ist, um weiter über die Krise hinwegzukommen. Natürlich auch für den Konsum in den USA als Konjunkturpfeiler par excellence. Wie sagte eine US-Expertin letzte Woche im Fernsehen? „Immer noch leben 30 Millionen Amerikaner von so etwas wie Arbeitslosenunterstützung, jeder 10. Haushalt sagt, er habe nicht genug zu essen, man hat zwar immer noch das Moratorium, das vor Zwangsräumungen schützt, aber wenn das ausläuft, stehen Millionen Amerikaner auf der Straße.“

In dieser Situation werden auch politische Taktikspielchen betrieben, weil es den Demokraten bewusst ist, dass fallende Aktienmärkte dem Amtsinhaber schaden. Und dann haben wir natürlich noch die großen Imponderabilien, die direkt mit dem 3. November zusammenhängen.

Das große Damoklesschwert Ausgang der US-Wahlen

Fünf Wochen vor dem großen Wahltag versuchen die Aktienmärkte in irgendeiner Form einzupreisen, welche Folgen nach einem Wahlsieg Bidens oder Trumps zu erwarten sein könnten. Das ganze Spektrum inklusive unterschiedlicher Konstellationen im Kongress. Markus Fugmann hat bereits am Freitag die große Problematik mit der Briefwahl angesprochen, die in diesem Jahr den Wahlausgang zu einer elend langen Prozedur gestalten könnte. Es ist nicht so sehr der Ausgang als solcher, – auch ein Joe Biden wird in den USA keine wirtschaftsfeindliche Politik machen, er ist ein Mann der Mitte.

Aber die große Unsicherheit für die Aktienmärkte geht von einer anderen Thematik aus. Wieso hat Donald Trump schon so früh angekündigt, dass er eine Wahlniederlage nicht akzeptieren werde? Wieso hält er seine Steuerunterlagen der Vor-Präsidentschaftszeit mit aller Macht zurück, entgegen Gerichtsbeschlüssen? Wieso fabuliert er ständig von lebenslanger Präsidentschaft, die eigentlich von der US-Verfassung ausgeschossen ist? Fürchtet er die Aufdeckung von Verstößen gegen US-Gesetze, aktuell noch einmal angefacht durch die Ermittlungen gegen Banken wegen Verstößen gegen die Geldwäsche, auch bei der Deutschen Bank, deren langjähriger Kunde er ist? Es ist bekannt, dass er als Immobilienmogul Geschäfte mit Russland gemacht hat. Was würde eine Wahlniederlage bedeuten? Natürlich den Verlust des präsidialen Schutzes durch die Immunität, die einen Präsidenten vor strafrechtlichen Ermittlungen bewahrt. Ein Strafverfahren gegen den größten POTUS –  für Trump und seine Persönlichkeit die Maximalkatastrophe.

Darin liegt für mich eine große Gefahr, dass er mit allen Mitteln eine mögliche Wahlniederlage zu verhindern versucht und diese auch nicht eingesteht, weit vor der Wahl schon von Manipulation spricht, trotz entgegen anders lautender Beteuerungen der Sicherheitsdienste. Dass ihn nicht einmal Ausschreitungen und bürgerkriegsähnliches Zustände im Lande davon abhalten könnten, das möglicherweise Unvermeidliche einzugestehen. Hunderte Juristen, ehemalige Regierungsbeamte, Wahlexperten und Journalisten spielen bereits das Szenario durch, wie Trump mittels Secret Service aus dem Weißen Haus entfernt werden könnte. Ein Projekt der Juraprofessorin Rosa Brooks hat den Namen Transition Integrity Project (TIP).

Noch ist es lange nicht soweit und es muss auch nicht zu einem extremen Szenario kommen, aber das Ganze ist für die Aktienmärkte eine große psychologische Klippe. Der jetzige Amtsinhaber könnte auch im Amt bestätigt werden und unter Berücksichtigung dieses „autokratischen Verhaltens“ des Präsidenten, kommt den großen Wahlkampfauftritten der Gegenspieler eine besondere Bedeutung zu.

