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Gold/Silber

Markus Krall: Neuer Gold-Standard, Trennung von Staat und Geld

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Laut Markus Krall ist nur Gold echtes Geld

Markus Krall ist umstritten und wird gerade von großen Publikationen gerne in die Ecke der Crash-Propheten gestellt, womit automatisch eine Abwertung seiner Aussagen stattfindet. Wir haben seine Aussagen seit Jahren offen und kritisch begleitet. Unsere Kritik dabei war stets, ob die Hyperinflation genau so kommen wird, wie von Degussa-Chef Markus Krall prognostiziert. Seine Analysen des Ist-Zustands vor und jetzt während der Coronakrise sind aber bestechend und hochinteressant. Ganz aktuell hat er gegenüber „CapTrader“ ein ausführliches Video-Interview gegeben, bei dem diverse Themengebiete abgedeckt werden, mit den Schwerpunkten Gold und Geld. Übrigens: Ob statt Hyperinflation nur die „Inflation“ bald kommt, dazu hatte sich Wolfgang Müller erst am Montag Gedanken gemacht (siehe hier).

Markus Krall über Gold

Laut Markus Krall sei Gold das einzige echte Geld, weil die Papierwährungen über Schuldverhältnisse begründet werden müssten. Da stimme er den Aussagen von JP Morgan von vor weit über 100 Jahren voll und ganz zu. Warren Buffett kaufe derzeit Gold und baue seine Beteiligungen an Banken ab, aufgrund des Misstrauens gegen unendliches Gelddrucken der Notenbanken. Der Kauf von Gold sei laut Markus Krall grundsätzlich ein Misstrauensvotum gegen die Geldpolitik der Notenbanken. Die derzeitige globale Geldpolitik sei ein Akt der Verzweiflung.

Geld-Krise und der neue Gold-Standard

Markus Krall zieht im Interview auch einen sehr interessanten Vergleich zur Inflations-Analyse der Reichsbank nach dem 1. Weltkrieg. Genau so lägen auch die Notenbanken heute falsch in ihrem Glauben, dass das obszöne (unsere Wortwahl) Drucken von immer mehr Geld nicht in die Hyperinflation münden wird. Alle großen Währungsräume (außer Russland) machen derzeit laut Markus Krall eine Politik der Inflation in der Annahme, dass diese Politik eben nicht zu einer Inflation führen würde. Nur in Moskau habe die Notenbank verstanden, worauf es ankomme. Global stehe man vor einer gigantischen Geld-Krise.

Auch hochinteressant sind die Ausführungen von Markus Krall über den nach seiner Meinung notwendigen neuen Gold-Standard (hier dazu eine Begriffserläuterung), der das bisherige System der ungedeckten Papiergeldwährungen ablösen müsse. Der Übergang werde überaus schmerzhaft werden, aber er sei nun mal notwendig. Geld und Staat müssten strikt von einander getrennt werden, damit die Bürger dauerhaft darauf vertrauen könnten, dass der Staat eine neue Währung nicht mehr manipulieren könne. Eine Gold-Deckung sorge gerade dafür, dass Geld ein knappes Gut sei, was wichtig für seine Stabilität sei.

Markus Krall über Aktien-Crash, Banken und Insolvenzen

Wir von FMW haben die letzten Monate schon diverse Male berichtet über die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und der Verlängerung der Aussetzung bis Ende Dezember. Dadurch wird der Stapel der kaputten Unternehmen nur noch größer. Dies spricht Markus Krall ebenfalls sehr kritisch an. Damit mache man alles nur noch schlimmer. Gesunde Unternehmen, die nach der Krise für die Volkswirtschaft eigentlich extrem wichtig seien, würden durch diese Verzerrung mit runtergezogen. Auch dass die Banken Kreditausfälle nicht mehr als solche benennen und abschreiben müssen, spricht er als großes Problem an.

