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Markus Krall-Szenario von Zinskollaps und Kreditkontraktion früher als gedacht?

Claudio Kummerfeld

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Bankentürme in Frankfurt - hat Markus Krall recht?

Markus Krall ist seit geraumer Zeit in aller Munde. Durch seinen Job als Degussa-Chef und Buchautor erfährt er zunehmend Aufmerksamkeit. Von zahlreichen Medien wird er zunehmend in die rechte Ecke gestellt, weil er zum Beispiel dafür eintritt, dass jeder geistig gesunde Bürger das Recht haben solle Waffen zu tragen. Auch erhält Markus Krall derzeit mehr Aufmerksamkeit, weil jüngst bekannt wurde, dass ihm die Roland Baader-Auszeichnung verliehen wird (hier mehr Details). Wir konzentrieren uns, wenn wir Markus Krall besprechen, stets nur auf seine Theorien zum angeblich bevorstehenden Zusammenbruch des Finanzsystems. So auch heute.

Die Crash-Theorie von Markus Krall

Warum wir die Theorie von Markus Krall immer wieder besprechen? Wo er doch von diversen Leitmedien als einer der „Crash-Propheten“ in die Clown-Ecke gestellt wird, da ist es doch nicht mehr angebracht sich mit seinen Aussagen zu beschäftigen? Ohhh doch, so meinen wir. Auch wir wissen nicht, ob seine Theorie wirklich letztlich so eintreten wird. (Buch: Verzockte Freiheit: Wie die Hybris unserer Eliten die Zukunft unseres Kontinents verspielt) Aber niemand hat die derzeitige Lage des Bankensystems und die mögliche Entwicklung der nächsten Quartale so konkret beschrieben und mit Daten unterlegt wie Markus Krall – und er kommt aus der Branche! Daher ist es immer wieder interessant zu sehen, ob die Lage sich so entwickelt, wie von ihm beschrieben.

Und nochmal: Wir bei FMW maßen uns nicht an zu beurteilen, ob er recht hat. Wir können nur begleiten, ob die Lage so verläuft wie Markus Krall es prognostiziert, oder eben auch nicht. Und die letzten Wochen und Monate geben seiner Theorie bisher recht. Sie besagt nämlich, dass die Zinsmarge für die Banken immer weiter abschmilzt. Einmal durch immer weitere Zinssenkungen der Notenbanken, aber gleichzeitig auch durch den immer größer werdenden Wettbewerb der Banken untereinander, die immer mehr Einlagen-Überschüsse als Kredite herausreichen müssen – und daher auch ganz ohne Notenbanken gezwungen sind ihre Zinsangebote immer tiefer anzusetzen (Prinzip Angebot und Nachfrage).

Laut Markus Krall werden durch immer weniger Zinserträge die letztlichen Verluste der Banken immer weiter zunehmen, weil sie ihre Kosten nicht im selben Tempo abbauen können, wie die Zinserträge abschmelzen. Das führe zu sinkendem Eigenkapital, weshalb die Banken die Kreditvergabe reduzieren müssten (Kreditkontraktion). Darauf folge eine große Abwärtsspirale für die gesamt Volkswirtschaft (hier ein ausführliches Video seiner Prognosen). Ende 2020 oder Anfang 2021 sei es soweit. Wann ganz genau diese Kreditkontraktion eintreten werde, könne auch er nicht abschätzen, so Markus Krall. Aber durch bestimmte Ereignisse könne das auch früher eintreten. (Buch von Max Otte: Weltsystemcrash: Krisen, Unruhen und die Geburt einer neuen Weltordnung)

Und was sah man zuletzt? Der Ostdeutsche Sparkassenverband beschwerte sich jüngst darüber, dass zwar das Geschäftsvolumen steige, aber dass der Gewinn der Banken weiter schrumpfe – eben weil die strukturellen Zinserträge sinken! Zusätzliches Geschäftsvolumen könne nur noch die Geschwindigkeit der Ertragsrückgänge bremsen, sie aber nicht aufhalten. Genau das hat Markus Krall vorhergesehen! Auch der Sparkassenverband Westfalen-Lippe beschwerte sich vor Kurzem über die sinkenden Zinsüberschüsse, während das Geschäftsvolumen zunehme.

