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Markus Krall über Nullzinsen und Gold – „Wirecard auf Crack“

Redaktion

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Bekanntlich ist Markus Krall ein Kritiker der Maßnahmen im Rahmen der Coronakrise – und ein Anhänger von Gold (als Chef des Edelmetall-Händlers Degussa kein Wunder..). Er sieht in der Nullzinspolitik einen verhängnisvollen Fehler, der die Illusion unseres Wohlstand aufrecht erhalten soll.

Aber die Möglichkeiten der Notenbanken schrumpfen zunehmend, so Markus Krall. Sie können seit der Coronakrise etwa den Goldpreis nicht mehr so stark manipulieren wie zuvor – und haben mit ihrer Poltik die Banke in eine schwere Krise gebracht (die derzeit aber durch „Bilanzverschleierung“ noch kaschiert werden – „Wirecard auf Crack“, wie Markus Krall süffisant formuliert). Mit der Abschaffung des Zinses und des Insolvenzrechts seien alle Markt-Signale ausser Kraft gesetzt, sodass wir derzeit schon in einer Planwirtschaft leben würden.

Im Grunde passiere derzeit eine gigantische Insolvenzverschleppung, deren einizge Heilung der Goldstandard sei, so der Bestseller-Autor:

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Markus Krall über Nullzinsen und Gold

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    sabine

    12. August 2020 13:42 at 13:42

    In dem Video sagt er übrigens, daß Gold nur als Notlösung zu erachten ist. Es ist nicht produktiv und nur als Wertspeicher anzusehen in Zeiten von Katastrophen. In normalen Zeiten rät er von Gold ab.

  2. Avatar

    Carl

    12. August 2020 15:59 at 15:59

    Merkel sollte sich von Krall ablösen lassen. Er könnte unser Land wieder auf die Erfolgsspur bringen und den Sumpf aus Unfähigkeit, Unrechtmäßigkeiten und Klügelei austrocknen.

    • Avatar

      leftutti

      13. August 2020 02:09 at 02:09

      @Carl

      Kaiser Krall in der Außenpolitik: Eine interessante Besetzung bei G7- und G20-Gipfeln.
      Modernd statt moderierend, radikal statt rational, buhend statt ruhend 🙈

      König Krall in der Innenpolitik: Klügelei statt Klüngelei, die pure Spur im Sumpf, King Kralli wird sicher wissen, woher und wohin die Winde wehen 💨

      Kanzler Krall trocknet derweil derartig Sumpfiges aus:
      https://www.n-tv.de/politik/Kalbitz-kein-Amt-aber-volle-Bezuege-article21967342.html

      Kasper Krall tanzt und hüpft und singt inzwischen weiter nervös und aufgeregt nachts um ein Feuer. Backt und braut und spinnt inzwischen weiter seine Horrorszenarien zu Planwirtschaft und Goldstandard. Und bleibt dem Teufel treu, den er im Prinzip doch selbst so sehr verflucht.

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    Columbo

    12. August 2020 17:47 at 17:47

    Aha, hab ich das jetzt richtig verstanden? Markus Krall jagt mir einen ordentlichen Schrecken ein und in meiner Verzweiflung schickt er mich dann zum kostenlosen Erstgespräch?

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    Immermehr-Krall

    12. August 2020 20:11 at 20:11

    Glaubt wirklich jemand von der FMW – Redaktion ein Krall lasse sich von seinem Pöstchen bei Degussa beeinflussen ? Weil er unabhängig ist und Politiker u. Notenbanken kritisiert beweist er doch, dass er sich nicht verbiegt und kein Schleimer ist und dadurch eher Nachteile in Kauf nimmt..

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      Hesterbär

      13. August 2020 10:16 at 10:16

      @Immermehr-Krall
      Genauso und nicht anders ist das zu sehen. Krall hat Rückgrat und alle Gummisäulen mögen ihn deshalb natürlich nicht. Sie mögen ihn aber auch nicht, weil sie ihm intellektuell nichts entgegenbringen können und sie mögen ihn vor allem nicht, weil er unbarmherzig und glasklar die Übel benennt und wie man sie abstellen könnte. Seine Gegner sind nicht in der Lage, ihn sachlich und nachvollziehbar zu widerlegen. Die einzige Waffe, die dem Mob, den Fehlgeleiteten und den Minderbemittelten dann noch bleibt, ist, ihn zu denunzieren.