Weitere Wolken am Börsenhimmel

Wir stehen vor dem Ende des dritten Quartals, was zu Umschichtungen in großen Depots, dem so genannten Re-Balancing führen könnte. Die US-Großbank JPMorgan rechnet mit Aktienverkäufen in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar: US-amerikanische Pensionsfonds, den japanischen Government Pension Fund und den norwegischen Ölfonds betreffend. Da die Aktienmärkte die Anleihen weit outperformt haben, könnte es wegen der vorgegebenen Asset Allocation zu Umschichtungen kommen.

Von konjunktureller Seite ist ein gemischtes Bild zu erkennen, wie bei den letzten Zahlen zum Häusermarkt (positiv), aber auch dem Arbeitsmarkt (leicht negativ). An diesem Freitag steht wieder einmal der große monatliche Arbeitsmarkt auf der Agenda, erfassungstechnisch sehr fragwürdig, aber der Markt glaubt an die Zahlen. Ganz übergeordnet ist bei der Markterholung ein eindeutiges, aber unvollendetes V erkennbar, unter anderen hängen die letzten 10 Prozent von der Entwicklung der Pandemie ab. Das spiegelbildliche Wurzelzeichen eben, selbst langsam erkennbar an unserem Ifo-Index.

Die Entlastungsfaktoren

Natürlich hat sich an der Anlagesituation im Hinblick auf die Konkurrenz Aktien versus Anleihen noch nichts Wesentliches geändert. Der derzeitig aus taktischen Gründen vorgeschobene Attentismus der US-Notenbank (Druck auf die politischen Streithähne) kann jederzeit wieder in einen Befreiungsschlag münden – bei weiteren Verlusten. Schließlich ist es Jerome Powells oberstes Ziel, die Wirtschaft zu stützen. Außerdem sind von dem billionenschweren Corona-Hilfspaket des US-Kongresses derzeit bis zu 380 Milliarden Dollar noch nicht genutzt worden, wie auch Finanzminister Steven Mnuchin erklärt hat. Das Geld könnte seinen Weg zu Haushalten und Unternehmen machen, wenn die Abgeordneten den Weg frei machten.

Natürlich können zu jeder Zeit (erzwungene) Meldungen über die baldige Verfügbarkeit eines Impfstoffes kommen, wenn selbst die Chefs von milliardenschweren Biotech- und Pharmafirmen immer wieder sehr optimistische Aussagen zur Entwicklungssituation abgeben.

War im letzten Monat die Investitionsquote der aktiven Fondsmanager nicht drastisch nach unten gefahren worden? Was passiert eigentlich, wenn die Korrektur der Akztienmärkte nicht weiter geht und die passiven Fonds (ETFs) schon wieder im Vorteil sind. Schon wieder Pain Trades? Man darf es nicht außer Acht lassen: es liegen derzeit 5 Billionen Dollar auf kaum verzinsten Cashkonten. „Sie werden wieder in den Aktienmarkt kommen, aber zur falschen Zeit“, so ein Investor im US-Fernsehen.

Fazit

Der ungeliebte Börsenmonat geht mit seiner fast schon erwarteten Minusbilanz der Aktienmärkte zu Ende, aber kommt jetzt ein goldener Oktober? Betrachtet man die Belastungsfaktoren vor den US-Wahlen nüchtern, könnte man sofort ausrufen: nie und nimmer.

Aber Unheil an der Börse baut sich nach meiner Erfahrung immer unerwartet auf – und wird dann in kurzer Zeit eingepreist. Die oben genannten Belastungsfaktoren sind jedem Vermögensverwalter bekannt, selbst die Optionen auf den SPX ab November preisen schon eine höhere Volatilität ein. Auch war der September ein sehr schwankungsfreudiger Monat. Beim Nasdaq gab es an 82 Prozent der Handelstage Veränderungen von über einem Prozent auf Tagesschlusssicht.

Was könnte die Aktienmärkte jetzt nach oben bringen? Vielleicht eine Rückeroberung der 50-Tage-Linie, frisches Geld zu Monatsanfang? Spannung dürfte das TV-Duell zwischen dem Herausforderer und Präsident Trump in der Nacht zum Mittwoch bringen.

Schlussendlich könnte das Bonmot der Börse dann doch wieder einmal gelten: „Politische Börsen haben kurze Beine“. Aber das ist schon ein wenig weit gedacht..