Zieht das Coronavirus die Ereignis-Spirale des Markus Krall vor?

Ist das Coronavirus genau der Auslöser, der das von Markus Krall beschriebene Ereignis der Kreditkontraktion vorzieht? Denn man sah gestern, dass ein Dienstleister für Baufinanzierungen ein neues Allzeittief für Bauzinsen vermeldete – und das noch, bevor die EZB überhaupt eine eigene neue Zinssenkung verkündet hat. Tut sie dies, sinken die Zinsen für die Bankkunden ja noch weiter in den Keller, und dank dem immer größeren Wettbewerb erodieren die Zinserträge der Banken somit noch schneller. Die Fed und die australische Notenbank haben gestern die Zinsen gesenkt. Heute um 16 Uhr wird wohl die kanadische Notenbank auch nachziehen auf dem Weg nach unten? Und die EZB wird in Kürze wohl mitmachen? Das Coronavirus könnte der Auslöser sein, dass die Theorie von Markus Krall (sinkende Zinsmargen, sinkendes Eigenkapital der Banken, Kreditkontraktion) schneller eintritt als gedacht, also noch vor Ende 2020? Ob es letztlich wirklich so kommt, wird man sehen. Wir werden weiterhin begleitend berichten.

28 Kommentare

28 Comments

  1. Pingback: Markus Krall-Szenario von Zinskollaps und Kreditkontraktion früher als gedacht? – Unser Geld- und Zinssystem

  2. Avatar

    Frank

    4. März 2020 10:48 at 10:48

    „Von zahlreichen Medien wird er zunehmend in die rechte Ecke gestellt, weil er zum Beispiel dafür eintritt, dass jeder geistig gesunde Bürger das Recht haben solle Waffen zu tragen.“

    Das typische Verhaltensmuster der Mainstream Medien: da wird jemand im / dem System unbequem und nennt die Probleme beim Namen, kann die bevorstehenden Konsequenzen auch noch mit Zahlen, Daten Fakten darstellen: so jemand muss selbstverständlich der rechten Ecke angehören. Die Tatsache, dass er mit einer Türkin verheiratet ist, muss unbeachtet bleiben… Was kotzen mich die Medien mittlerweile an.

    Markus Krall ist in meinen Augen einer der fähigsten Menschen auf diesem Planeten. Allein seine Rhetorik ist von erstaunlichem Ausmaß. Zeitgleich erläutert er die schwierigsten Themen auf eine Art und Weise, die absolut alles und jeder versteht. Und er selbst betont ja auch immer wieder, dass er den konkreten Zeitraum des Crashbeginns nicht nennen kann sondern nur eine Wahrscheinlichkeit anhand der ihm vorliegenden Daten und Fakten errechnen kann. Ich selbst erwische mich immer wieder dabei, dass ich mir ältere Vorträge von ihm ansehe, um zu überprüfen, ob die von ihm prognostizierten Ereignisse eingetroffen sind. Und die Trefferquote ist erstaunlich genau. Von daher kann ich immer wieder nur dazu raten, sich ein eigenes Bild von ihm zu machen und seinen Vorträgen genau zuzuhören bzw. sich entsprechend darauf vorzubereiten, was uns bevorsteht. Und sollte es nicht eintreten, halte ich es wie Markus Krall: ich öffne eine riesige Flasche Schampus. Aller Voraussicht nach muss ich diese aber wohl nicht kalt stellen.

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      Hesterbär

      4. März 2020 11:52 at 11:52

      @Frank
      Ihr Kommentar steht völlig im Einklang mit meiner Betrachtung. Ich kenne niemand, der Markus Krall das Wasser reichen könnte.

    • Avatar

      Waffennarr

      4. März 2020 18:06 at 18:06

      @Frank, „…dass jeder geistig gesunde Bürger das Recht haben solle Waffen zu tragen … Allein seine Rhetorik ist von erstaunlichem Ausmaß. Zeitgleich erläutert er die schwierigsten Themen auf eine Art und Weise, die absolut alles und jeder versteht“.

      Perfekter kann Rechtspopulismus kaum beschrieben werden. Wer definiert denn, was geistig gesund ist? Wozu braucht jeder geistig gesunde Bürger Waffen, wenn man sie den Geisteskranken im Umkehrschluss ohnehin verwehrt?