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    Kritisch on fire

    12. August 2020 21:04 at 21:04

    Schönen Abend!
    Noch ein Video der „World of Value! Sehr empfehlenswerte Beiträge, so zu sagen als Betthupferl!
    LG

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    Immermehr- Krall

    13. August 2020 11:54 at 11:54

    @Hesterbär, es sind immer die zwei gleichen „ Kapazitäten“ die Krall kritisieren und dies eher wegen der vermuteten nichtpassenden Politikausrichtung von M. Krall. Dies zeugt wahrlich von überbordender Weisheit.

    • Avatar

      Columbo

      14. August 2020 19:13 at 19:13

      @Immermehr-Krall

      Markus Krall schätze ich sehr. Seine politische Einstellung ist mir egal, aber mit seinen ersten Vorträgen zur „Lage der Nation“ und seiner Meinung zu den Möglichkeiten der Absicherung, hat er mir bestätigt, daß mein Weg, den ich lange vorher eingeschlagen hatte, nicht ganz falsch gewesen sein kann. In meinen dunkelsten Investmentmomenten war er der einzige Lichtblick, weil ich keinem andern irgendwas geglaubt hatte.
      Natürlich erschrickt man(manche freuen sich), wenn die Zeit gekommen ist und wünscht sich, daß der Kelch vorübergehen mag, aber das wird er wohl nicht machen. Es wird hart, auch für die, die sich freuen.
      Was ich zu meinem Leidwesen nicht nachvollziehen kann, ist die geradezu religiöse Anbetung, die manche hier schreibenden Zeitgenossen in Bezug auf Markus Krall hier praktizieren, die sogar in der Wahl des Nicknamens ihren Ausdruck findet. Wie geschmacklos! Er würde sich zu Tode lachen.
      Lieber „Immermehr Krall“, da ich schon bei einem Ihrer Kollegen als Blindenhund voll ausgelastet bin, habe ich für Sie leider keine Kapazitäten frei.

    • Avatar

      leftutti

      15. August 2020 14:09 at 14:09

      @Immermehr-Krall, Voll-Krall, Hesterbär und andere devoten Krall-Jünger:

      Auch ich finde die Annahmen, Diagnosen und zugrundeliegenden Analysen nicht falsch. Um soziale und ökonomische Ungleichgewichte oder die Existenz einiger Zombie-Firmen und deren implizite Gefahren für spendierfreudige Banken zu erkennen, muss man allerdings nicht Euro-Crash-Prophet Markus Krall sein, der mit hochrotem Kopf und krawalligen Reden für Volk und Vaterland auf den Putz haut. Das haben auch schon sehr viele andere unabhängig vom Propheten erkannt.

      Was mich an ihm stört, sind seine völlig aus der Luft gegriffenen Schlussfolgerungen, seine teilweise irrwitzigen Lösungsvorschläge und sein eigentümlicher Sozialdarwinismus: …die Selektion derer, die in die Politik reingehen, ergibt sich aus der Korrelation zwischen Einkommen und Intelligenz. Es ist nun mal so, dass Menschen mit hoher Intelligenz, mehr Geld verdienen, weil sie diese Intelligenz zur Erzielung von Einkommen einsetzen.

      Das zeigt, dass Dr. Kra(wa)ll Korrelationen von Kausalitäten nicht unterscheiden kann und somit offensichtlich selbst nicht die hellste Lampe ist. Zahlreiche fundierte Untersuchungen zeigen nämlich im Ggs. zu seinen Behauptungen, dass die von ihm so hoch geschätzten Eliten zumeist gar nicht einmal besonders intelligent sind, ihre schulischen oder universitären Erfolge waren eher mittelmäßig. Sie sind Verkaufstalente, die schon in ihrer Jugend unternehmerisches Denken lernten, weil auch die Eltern Unternehmer waren. Mehr als 60% dieser „Eliten“ haben ihren Erfolg den Leistungen und Nachlässen ihrer Ahnen zu verdanken. Der Faktor Intelligenz für hohes Einkommen ist da wohl eher Nebensache.