Und ja, auch die derzeitige Hausse am Aktienmarkt (hier dazu der jüngste Kommentar von Markus Fugmann) wird von Markus Krall im Video sehr kritisch kommentiert. Niemand glaube daran, dass die derzeitigen Aktienkurse noch irgendeine fundamentale Rechtfertigung hätten. Nur würden derzeit ALLE Marktteilnehmer daran glauben, sie könnten die Party noch mitmachen solange sie läuft, und dann schnell verkaufen, wenn der Crash startet. Das sei ein Irrglaube, so Markus Krall. Die dann anstehenden Panikverkäufe würden alles übersteigen, was man bislang gesehen habe. Das Interview dauert eine Stunde. Nehmen Sie sich die Zeit, denn die Ausführungen von Markus Krall sind hochinteressant.

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20 Kommentare

20 Comments

  1. Avatar

    frank

    2. September 2020 11:48 at 11:48

    ja sicherdoch Hyperinflation wie im Kaiserreich und bald zahlen wir wieder mit Goldtalern. Das ist einfach so absurd und rückwärtsgewandt. Unglaublich wie viele Deutsche diesen Crashpropheten hinterherlaufen. In Zukunft wird es nur noch digitales Geld geben, Kryptowährungen etc. Da hilft es auch nicht sich eine Fantasiewelt herbeizuwünschen. Der Fortschritt kommt so oder so, machen wir das beste daraus.

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      BlinderWaechter

      2. September 2020 15:04 at 15:04

      Noch jemeand der nicht erkannt hat, das das FIAT Geld dem Ende naht. Je mehr Geld gedruckt wird desto weniger Wert hat es, wobei wir eigentlich jetzt schon an dem Punkt angelangt sind, wo die Werthaltigkeit des Geldes nur noch über das Vertrauen nicht informierter und aufgeklärter Menschen erworben wird. Schön weiter GEZ Fernsehen schauen.

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        frank

        2. September 2020 16:16 at 16:16

        ja und du hast den Durchblick und Markus Krall und die ganzen anderen Spinner. Das Inflationsgespenst geistert schon seit Jahrzehnten durch Deutschland, dabei gibt es nur ein Problem. Bisher haben wir keine Hyperinflation und all die anderen Szenarien sind nicht eingetreten. Also alles komplett falsch. Theorie und Wirklichkeit.

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        Immanuel Krall

        2. September 2020 17:33 at 17:33

        @BlindesHuhn, zählst du dich zu den aufgeklärten oder zu den nicht informierten Menschen?

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        Flinx

        3. September 2020 08:16 at 08:16

        Schon komisch, dass der Typ der erzählt wie wertlos Papiergeld eigentlich ist davon lebt Gold gegen dieses Papiergeld zu verkaufen. Aber er lebt anscheinend recht gut davon.
        Gleichzeitig unterstützt er obskure Bewegungen, um das Land zu spalten. Blöd nur das es mit dem angekündigten Crash immer noch nicht klappen will.
        Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man laut drüber lachen. Einfach weniger Youtube Videos schauen und lieber ein paar Bücher über Volkswirtschaft lesen. Selber denken reicht nicht.

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    Guido

    2. September 2020 13:21 at 13:21

    Eine Währung mit Goldstandart ist Fortschtritt.Den Rückschritt haben wir 1971 gemacht,als das Goldfenster geschlossen wurde.Wer Digitales Geld möchte,gibt seine Freiheit auf.

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      hubi Stendahl

      2. September 2020 15:09 at 15:09

      Guido

      Eine ungedeckte Digitalwährung ist natürlich ein Rückschritt in die geistige Steinzeit. Für einen Fortschritt im Sinne der Bedürfnisse der Menschen, bedarf es immer einer Deckung, damit kein Falschgeld mehr umverteilt werden kann, sondern wieder fairer Leistungsausgleich erfolgen kann. Dazu ist ein Staat, schon gar nicht im Sozialismus, fähig.

      Es ginge z.B. mit einer Blockchain-Architektur, die dem alten (freien) Bargeld entspricht und Gold bzw. Rohstoff gedeckt wird. Ich denke, dass die drei großen Player + Europa nicht von ungefähr seit vielen Jahren auf der Käuferseite bei Gold stehen (Ausnahme Kanada).

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      Columbo

      2. September 2020 20:01 at 20:01

      @Guido

      Manche tragen zwar Gold wie eine Standarte vor sich her, es heißt aber trotzdem Goldstandard (mit weichem d).