Dass Trump schon im Vorfeld der Wahl am rechtmäßigen Ausgang zweifelt, belastet die Aktienmärkte

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Finanznews

Aktienmärkte: Abverkauf oder Rally? Videoausblick

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte starten in eine wahrscheinlich turbulente Handelswoche! Im Fokus die Debatte zwischen Trump und Biden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Es gibt einige Faktoren wie die Saisonalität kurz vor der US-Wahl, die für einen fortgesetzten Abverkauf der Aktienmärkte sprechen – der Dow Jones und der S&P 500 nun vier Wochen in Folge im Minus und damit mit der längsten Verluststrecke seit August 2019. Aber es gibt auch für die Bullen Hoffnung, da die Stimmung inzwischen komplett gedreht hat und vor allem institutionelle Investoren extrem short positioniert sind (mit dem Potential für einen Short Squeeze). Heute dreht sich einmal mehr fast alles um Donald Trump..

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Indizes

DAX daily: Startschuss zu einer Erholung? Tages- und Wochenausblick

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Haben wir am Freitagnachmittag den Startschuss für eine Erholung gesehen? Am Freitag hat der Dax zwar mit einem weiteren Abschlag von 137 Punkten (-1,09 %) eine rabenschwarze Woche beendet, dennoch konnte er am Nachmittag kräftig zulegen. Auf Wochensicht beläuft sich der Verlust auf insgesamt 647 Punkte (-4,93 %). Dabei ist er auf das tiefste Niveau seit Ende Juli abgerutscht. Sein Tagestief markierte der deutsche Leitindex bei 12.341 Punkten, wohingegen das Tageshoch bei 12.622 lag. Schließlich ist der Handelstag und somit auch die Börsenwoche bei 12.469 zu Ende gegangen. Einmal mehr haben die Corona-Sorgen die europäischen Aktienmärkte belastet. Derzeit ist es aufgrund der starken Ausbreitung des Virus kaum vorhersehbar welche Maßnahmen seitens der Regierungen getroffen werden und wie sich das auf die Konjunktur auswirkt. Wenn die Börse eins nicht mag, dann ist das die Unsicherheit.

Auf der anderen Seite haben die US-Börsen am Freitag einen ersten Impuls gen Norden gesetzt. Dadurch hat sich auch das Blatt im Dax gewendet. Angetrieben durch starke US-Indizes konnte der Leitindex nachbörslich immerhin noch bis 12.576 ansteigen. Im Tageschart hat er folglich eine Kerze mit einer langen Lunte hinterlassen. Beim großen Bruder vom Dax dem S&P500 hat sich auf Tagesbasis sogar ein „Morning Star“ gebildet, diese Chart-Formation deutet auf eine Bodenbildung bzw. Trendumkehr hin und könnte der Startschuss für eine ausgedehnte Erholung sein.

Nicht nur die Marke von 12.750 ist diese Woche ein neuralgischer Punkt im Dax, sondern auch die 12.900 und die runde 13.000er Marke. Um das Chartbild wieder aufzuhellen, muss der Dax entsprechend per Tageschlusskurs über den jeweiligen Niveaus schließen. Demgegenüber wäre ein Rückfall unter die Marke von 12.500 ein weiteres Anzeichen für Schwäche im deutschen Leitindex.

News und fundamentale Daten

Am heutigen Montag sehen wir keine interessanten Konjunkturdaten, stattdessen könnte die Rede von EZB-Präsidentin Lagarde um 15:45 Uhr den Dax bewegen. In ihrer Ansprache äußert sie sich zur europäischen Geldpolitik, dabei spielt ihre Rhetorik eine entscheidende Rolle, da sie mit ihren Worten die Erwartungen von Analysten und Anlegern bestätigen und enttäuschen kann.

