Folgen Sie uns

Gold/Silber

Markus Krall: Neuer Gold-Standard, Trennung von Staat und Geld

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Laut Markus Krall ist nur Gold echtes Geld

Markus Krall ist umstritten und wird gerade von großen Publikationen gerne in die Ecke der Crash-Propheten gestellt, womit automatisch eine Abwertung seiner Aussagen stattfindet. Wir haben seine Aussagen seit Jahren offen und kritisch begleitet. Unsere Kritik dabei war stets, ob die Hyperinflation genau so kommen wird, wie von Degussa-Chef Markus Krall prognostiziert. Seine Analysen des Ist-Zustands vor und jetzt während der Coronakrise sind aber bestechend und hochinteressant. Ganz aktuell hat er gegenüber „CapTrader“ ein ausführliches Video-Interview gegeben, bei dem diverse Themengebiete abgedeckt werden, mit den Schwerpunkten Gold und Geld. Übrigens: Ob statt Hyperinflation nur die „Inflation“ bald kommt, dazu hatte sich Wolfgang Müller erst am Montag Gedanken gemacht (siehe hier).

Markus Krall über Gold

Laut Markus Krall sei Gold das einzige echte Geld, weil die Papierwährungen über Schuldverhältnisse begründet werden müssten. Da stimme er den Aussagen von JP Morgan von vor weit über 100 Jahren voll und ganz zu. Warren Buffett kaufe derzeit Gold und baue seine Beteiligungen an Banken ab, aufgrund des Misstrauens gegen unendliches Gelddrucken der Notenbanken. Der Kauf von Gold sei laut Markus Krall grundsätzlich ein Misstrauensvotum gegen die Geldpolitik der Notenbanken. Die derzeitige globale Geldpolitik sei ein Akt der Verzweiflung.

Geld-Krise und der neue Gold-Standard

Markus Krall zieht im Interview auch einen sehr interessanten Vergleich zur Inflations-Analyse der Reichsbank nach dem 1. Weltkrieg. Genau so lägen auch die Notenbanken heute falsch in ihrem Glauben, dass das obszöne (unsere Wortwahl) Drucken von immer mehr Geld nicht in die Hyperinflation münden wird. Alle großen Währungsräume (außer Russland) machen derzeit laut Markus Krall eine Politik der Inflation in der Annahme, dass diese Politik eben nicht zu einer Inflation führen würde. Nur in Moskau habe die Notenbank verstanden, worauf es ankomme. Global stehe man vor einer gigantischen Geld-Krise.

Auch hochinteressant sind die Ausführungen von Markus Krall über den nach seiner Meinung notwendigen neuen Gold-Standard (hier dazu eine Begriffserläuterung), der das bisherige System der ungedeckten Papiergeldwährungen ablösen müsse. Der Übergang werde überaus schmerzhaft werden, aber er sei nun mal notwendig. Geld und Staat müssten strikt von einander getrennt werden, damit die Bürger dauerhaft darauf vertrauen könnten, dass der Staat eine neue Währung nicht mehr manipulieren könne. Eine Gold-Deckung sorge gerade dafür, dass Geld ein knappes Gut sei, was wichtig für seine Stabilität sei.

Markus Krall über Aktien-Crash, Banken und Insolvenzen

Wir von FMW haben die letzten Monate schon diverse Male berichtet über die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und der Verlängerung der Aussetzung bis Ende Dezember. Dadurch wird der Stapel der kaputten Unternehmen nur noch größer. Dies spricht Markus Krall ebenfalls sehr kritisch an. Damit mache man alles nur noch schlimmer. Gesunde Unternehmen, die nach der Krise für die Volkswirtschaft eigentlich extrem wichtig seien, würden durch diese Verzerrung mit runtergezogen. Auch dass die Banken Kreditausfälle nicht mehr als solche benennen und abschreiben müssen, spricht er als großes Problem an.