  3. Pingback: Die heutigen Meldungen (2.September 2020) sollte man kennen! | das-bewegt-die-welt.de

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    Radi M. Krall

    2. September 2020 19:27 at 19:27

    Sehr geehrte Redaktion der Finanzmarktwelt,

    wir bedanken uns für die wohlwollende Berichterstattung und den Verzicht auf unnütze und verstörende kritische Betrachtungsweisen. Unser Dank gilt natürlich ebenso der kostenlosen Verlinkung auf unsere Website. Um einen unangenehmen Beigeschmack von Schleichwerbung zu vermeiden, wäre es in unseren Augen jedoch sinnvoller und auch deutlich angemessener, gleich ein seitenfüllendes Banner kostenlos zu platzieren.

    Was in jeder Hinsicht weniger unsere Zustimmung findet, ist Ihr andauerndes kritisch-begleitendes Hinterfragen einer kommenden Hyperinflation. Dahingehend denken Sie einfach zu insuffizient, mit unzulänglichen Kapazitäten in kognitiver, fachlicher und zeitlicher Hinsicht. Ein bedeutender Verbesserungsbedarf besteht außerdem in der Abbildung der Goldbarren von Mitbewerbern oder neutraler Barren ohne Sonne-Mond-und-Sterne-Logo. Zudem sollte man die hyperinflationär verwendeten Attribute „interessant“ und „hochinteressant“ durchgehend mit angemesseneren Lobpreisungen ersetzen, wie Sie es gleich zu Beginn mit „bestechend“ versuchen. Wir empfehlen für den Anfang vergleichsweise bescheidene Attribute wie „brillant, äußerst empfehlenswert, genial, visionär“.

    Ihre Degussa-Rechts- und Marketingabteilung

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    Knasti

    2. September 2020 21:00 at 21:00

    Im Notfall ( Explosion im Libanon) hat es nur noch mit Bargeld funktioniert. Alles was Strom brauchte funktionierte nicht mehr.Im Vietnamkrieg konnten sich hohe Offiziere nur mit Goldmünzen aus der Gefangenschaft retten. Der elektronisch Scheiss ist anfällig.Die Kriminellen lieben es, weil sie Anderen die Kontos plündern können ohne dass man ihnen etwas nachweisen kann. Ungedecktes Geld ist Betrug.
    Geld wurde ursprünglich geschaffen um den Tauschhandel zu vereinfachen.Tauschhandel ohne dass der Käufer eine Gegenleistung bietet ist nur mit betrügerischem Gelddrucken oder digitalen Währungen möglich.

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      frank

      3. September 2020 10:03 at 10:03

      am besten wanderst nach Australien aus und baust dir einen autarken Bunker.

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    thinkSelf

    2. September 2020 22:00 at 22:00

    Da haben hier wohl einige nicht verstanden was Geld ist. Erst einmal gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Geldsysteme, die immer parallel verwendet werden.
    Das eine ist Vermögensgeld (vulgo gedeckte Währung). Das ist die Währung des Tauschhandels. „Geld“ bezeichnet hier nichts anderes als ein Referenzgut. Das kann Gold, Bier oder auch Beton sein. Am Ende völlig egal. Dabei muss nicht mit dem Gut direkt „bezahlt“ werden (ist bei Rinderherden auch unpraktisch) sondern man kann ersatzweise Referenzgutanteilsscheine = Geldscheine = Kontopositionen verwenden.

    Im Tauschhandel finden ausschließlich geschlossene Tauschtransaktionen statt. Also Gut gegen Gut. Schulden sind per se nicht möglich. Sparen bedeutet dann nichts anderes als das Einlagern von Gütern.
    Gütergeld hat eine Reihe von Nachteilen. Das Referenzgut muss erzeugt und gelagert werden, wobei es selbst völlig unproduktiv ist. Die Geldmenge ist physisch beschränkt, was die Menge möglicher Transaktionen beschränkt. Wird das Referenzgut knapp, steigt dessen Tauschwert, was den Referenzgutbesitzer dazu motiviert selbiges zu horten und damit Gewinne ohne produktive Arbeit zu vereinnahmen.

