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Markus Krall: Coronavirus ist nicht Schuld an der Krise!

Bekanntlich hatte sich Markus Krall mit seiner Prognose eines zeitnahen Banken-Kollaps weit aus dem Fenster gelehnt. Nun scheint sein Szenario wahrscheinlicher geworden zu sein

Markus Fugmann

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Das Coronavirus ist nicht Schuld an der Krise – das sagt Markus Krall. Der vielleicht beste Banken-Kenner Deutschlands sieht diesen externen Schock lediglich als Auslöser für eine ohnehin überfällige Kettenreaktion, die die Ungleichgewichte in der Wirtschaft zum Vorschein kommen lasse: Rekordhohe Börsenbewertungen, massenhaft Zombie-Unternehmen und miserable Bankbilanzen.

In einer gesunden Wirtschaft wäre es schon längst zu einer Rezession, so Markus Krall. Nun drohe aber eine Depression. Ähnlich wie 1973 würden die depressiven Tendenzen in einem inflationären Umfeld auftreten. Besonders leiden würden die Auto- und Bankenindustrie, so Markus Krall weiter.

Wir erleben laut Krall derzeit einen Credit-Crunch – daher gerate in diesme Umfeld auch physisches Gold kurzfristig unter Druck – bevor es sich dann als ultimative Krisenwährung bewähren werde. Für die Anleihemärkte erwartet Markus Krall eine Ausdifferenzierung: zuerst die Flucht in Qualität (triple-A-Anleihen), später dann in Liquidität (kurzlaufende Anleihen). Die EZB werde ultraexpansive Massnahmen ergreifen und die Geldschleusen weiter öffnen, doch würde das letzlich wenig an der Risikoaversion ändern und damit auch die Kreditvergabe nicht nachhaltig stimulieren.

Markus Krall bringt es auf den Punkt: seit der Finanzkrise ist der Markt mit seinen freien Mechanismen durch die Notenbanken faktisch ausser Kraft gesetzt. Bekanntlich ist Krall ein Libertärer, der in einem freien Markt das einzige Instrument sieht, das diese Krise heilen kann. Das aber hätten die politisch Verantwortlichen nicht verstanden, daher werde man weiter versuchen, das Problem mit dessen Ursache zu bekämpfen: durch eine Art planwirtschaflichem Sozialismus. Aus einer ökonomischen Krise werde daher immer mehr eine gesellschaftliche Krise.

Bekanntlich hatte sich Markus Krall mit seiner Prognose eines zeitnahen Banken-Kollaps weit aus dem Fenster gelehnt. Nun scheint sein Szenario – auch im zeitlichen Ablauf – deutlich wahrscheinlicher geworden zu sein. Dass die europäischen Banken faktisch Geld geschenkt bekommen nach der gestrigen Entscheidung der EZB, spricht Bände (die Banken haben seit gestern faktisch einen Negativzins für Kredite, die sie bei der EZB nehmen – sie müssen also weniger zurück zahlen als die geliehene Kreditsumme).

Gleichzeitig hat gestern Christine Lagarde die Staaten aufgefordert, rasch Maßnahmen gegen die Folgewirkungen des Coronavirus zu ergreifen – faktisch also neue Schulden aufzunehmen. Damit setzt sich das Schneeball-System fort: Banken kaufen auf negativ verzinsten EZB-Kredit Staatsanleihen, und die EZB kauft dann wiederum den Banken diese Staatsanleihen ab. Damit finanziert die EZB also sowohl Banken als auch Staaten!

Sehen Sie hier die hellsichtigen Aussagen von Markus Krall:

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Markus Krall über die Krise des Finanzsystems

Markus Krall

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    sabine

    13. März 2020 14:01 at 14:01

    Werden so Spaß-Unternehmen wie Tesla/SpaceX oder beyond meat das überleben? Man könnte die ja dann shorten….

  2. Avatar

    asisi1

    13. März 2020 14:09 at 14:09

    Herr Krall beschreibt nur den Umstand, das die Verbrecher in den Banken und die Politiker den Finanzirrsinn angerichtet haben. Das Virus kommt da gerade recht und die zögerlichen Aktivitäten ermöglichen eben den Reichen ihr Geld so gut es geht in Sicherheit zu bringen! Den Schaden hat auf jeden Fall der kleine Abrackerer!

    • Avatar

      sabine

      13. März 2020 15:12 at 15:12

      Wenn man sieht, was die kleinen Abrackerer so alles jetzt nicht dürfen, Stadien-Kinos-Kneipen-Kreuzschiffe befüllen, auf den neuen Riesenfernseher / I-phone / E-Radl verzichten, sind die auch nicht besser als die reichen Prasser. Es ist nur ein gradueller Unterschied des Prassens. Ausnahmen bestätigen die Regel. Bei den Reichen und Armen.
      Und das Beste ist, es selbst besser zu machen. So fängt die Wende an. Nicht mit dem Auf-die-anderen zeigen oder draufhauen.
      Ein Seher sagte mal, es komme bald eine Zeit, „wo sich reich und arm nicht mehr würgt“. Damit wär wohl unser heutiger Sozialneid gemeint. Konfuzius sagte bereits vor 2500 Jahren: Der Edle strebt nach Harmonie, nicht nach Gleichheit. Der Prolet strebt nach Gleichheit, nicht nach Harmonie.

    • Avatar

      sabine

      13. März 2020 15:13 at 15:13

      Für die Chinesen unter uns auf chinesisch:
      君子和而不同,小人同而不和。
      https://beruhmte-zitate.de/zitate/130820-konfuzius-der-edle-strebt-nach-harmonie-nicht-nach-gleichhe/
      Paul Ernst sagt: „Der Edle hat Angst um andere, der Prolet um sich selber.“

      • Avatar

        Lausi

        13. März 2020 19:28 at 19:28

        @Sabine: Irgendwie haben sie’s heute mit de Proleten. Mein Tipp: Einfach eine Proletenkneipe aufsuchen, und so richtig die Sau rauslassen! Dann werden sie sich mit de Proleten auch wieder in den Armen liegen! ;-)

  3. Pingback: Meldungen und Nachrichten vom 13.03.2020 | das-bewegt-die-welt.de

  4. Avatar

    Kritisch on fire

    14. März 2020 07:24 at 07:24

    Also, zumindest für Österreich gilt gemäß Epidemiegesetz, dass der Staat verpflichtet ist alle Verdienstausfälle betroffener Betriebe, Angestellter, Selbstständige, etc. zu 100% aus dem Budget zu ersetzen und das ist für die ohnehin angeschlagene Staatsverschuldung der Supergau, sollten die massiven Einschränkungen über einen längeren Zeitraum anhalten.

  5. Avatar

    Mike Lohmann

    15. März 2020 11:48 at 11:48

    Der Staat kommt für alles auf und da sind sich die Regierungen nun europaweit einig. Und wer ist der Staat? Logisch diejenigen die alle 4 Jahre ein Kreuzchen bei der Wahl machen dürfen und als Bürgen des Staates wiederum alles bezahlen. Ein Perpeetuummobile für die Regierenden und ihre Lobbysten. Dazu sagt die Oberschicht und ihre Schnurrnalisten, das sei die vollkommene Demokratie. Direkte Demokratie sei halt nicht möglich, denn die Bürgen seien dazu nicht fähig. Ok, lassen wir halt wie in Brüssel nun zu, dass wir von Layen regiert werden.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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am

Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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