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        Frank

        5. März 2020 06:52 at 06:52

        @Waffennarr: Ich finde es erstaunlich, dass Sie Markus Krall auf diese eine Aussage beschränken und alle anderen Analysen komplett außen vor lassen. Aber sei es drum.
        „Perfekter kann Rechtspopulismus kaum beschrieben werden“: bitte erläutern Sie mir das näher, wir haben scheinbar unterschiedliche Auffassungen zum Begriff „Rechtspopulismus“.

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          Waffennarr

          5. März 2020 22:03 at 22:03

          @Frank: Eine Rhetorik von erstaunlichem Ausmaß, mittels derer alle und jeder absolut alles verstehen. Geistig gesund, Waffen für jeden, das ist für mich Rechtspopulismus.

          Erst kürzlich bestätigt durch die Alternativen in Deutschland:
          Geistig gesunde Menschen, schließt er danach an, würden hingegen auf Missstände reagieren, indem sie die AfD wählen.
          https://www.n-tv.de/politik/Ja-Hanau-war-schlimm-aber–article21621836.html

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    asisi1

    4. März 2020 11:33 at 11:33

    Der große Fehler wurde vor zehn Jahren gemacht. Damals hätte man die Bänkster aburteilen müssen und für ihre Verfehlungen haftbar machen müssen. Da wir aber in der Politik und Justiz nur komplette Versager sitzen haben, wurde dem Bankensektor weiter ermöglicht sein kriminelles Verhalten auszubauen! To Big to fail, ist so ein idiotischer Spruch um sich zu rechtfertigen!

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      globalvoterorg

      4. März 2020 15:12 at 15:12

      Es ist viel, viel schlimmer! Wir haben vor 20x Jahren die Demokratie für tot erklärt und sind deswegen totgeschwiegen worden! Erst jetzt, wird, auch, Anderen klar, die Demokratie ist eine Illusion! Sie ist nie, dazu, gedacht gewesen, das Volk etwas entscheiden zu lassen!
      Die Politschauspieler/Parteien sind nichts weiter, als die Spiegelung der Gaus´schen Verteilungskure der Bürger. Sie wurden dumm und arm gehalten! DESHALB, etwas intelligentes von der Politik zu erwarten, ist sinnentfremdet. Die Bankster, wiederum, sind nichts anderes als HilfsTruppen (Ausführungsorgane) der Finanzkrake (FED/EZB/BIZ). Auch Dr. Krall will dazu, so recht, keine Stellung nehmen! Diese „Dominanz“ (Inhaber der Lizenz zum US$ Drucken) ist KEINE Wohltätigkeitsinstitution! Die Brutalität und Menschenfeindlichkeit dieses „Geschäftsmodells“ FIAT Money (ohne, jedwede, reale Wertunterlegung) wird jetzt, allseits erkannt!? Vielleicht!?
      Wenn, aber die geplante „Virtuelle DiktaturTotal“ anläuft (Corona Virus, z.B.) ist es zu spät! Aus die Maus! Wer zu spät kommt, bestraft das Leben.
      Ergo, haben wir mitnichten eine Banken-, noch eine Wirtschafts-, noch eine monetäre Krise, sondern, eine MachtKrise der Finanzeliten, weil, das System einen Geburtsfehler hat: Die Exponentialität des ZinsesZins. Das System MUSS implodieren. Diese Gleichung hat keiner auf dem Schirm und deshalb gibt es auch kein Entrinnen. „Das Weltall und die Dummheit der Menschen sind endlos. Beim Weltall habe ich, da, meine Zweifel!“ (Einstein)

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        Lausi

        4. März 2020 19:11 at 19:11

        Das Problem mit der Exponentialität des ZinsesZins erklärt auch Herr Prof. Senf sehr gut, der wohl einer der ersten war, der auf diese Problematik aufmerksam gemacht hat. Zuerst dachte ich sein Name wäre ein Witz (seinen Senf dazugeben), und dann noch seine kauzige Erscheinung, aber der Spezi ist besser als man nach einem ersten Eindruck denken sollte. Einfach mal googeln.

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          Andreas. M.