    Ganz anders sieht es bei Schuldgeld aus. Hierbei handelt es sich immer um eine offene Transaktion. Der Hintausch erfolgt, wird mit einem Geldschein = Schuldschein = Kontopostition vermerkt und kann weitergegeben werden. Der „Wert“ des Geldes berunt in diesem Fall ausschließlich auf dem Vertrauen, das der Schuldner bei der durch den Geldbesitzer durch Ausgeben des Geldes eingeforderten Schuldentilgung in der Lage und Willens ist diese Forderung zu erfüllen.
    Der Schuldschein kann nun zwischen Wirtschaftssubjekten zirkulieren. Wer das Geld in der Hand hat hält den Lieferanspruch. Und zwar so lange bis er das Geld ausgibt und damit die Transaktion schließt. Kommt der Schuldschein wieder beim Emittenten an, ist der Kreislauf geschlossen und das Geld verschwindet wieder aus dem Kreislauf (der Schuldschein wird zerrissen).
    Da da Geld immer eine offene Transaktion verbrieft, kann Schuldgeld prinzipiell niemals gedeckt werden. Versucht man das zu „decken“, deckt man nicht das Schuldgeld sondern kehrt in den Tauschhandel zurück.

    Schuldgeld vermeidet den physischen Aufwand für das Referenzgut und beschränkt vor allem die Transaktionen nicht. Außerdem haben offene Transaktionen den Vorteil das man keine Güter auf Vorrat produzieren muss, die nachher niemand braucht. Aber es benötigt eben immer Vertrauen.

    Um es noch einmal zu betonen: Das „Geld“ ist nicht der Merkzettel oder der Vermerk auf einer Festplatte. Das Geld ist entweder der reale Anteil am Referenzgut (Vermögensgeld) oder das offene Lieferversprechen (Schuldgeld). Ob der Merkzettel nun in elektronischer Form, aus Papier, verrosteten Konservendosen oder nur im Kopf der Beteiligten besteht ist vollkommen egal.

    Besonders bescheuert ist daher die Idee der sogenannten Kryptowährungen. Diese verbindet den Nachteil des Schuldgeldes (völlig ungedeckt) mit den Nachteilen des Referenzgutgeldes (mengenbeschränkt).
    Oder genauer gesagt, es ist die moderne Form de Tulpenzwiebel. Nur das man diese damals noch einpflanzen und sich an den Blumen erfreuen konnte. Bei Kryptowährungen gibt es nicht mal das.

    Ganz entscheidend ist, das es sich bei Geld nicht um ein Gut handelt, weshalb Geld auch keinen „Preis“ hat. Und es damit logischerweise auch keine Geldmärkte existieren. Geld ist eine Eigenschaft von Tausch. Geld IST ein Wert, hat aber KEINEN Wert. Genauso wie 5 kg eine Masse sind, aber keine Masse haben (die Masse hat die Stahlkugel die 5 kg wiegt).
    Zinsen sind auch kein Preis für Geld, sondern ein Preis dafür, das der Geldbesitzer seine Handlungsautonomie befristet, also für die Kreditlaufzeit, an den Kreditnehmer abtritt.

    • Avatar

      klempner

      3. September 2020 09:40 at 09:40

      Sehr schoen formuliert und richtig.Thinkself, was ich jedoch vermisse ist das Wort
      „Risiko“ wie und wo würden sie dieses noch einbauen ? z.B. das Risiko :
      –der offenen Geldposition gegenüber welchem Kontrahent bis zur Kreislaufschließung ?
      –oder unser jetziges Problem, Produktionsdefizit von neuem Kredit via Anleihen, um
      die Rückabwicklung Aktien>Buybacks>Unternehmensaneihen>ReserveZentralbankgeld>Staatsanleihen>cash>Kontrahentenrisiko (Defation der Assetpreise)
      zu verhindern. Okay ,dieses Menge haben sie den Staaten jetzt mit Corona abpressen können.Aber das nächste mal steigt die Menge wieder exp. an .Welches „Fakt“ wird man dann durch die GoogleNews Leiste schieben und
      dem „BÜRGER“ auftischen,um die Quantitäten aufzubringen?
      Vllt haben sie eine Idee? Und es nicht der Untergang des Kapitalismus,der ist unsterblich. Meine Hände und dessen Arbeitsertrag ist mein Eigentum,kein Argument
      kann meine Hände von mir trennen.
      Ergo,wie kriegen wir also wieder NEUTRALITÄT ins Geldsystem ??