Am Dienstag steht das Verbrauchervertrauen im Blickpunkt, das als Schlüsselgröße für das Verhalten des Konsumenten und der Inflation gilt. Zuerst erscheint der Verbraucherpreisindex aus Deutschland, bevor wir das vom Conference Board erhobene US-Verbrauchervertrauen sehen. Das Highlight der Woche ist sicherlich der Mittwoch. Dann werden die Einkaufsmanagerindizes aus China veröffentlicht. Zudem erscheinen die Einzelhandelsumsätze und die Veränderung der Arbeitslosenquote aus Deutschland. Aus der Euro-Zone sehen wir außerdem noch den Verbraucherpreisindex. Darüber hinaus erscheinen die ADP-Arbeitsmarktdaten sowie das Bruttoinlandsprodukt aus den USA. Die zahlreichen Konjunkturdaten können für richtig Schwung im Dax sorgen und im positiven Fall die Erholung unterstützen.

Auch der Donnerstag ist vollgepackt mit Wirtschaftsdaten. Zuerst erscheint der wichtige Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe aus Deutschland. Danach findet das Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU statt. Zu guter Letzt sehen wir noch die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten sowie den viel beachteten ISM Einkaufsmanagerindex aus den USA. Zum Abschluss der Woche erscheint am Freitag der Verbraucherpreisindex der Euro-Zone sowie die US-Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft. Damit stehen diese Woche eine Masse an Trading-Events auf der Agenda. Nicht nur im Dax, sondern auch bei den US-Indizes, in den Devisen und bei den Edelmetallen kann es zu erhöhter Volatilität kommen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Vorbörslich notiert der Dax knapp 200 Punkte im Plus, entsprechend geht es mit einem großen Aufwärts-Gap in die neue Handelswoche. Zur Eröffnung kann es daher erstmal einen Rücksetzer geben, bevor sich die Erholung fortsetzt. Um die begonnene Erholung von Freitagnachmittag fortzusetzen, muss der Dax die nächsten Widerstände bei 12.665 und 12.700 herausnehmen. Bei einem Anstieg über die 12.711 würde der Dax ein neues Hoch markieren und den Trend kurzfristig umkehren. Darüber wartet dann der entscheidende Widerstandsbereich zwischen 12.745 (PP R1) und 12.765 (38,2 % Retracement), dazwischen liegt noch der neuralgische Punkt bei 12.750. Schafft es der Dax den Bereich zu überwinden, dann geht es zum Tageshoch vom 24.09. bei 12.830. Ein Überschreiten der Marke wäre ein bullisches Signal und eröffnet weitere Ziele auf der Oberseite bei 12.900 und der runden 13.000er Marke.

Wie gesagt, nach einem derartig großen Gap zum Freitagsschlusskurs kann es zu einem Rücksetzer kommen. Eine erste Unterstützung liegt an der 12.620. Dort kann der Dax auch schon wieder nach oben abdrehen, ansonsten folgen die nächsten Unterstützungen bei 12.565 und am Pivot Punkt bei 12.542. Findet der Dax dort auch keinen Halt, dann folgt bei 12.500 eine wichtige Unterstützung, diese sollte er halten, um die Erholung nicht zu gefährden. Ein Unterschreiten wäre ein Zeichen der Schwäche und würde ihn zum Gap-Close bei 12.469 bringen. An dieser Stelle liegt auch eine Unterstützung aus der Bodenbildung bei 12.463. Darunter könnte es für den Dax wieder düster werden. Dann ergeben sich Ziele bei 12.341 (Tief 25.09.) und tiefer.

DAX daily: Tages- und Wochenausblick - M30-Chart - Startschuss zur Erholung

Dax Unterstützungen (US):

12.565 – Stundenchart

12.542 – Pivot Punkt

12.505 – Tagestief 21.09.

12.469 – Gap 25.09.

12.463 – US aus Bodenbildung (Tief 12.341)

12.341 – Tagestief 25.09.

12.280 – Tief 03.08.

12.209 – Tief 31.07.

12.177 – SMA200 Tagesbasis

Dax Widerstände (WS):

12.670 – vorbörsliches Hoch

12.665 – 261,8 % Extension (Tief 12.341)

12.700 – mehrfacher WS (H1)

12.745 – Pivot Punkt R1

12.750 – neuralgischer Punkt

12.765 – 38,2 % Retracement (Hoch 13.460)

12.830 – Tageshoch 24.09.

12.900 – 50 % Retracement (Hoch 13.460)

13.000 – psychologische Marke

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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