          4. März 2020 21:31 at 21:31

          @Lausi, bei Prof. Bernd Senf habe ich über genau diese Thema 2 Semester belegt. Ich kann dir sagen, dass er damals (1996) von anderen Profs als Halbintellektueller betitelt wurde. Es stimmt, der Zinseszinseffekt stürzt unser Papiergeldsystem zwangsläufig in den Abgrund. Es geht nicht anders und ist nur eine Frage der Zeit. Wir sind nun im Endspiel!

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    Jochen

    4. März 2020 11:41 at 11:41

    Sie schreiben, die Mainstream-Medien würden Sie „ankotzen“. Die Medien sind neutrale Apparate, die Schreiberlinge darin sind es jedoch, die sie am Leben erhalten. An einem Leben, das sie schon lange nicht mehr verdienen. Man müßte diese Schreiberlinge angreifen, nicht die Apparate. Das geschieht einfach nicht! Und das ist der große Fehler aller „Alternativen“. Ihr geht viel zu soft mit diesen verantwortungslosen Individuen um. Nehmt sie euch doch endlich mal zur Brust. Fangt z.B. mal an mit dcem CEO des Springer Verlages, dem Herrn Döpfner, der gelegentlich schöne liberale Reden hielt, aber niemals auch nur einen der Übeltäter aus dem Verlag rausgeworfen hat. Also lieferte er bloß Geschwätz ab, ohne Taten folgen zu lassen.
    Unsere Kritik muß „personalisiert“ werden und nicht nur die Angebote des Marktes. Das sind wir unserem Land und seinem Grundgesetz schuldig, wenn es das BVG schon lange nicht mehr schafft ==> eingesetzt vom Parteienapparat und dessen Apparatschiks.

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    7454824139678

    4. März 2020 12:08 at 12:08

    Das Problem bei Herrn Krall ist, er denkt im bestehenden, reglementierten System. Nur, wer behauptet denn, dass die Regeln z.B. Eigenkapital bei den Banken weiterhin so bestehen wie bisher? Wer legt die Gesetze fest, die Legislative und Gesetze können geändert werden. Vielleicht dürfen Banken zukünftig auch mit negativem Eigenkapital arbeiten oder die EZB kapitalisiert die Banken wieder neu mit Eigenkapital ohne Gegenleistung, Stichwort Helikoptergeld, oder …

    Ein verzinstes Schuldgeldsystem, bei dem Privatbanken Giralgeld bei jeder Kreditvergabe aus der Luft erzeugen können, ist früher oder später immer zum Scheitern verurteilt, aber meine Ansicht nicht in den nächsten Jahren.

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    Marcus

    4. März 2020 12:38 at 12:38

    Das ist durchaus möglich das der Coronavirus die ganze Entwicklung schlicht und ergreifend beschleunigt. Langfristig ist nicht das Virus das Problem, sondern dass was dadurch ausgelöst wird. Oder wie einige andere schon formulierten: Das Coronavirus ist die Nadel welche die Blase ansticht.

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    isntit

    4. März 2020 12:38 at 12:38

    Ich finde Markus Kralls Analysen des Finanzsystems und daraus folgende Prognosen ganz pausibel. Aber sonst? Oh je …
    In die rechte Ecke hat er sich schon selbst gestellt, da muss wirklich niemand nachhelfen. Er tritt bei der AfD auf, predigt hemmungslosen Marktradikalismus, sieht überall sozialistische Umtriebe (auch bei Merkel und Co, haha) und verteufelt jede Art von staatlicher Kontrolle. Vom Thema Waffen und menschengemachter Klimawandel ganz zu schweigen.
    Man sollte also seine Warnungen das Finanzsystem betreffend ernst nehmen, aber seine Person nicht so hypen. Es ist ja oft so, dass Mathematik-/Finanzgenies ansonsten ziemlich wirr im Kopf sind.

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      Dr. Knall

      4. März 2020 23:23 at 23:23

      @Isntit
      Bin ganz bei Ihnen: Herr Krall singt, brüllt und spuckt auf dem Hambacher Festen gemeinsam mit Max Otte rechtsradikales Gedankengut von sich.

