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Markus Koch über die Turbulenzen an den Märkten – Fed wird Not-Zinssenkung machen

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Markus Koch weilt bekanntlich derzeit im Urlaub – aber das hält ihn nicht davon ab, gelegentlich substantielle Kommentare zum Marktgeschehen zu machen. Er rechnet mit einer ausserplanmäßigen Zinssenkung der Fed, weil die Anleihemärkte in Panik seien (beinahe tägliche neue Rendite-Allzeitiefs bei Staatsanleihen)  – und damit erwartet Koch eine Art Wiederholung dessen, was wir im Jahr 1998 gesehen haben (als dann eine massive Rally an den Aktienmärkte auf eine damalige ausserplanmäßige Zinssenkung der Fed folgte).

Aber ist die Fed wirklich schon so weit, eine ausserplanmäßige Zinssenkung vorzunehmen? Die gestrigen Aussagen von James Bullard, dem doch eigentlich dovishten Mitglied des FOMC, sprechen hier ganz klar dagegen. So sagte Bullard gestern:

„Macroeconomic outcomes are quite good for the United States. Unemployment is near a 50-year low. Inflation is low and stable. I’ve argued that it’s a little bit too low, but it’s basically low and stable. The economy’s not in recession. So, it’s actually a good time to do strategic thinking for the future. You’re trying to think over five or 10 years into the future here“
.

Klingt irgendwie nicht nach Panik, oder? Mit anderen Worten: es muß wohl noch viel mehr passieren, dass die Fed einen solchen eher radikalen, historisch sehr seltenen Schritt unternimmt. Aber wer weiß, wie schnell die Dinge etwa im Handelskrieg weiter eskalieren – Jerome Powell hatte ja immer wieder darauf hingewiesen, dass die Auseinandersetzung zwischen den USA und China die Wirtschaft stark verunsichere.

 

Hören wir aber Koch mit seinen Thesen:

 

Markus Koch ist der wohl beste deutsche Berichterstatter von der Wall StreetWall S

4 Kommentare

4 Comments

  1. Marcus

    15. August 2019 12:25 at 12:25

    Und was macht die Fed dann in einer „richtigen Rezession“ wenn sie jetzt schon Panik kriegt ? Wenn das so kommt, kann man nur hoffen das es in Zukunft keine substantielle Krise gibt,denn sonst haben alle Zentralbanken ein riesengroßes Problem…

  2. Hesterberg

    15. August 2019 13:00 at 13:00

    Wie können Markus Koch und andere nur tatsächlich glauben, dass eine vorgezogene Zinssenkung der FED von lächerlichen 0,25% eine Umkehr der derzeitigen Gemengelage bewirken und gar eine Aktienmarkt-Rally nach oben auslösen könnte. Ich glaube nicht, dass man die aktuelle Marktsituation mit 1998, 2001 oder 2007 vergleichen kann und noch weniger glaube ich, dass kurzfristig noch einmal Euphorie an den Märkten entstehen kann.

  3. David

    15. August 2019 17:52 at 17:52

    Interessante These, bekommt dann Trump seine -1% von der FED? Auch als Anwort auf die weitere Lockerungs-Maßnahmen der EZB? Und auch um absichtlich den Dollar zu schwächen?

    Die Rezension kommt aber trotzdem…es gibt aber genug „Affen in der Herde“, die sich von Trump und den sog. Finanzexperten blenden lassen

  4. Beobachter

    15. August 2019 19:41 at 19:41

    Markus Koch ist in den Ferien u,sein Verstand abwesend.Ich habe schon mehrmals den Bericht erwähnt:
    Bitte googeln, IN DEN USA SIND NEGATIVZINSEN TABU,
    Dort ist erwähnt ,dass für eine Rezessionsbekämpfung jeweils ca.5% Zinssenkung üblich ist, was genau
    In 2001 und 2008 passierte.Koch widerspricht sich auch öfters, einmal kritisiert er, dass die Anleger nie verkaufen ,anderseits erwartet er jetzt eine Mikrozinssenkung um die Börsen zu retten?
    Dann betrachtet er den GröPaz als untauglich u.trotzdem meint er die USA könne den Handelskrieg gewinnen.Ich habe nichts gegen ihn, aber er ist u.bleibt ein Kurzfristdenker/ Trader.

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