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Aktuelles Interview Markus Krall: Deutschland kurz vor der Stagflation

Markus Krall spricht darüber, dass für den Herbst eine Stagflation ansteht. Sehen Sie seine äußerst interessanten Ausführungen im Video.

Entwertetes Geld als Symbol für Inflation und Stagflation

Der von Leitmedien als Crashprophet bezeichnete Bankenexperte Markus Krall wurde auch von unserer Seite in den letzten Jahren für einige seiner Aussagen kritisiert. Dennoch hat er in den letzten Jahren hochinteressante und beachtenswerte Analysen über das Finanzsystem geliefert. Vor Jahren sprach er von dem Heraufziehen einer Hyperinflation. Hatte er recht, nur es dauerte etwas länger? In einem aktuellen Interview mit Marc Friedrich spricht Markus Krall davon, dass wir jetzt vor der Stagflation stehen – also dem Phänomen von gleichzeitiger Rezession und Inflation (hier eine genauere Erklärung des Begriffs).

Warum Deutschland kurz vor der Stagflation steht – Markus Krall mit Erläuterung

Warum wir so kurz vor einer Stagflation stehen? Auf der einen Seite gibt es laut Markus Krall den Inflationsdruck durch den enormen Geldmengenüberhang, der durch die EZB erzeugt wurde. Gleichzeitig sehe man den Kollaps der Lieferketten. Und Deutschland stehe vor einer Rezession. Die gesamte Gemengelage sei stagflatorisch, und vergrößere das Dilemma der EZB. Laut Markus Krall sei es nun egal was die EZB macht, es werde nur noch schlimmer. Die Inflation sei ausgelöst worden durch die Erzeugerpreisinflation, die derzeit über 30 Prozent liege. Mit einem Abstand von 3 bis 6 Monaten breche sich diese Inflation bei den Erzeugern durch auf die Verbraucherpreise.

Der Herbst wird entscheiden

Der Herbst wird laut Markus Krall über die Stagflation entscheiden. Denn im Herbst werde sich die Energiekrise zuspitzen. Die Wirkung der falschen politischen Entscheidungen werde dann auf die steigenden Preise durchgereicht. Was man in Europa in der Tat noch gar nicht auf dem Schirm hat, wird von Markus Krall erwähnt – nämlich die womöglich anstehende Rezession in China. Die dort „neu aufgelegte Planwirtschaft“ hat seiner Meinung nach das Wirtschaftswachstum abgewürgt. Er sieht für Deutschland eine gesellschaftspolitische Krise heraufziehen, die eine Gefahr für die Demokratie sein könne.

Wie schützen die Bürger jetzt ihre Kaufkraft?

Nicht erst bei einer möglichen Stagflation, sondern auch jetzt schon bei der hohen Inflation von derzeit 7,6 Prozent in Deutschland stellt sich die Frage, wie die Bürger ihre Kaufkraft schützen können. Laut Markus Krall sei das über das Einkommen schwierig. Beim Konsum könne man Ausgaben reduzieren oder in die Zukunft verschieben. Am ehesten möglich sei es bei der Vermögensallokation. Er gibt selbst zu, dass er als Degussa-Chef natürlich gefangen ist, aber dennoch spricht er sich klar für Sachwerte wie Edelmetalle aus, darunter vor allem Gold und Silber. Auch erwähnt er Aktien als Anlagemöglichkeit. Immobilien seien problematisch wegen der vorhandenen Blase, und den jetzt schnell steigenden Zinsen.