      Er polarisiert und mobilisiert die Massen, einem amerikanischen Spitzenpolitiker gleich.
      „Gesunder Menschenverstand ist nicht rechts, aber die Unfreiheit ist links!“, sagt Krall. „Es gibt keinen demokratischen Sozialismus!“ (Interessante Wortwahl: Ob soziale Demokratie möglich ist, lässt er offen, schlimmer noch, er konterkariert und pervertiert).
      Die Zuschauer johlen. Dann geht es mit Krall etwas durch: „Dieser Stahl der Freiheitsliebe wurde nicht im Lotterbett des Konsums geschmiedet!“

      Ein Stahl der Freiheitsliebe, ein Lotterbett, nun ja. Mag aufschlussreich für Herrn Prof. Kralls Schlafzimmerfantasien sein. Will keiner wissen. Was er am Ende sagen wollte: Fuck You Greta, fuck Climate Change, fuck the Future.

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    franko33

    4. März 2020 12:48 at 12:48

    Leider haben wir in den Mininsterien keine Leute,die „vom Fach“ kommen und wie
    auch hier häufig erwähnt: vorgestern Familienminister(in) – hätte in dem Fall
    auch aufgrund der eigenen familieren Situation noch ansatzweise Kompetenz – gestern
    Verteidigungs (eher Kriegsminister(in) – heute (Hinterzimmer) „gewählte“ EU -Kommisions-
    präsidentin ! Wie bitte ??
    Eine Person wie Dr Markus Krall z.b.als Finanzminister unter einer real demokratischen
    Regierungsform wäre natürlich ein Idealfall – leider „schläft“ zur Zeit immer noch
    die Mitte unserer Gesellschaft und wird wohl erst aktiv,wenn alles eher schon zu spät
    ist.
    Auch ich habe Probleme mit dem freien Waffentragen,dennoch sollte eine gesunde Demokratie
    zumindest den gesicherten Waffenbesitz zu Hause möglich machen und ein Verbot vom Tragen
    der Waffe in der Öffentlichkeit unter Strafe/Entzug der Waffenlizenz stellen.
    Denn leider scheint mittlereweile unsere Exekutive nicht mehr in der Lage zu sein,
    gerade durch gezielte Einsparungen über Jahre den Schutz der Öffentlichkeit zu
    gewährleisten.Leider u.a. eins von vielen Problemen unserer erodierenden Demokratie.

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    O.Lippert

    4. März 2020 12:54 at 12:54

    Höre gerade die Bonis der Deutschen Bank sind gekürzt worden aber immer noch sehr hoch.
    Die Bank macht schon seit Jahren Verlust!!!!
    Kann man das Verstehen???

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    Alki -Bär

    4. März 2020 13:13 at 13:13

    @ Hesterbär u.@ Frank, Niemand kann ihm das Wasser reichen u.vor allem nicht den Champagner den er aufmachen möchte.Ich werde eine Flasche pro 10% Korrektur bis Ende Jahr aufmachen, d.h.ca. 4Flaschen.

    • Avatar

      Hesterbär

      4. März 2020 14:44 at 14:44

      @Alki-Bär
      Nur 4 Flaschen? Ich habe schon 6 kaltgestellt. :-)))

  11. Avatar

    Alki -Bär

    4. März 2020 15:21 at 15:21

    @Hesterbär, ich bin auf Entzug, nach dem Börsenrausch kann ich mir keine Räusche mehr leisten, die enden immer schlecht.

    • Avatar

      Suffkov

      5. März 2020 21:30 at 21:30

      @Alki-Bär
      „Hinzu kommt, dass die Toxizität des Alkohols bei diesem Trinkverhalten erheblich höher ist. Das liegt daran, dass die Alkoholkonzentration, die zu einer bestimmten Zeit im Körper ist, kurzfristig sehr hoch ist. Dadurch ist auch die Schädigung wesentlich stärker, besonders am zentralen Nervensystem. Dort wächst die toxische Wirkung exponentiell mit der Konzentration. „Man hat das bei den Bankern der Londoner City untersucht, die jahrelang unter der Woche sehr verantwortungsvoll ihre Börsengeschäfte machen und am Wochenende on the binge gehen.“ Bei diesen Bankmitarbeitern wurden erhebliche kognitive Einbußen festgestellt“.

      https://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/Macht-Alkohol-auch-seelisch-abhaengig-article21568590.html