Und ja, auch die derzeitige Hausse am Aktienmarkt (hier dazu der jüngste Kommentar von Markus Fugmann) wird von Markus Krall im Video sehr kritisch kommentiert. Niemand glaube daran, dass die derzeitigen Aktienkurse noch irgendeine fundamentale Rechtfertigung hätten. Nur würden derzeit ALLE Marktteilnehmer daran glauben, sie könnten die Party noch mitmachen solange sie läuft, und dann schnell verkaufen, wenn der Crash startet. Das sei ein Irrglaube, so Markus Krall. Die dann anstehenden Panikverkäufe würden alles übersteigen, was man bislang gesehen habe. Das Interview dauert eine Stunde. Nehmen Sie sich die Zeit, denn die Ausführungen von Markus Krall sind hochinteressant.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

20 Kommentare

20 Comments

  1. Avatar

    frank

    2. September 2020 11:48 at 11:48

    ja sicherdoch Hyperinflation wie im Kaiserreich und bald zahlen wir wieder mit Goldtalern. Das ist einfach so absurd und rückwärtsgewandt. Unglaublich wie viele Deutsche diesen Crashpropheten hinterherlaufen. In Zukunft wird es nur noch digitales Geld geben, Kryptowährungen etc. Da hilft es auch nicht sich eine Fantasiewelt herbeizuwünschen. Der Fortschritt kommt so oder so, machen wir das beste daraus.

    • Avatar

      BlinderWaechter

      2. September 2020 15:04 at 15:04

      Noch jemeand der nicht erkannt hat, das das FIAT Geld dem Ende naht. Je mehr Geld gedruckt wird desto weniger Wert hat es, wobei wir eigentlich jetzt schon an dem Punkt angelangt sind, wo die Werthaltigkeit des Geldes nur noch über das Vertrauen nicht informierter und aufgeklärter Menschen erworben wird. Schön weiter GEZ Fernsehen schauen.

      • Avatar

        frank

        2. September 2020 16:16 at 16:16

        ja und du hast den Durchblick und Markus Krall und die ganzen anderen Spinner. Das Inflationsgespenst geistert schon seit Jahrzehnten durch Deutschland, dabei gibt es nur ein Problem. Bisher haben wir keine Hyperinflation und all die anderen Szenarien sind nicht eingetreten. Also alles komplett falsch. Theorie und Wirklichkeit.

      • Avatar

        Immanuel Krall

        2. September 2020 17:33 at 17:33

        @BlindesHuhn, zählst du dich zu den aufgeklärten oder zu den nicht informierten Menschen?

      • Avatar

        Flinx

        3. September 2020 08:16 at 08:16

        Schon komisch, dass der Typ der erzählt wie wertlos Papiergeld eigentlich ist davon lebt Gold gegen dieses Papiergeld zu verkaufen. Aber er lebt anscheinend recht gut davon.
        Gleichzeitig unterstützt er obskure Bewegungen, um das Land zu spalten. Blöd nur das es mit dem angekündigten Crash immer noch nicht klappen will.
        Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man laut drüber lachen. Einfach weniger Youtube Videos schauen und lieber ein paar Bücher über Volkswirtschaft lesen. Selber denken reicht nicht.

  2. Avatar

    Guido

    2. September 2020 13:21 at 13:21

    Eine Währung mit Goldstandart ist Fortschtritt.Den Rückschritt haben wir 1971 gemacht,als das Goldfenster geschlossen wurde.Wer Digitales Geld möchte,gibt seine Freiheit auf.

    • Avatar

      hubi Stendahl

      2. September 2020 15:09 at 15:09

      Guido

      Eine ungedeckte Digitalwährung ist natürlich ein Rückschritt in die geistige Steinzeit. Für einen Fortschritt im Sinne der Bedürfnisse der Menschen, bedarf es immer einer Deckung, damit kein Falschgeld mehr umverteilt werden kann, sondern wieder fairer Leistungsausgleich erfolgen kann. Dazu ist ein Staat, schon gar nicht im Sozialismus, fähig.

      Es ginge z.B. mit einer Blockchain-Architektur, die dem alten (freien) Bargeld entspricht und Gold bzw. Rohstoff gedeckt wird. Ich denke, dass die drei großen Player + Europa nicht von ungefähr seit vielen Jahren auf der Käuferseite bei Gold stehen (Ausnahme Kanada).

    • Avatar

      Columbo

      2. September 2020 20:01 at 20:01

      @Guido

      Manche tragen zwar Gold wie eine Standarte vor sich her, es heißt aber trotzdem Goldstandard (mit weichem d).