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19 Kommentare

  1. Natürlich sind hier eine Menge Leute, die alles besser wissen, aber als ich 2018 die Informationen von Dr. Markus Krall verarbeitet hatte, sind wir Anfang 2019 in volle Deckung gegangen, und haben uns genau auf das vorbereitet was heute schon akut ist, und auf das was uns in diesem Winter (und auch vielleicht noch ein paar Jahre danach) bevorsteht.

    https://youtu.be/joJffgKN0jM

    Und es kommt genau so wie er es beschrieben hat; mit einer Ausnahme: Die Gelddruckorgie findet nicht nach den Bankenpleiten statt, sonder davor.
    Corona hat das nun alles noch beschleunigt, und für alles was sonst noch ist, wird Putin verantwortlich gemacht.
    Auch die Immobilienpleite wird genau so kommen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Helmut. Genau das wird aber nicht kommen, ebenso wie deine Deutschland-wird-frieren-Storys, du Frostbeule aus dem Hitzekessel.😀

    2. Er sagt es deutlich: Nicht alles in Gold und Silber!
      (Nur 20% Gold laut früherer Krall‘scher Aussage).
      Im übrigen Sachwerte wie Aktien usw.
      Finde ich ok.
      Dass sich die Geschichte ganz anders entwickeln könnte, als wie er es prophezeit, steht auf einer anderen Seite.
      Das Unbekannte Unbekannte eben, wie auch Krall es formuliert.

      1. Hallo Columbo,
        diese 20 % können nie erreicht werden.
        Selbst bei 1 % würde im Goldhandel die Hölle losbrechen.

        Die Deutschen verfügen mit Immobilien über ein Vermögen von etwa 25 Billionen.
        Man schätzt, dass die Deutschen etwa 9 Milliarden an physischem Gold besitzen.
        Also nur 0,036%.
        Was ja auch gegen ein etwaiges Goldverbot spricht.
        Denn gerade physisches Gold lässt sich hervorragend verstecken. Also würden nur wenige Goldbesitzer ihr Gold abgeben.
        Und für diese 0,036% minus des versteckten Goldes, soll ein Staat ganze Armeen losschicken, die jahrelang Gärten umgraben, usw. Das glaube ich nun wirklich nicht.

        Viele Grüße aus Andalusien Helmut

        1. @Helmut

          Wer redet denn von den Deutschen? Warum kommen Sie immer mit diesen rein theoretischen Beispielen?
          Ich rede von den wenigen, die sich mit Sachwerten absichern. Und da sagt Krall eben 20% Gold und nicht mehr. Schluss!
          Der Rest sind andere Sachwerte, wie beispielsweise Aktien. Sagt Krall!

  2. Der Wert einer Währung spiegelt immer die Wirtschaftskraft einer Nation. Wenn ich also in einer Gemeinschaftswährung einerseits wirtschaftlich starke Exportländer wie Deutschland oder auch Frankreich, andererseits aber auch wirtschaftlich schwache Staaten wie Italien oder Portugal habe die sich den € als Währung eigentlich gar nicht leisten können MUSS das auf Dauer schief gehen. Dazu noch die ultralockere Geldpolitik von Christine Lagarde um zu verschleiern, dass der € schon lange tot ist und et voila, fertig ist die Finanzkrise. Danke liebe EZB, dass ich dank euch arbeiten darf bis ich tot bin und die Rente der Vergangenheit angehört!

  3. Da kann man mal sehen, wieviel hochqualifizierte Dummköpfe sich dann in Deutschland zu Wort melden, und genau davor warnen. Ja sogar die Minister Angst vor Aufständen haben, wenn es kalt wird in den Wohnungen.
    Mal sehen was kommt.
    Wir können dem entspannt entgegen sehen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. @Columbo, den hochqualifizierten Dummkopf,

      die F&K Inferno Group solltest du schon etwas ernster nehmen und kleinkarierte Bedenken endlich mal beiseite lassen.
      Wenn ein Marc Friedrich Herrn Dr. Markus Krall interviewt, parken zwar möglicherweise Kritik, Diskurs und skeptische Nachfragen mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auf dem entfernten Abstellgleis. In etwa wie bei der täglichen Lagebesprechung von Putin mit seinem Außenminister. Der einzige Unterschied: Da weiß man, wer das Herrchen und wer das Hündchen ist.
      Ich will natürlich nicht unterstellen, dass die beiden Kumpel Marc und Markus Kumpels sein könnten, wie es das eine oder andere Bild völlig missverständlich zu insinuieren (ein klasse Wort, ich liebe es) vermag.
      https://www.tabularasamagazin.de/markus-krall-der-crash-kommt-2021-gelddrucken-hat-das-denken-ersetzt/
      https://twitter.com/marcfriedrich7/status/1332022944533532672