      Anderes Beispiel: Um die Interessen der Steuer- und Beitragszahler in Deutschland zu stärken, sollte Empfängern von Transferleistungen das Wahlrecht entzogen werden. Wer beispielsweise Bafög oder Sozialhilfe erhalte oder in einem subventionierten Betrieb arbeite, solle künftig kein Wahlrecht erhalten.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Krall#Politik
      Hier stellt sich doch die Frage, weshalb Studenten, (unverschuldet) arbeitslos gewordene Menschen, Kurzarbeiter oder Angestellte bei Bahn und Lufthansa, eine Corona-geschädigte Reise- und Tourismusbranche, eine komplette Gastrobranche uvm. kein Wahlrecht haben sollten?

      Drittes Beispiel: Krall geht davon aus, dass die deutschen Banken zusammenbrechen, weil 15 Prozent aller Firmen faktisch insolvent seien. Er beruft sich auf eine Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, nach der die Zahl von Zombiefirmen, die drei Jahre in Folge Verluste schreiben, binnen 20 Jahren von zwei auf 15 Prozent gestiegen ist. Die Studie berücksichtigt jedoch nur börsennotierte Nicht-Finanzunternehmen – 0,5 Prozent aller Firmen. Das KfW-Mittelstandspanel, das fast 100 Prozent aller Unternehmen betrachtet, kommt zu einem anderen Schluss: Umsatzrendite und Eigenkapitalquote sind deutlich gestiegen, die Verluste gesunken. (Stand unmittelbar vor Ausbruch der Corona-Pandemie)
      https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/crash-marc-friedrich-markus-krall-1.4737370

  7. Avatar

    Rechts- Tutti

    13. August 2020 12:02 at 12:02

    Leftutti hat vergessen ,dass es auch ausserhalb der AFD Abzocker u. Profiteure gibt dies aber verschweigen bis das Virus die Wahrheit an den Tag bringt.
    Gemeint ist das Mandat von Gabriel beim grössten Fleischverarbeiter der Leute wie Sklaven gehalten hat.

  8. Pingback: Markus Krall über Nullzinsen und Gold – “Wirecard auf Crack“ – INFORMIEREN ERWÜNSCHT

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    Noch- Mehr-Krall

    16. August 2020 10:40 at 10:40

    Der Moralprediger auf FMW scheut sich nicht Anhänger eines des grössten Marktkenners als devot zu bezeichnen. Somit disqualifiziert er sich immer mehr.

    • Avatar

      Michael

      16. August 2020 21:38 at 21:38

      @Noch-mehr-Krall
      Ich finde, das ist ein reiner Hasskommentar. Einfach nur persönlich und völlig unsachlich. Ich vermute, Sie reiben sich an dem Begriff „devot“. Da allerdings die ganzen Anhänger des großen Marktkenners nicht ein einziges sachliches und konstruktives Argument zu Herrn Kralls Thesen anführen konnten, sondern tatsächlich einzig eine Art religiöser Anbetung praktizierten, wie @Columbo so treffend bemerkt, erachte ich dieses Attribut als nicht ganz unzutreffend.

      Warum antworten Sie nicht wie @leftutti in seinem zweiten Beitrag, auf den Sie anspielen, mit inhaltlichen Argumenten? „Moralprediger“ und „disqualifizieren“ bringen keinen weiter.

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2021: Ein schwieriges Jahr für Gold – Werbung

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Lieber Börsianer,

im laufenden Jahr deckten sich die Investoren nochmals satt mit Gold ein. Ende Oktober verwalteten die Gold-ETFs rund um den Globus Gold im Wert von 235 Milliarden USD. Niemals zuvor waren die Gold-Sammelstellen schwerer. Gleichwohl zeigte der Goldmarkt zuletzt Ermüdungserscheinungen. So nahm das Volumen der Zuflüsse gerechnet in USD im Oktober nur noch um 0,6 % zu. Vor allem US-Investoren hielten sich spürbar zurück. Und genau das ist die Anlegergruppe, die letztlich das Marktgeschehen bestimmt.