  3. Pingback: Die heutigen Meldungen (2.September 2020) sollte man kennen! | das-bewegt-die-welt.de

  4. Avatar

    Radi M. Krall

    2. September 2020 19:27 at 19:27

    Sehr geehrte Redaktion der Finanzmarktwelt,

    wir bedanken uns für die wohlwollende Berichterstattung und den Verzicht auf unnütze und verstörende kritische Betrachtungsweisen. Unser Dank gilt natürlich ebenso der kostenlosen Verlinkung auf unsere Website. Um einen unangenehmen Beigeschmack von Schleichwerbung zu vermeiden, wäre es in unseren Augen jedoch sinnvoller und auch deutlich angemessener, gleich ein seitenfüllendes Banner kostenlos zu platzieren.

    Was in jeder Hinsicht weniger unsere Zustimmung findet, ist Ihr andauerndes kritisch-begleitendes Hinterfragen einer kommenden Hyperinflation. Dahingehend denken Sie einfach zu insuffizient, mit unzulänglichen Kapazitäten in kognitiver, fachlicher und zeitlicher Hinsicht. Ein bedeutender Verbesserungsbedarf besteht außerdem in der Abbildung der Goldbarren von Mitbewerbern oder neutraler Barren ohne Sonne-Mond-und-Sterne-Logo. Zudem sollte man die hyperinflationär verwendeten Attribute „interessant“ und „hochinteressant“ durchgehend mit angemesseneren Lobpreisungen ersetzen, wie Sie es gleich zu Beginn mit „bestechend“ versuchen. Wir empfehlen für den Anfang vergleichsweise bescheidene Attribute wie „brillant, äußerst empfehlenswert, genial, visionär“.

    Ihre Degussa-Rechts- und Marketingabteilung

  5. Avatar

    Knasti

    2. September 2020 21:00 at 21:00

    Im Notfall ( Explosion im Libanon) hat es nur noch mit Bargeld funktioniert. Alles was Strom brauchte funktionierte nicht mehr.Im Vietnamkrieg konnten sich hohe Offiziere nur mit Goldmünzen aus der Gefangenschaft retten. Der elektronisch Scheiss ist anfällig.Die Kriminellen lieben es, weil sie Anderen die Kontos plündern können ohne dass man ihnen etwas nachweisen kann. Ungedecktes Geld ist Betrug.
    Geld wurde ursprünglich geschaffen um den Tauschhandel zu vereinfachen.Tauschhandel ohne dass der Käufer eine Gegenleistung bietet ist nur mit betrügerischem Gelddrucken oder digitalen Währungen möglich.

    • Avatar

      frank

      3. September 2020 10:03 at 10:03

      am besten wanderst nach Australien aus und baust dir einen autarken Bunker.

  6. Avatar

    thinkSelf

    2. September 2020 22:00 at 22:00

    Da haben hier wohl einige nicht verstanden was Geld ist. Erst einmal gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Geldsysteme, die immer parallel verwendet werden.
    Das eine ist Vermögensgeld (vulgo gedeckte Währung). Das ist die Währung des Tauschhandels. „Geld“ bezeichnet hier nichts anderes als ein Referenzgut. Das kann Gold, Bier oder auch Beton sein. Am Ende völlig egal. Dabei muss nicht mit dem Gut direkt „bezahlt“ werden (ist bei Rinderherden auch unpraktisch) sondern man kann ersatzweise Referenzgutanteilsscheine = Geldscheine = Kontopositionen verwenden.

    Im Tauschhandel finden ausschließlich geschlossene Tauschtransaktionen statt. Also Gut gegen Gut. Schulden sind per se nicht möglich. Sparen bedeutet dann nichts anderes als das Einlagern von Gütern.
    Gütergeld hat eine Reihe von Nachteilen. Das Referenzgut muss erzeugt und gelagert werden, wobei es selbst völlig unproduktiv ist. Die Geldmenge ist physisch beschränkt, was die Menge möglicher Transaktionen beschränkt. Wird das Referenzgut knapp, steigt dessen Tauschwert, was den Referenzgutbesitzer dazu motiviert selbiges zu horten und damit Gewinne ohne produktive Arbeit zu vereinnahmen.