    • Avatar

      frank

      3. September 2020 10:08 at 10:08

      Vielen Dank für diesen Beitrag! Das so oft gescholtene Schuldgeldsystem ist ziemlich genial und dazu überaus stabil. Erst durch das Schuldgeldsystem ist ein rasantes Wachstum möglich. Eigentlich komisch dass es keine so großen Fürsprecher für dieses System gibt. Sowas wie einen Anti Markus Krall.

      • Avatar

        klempner

        3. September 2020 11:26 at 11:26

        Das Schuldgeldsystem ist auch nicht das Problem,sondern das sozialisieren des
        systembedingt entstehenden Risikos!!!!! Und das Clonen von Geld,um es in die Risikokaskade des Geldlebenszyklus einzubauen und zwar von ein paar wenigen
        monopolartig organisierten Spielern !!!! Wer mit 300% spielt muss auch systeminhärent 300% Risiko tragen !!!! Diesen Mechanismus haben die Staaten
        zugelassen,warum und wer hat Ihnen dieses Recht verschafft ??? Sie haben
        es bisheute ae nicht kapiert !!

      • Avatar

        Hans

        3. September 2020 19:04 at 19:04

        Der größte Teil von Ihrem „rasanten Wachstum“ ist aber in der Zinswirtschaft und in die für den Sozialismus nötigen hohen Steuern reingegangen. Dafür haben sich die Menschen dann noch krank geschuftet. Und stabil ist das Geldsystem schon lange nicht mehr, denn ansonsten hätten wir keine Nullzinsen und das schon seit Jahren. Das System ist am Ende. Volkswirtschaftslehre ist schon lange außer Kraft. Viele youtube-Videos sind da tausend mal gescheiter. Selbst denken ist das Wichtigste. Das System ist am Ende. Sie werden auch noch munter, Frank. Der Wecker wird bei Ihnen ziemlich laut klingeln.

  7. Avatar

    Klempner

    3. September 2020 12:58 at 12:58

    Krall hat ja Recht,aber den Haken mit dem Base und Broad Money hat er nicht aufm Schirm,deswegen ist das Infationsziel auch Betrug.Base (Funny) wird gedruckt und Broad wird gemessen.

    https://www.youtube.com/watch?v=alRMlSdpCCg

  8. Avatar

    Axel

    3. September 2020 17:15 at 17:15

    Hr. Krall’s Argumentation steht und fällt mit dem ominösen Seignoragekapital. Ein dünner Faden, da es sich hierbei nicht um eine Naturkonstante handelt, sondern um einen vagen historischen Wert. Warum sollte der Markt das Vertrauen in die EZB verlieren, das System an die Wand fahren und sich damit den Ast auf dem es sitzt absägen?

    Vielleicht steigert das beherzte Eingreifen der Zentralbank ja auch das Vertrauen der Bänker ins unermeßliche, da man weiß, auf immer und ewig rausgehauen zu werden.
    Dr. Krall ist mir mitlerweile zu logisch und zu finanztheoretisch mit senem van Mises Paradigma, so sehr ich seinen Inetellekt auch bewundere.
    Man darf auch nicht vergessen, daß er einfach ein begnadeter Redner ist und sich einen Systemcrash herbeisehnt, damit die „bürgerliche Revolution“ endlich vollzogen werden kann.

    Ich stecke wirklich nicht tief in der Materie und kann als Laie das Geschehen im Geldwesen nur von der Seitenlinie aus betrachten. Dennoch bin ich die seit Jahren nicht verstummenden Kassandrarufe langsam leid. Die Regierungen finden in ihrer Schmierigkeit immer einen Weg, ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Was ist denn z.b. mit einem Lastenausgleich durch Alle EU Bürger, so daß sich der Geldbetrag durch die Bankenrettung nicht (nur minimal) erhöht?
    Man weiß es nicht, zu viele (auch psychologische) Unbekannte. Eine plötzliche und drastische Geldmengenausweitung könnte nämlich auch z.b. zur Folge haben, daß den Bürgern „irgendwie mulmig“ wird und es zu einem Bankrun kommt. Dann allerdings, wäre vielleicht schon relativ zeitig Schicht im Schacht…

  9. Avatar

    Klempner

    3. September 2020 17:39 at 17:39

    Axel,da ist was dran!