      Wesentlich interessanter ist da schon die Frage von Herrn Kummerfeld: Vor Jahren sprach er von dem Heraufziehen einer Hyperinflation. Hatte er recht, nur es dauerte etwas länger?
      Jaaa, vor Jahren sprach er das. Vor vielen, vielen Jahren schon. Wie es übrigens auch schon seine Vorpropheten ihm eingeflüstert (besser insinuiert, ich liebe das Wort) haben.

      Der gute Mann scheint ja goldige prophetische Fähigkeiten zu besitzen. Vielleicht erschien ihm in seinen Visionen 2012-2019 ein Virus in der hyperfokussierten Strabismus-Halbform eines Sonne-Mond-Logos. Danach, in einer langen Zeit von Schweigen und Abwesenheit, sah er gelbe Männchen in hermetischen Schutzanzügen, die Millionen von Türen verschraubten und Häfen abriegelten. Dann sinnierte er von westlich insinuierten (ein wunderbares Wort) Bildern überlasteter Krankenhäuser, Schifffahrtsrouten und Häfen rund um den Globus. Er sah den Copy-Werkbank-Drachen wieder auferstehen und erneut untergehen. Er sah die Gas-Energie-Würgeschlange sich um den westlichen Hals schlingen.

      Als er vor 10 Jahren Dr. Mario Draghi sah, kam er gleichsam eruptiv, erkannte das Universum, sinnierte flach und insinuierte tief. Ein wunderbares Wort übrigens, sollte ich das noch nicht erwähnt haben.

  4. Hallo Columbo,
    auch gut. Die Deutschen haben ihre Sachwerte, von etwa 8 Billionen, (jetzt ohne Immobilien) bei 9 Milliarden Goldvermögen, mit etwa 0,11% mit Gold abgesichert.
    Auch hier würde die Hölle los brechen, wenn auf nur 1% aufgestockt werden sollte.
    Da sind 10 oder 20 % vollkommen unrealistisch.
    Und das sind keine theoretischen Beispiele, sondern sie zeigen praxisbezogene, dass da vollkommen falsche Vorstellungen von Goldvermögen unterwegs sind.
    Und das es tatsächlich aber auch nur theoretisch möglich wäre, dass sich das physische Goldvermögen der Deutschen auf nur 1% aufstocken lassen würde.
    Bzw. 10 oder 20 % vollkommen unmöglich sind.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut

      Sie haben immer noch nicht verstanden. Ich meinte nur, dass ich die Sachwerte-Aufteilung von Krall ok finde. 20% Gold, den Rest in anderen Sachwerten wie Aktien.
      Für Markus Krall hat Gold eben nur eine 20 prozentige Wichtigkeit in der Krise! Nich 50 und nicht 100. Ipse dixit, der große Untergangsvorherseher und Degussachef.
      Jetzt verstanden?

      1. Mein Gott, es geht nicht.
        Aktuelle Stand sind 0,11%, an Gold von Aktien und Ersparten.
        0,11% von etwa 8 Billionen Ersparten und Aktien ergibt die heute schon vorhandenen 9 Millarden an Gold in Privatbesitz
        Wie soll man das auf 5, 10 oder sogar 20 % anheben?
        Dann bricht die Hölle los.

        1. Mein Gott @Helmut, Sie haben ja auch 100% in Gold angelegt, oder?
          Es gibt genügend Spinner, die 100% Ihres Vermögens in Gold anlegen? Es ist möglich, man muss es nur kaufen.
          Krall hingegen rät dringend davon ab. Er plädiert für 20%.