    Ganz anders sieht es bei Schuldgeld aus. Hierbei handelt es sich immer um eine offene Transaktion. Der Hintausch erfolgt, wird mit einem Geldschein = Schuldschein = Kontopostition vermerkt und kann weitergegeben werden. Der „Wert“ des Geldes berunt in diesem Fall ausschließlich auf dem Vertrauen, das der Schuldner bei der durch den Geldbesitzer durch Ausgeben des Geldes eingeforderten Schuldentilgung in der Lage und Willens ist diese Forderung zu erfüllen.
    Der Schuldschein kann nun zwischen Wirtschaftssubjekten zirkulieren. Wer das Geld in der Hand hat hält den Lieferanspruch. Und zwar so lange bis er das Geld ausgibt und damit die Transaktion schließt. Kommt der Schuldschein wieder beim Emittenten an, ist der Kreislauf geschlossen und das Geld verschwindet wieder aus dem Kreislauf (der Schuldschein wird zerrissen).
    Da da Geld immer eine offene Transaktion verbrieft, kann Schuldgeld prinzipiell niemals gedeckt werden. Versucht man das zu „decken“, deckt man nicht das Schuldgeld sondern kehrt in den Tauschhandel zurück.

    Schuldgeld vermeidet den physischen Aufwand für das Referenzgut und beschränkt vor allem die Transaktionen nicht. Außerdem haben offene Transaktionen den Vorteil das man keine Güter auf Vorrat produzieren muss, die nachher niemand braucht. Aber es benötigt eben immer Vertrauen.

    Um es noch einmal zu betonen: Das „Geld“ ist nicht der Merkzettel oder der Vermerk auf einer Festplatte. Das Geld ist entweder der reale Anteil am Referenzgut (Vermögensgeld) oder das offene Lieferversprechen (Schuldgeld). Ob der Merkzettel nun in elektronischer Form, aus Papier, verrosteten Konservendosen oder nur im Kopf der Beteiligten besteht ist vollkommen egal.

    Besonders bescheuert ist daher die Idee der sogenannten Kryptowährungen. Diese verbindet den Nachteil des Schuldgeldes (völlig ungedeckt) mit den Nachteilen des Referenzgutgeldes (mengenbeschränkt).
    Oder genauer gesagt, es ist die moderne Form de Tulpenzwiebel. Nur das man diese damals noch einpflanzen und sich an den Blumen erfreuen konnte. Bei Kryptowährungen gibt es nicht mal das.

    Ganz entscheidend ist, das es sich bei Geld nicht um ein Gut handelt, weshalb Geld auch keinen „Preis“ hat. Und es damit logischerweise auch keine Geldmärkte existieren. Geld ist eine Eigenschaft von Tausch. Geld IST ein Wert, hat aber KEINEN Wert. Genauso wie 5 kg eine Masse sind, aber keine Masse haben (die Masse hat die Stahlkugel die 5 kg wiegt).
    Zinsen sind auch kein Preis für Geld, sondern ein Preis dafür, das der Geldbesitzer seine Handlungsautonomie befristet, also für die Kreditlaufzeit, an den Kreditnehmer abtritt.

    • Avatar

      klempner

      3. September 2020 09:40 at 09:40

      Sehr schoen formuliert und richtig.Thinkself, was ich jedoch vermisse ist das Wort
      „Risiko“ wie und wo würden sie dieses noch einbauen ? z.B. das Risiko :
      –der offenen Geldposition gegenüber welchem Kontrahent bis zur Kreislaufschließung ?
      –oder unser jetziges Problem, Produktionsdefizit von neuem Kredit via Anleihen, um
      die Rückabwicklung Aktien>Buybacks>Unternehmensaneihen>ReserveZentralbankgeld>Staatsanleihen>cash>Kontrahentenrisiko (Defation der Assetpreise)
      zu verhindern. Okay ,dieses Menge haben sie den Staaten jetzt mit Corona abpressen können.Aber das nächste mal steigt die Menge wieder exp. an .Welches „Fakt“ wird man dann durch die GoogleNews Leiste schieben und
      dem „BÜRGER“ auftischen,um die Quantitäten aufzubringen?
      Vllt haben sie eine Idee? Und es nicht der Untergang des Kapitalismus,der ist unsterblich. Meine Hände und dessen Arbeitsertrag ist mein Eigentum,kein Argument
      kann meine Hände von mir trennen.
      Ergo,wie kriegen wir also wieder NEUTRALITÄT ins Geldsystem ??