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Devisen

Warum sich der Goldpreis vor dem Wochenende gestärkt zeigt

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich auch heute gestärkt. Wir hatten es gestern bereits angesprochen. Der diese Woche gelaufene Aufwärtstrend im Gold scheint noch nicht nachhaltig zu sein, weil in den letzten Tagen die Anlegergelder weiterhin aus Gold-ETF abflossen. Von daher sollte man dem Aufwärtstrend bei Gold noch nicht blind vertrauen. Aber es ist ein ordentlicher Anstieg.

Der Goldpreis stürzte in den letzten Wochen fast 200 Dollar in den Keller, weil die Kapitalmärkte deutlich mehr Hoffnung auf die Corona-Imfpungen hatten, und daher bereit waren in riskantere Geldanlagen zu investieren. Gold war weniger interessant. Seit dieser Woche ist aber (wir erwähnten es gestern) die wichtige negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar wieder angesprungen. Der Dollar fiel immer weiter, und der Goldpreis stieg. Auch heute sehen wir eine weitere Dollar-Abwertung, und Gold (Montag noch bei 1.764 Dollar) konnte sich bis vorhin noch robust bei 1.840 Dollar behaupten (aktuell 1.836 Dollar).

Den Vergleichschart von gestern zwischen Gold und US-Dollar setzten wir hiermit aktualisiert fort. Die Trends sind weiterhin intakt – zumindest in diesem Augenblick. Wir sehen den gegenläufigen Verlauf seit Anfang der Woche. Auch wenn der Goldpreis ganz aktuell ein paar Dollar fällt, so ist die gegenläufige Bewegung im Gesamtbild der Woche erkennbar. Der US-Dollar befindet sich aktuell am tiefsten Punkt seit Frühjahr 2018. Diese Talfahrt hatten wir heute in einem separaten Artikel besprochen (mehr dazu hier).

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar seit Anfang der Woche

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Gold/Silber

Goldpreis steigt! Schwacher US-Dollar vs ETF-Abflüsse

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Der Goldpreis steigt weiter an. Langsam kann man im Verlauf dieser Woche tatsächlich von einer Stärke bei Gold sprechen. Nach fast 200 Dollar Absturz in den letzten Wochen erleben wir nun vom Tiefpunkt am Montag bei bei 1.764 Dollar einen durchgehenden Anstieg auf aktuell 1.837 Dollar. Wie ist die aktuelle Lage?

Immer weiter fallender US-Dollar stärkt diese Woche den Goldpreis

Nun, seit Anfang der Woche laufen die Aktienmärkte seitwärts, oder man könnte auch sagen sie sind unentschlossen. Aber wirklich aktiv helfen tut dem Goldpreis derzeit der immer weiter fallende US-Dollar. Die letzten Monate waren Gold und Dollar die perfekte Negativ-Korrelation. Dann einige Tage überhaupt nicht mehr. Aber jetzt ist sie wieder da. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen die wichtigsten Hauptwährungen) fällt immer weiter, so auch heute! Im Chart sehen wir seit letztem Freitag in blau den Verlauf im Dollar-Index gegen den steigenden Goldpreis in rot-grün. Eine eindeutige negative Korrelation.

Chart zeigt seit Freitag steigenden Goldpreis gegen fallenden US-Dollar

Es wird dieser Tage immer wahrscheinlicher, dass unter Joe Biden und vielleicht auch schon in den Wochen vorher seiner Amtseinführung am 20. Januar 2021 neue Stimuluspakete in den USA verabschiedet werden. Mehr Staatsverschuldung, mehr Gelddrucken – das schwächt den US-Dollar, und stärkt derzeit den Goldpreis.