  12. Avatar

    Übelkeit

    4. März 2020 16:16 at 16:16

    Markus Krall mag zwar vom Fach sein, daher seine Analyse bezogen auf das europäische Bankensystem ist sicherlich korrekt. Dennoch wettert er ständig gegen den Euro ohne zu verstehen, weshalb es diesen überhaupt gibt. Man muss den Dollar und Gold verstehen, dann versteht man auch den Euro. Und der Mann arbeitet nun bei Degussa? Prozesse die im Finanzsystem ablaufen finden teilweise über jahrzehente statt. Wer immer nur über die letzten 20 Jahre Finanz und Weltgeschichte schwadroniert wird nie verstehen weshalb das System kollabieren muss.

  13. Pingback: Meldungen vom 4. März 2020 – Teil 2 | das-bewegt-die-welt.de

  14. Avatar

    Hermann Anlauff

    4. März 2020 21:03 at 21:03

    Herr Dr! Krall sollte sich vielleicht doch auf seine – von mir hochgeschätzte – Kernkompetenz beschränken und das CO2-Gefasel (ein peinliches „Heim“-Spiel) Berufeneren überlassen, (s. dazu jüngst in der „Prawda“:
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimawandel-woher-die-gewaltige-energie-der-erderhitzung-stammt-a-692ebf01faf1-4ffe-828a-16493d24715b
    tröste mich mit dem Gedanken, dass kleine Männer mit mühsam kaschierter Eitelkeit halt gerne große Autos fahren

  15. Avatar

    Zebulon

    4. März 2020 21:39 at 21:39

    Wenn die Banken verstaatlicht werden, und das könnte letztlich das Ziel derjenigen sein die für die Nullzinspolitik und für andere Mechanismen, die das jetzige Bankensystem destabilisieren, verantwortlich sind, würde die sinkende Ertragslage der Banken keine Rolle mehr spielen. Als Staatsbanken würden die dann aus Steuergeldern finanziert. Ich bewerte so eine Entwicklung nicht negativ oder positiv, ich sage nur, das Kralls Szenario dann nicht mehr zu den Folgen führen muß, die er vorhersagt.

    • Avatar

      TG

      5. März 2020 11:06 at 11:06

      @Zebulon
      Ich kann mir diese Variante (Verstaatlichung der Banken) sehr gut vorstellen. Es würde einfach dem bewährten Prinzip Privatisierung von Gewinnen und Sozialisierung von Verlusten folgen. Nachdem das Bankenwesen am Steuerzahler genesen ist, wird es wieder privatisiert. So einfach. So genial.

  16. Avatar

    Knasti

    5. März 2020 09:36 at 09:36

    @Frank, sie haben recht, politische Ausrichtung hat mit der wirtschaftlichen Einschätzung wirklich Nichts zu tun.So hat etwa die linkshübsche Sarah Wagenknecht schon sehr realistische Einschätzungen der Eurokrise gemacht , die sehr deckungsgleich mit M.Krall sind.
    Ein Zuhälter u.der Papst können z.B. auf gewissen Gebieten auch gleiche Ansichten haben. Diese Differenzierung fehlt vielen Leuten ,so sind z.B alle AFD ler schlechte Leute u.alle Linken u.Grünen u.s.w.
    gute Leute.

  17. Avatar

    Mike Lohmann

    12. März 2020 14:13 at 14:13

    Schon in der Grundschule lernt jeder im Geschichtsunterricht, dass unsere Helden vor ihren Befreiungstaten als Staatsfeinde verfolgt und gefoltert wurden. Heut geht es zwar etwas humaner zu, aber das Prinzip ist dasselbe. Ist man nicht auf der Linie des Mainstreams der Schnurrnalisten und Regierung, wird man mindestens als schräger Vogel verschrien.
    Aufgrund Hinweisen von Markus Krall kann man sehr schön mitverfolgen, dass die Enteignung der Bürger und die Umverteilung des Vermögens von unten nach oben sichtbar für jedermann stattfindet. Aber die alten Römer wussten schon dasss das Volk sich nur für Brot und Spiele interessiert und das ist heute noch genauso. Aber wer will, kann dank Dr. Krall wenigstens frühzeitig sich vor dem Kollaps in Eigenverantwortung schützen.

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

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