    • Avatar

      frank

      3. September 2020 10:08 at 10:08

      Vielen Dank für diesen Beitrag! Das so oft gescholtene Schuldgeldsystem ist ziemlich genial und dazu überaus stabil. Erst durch das Schuldgeldsystem ist ein rasantes Wachstum möglich. Eigentlich komisch dass es keine so großen Fürsprecher für dieses System gibt. Sowas wie einen Anti Markus Krall.

      • Avatar

        klempner

        3. September 2020 11:26 at 11:26

        Das Schuldgeldsystem ist auch nicht das Problem,sondern das sozialisieren des
        systembedingt entstehenden Risikos!!!!! Und das Clonen von Geld,um es in die Risikokaskade des Geldlebenszyklus einzubauen und zwar von ein paar wenigen
        monopolartig organisierten Spielern !!!! Wer mit 300% spielt muss auch systeminhärent 300% Risiko tragen !!!! Diesen Mechanismus haben die Staaten
        zugelassen,warum und wer hat Ihnen dieses Recht verschafft ??? Sie haben
        es bisheute ae nicht kapiert !!

      • Avatar

        Hans

        3. September 2020 19:04 at 19:04

        Der größte Teil von Ihrem „rasanten Wachstum“ ist aber in der Zinswirtschaft und in die für den Sozialismus nötigen hohen Steuern reingegangen. Dafür haben sich die Menschen dann noch krank geschuftet. Und stabil ist das Geldsystem schon lange nicht mehr, denn ansonsten hätten wir keine Nullzinsen und das schon seit Jahren. Das System ist am Ende. Volkswirtschaftslehre ist schon lange außer Kraft. Viele youtube-Videos sind da tausend mal gescheiter. Selbst denken ist das Wichtigste. Das System ist am Ende. Sie werden auch noch munter, Frank. Der Wecker wird bei Ihnen ziemlich laut klingeln.

  7. Avatar

    Klempner

    3. September 2020 12:58 at 12:58

    Krall hat ja Recht,aber den Haken mit dem Base und Broad Money hat er nicht aufm Schirm,deswegen ist das Infationsziel auch Betrug.Base (Funny) wird gedruckt und Broad wird gemessen.

    https://www.youtube.com/watch?v=alRMlSdpCCg

  8. Avatar

    Axel

    3. September 2020 17:15 at 17:15

    Hr. Krall’s Argumentation steht und fällt mit dem ominösen Seignoragekapital. Ein dünner Faden, da es sich hierbei nicht um eine Naturkonstante handelt, sondern um einen vagen historischen Wert. Warum sollte der Markt das Vertrauen in die EZB verlieren, das System an die Wand fahren und sich damit den Ast auf dem es sitzt absägen?

    Vielleicht steigert das beherzte Eingreifen der Zentralbank ja auch das Vertrauen der Bänker ins unermeßliche, da man weiß, auf immer und ewig rausgehauen zu werden.
    Dr. Krall ist mir mitlerweile zu logisch und zu finanztheoretisch mit senem van Mises Paradigma, so sehr ich seinen Inetellekt auch bewundere.
    Man darf auch nicht vergessen, daß er einfach ein begnadeter Redner ist und sich einen Systemcrash herbeisehnt, damit die „bürgerliche Revolution“ endlich vollzogen werden kann.

    Ich stecke wirklich nicht tief in der Materie und kann als Laie das Geschehen im Geldwesen nur von der Seitenlinie aus betrachten. Dennoch bin ich die seit Jahren nicht verstummenden Kassandrarufe langsam leid. Die Regierungen finden in ihrer Schmierigkeit immer einen Weg, ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Was ist denn z.b. mit einem Lastenausgleich durch Alle EU Bürger, so daß sich der Geldbetrag durch die Bankenrettung nicht (nur minimal) erhöht?
    Man weiß es nicht, zu viele (auch psychologische) Unbekannte. Eine plötzliche und drastische Geldmengenausweitung könnte nämlich auch z.b. zur Folge haben, daß den Bürgern „irgendwie mulmig“ wird und es zu einem Bankrun kommt. Dann allerdings, wäre vielleicht schon relativ zeitig Schicht im Schacht…

  9. Avatar

    Klempner

    3. September 2020 17:39 at 17:39

    Axel,da ist was dran!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Gold/Silber

2021: Ein schwieriges Jahr für Gold – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

im laufenden Jahr deckten sich die Investoren nochmals satt mit Gold ein. Ende Oktober verwalteten die Gold-ETFs rund um den Globus Gold im Wert von 235 Milliarden USD. Niemals zuvor waren die Gold-Sammelstellen schwerer. Gleichwohl zeigte der Goldmarkt zuletzt Ermüdungserscheinungen. So nahm das Volumen der Zuflüsse gerechnet in USD im Oktober nur noch um 0,6 % zu. Vor allem US-Investoren hielten sich spürbar zurück. Und genau das ist die Anlegergruppe, die letztlich das Marktgeschehen bestimmt.