ETF

Wir hatten diese Woche schon zwei Mal in Berichten auf die Richtung der Geldflüsse bei Gold-ETF (Begriffserklärung hier) hingewiesen. Seit einiger Zeit fließen Anlegergelder in großem Umfang aus ETF ab, die auf Gold basieren. Auch gestern gingen die Mittelabflüsse weiter, laut Commerzbank im Umfang von fast 9 Tonnen. Man sollte den diese Woche stattfindenden Anstieg im Goldpreis inzwischen nicht mehr als eine rein technische Reaktion auf einen überverkauften Markt betrachten, sondern als echte Aufwärtsbewegung. Aber die Geldflüsse der Anleger laufen zumindest Stand gestern noch raus aus den Gold-ETF, während der Goldpreis weiter steigt. So ganz klar bullisch wirkt das noch nicht.

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Gold/Silber

Silberpreis: Ist das eine „Bärenfalle“ oder eine „Verkaufswelle“?

Jörg Bernhard

Veröffentlicht

am

Aus charttechnischer Sicht steigt beim Silberpreis die Spannung. Bergauf ging es in den vergangenen Handelstagen aber auch mit dessen Volatilität, die in der Finanzwelt vor allem als Risiko-Barometer dient.

Silberpreis: Marke von 22 Dollar im Auge behalten

Noch zum Wochenstart herrschte an den Silbermärkten eine besonders starke Verunsicherung. Die Impfstoff-Euphorie hat unter den Investoren zu einem verstärkten Appetit auf Aktien geführt und somit bei den altbewährten „sicheren Häfen“ Gold und Silber – insbesondere im ETF-Sektor – erhebliche Abflüsse generiert. Zugleich trübte sich die charttechnische Lage beim Silberpreis mit dem Verletzen der im Bereich von 23 Dollar angesiedelten Unterstützung markant ein. Diese erwies sich im Juli, September und Oktober als solider Boden. Weil der Kursrutsch darunter lediglich von temporärer Natur war, kann man das Verkaufssignal mittlerweile als „Bärenfalle“ betrachten. Um keinen chartindizierten Verkaufsdruck auszulösen, sollte sich das Edelmetall in den kommenden Wochen möglichst über 22 Dollar halten.

Trotz der jüngsten Kursschwäche kann man den Silberpreis als relativ widerstandsfähig bezeichnen. Nach Rückschlägen tauchen regelmäßig „Schnäppchenjäger“ auf und verhindern Schlimmeres. Wie bei Gold und beim Bitcoin verspüren in diesem Jahr vor allem institutionelle Investoren einen starken Appetit. Dies bringt der weltgrößte Silber-ETF SPDR iShares Silver Trust besonders gut zum Ausdruck. Seit dem Jahresultimo kletterte nämlich die Anzahl institutioneller Anteilseigner in den ersten neun Monaten von 481 auf 630 und legte damit um über 30 Prozent zu. Besonders interessant: Die Zahl der von dieser Investorengruppe gehaltenen Anteilsscheine hat sich im selben Zeitraum von 76,6 Millionen auf über 156 Millionen Anteile glattweg verdoppelt.

Der Blick auf die größten Anteilseigner spricht ebenfalls für sich, schließlich befanden sich unter den Top-Ten (Stand: Ende September) so klangvolle Namen wie zum Beispiel Morgan Stanley, Bank of America, UBS, Wells Fargo und Royal Bank of Canada. Deren Investitionssummen reichten von 118 Millionen bis 244 Millionen Dollar.

Fazit: In der Finanzszene werden institutionelle Investoren häufig als „smart money“ also „schlaues Geld“ bezeichnet. Schlaue Privatanleger sollten deren Geldflüsse genau beobachten. Ihre verstärkten Käufe von Bitcoins, Gold und Silber sowie diverse andere Faktoren sprechen daher für die Anlageklassen Edelmetalle und Kryptowährungen – zumindest als Depotbeimischung.

Mehr zur aktuellen Lage beim Silberpreis sehen Sie in einem Video von David Jones, chief market startegist bei capital.com, hier..

 

Der Silberpreis ist derzeit volatil - Bärenfalle oder doch Verkaufswelle?

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