Wie wird 2021? Welches Potenzial sehe ich für das Edelmetall?

Ich gehe derzeit davon aus, dass der Impfstoff im nächsten Jahr wesentlich über die Preisentwicklung am Goldmarkt entscheiden wird. Zwei grundsätzliche Szenarien sind denkbar.

Der Impfstoff funktioniert, und es gelingt den Medizinern das tückische Virus allmählich zurückzudrängen. In diesem Fall springt die Weltkonjunktur wieder an. Möglicherweise werden wir sogar leicht inflationäre Tendenzen sehen. Ergo werden die Zentralbanken die Zügel der Geldpolitik wieder anziehen, um das Inflationsrisiko möglichst gleich im Anfangsstadium zu ersticken. Steigende Zinsen sind allerdings für Gold Gift.

Auffällig war, dass sich die Notenbanken bereits zuletzt mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen zurückgehalten haben. Obwohl etwa Europa in den zweiten Lockdown gegangen ist, haben wir von unserer obersten Währungshüterin, Christine Lagarde, nicht viel gehört. Offenbar baut auch die Französin stark auf den Impfstoff und hält weitere Stützungsmaßnahmen für die EU-Volkswirtschaften für nicht erforderlich. Goldanleger hätten hier gerne weitere Aktivitäten gesehen.

Der Impfstoff wirkt nicht. Die Erholung wird von stets wiederkehrenden Lockdown-Maßnahmen gebremst. Das würde ohne Frage den Golfpreis stützen, zumal dann die Geldpolitik doch nochmals nachlegen muss und weitere Hilfsgelder in die Volkswirtschaften des Westens pumpen wird. In einem solchen Szenario bliebe auch der Aktienmarkt eher zurück und Investoren würden wieder den sicheren Hafen suchen. Dabei darf man freilich nicht vergessen, dass die US-Notenbank zunächst nicht mehr…..

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Goldpreis: Charttechnische Ampeln springen auf „Gelb“

Jörg Bernhard

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Der Goldpreis rutschte in den vergangenen Handelstagen aufgrund einer nachlassenden Risikoaversion auf den tiefsten Stand seit vier Monaten ab. Dadurch hat sich die charttechnische Situation erheblich eingetrübt.

Goldpreis wirkt charttechnisch angeschlagen

Weltweit sind derzeit vor allem riskantere Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien oder Kryptowährungen gefragt. Die Hoffnung, dass die Welt in Kürze möglicherweise mit drei Impfstoffen die Pandemie eindämmen kann, führte insbesondere bei Gold-ETFs zu massiven Abflüssen. Allein beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares war im November bei der gehaltenen Goldmenge ein Rückgang von 1.257,67 auf 1.199,74 Tonnen (minus 57,93 Tonnen) registriert worden.

Unter charttechnisch orientierten Goldinvestoren herrscht gegenwärtig aus zwei Gründen eine starke Verunsicherung. Erstens: Mit dem jüngsten Kursrutsch in Richtung 1.800 Dollar bewegt sich das gelbe Edelmetall in einer leichten Unterstützungszone, die sich in der ersten Julihälfte herauskristallisiert hat und nun akut gefährdet ist. Zweitens: Außerdem verläuft die langfristige 200-Tage-Linie ebenfalls im Bereich von 1.800 Dollar. Im Falle eines signifikanten Unterschreitens dieses Kursbereichs entstünden gleich zwei Verkaufssignale und somit möglicherweise zusätzlicher chartinduzierter Verkaufsdruck für den Goldpreis.

Doch eines sollten Anleger bei jedem Verkaufssignal stets im Hinterkopf behalten: Nicht selten erweisen sie sich als Fehlsignal. Im März dieses Jahres stürzte zum Beispiel der Goldpreis für einige Tage relativ deutlich unter seine 200-Tage-Linie, um sich nachfolgend innerhalb von weniger als fünf Monaten wieder um in der Spitze 600 Dollar auf ein neues Rekordhoch zu verteuern. Ein bisschen treffsicherer erwies sich ein solches Verkaufssignal Mitte 2018, schließlich folgte damals eine technische (temporäre) Korrektur von immerhin zehn Prozent.