Wie wird 2021? Welches Potenzial sehe ich für das Edelmetall?

Ich gehe derzeit davon aus, dass der Impfstoff im nächsten Jahr wesentlich über die Preisentwicklung am Goldmarkt entscheiden wird. Zwei grundsätzliche Szenarien sind denkbar.

Der Impfstoff funktioniert, und es gelingt den Medizinern das tückische Virus allmählich zurückzudrängen. In diesem Fall springt die Weltkonjunktur wieder an. Möglicherweise werden wir sogar leicht inflationäre Tendenzen sehen. Ergo werden die Zentralbanken die Zügel der Geldpolitik wieder anziehen, um das Inflationsrisiko möglichst gleich im Anfangsstadium zu ersticken. Steigende Zinsen sind allerdings für Gold Gift.

Auffällig war, dass sich die Notenbanken bereits zuletzt mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen zurückgehalten haben. Obwohl etwa Europa in den zweiten Lockdown gegangen ist, haben wir von unserer obersten Währungshüterin, Christine Lagarde, nicht viel gehört. Offenbar baut auch die Französin stark auf den Impfstoff und hält weitere Stützungsmaßnahmen für die EU-Volkswirtschaften für nicht erforderlich. Goldanleger hätten hier gerne weitere Aktivitäten gesehen.

Der Impfstoff wirkt nicht. Die Erholung wird von stets wiederkehrenden Lockdown-Maßnahmen gebremst. Das würde ohne Frage den Golfpreis stützen, zumal dann die Geldpolitik doch nochmals nachlegen muss und weitere Hilfsgelder in die Volkswirtschaften des Westens pumpen wird. In einem solchen Szenario bliebe auch der Aktienmarkt eher zurück und Investoren würden wieder den sicheren Hafen suchen. Dabei darf man freilich nicht vergessen, dass die US-Notenbank zunächst nicht mehr…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Gold/Silber

Goldpreis: Charttechnische Ampeln springen auf „Gelb“

Jörg Bernhard

Veröffentlicht

am

Der Goldpreis rutschte in den vergangenen Handelstagen aufgrund einer nachlassenden Risikoaversion auf den tiefsten Stand seit vier Monaten ab. Dadurch hat sich die charttechnische Situation erheblich eingetrübt.

Goldpreis wirkt charttechnisch angeschlagen

Weltweit sind derzeit vor allem riskantere Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien oder Kryptowährungen gefragt. Die Hoffnung, dass die Welt in Kürze möglicherweise mit drei Impfstoffen die Pandemie eindämmen kann, führte insbesondere bei Gold-ETFs zu massiven Abflüssen. Allein beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares war im November bei der gehaltenen Goldmenge ein Rückgang von 1.257,67 auf 1.199,74 Tonnen (minus 57,93 Tonnen) registriert worden.

Unter charttechnisch orientierten Goldinvestoren herrscht gegenwärtig aus zwei Gründen eine starke Verunsicherung. Erstens: Mit dem jüngsten Kursrutsch in Richtung 1.800 Dollar bewegt sich das gelbe Edelmetall in einer leichten Unterstützungszone, die sich in der ersten Julihälfte herauskristallisiert hat und nun akut gefährdet ist. Zweitens: Außerdem verläuft die langfristige 200-Tage-Linie ebenfalls im Bereich von 1.800 Dollar. Im Falle eines signifikanten Unterschreitens dieses Kursbereichs entstünden gleich zwei Verkaufssignale und somit möglicherweise zusätzlicher chartinduzierter Verkaufsdruck für den Goldpreis.