  5. Für Helmut stimmt’s und er kann ohne Angst vor Börsencrash gut schlafen.Reiche Ärzte können mehr riskieren,da sie die Schlafpillen immer in Reichweite haben. Dass Helmut keine 100% in Gold hat und auch noch Häuser besitzt sollte auch klar sein.Dass man Helmuts immergleichen Rechtfertigunen kritisiert indem man ihn provokativ dazu auffordert ist widersprüchlich.
    Gibt es für Colombo auch noch etwas anderes im Leben als die gute Situation des Andalusien Machers zu hinterfragen?

    1. @Helmut-Fan

      Ich habe vom göttlichen Markus Krall gesprochen und davon, dass er relativ wenig Gold als Absicherung empfiehlt. Zum hundertdreiundvierzigsten Male.

      1. @Columbo, das kannst du auch 143.000 Mal schreiben, es ist egal. Weil Krallis Sektenjünger und Putins humanoide Propagandamaschinen hoch resistent gegen Argumente sind und deine Texte gar nicht lesen. Bestenfalls pickt man sich selektiv einen kurzen Textabschnitt heraus, der mit viel Fantasie angreifbar ist und fehlgedeutet werden kann. Quasi ein sinnverstümmeltes Begriffsfragment nach Durchlaufen der ideologischen und persönlichen Grundsatz-Ablehnungsfilter. Glaub mir, ich weiß, wovon ich hier schreibe… 🙄

        1. @Leftutti

          So ist es.
          Vielleicht sollten wir uns die Sinnfrage des Kommentierens stellen.

          1. @Columbo, es kommt halt immer auf den Einzelfall an. Solange noch jemand ansatzweise bei der Sache und beim Thema bleibt, lasse ich mich zumeist gerne und offen auf einen Diskurs ein. Wenn es allerdings nur noch um persönliche Animositäten geht, und der Name Columbo oder leftutti schon unüberwindbare feindselige Gegenreaktionen und sinnlosen Schmu hervorruft, geht mir das inzwischen so was von am Popo vorbei.

            Gleiches gilt für den umgekehrten, fast schon fanatischen Personenkult, bei dem z.B. die Herren Sinn und Krall oder Helmut aus Andalusien grundsätzlich richtig liegen müssen. So, als hätten die sich noch nie getäuscht oder sogar völlig hanebüchenen Unsinn erzählt. Was soll man jemanden auch ernsthaft erwidern, der sämtliche Schotten dicht gemacht hat? Jeder, der schon einmal versucht hat, mit einem Zeugen Jehovas vernünftig zu diskutieren, weiß, wovon ich rede.

            Finden wir uns einfach damit ab, dass Hanns-Werner, Markus und Helmut für gewisse Kreise immer Recht haben. Das spart Zeit, Nerven und Energie. Und irgendwie ist es auf eine gewisse schräge Art und Weise sogar amüsant.

  6. Und nun zum 1000mal , Gold ist der Gradmesser der Währungsinflation auf Sicht größer 10 Jahre.Man kann 100 % Gold besitzen und es aber in Handelswährung beleihen und die erlöste Geldsumme in Produktivkapital stecken. Diese Kombi ist unangreifbar für Staaten. Weil Gold nicht mehr fällt,als die Währung vorher in Produktivkapital inflationiert hat. Von Zeit zu Zeit ,am besten an der monetären Wetterlage angepasst,die Positionen schliessen und wieder öffnen. Nach Möglichkeit mit Konten die der Staat nicht sehen kann !!!
    Kann doch nicht so schwer sein und in deflationären Zeiten muss ich das Handelsystem auf die Shortseite kopieren ! Zum 1000mal. :-))

  7. Buy and Hold in Vola -Zeiten tut halt weh!! Deswegen kann man diese Diskussion überhaupt nicht führen.Entweder das oder das .

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