Ein bisschen Optimismus verbreitet aktuell der Timingindikator Relative-Stärke-Index (RSI). Mit aktuell 32 Prozent ist dieser nicht mehr weit von der überverkauften Zone (< 30 Prozent) entfernt. Sollte der RSI die 30-Prozent-Hürde in den kommenden Wochen von unten nach oben durchschneiden, gilt dies in der Chartlehre nämlich als Einstiegssignal.

Fazit

Unter fundamentalen Gesichtspunkten sollten sich Anleger mit langfristigem Anlagehorizont keine großen „Goldsorgen“ machen. Als Krisen-, Vermögens- und Inflationsschutz dürfte die Geldalternative in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiterhin wertvolle Dienste leisten, schließlich werden sich selbst im Falle eines Siegs über die Pandemie die weltweiten Schuldenberge nicht in Wohlgefallen auflösen.

Der Goldpreis ist zuletzt unter Druck gekommen

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Gold/Silber

Aktuell: Dow mit Allzeithoch, Ölpreis steigt – warum der Goldpreis bei 1.800 Dollar hängt

Claudio Kummerfeld

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Aktuell tut sich einiges an den Märkten. Der Dow Jones hat vorhin mit 29.996 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht. Die Aktienmärkte sind in guter Laune. Der Dax ist von seinem Hoch aus dem Frühjahr immer noch gut 500 Punkte entfernt, aber er klettert auch mit nach oben. Der Ölpreis steigt, der Goldpreis fällt weiter. Aber warum? Neben den positiven Corona-Nachrichten bringt heute eine weitere gute Nachricht neuen frischen Schub für die Aktienmärkte. Donald Trump macht nun offenbar den Weg frei für die Amtsübergabe an die Biden-Administration. Damit haben die Märkte mehr Sicherheit, dass in den USA wohl doch kein großes Chaos oder eine Verfassungskrise ausbrechen wird.

Außerdem scheint Joe Biden die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen zur neuen US-Finanzministerin machen zu wollen. Auch das freut den Markt. Die Geldflut kann weiter gehen, und die Konjunktur in den USA dürfte weiteren staatlichen Stimulus erhalten. Das pusht die Aktienmärkte, und auch der Ölpreis steigt kräftig. Alleine seit heute Nacht bei 43 Dollar steigt der WTI-Ölpreis aktuell auf 44,94 Dollar. Mehr Konjunktur-Stimulus bedeutet auch mehr Öl-Nachfrage. Logisch, dass da der Ölpreis ansteigt.

Goldpreis verliert gegen Aktienmärkte

Gold ist der Verlierer. In so einem positiven Umfeld schichten die Börsianer in risikoreichere Geldanlagen wie Aktien um, und der Goldpreis fällt. Nach positiven US-Konjunkturdaten von gestern war der Goldpreis bereits spürbar gefallen, von gestern 1.868 Dollar bis vorhin auf genau 1.800 Dollar im Tief. Ein große runde Marke ist immer wichtig für die Börsianer. Drüber und drunter liegen in der Regel viele Stop-Orders.

In den letzten Augenblicken kann der Goldpreis leicht auf 1.807 Dollar steigen, aber die Lage ist doch sehr wacklig. Es kann auch in Kürze einen Abwärtsschub unter 1.800 Dollar geben. Interessant: Die Bewegung im US-Dollar scheint derzeit weniger Einfluss auf den Goldpreis zu haben. Die negative Korrelation zwischen den beiden funktioniert diese Woche nicht so richtig. Vielmehr ist es aktuell eine negative Korrelation zwischen Gold und Aktienmärkten. Der Chart reicht bis Mitte letzter Woche zurück. Wir sehen den steigenden Dow Jones gegen den fallenden Goldpreis. Die aktuell gute Stimmung für risikoreichere Assets drückt gegen Gold.

Chart zeigt Kursverlauf von Dow Jones gegen Goldpreis seit letzter Woche

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