Doch eines sollten Anleger bei jedem Verkaufssignal stets im Hinterkopf behalten: Nicht selten erweisen sie sich als Fehlsignal. Im März dieses Jahres stürzte zum Beispiel der Goldpreis für einige Tage relativ deutlich unter seine 200-Tage-Linie, um sich nachfolgend innerhalb von weniger als fünf Monaten wieder um in der Spitze 600 Dollar auf ein neues Rekordhoch zu verteuern. Ein bisschen treffsicherer erwies sich ein solches Verkaufssignal Mitte 2018, schließlich folgte damals eine technische (temporäre) Korrektur von immerhin zehn Prozent.

Ein bisschen Optimismus verbreitet aktuell der Timingindikator Relative-Stärke-Index (RSI). Mit aktuell 32 Prozent ist dieser nicht mehr weit von der überverkauften Zone (< 30 Prozent) entfernt. Sollte der RSI die 30-Prozent-Hürde in den kommenden Wochen von unten nach oben durchschneiden, gilt dies in der Chartlehre nämlich als Einstiegssignal.

Fazit

Unter fundamentalen Gesichtspunkten sollten sich Anleger mit langfristigem Anlagehorizont keine großen „Goldsorgen“ machen. Als Krisen-, Vermögens- und Inflationsschutz dürfte die Geldalternative in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiterhin wertvolle Dienste leisten, schließlich werden sich selbst im Falle eines Siegs über die Pandemie die weltweiten Schuldenberge nicht in Wohlgefallen auflösen.

Der Goldpreis ist zuletzt unter Druck gekommen

weiterlesen

Gold/Silber

Aktuell: Dow mit Allzeithoch, Ölpreis steigt – warum der Goldpreis bei 1.800 Dollar hängt

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Aktuell tut sich einiges an den Märkten. Der Dow Jones hat vorhin mit 29.996 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht. Die Aktienmärkte sind in guter Laune. Der Dax ist von seinem Hoch aus dem Frühjahr immer noch gut 500 Punkte entfernt, aber er klettert auch mit nach oben. Der Ölpreis steigt, der Goldpreis fällt weiter. Aber warum? Neben den positiven Corona-Nachrichten bringt heute eine weitere gute Nachricht neuen frischen Schub für die Aktienmärkte. Donald Trump macht nun offenbar den Weg frei für die Amtsübergabe an die Biden-Administration. Damit haben die Märkte mehr Sicherheit, dass in den USA wohl doch kein großes Chaos oder eine Verfassungskrise ausbrechen wird.

Außerdem scheint Joe Biden die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen zur neuen US-Finanzministerin machen zu wollen. Auch das freut den Markt. Die Geldflut kann weiter gehen, und die Konjunktur in den USA dürfte weiteren staatlichen Stimulus erhalten. Das pusht die Aktienmärkte, und auch der Ölpreis steigt kräftig. Alleine seit heute Nacht bei 43 Dollar steigt der WTI-Ölpreis aktuell auf 44,94 Dollar. Mehr Konjunktur-Stimulus bedeutet auch mehr Öl-Nachfrage. Logisch, dass da der Ölpreis ansteigt.

Goldpreis verliert gegen Aktienmärkte

Gold ist der Verlierer. In so einem positiven Umfeld schichten die Börsianer in risikoreichere Geldanlagen wie Aktien um, und der Goldpreis fällt. Nach positiven US-Konjunkturdaten von gestern war der Goldpreis bereits spürbar gefallen, von gestern 1.868 Dollar bis vorhin auf genau 1.800 Dollar im Tief. Ein große runde Marke ist immer wichtig für die Börsianer. Drüber und drunter liegen in der Regel viele Stop-Orders.

In den letzten Augenblicken kann der Goldpreis leicht auf 1.807 Dollar steigen, aber die Lage ist doch sehr wacklig. Es kann auch in Kürze einen Abwärtsschub unter 1.800 Dollar geben. Interessant: Die Bewegung im US-Dollar scheint derzeit weniger Einfluss auf den Goldpreis zu haben. Die negative Korrelation zwischen den beiden funktioniert diese Woche nicht so richtig. Vielmehr ist es aktuell eine negative Korrelation zwischen Gold und Aktienmärkten. Der Chart reicht bis Mitte letzter Woche zurück. Wir sehen den steigenden Dow Jones gegen den fallenden Goldpreis. Die aktuell gute Stimmung für risikoreichere Assets drückt gegen Gold.

Chart zeigt Kursverlauf von Dow Jones gegen Goldpreis seit letzter Woche

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage